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Naiv, wer in München mehr erwartet hat

Es hat natürlich seine Berechtigung, dass vom schwierigen Umfeld und „The Länd der Fußballexperten“ ein treffsicherer Stürmer, ein schneller und zugleich großer Neuner, ein Sechser „wie Declan Rice“, ein großer Innenverteidiger und natürlich noch die obligatorische „Drecksau“ wahlweise vermisst oder gefordert wird. Ebenso, dass der VfB in München gewinnen sollte, schließlich sind die Bayern nach ihrem anstrengenden Halbfinaleinzug gegen Real Madrid kaputt und wollten am Sonntag Abend nicht auch noch die Meisterschaft feiern. Denn selbst dafür haben sie keine Kraft mehr und außerdem kann man auch vom feiern müde werden.

So ist die Enttäuschung groß, dass der VfB gegen eine der besten Mannschaften Europas chancenlos war, sich auch noch vier Buden hat einschenken lassen. Mit einem treffsicheren Stürmer, einem schnellen und großen Neuner, einem Sechser „wie Declan Rice“, einem großen Innenverteidiger und einer „Drecksau“ wäre das nicht passiert. Mit einem richtig guten Trainer selbstverständlich auch nicht. Sebastian Hoeneß findet gegen die Bayern einfach kein Mittel und keine Taktik, da hilft es ihm auch nicht, dass er der erfolgsreichste VfB-Trainer seit 15 Jahren ist. Vielleicht sollte der VfB in Spielen gegen den Rekordmeister jemand anderes auf die Bank setzen. Bo Svensson zum Beispiel, der gewann drei seiner sechs Begegnungen gegen den FCB. Die Idee habe ich von Instagram oder Facebook, weiß nicht mehr, aber was ich weiß: auf Social Media ist sowieso das fachkundigste Publikum. Warum dort niemand Rino Pellegrino vorgeschlagen hatte? Der erkämpfte sich immerhin zwei Mal ein 2:2 in München und gewann in Spanien jetzt auch noch den Copa del Rey!

Dabei waren die Vorzeichen gut:
Seit dem 0:5 im Hinspiel hat der VfB die wenigsten Gegentore der Liga kassiert. In der Rückrunde musste Alexander Nübel in zwölf Spielen nur 13 Treffer hinnehmen. Zudem weisen die Stuttgarter die beste Zweikampfquote der Liga auf, auch wenn ein Sechser „wie Declan Rice“, ein großer Innenverteidiger und eine „Drecksau“ im Kader fehlen.

Die Vorzeichen waren aber in Wirklichkeit verheerend:
Der VfB gewann nur zwei der letzten 31 Duelle gegen den FC Bayern. In der Endphase der Saison 2023/2024 schoss der VfB die Bayern mit 3:1 ab, nach Toren von Stergiou, Yeong und Silas … liest sich unwahrscheinlich, war aber so. Ähnlich unwirklich das 4:1 am letzten Spieltag 2018: Donis? Sagt Euch Donis noch was? Captain Kork aka Tayfun Korkut träumt heute immer noch davon.

Die Qualitätsunterschiede zwischen München und Stuttgart sind in allen Bereichen zu groß, aber über das 2:4 kann man sich trotzdem trefflich ärgern. Auch wenn der VfB auf Platz vier steht, mit realistischen Chancen auf die Champions League, es fehlen einfach ein treffsicherer Stürmer, ein schneller und zugleich großer Neuner, ein Sechser „wie Declan Rice“, ein großer Innenverteidiger und eine richtige „Drecksau“. Dann wäre der VfB auf Jahre hinweg unschlagbar und hätte in München locker gewonnen. Das Fehlen ist trotzdem kein Grund, so hasenfüßig aufzutreten und den Bayern die Tore auch noch zu schenken. Das haben die gar nicht notwendig. Umso ärgerlicher ist es, dass der Rekordmeister sich noch nicht einmal anstrengen musste und froh war, es die letzte halbe Stunde auslaufen lassen zu können.

Trotzdem ist es erstaunlich, wie schlecht der VfB regelmäßig gegen München auftritt. Wahrscheinlich hat nur der HSV eine üblere Bilanz in den letzten 15 Jahren als der VfB. Nach dem 4:1 in der 52. Minute durch Harry Kane musste man eine Klatsche in Hamburg-Dimension befürchten, ein 6:1 oder 7:1 oder 8:1 stand im Raum, aber die Bayern hatten einfach keinen Bock mehr.

Wer angesichts der traditionellen Angst gegen München und deren Stärke in dieser Saison etwas Zählbares erwartet hatte, war naiv. Als gnadenlos, unbarmherzig und unersättlich werden die Bayern bezeichnet. Der VfB machte viele Fehler, trat oft zaghaft auf, aber ob eine Bestleistung zu mehr gereicht hätte? Letztlich kann sich der FCB nur selbst schlagen. Eine Liga, in der der Meister gegen den Dritten in zwei Spielen elf Tore schießt und gegen den Vierten neun, hat ein echtes (Vermarktungs-)Problem. Dazu wird ein Team Zweiter, das trostlosen Terror-Fußball spielt.

Sollte der VfB das Pokalfinale erreichen und Bayern wie erwartet in Leverkusen gewinnen, steht uns in Berlin wieder so ein deprimierendes Spiel gegen München bevor. Wie der VfB das ausgeglichen gestalten will, kann ich mir im Moment überhaupt nicht vorstellen.

Zum Weiterlesen:
Wir fragen uns im vertikalGIF, was Karazor nach dem Spiel damit meinte, dass der VfB “auf irgendeine Art und Weise auf Augenhöhe mit den Bayern” sei. Wahrscheinlich sind es die Bierpreise.

Rund um den Brustring bemängelt “Harakiri-Larifari-Pässe ohne Absicherung, wildes Herumgeirre im eigenen Strafraum und (..) halbgare Abschlüsse in die Arme des gegnerischen Torwarts.“. Sagt aber auch mit Blick auf die Champions League-Qualifikation: “Wir haben alles in der eigenen Hand.“

Die ZEIT kommentiert gewohnt herablassend: Der VfB “obwohl selbst ambitioniert, hoffte nur, dass es irgendwann vorbei ist“, meint aber auch anerkennend: “Es ist keine Kunst, mit den Bayern Meister zu werden. So aber schon”

Matarazzo bezeichnet in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung, das 2:1 gegen Köln am letzten Spieltag 2022 als „den intensivsten und größten Erfolgsmoment“ seiner bisherigen Karriere – bevor er den spanischen Pokal mit Real Sociedad gewann.

Bild: Leonhard Simon/Getty Images


Das Schwierige Umfeld hat in Cannstatt einen schweren Stand seit Sebastian Hoeneß auf der Trainerbank sitzt. Gut, dass es zuletzt endlich wieder Gelegenheit gab, das Spiel des VfB zu kritisieren. Der neue Sweater, der in enger Kooperation mit mystu entstanden ist, ein perfektes Statement, sollte man etwas an den Auftritten des VfB auszusetzen haben! Also holt Euch das Teil – und vergesst den Code “vp10” nicht!

 

 

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38 Kommentare

  1. Jochen sagt

    Das schwierige Umfeld in Form von „NiveaulosJochen“ merkt nur an, dass es zumindest eine eigenwillige Idee ist, fast die komplette Spielzeit in München mit einem Mittelstürmer Tiago Tomas zu bestreiten und so nur zu 10 beim deutschen Meister anzutreten. Die Innverteidiger des FC Bayern hatten gestern frei. Aber vermutlich fehlt mir das Fussballverständnis, um die Genialität des Unfehlbaren zu erkennen.

  2. drhuey sagt

    Dass Kovac-Fussball und der VfB Stuttgart ausserhalb der eigenen Bayern-Liga spielen ist mittlerweile klar. Aber, dass die beiden auf Platz 2 und 4 stehen, sagt viel über die Bundesliga. Auch, wenn man deren Abschneiden auf internationaler Ebene hinzunimmt, wird die “Stärke” der Bundesliga nochmal klarer. Das weiss jeder, insofern gehe ich davon aus, dass niemand auch nur ansatzweise etwas erwartet hätte von dem Spiel.
    Stimmt, wir haben diese im Artikel erwähnten Spieler (noch) nicht und der Prömel-Transfer ist auch keine Antwort auf eine CL-Teilnahme, sondern für den Alltagsbetrieb in der Liga. Es ist etwas schade, dass gerade als sich der VfB in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess befindet, die Bayern eben nochmal einen Riesenschritt gemacht haben und den Begriff “Südgipfel” ad absurdum führen.
    Die Welt ist relativ. Das gilt auch im Vergleich mit internationalen Gegnern. Dennoch darf die absolute Entwicklung des VfB nicht unter den Tisch fallen. Sollte das grosse Ziel CL-Teilnahme am Ende Realität werden, was ich aufgrund der Gelder dem Verein auch wünschen würde, ist aber auch klar, dass der Mannschaft ein Upgrade verpasst werden muss. Man kann natürlich auch mit Leweling, Vagnoman, Tomas, Demirovic und Prömel die CL angehen und Geld sparen. Die Entwicklung der Mannschaft wird dadurch aber sicher nicht beschleunigt. @abiszet: Declan Rice fände ich super, aber auch Vitinha ist eine Überlegung wert ;)

  3. Marcus Fichter sagt

    Hat das Spiel nach den Vorkommnissen vor dem Stadion eigentlich noch jemand interessiert ? Ich hatte eh nix erwartet.

    Wundert sich nach den jüngsten Vorfällen in verschiedensten Stadien ( Bremen, Dresden, Rostock usw. ) noch jemand, das die Innenminister weitere Massnahmen zur Sicherheit im und um das Stadion herum beschließen möchten ?

    Statt sich einfach mal ruhig zu verhalten und nur das eigene Team zu supporten, disqualifiziert sich die Ultra-Szene immer weiter.

    Egal wieviel es waren, 150 oder 500, die Berichte gehen das auseinander, alle sollten mit landesweiten Stadionverboten und Meldepflichten an Spieltagen bestraft werden.

    Unschuldige Familien mit Kindern, die angebl. zwischen die Fronten geraten sind, hoffentlich ist niemand was passiert. Selbst wenn die Kinder sowas nur sehen müssen, das ist eine absolute Sauerrei !

    Gibt es denn auf der Welt gerade nicht genug negative Schlagzeilen ?

    Da schämt man sich echt, selbst VfB-Fan zu sein !

    • Jörg Kühnapfel sagt

      Sehr guter Kommentar. Wenn man schon vorher weiss das es zur Randale / zum Zoff kommt, kann man schon vorher alles unternehmen von der Behördenseite, Polizei, Vereine und Fan-Vertretungen, dass es gar nicht dazu kommt! Aus eigenen Erfahrung weiss ich, dass viele ,,Fans” schon total ,,aufgeladen” zum Spiel kommen, und die Polizei steht dann mitten drinn. Sehr traurig! Das hat nichts mit Fussball zu tun!
      Wer sich Schlägern möchte kann das auf irgendeiner Wiese verabreden außerhalb der Stadt irgendwo im Grünen, aber dann nicht ins Krankenhaus oder zum Arzt gehen, damit meine Krankenkassenbeiträge noch mehr steigen.

    • Oldfan sagt

      Ich schäme mich nicht, VfB-Fan zu sein. Warum soll ich mich für Idioten schämen, die den Fußball zum Ausleben ihrer Gewaltfantasien missbrauchen ?
      Ab in den Knast, und nie mehr in irgendein Stadion.

        • Hobbycamper sagt

          Diesen Kommentar verstehe ich nun wirklich nicht !
          Gewaltszenen sind bei einem Fussballspiel so fehl am Platze wie sonst noch was. Damit das endlich mal ein paar Wenige (nicht ALLE) kapieren, bedarf es entsprechender Strafen, wenn es nicht anders geht auch mit Freiheitsentzug weil Geldstrafen diese Deppen offenbar nicht von ihrem Vorhaben abbringen. Es hat keiner gesagt oder gefordert dass dies ohne Verhandlung und Urteil vollzogen werden soll, zumindest habe ich es nicht aus dem Beitrag rausgelesen.

          • @buzze sagt

            Naja, offenbar waren ja alle Beteiligten (zumindest auf Stuttgarter Seite) vorübergehend in Polizeigewahrsam und niemand kam in Haft. Wer fordert, alle Beteiligten sollten “in den Knast”, hat meiner Meinung nach wenig Verständnis für rechtstaatliche Prinzipien.

  4. bacardihardy sagt

    Der VfB ist zu schwach für die Championsliga
    und für die Bayern ein Häppchen.
    Der VfB kann noch auf allen Ebenen von den Bayern lernen.
    Was soll der VfB in Berlin, wenn dort die Bayern warten ?
    Freiburg schlägt sich da besser.
    Aber Freiburg liegt dem VfB wieder, was die Chance auf eine Reise nach Berlin erhöht.
    Schöne Saison bis dato, aber die Transferpolitik war diese Saison nix, da bleib ich bei.
    Wenn man im Kommentar auch die beispielhaft genannten Schwachstellen ins Lächerliche oder Provokative zieht,
    letztens liegts halt an der Transferpolitik und weniger am Trainer.
    Das Scouting sollte einen grossen kopfballstarken Mittelstürmer hervorbringen und defensivstarke Verteidiger, sonst wirds halt nix mit der Weiterentwicklung.
    Als VfB Fan ist es natürlich trotzdem eine Super Saison unabhängig wie die Saison letztlich endet.
    Aber Zufriedenheit ist Stillstand, deshalb
    Transferbaustellen korrigieren, sonst verlieren wir auch gegen Schalke nächste Saison.

    • @abiszet sagt

      Ich finde gut, dass Du Dein Niveau hälst @Jochen
      Tiago hat sicher kein gutes Spiel gemacht, wie viele gestern. Aber lag es nicht eher an der “eigenwilligen” Zweikampfführung vor dem 1:1 und dem kreativen Fehlpass zum 2:1?

      @bacardi
      Weil es teilweise lächerlich ist.

  5. Ich halte es für falsch, auch nur Details aller Entscheidungen unserer Saison (Verpflichtungen, Aufstellungen, etc.) daran zu bewerten, wie man gegen die momentan leider vermutlich beste Mannschaft Europas abschneidet. Das hat nichts mit Motivation, Zweikampfverhalten oder sonstwas zu tun – Bayern München dominiert jeden Gegner nach Belieben und der qualitative Unterschied ist so groß, dass jede Begegnung mit denen mittlerweile komplett langweilig ist. (Wie öde muss das sein, wenn man zu deren Fans gehört? 100+ Tore, 35ster Titel… schnarch.)

    Ata verkennt das für meine Begriffe ein wenig, wenn er sagt, dass man nach 6 Minuten mit drei Toren nicht den Kopf hängen lassen darf. Irgendwie stimmt das ja, aber wer ist nicht gefrustet und ratlos, wenn er dermaßen aufs Maul bekommt? Mich interessiert dieses Spiel deshalb nicht im Geringsten – ganz im Gegensatz zum Spiel gegen Doofmund, beispielsweise. Oder das Hinspiel gegen den HSV. Oder gegen St. Pauli.

    Natürlich dürfen (müssen) wir uns mittlerweile auch noch oben orientieren. Aber überschnappen sollten wir dabei jetzt auch nicht gleich. Die Bayern werden die Pharma-Boys im Pokal ordentlich abrubbeln und ich glaube kaum, dass man in deren Geschäftsstelle anschließend irgendwas in Frage stellt. In der Liga geht es um die Plätze 2 bis 18 und das wird sich auf die Dauer nicht ändern.

    Nachdem Frankfurt verloren hat, spielen wir nächste Saison in Europa. Das ist mir wichtig und das macht mich stolz auf die Jungs. Alle andere ist ab jetzt ein Bonus. Auch eine mögliche Pokalfinalteilnahme, die Doofmund und Brause verwehrt bleibt. Das ist noch immer eine außergewöhnliche Bilanz, die unser VfB unter Hoeneß da hingelegt hat und die nimmt uns keiner mehr weg.

    • Matthias sagt

      Ganz ehrlich!? Ich habe in der Pause umgeschaltet und den spannenden Meisterkampf in der Premier League verfolgt.

      Deprimierend trifft es gut. Nachdem drei Tore in gefühlt 5 Minuten gefallen waren, war die Messe sozusagen gelesen.

      Ob es mit Prömel, der geforderten Drecksau, in Zukunft besser wird?
      Klar, die Bayern sind einfach im Moment Top 1-3 in Europa und der VFB hat wirklich das Kraut nicht gefunden, das gegen sie gewachsen sein könnte.
      Lange Bälle bringen bei einem Tiago Thomas nix aber auch wenn Medo vorne drin steht, bringen sie vielleicht maximal 2% mehr Entlastung.

      Einen Olise kann nicht einmal Ramon Hendricks verteidigen und das soll was heißen.
      Ist einfach im Moment ein Klassenunterschied und gegen die richtig toughen Spitzenmannschschaften sind wir (noch?) zu weit entfernt.
      Meine Taktik wäre Beton anrühren mit 2 5er Ketten und nur auf Konter gehen aber auch das haben wir personell irgendwie nicht drauf.
      Ach, mit Atletico Madrid hat es einen Mannschaft, die weitgehend mit dieser Taktik operiert, Kloppo nannte es mal Fußball zerstören, bis ins Pokalfinale und ins CL Halbfinale geschafft.
      Aber lieber würde Sebastian H. Vermutlich zweistellig verlieren als von seinen Spielern kultivierte Destruktivität einzufordern.

    • Jörg Kühnapfel sagt

      Gut zusammengefasst. Gegen die Bayern in solch einer Verfassung zu spielen ist schwierig, darum ist es für mich das Größte wenn der VfB gegen die Bayern gewinnt oder vielleicht sogar Unentschieden spielt. Trotzdem havmbw ich jedes Mal die Hoffnung auf eine Überraschung! Vielleicht jetzt in Berlin! 🤍🧡⚽️🤔🤗👍

  6. Jürgen sagt

    Kein Spiel hat mich so wütend gemacht wie das gestern. Klar, nicht viel erwartet in München. Aber muß man dann so auftreten? So Leidenschaftstslos das eigene Tor zu verteidigen? Kein Aufbäumen? keiner da wo die Mannschaft wachrüttelt?
    Und Kapitän Karazor sagt allen ernstes das sie in manchen Bereichen auf Augenhöhe mit Bayern seien (ja, beim Preis von der Stadionwurst vielleicht). Dieser Satz sagt viel über die Mannschaft aus.

  7. Olli Wezel aka debutanker sagt

    Viel will und kann ich zu dem Spiel in München nicht schreiben, nur so viel:
    eigentlich ist vor jedem Spiel gegen München klar, dass du der krasse Außenseiter bist (gilt für alle Teams in der BuLi) und für eine Überraschung alles passen muss.
    Und genau das ist das Einzige, was mich einfach nur deprimiert und weswegen ich mir Spiele vom VfB gegen die Bayern nicht mehr anschaue:
    der VfB schafft es gegen die Bayern in konstanter Art und Weise, nie die kompletten PS aufs Spielfeld zu bringen und gegen den FCB passt komischerweise seit Jahrzehnten nie alles bei uns…
    Haben wir zu viel Respekt vor den Bayern, dass uns gegen die Münchner nie ein Spiel ohne haarsträubende Fehler gelingt und wir die Bayern in so vielen Spielen überhaupt nicht fordern können!?
    Anderen Mannschaften, die qualitativ definitiv nicht besser sind als wir, gelingt das Mindset im Spiel gegen die Bayern deutlich besser – warum?? Keine Ahnung….

  8. Konny sagt

    Ich glaube, dass so ein bisschen Resthoffnung als VfB Fan da ist. Bayern wegen Spiel gegen Real und vor Halbfinale stark gefordert. Da könnte was gehn….? Es ist dieses einerseits andererseits. Einerseits das eigentliche Wissen, da ist nix zu holen und andererseits eben doch eine Resthoffnung. Heute vielleicht…?

    Bayern hat uns machen lassen, nach dem 0:1 aufgedreht und gnädigerweise nach dem 4:1 wieder abgedreht. Ich denke, wir können über das Ergebnis erstmal froh sein. “Nur 2 Tore”

    Trotzdem bleibt stabil festzuhalten, dass wir gegen die Topmannschaften doch hauptsächlich auch wegen fehlender Chancenverwertung und individuellen Fehlern “baden gehen”.

    Tiago Tomas ist leider derzeit wirklich nicht in Form, ich würde weiterhin gerne mal lieber Aravelo länger sehen.

    Freiburg hat gestern gewonnen, in einer kurzen Idee hatte ich auch, komm ist doch wurscht wenn wir gegen die verlieren, dann muss man sich den Bayernkick plus Niederlage nicht nochmal reinziehen.

    Das schrecklichste am Spiel war der Kommentator Ballack mit drillionen Bayernbrillen. Furchtbar – das ist doch kein Kommentator sondern Ulli-Manu-Bayern Fanboy. Ich konnts wegen dem schon kaum bis Schluß ertragen. Ein bisschen Neutralität wär echt ehrlich wünschenswert.

    Wünschenswert wäre auch, dass von unseren Fans kein offensiver Streit gesucht und auf Menschen eingeschlagen wird. Da schäm ich mich auch fremd. Man muss in Gottes Namen anerkennen können, dass halt Bayern derzeit nicht zu schlagen ist, auf andere dann draufschlagen ist nicht nur daneben, sondern vorbei.
    Es tut mir persönlich leid, dass man das nicht mal (endlich) in Griff kriegt.

    Vielleicht mal über Alkoholverbot in Zügen, Bahnen, öffentlichen Plätzen nachdenken. Ich fühlte mich durch stark betrunkene Fans nicht nur einmal sehr unwohl vor allem in U-S Bahn / Bussen / Zügen.

  9. Ronny sagt

    Selten wäre es einfacher gewesen in München etwas zu holen, aber wenn man keine Einstellung findet alles zu geben, dann knallen die Bayern dich halt irgendwann ab. Die zweite Hälfte habe ich nur noch nebenbei gehört, und gemütlich am PC etwas anderes gemacht. Gegen Freiburg wird hoffentlich der Rasen brennen, und das Pokalfinale perfekt gemacht.

  10. Samir sagt

    Drecksau……. Das ist das richtige Wort👍🏽. Wenn Du Sonntags nach München gehst und denkst du kannst da bischen Hacke, Picke spielen dann brauchst dort gar nicht antreten. Hab nach dem 3:1 abgeschaltet, aber sehe bei Spieldaten dass wir nur 3 Fouls begangen haben… dann sagt es doch alles über die Einstellung von den Jungs. Musiala spaziert an Bilal und Jeltsch vorbei wie an Statisten ( Furchtbar). Also wenn man gestern nicht zumindest ein Punkt gegen bocklose Bayern holt, dann weiss ich nicht wann. Es war die gefühlte 600 Niederlage . Und das Wort Südschlager sollte man langsam überdenken. Ehrlich gesagt; sollten wir das Finale in Berlin erreichen und gegen Bayern spielen, dann hab ich jetzt schon bammel von einer weiteren Blamage.
    Kommt was kommt ⚪️🔴 ein Leben lang

    • Hessoschwabe sagt

      Das mit den 3 Fouls ist echt kurios. Im übrigen auch, dass wir 65% der Zweikämpfe gewonnen haben, es aber nur 72 Zweikämpfe im Spiel gab (über 100 sind sonst üblich).

      Das zeigt m.E., dass wir gar nicht in die Zweikämpfe gekommen sind, vermutlich weil wir oft zu viel Abstand hatten und halt hinterher gerannt sind. Aber da sind wir halt wieder bei der anderen Fußballwelt, wenn du schneller bist als dein Schatten :(

  11. Ich hab das Spiel nur gehört, rede also wie ein Blinder über die Farbe. Nur so viel: Sehr gute Mannschaften zwingen ihre Gegner zu Fehlern. Und ich glaube kaum, dass unsere Jungs mit lascher Einstellung (Hacke, Spitze, einszweidrei) nach München gefahren sind. Bocklos waren die Bauern auch wohl nicht, denen haben die vier Dinger halt gereicht und sie haben gespürt, dass sie uns nach den 6 Minuten mental den Saft abgedreht haben.

    Ich hab vorhin das traumhafte 4:2 von Chema gesehen. Und das ist das Einzige, was ich vielleicht an diesem Spiel bemängeln würde – die Einstellung von dem Burschen, der in einfach jedem Spiel fast schon übermotiviert was reißen will, hätte uns über die gesamten 90 Minuten gut getan. Andererseits musste Chema die 6 Minuten nicht auf dem Platz erleben und wenn sein Ball in der 20sten Minute nicht im Tor gelandet wäre, hätte er ebenso gefrustet aus der Wäsche geguckt, wie der Rest. Ebenso wie Chris hat er sein Ding gemacht, als die Bayern mit den Gedanken noch oder eben längst woanders waren.

    Ich finde außerdem die Einstellung einiger Fans in einschlägigen Foren eigenartig, die da sagen, dass es am besten wäre, wenn man gegen Freiburg verliert, damit man sich die Blamage in Berlin erspart. Ich werde mir nie, nie, niemals wünschen, dass der VfB verliert. Und wenn wir ins Pokalfinale einziehen, machen wir das gefälligst wie die Arminia, mit Stolz und Engagement und Hoffnung, das ist man allein schon dem Stellenwert des Wettbewerbs schuldig.

    • Konny sagt

      Ich hatte diese gottlose Einstellung auch schon 🫣 die Bayern nehmen uns auseinander wie ein Grillhähnchen, da ist mir lieber sie filetieren unsere badischen Kollegen.

    • Sehr guter Kommentar, dem ich uneingeschränkt zustimmen kann.
      Ja, leider sieht grade wirklich alles nach einem Spaziergang zum Triple für die Arroganz-Truppe aus München aus. Es tut mir enorm weh, das so schreiben zu müssen.
      Aber der DFB-Pokal ist ein klassischer Tagesform-Wettbewerb. Nicht von ungefähr hieß der Titelträger in den letzten 5 (!) Jahren eben nicht FC Bayern… Die Hoffnung stirbt zuletzt. Auch wenn ich leider zugeben muss, dass sie diese Saison bereits im sehr kritischen Zustand auf der Intensivstation liegt und es ein mittelschweres Fußballwunder braucht, um das noch zu ändern.

  12. Oleg Strassikov sagt

    Vielleicht bin ich ja zu alt und die entsprechende Milde greift um sich und nähert sich der Demenz an. Aber ich war in den letzten acht Jahren mit meinem Sohn immer in der Alllianz Arena, wenn es gegen den VfB ging, neben einem 4:1-Sieg (2018), bei dem ich mich unmenschlich unter nölenden und grantelnden Bayern-“Fans” aufgeführt habe wie die Axt im Walde, gab es zweimal ein 2:2. In den letzten Jahren hat sich die Dominanz der Bayern grotesk gesteigert, trotzdem: Ich werde meinem VfB niemals eine Niederlage wünschen, niemals vor Schlusspfiff ausschalten, und vor allem, weil ich es bei den Bayern-“Fans” am Sonntag wieder einmal erleben durfte, das Stadion vorzeitig verlassen (wenn ich Meister werde!). Wenn ich mich als Fan über so etwas nicht mehr freuen kann, stimmt etwas Fundamentales nicht. Vielleicht ist es ja eine Erfolgsdepression, aber Leidenschaft sieht anders aus. Erfolge sind nur etwas wert, wenn man auch Tiefen kennt. Sonst ist die ganze Veranstaltung sinnlos. Insofern sind wir beim VfB bestens aufgehoben.

  13. Konny sagt

    Ich habe auch jedes Zweitligaspiel geschaut, bin immer in schlechten Zeiten und gefühlten 30 von 34 Niederlagen da gewesen. Stehe seit ziemlich genau 30 Jahren sozusagen in guten wie in schlechten Zeiten verlässlich zu “meinem VfB” – und dennoch möchte ich in diesem einen speziellen Fall nicht Wasserträger für Bayern München sein. Jemanden eine Niederlage aktiv zu wünschen versus die Meinung zu haben, dass es mir lieber wäre, dass Freiburg den “Job” macht ist dann doch auch ein Unterschied. Gegen Freiburg wird es mehr Biss brauchen.

    • Jochen sagt

      Ich verfolge den VfB seit 1977. Da waren tolle Erfolge dabei und auch gaaanz viel Leidensdruck. Das gehört beim VfB dazu. Gegen Bayern gab es sehr wenige große Erfolge wie den Sieg mit dem Jahrhunderttor von Klinsmann. Oft bittere Niederlagen, zweimal im Pokalfinale. Immer wenn wir meinten, an die schon immer finanziell überlegenen Bayern aufschließen zu müssen, ging es schief. Auch jetzt wird man uns wieder gute Spieler wegnehmen. Dagegen kann man wenig machen. Dennoch ist aus meiner Sicht jetzt eine doch etwas ambitioniertere Transferpolitik mit etwas mehr Risiko möglich. Realistisch ist für den VfB Platz 6. besser möglich. Das muss jetzt bewiesen werden. Und Karazor sollte an seiner Leistung arbeiten und nicht so einen Käse erzählen wie in München. Die sind leidergottes Lichtjahre enteilt.

      • Hobbycamper sagt

        Nicht nur Karazor, auch Stiller, der ist ja bei den Tempogegenstößen die zu den Toren geführt haben nur gemütlich nach hinten getrabt und nach vorne hat er nicht viel bewirkt. Vielleicht habe ich auch was übersehen, vielleicht ist der von Defensivaufgaben gänzlich befreit, kann ich mir allerdings irgendwie nicht vorstellen bei SH, das ist ja etwas was man einem Silas immer vorgeworfen hat dass er nicht nach hinten arbeitet und der stand ja noch weiter vom eigenen Tor entfernt.
        Das war für mich übrigens auch der Schlüssel zum 2:1, unser Mittelfeld (Karazor, Stiller) hat die 3 Bayern einfach mal laufen lassen bzw. kam nicht hinterher und die haben’s dann clever abgeschlossen. Der Eine konnte nicht, der Andere wollte nicht.

        • @abiszet sagt

          Das ist nicht richtig:
          Beim 2:1 macht Jeltsch den Fehlpass, er wollte Karazor anspielen, Stiller stand noch einen Tick weiter vorne in der Bayern-Hälfte, hat mindestens 10 Meter Rückstand gegenüber Jackson. Niemand hätte die sich bereits in der Bewegung befindenden Bayern-Stürmer aufgehalten. Auch Silas nicht. Jeltsch, der in der Situation war aber ebenfalls schon um die 3 bis 5 Meter vor Jackson, kommt mit einem Vollsprint auch zu spät.

          Aber ich weiss, Karazor ist immer Schuld und Stiller ist immer zu langsam. Gut, dass Stiller wechseln wird und Karazor durch den unglaublich viel schnelleren Prömel ersetzt wird.

          • Marcus Fichter sagt

            Auch hier muss ich wieder mal genüsslich schmunzeln !

  14. Hobbycamper sagt

    Ich hatte nicht mit einem Erfolg gegen die Bayern gerechnet, insofern war die Niederlage für mich keine große Überraschung. Die Art und Weise aber wie das Spiel innerhalb von 8 Minuten hergeschenkt wurde hat mich dann schon sehr verwundert.
    Der VfB ist im Kopf beim Verteidigen einfach zu langsam und zu schläfrig. Vor allem ist mir das beim 2:1 und 4:1 aufgefallen. Da wehrt Nübel einen Ball nach vorne ab, Kane bedankt sich und 4 Stuttgarter stehen drumherum Spalier und schauen einfach zu. Keine Reaktion, nichts ! Genauso beim 2:1, ja es ging ein Fehlpass voraus, aber plötzlich stehen 3 Bayernspieler im 16er vor dem Tor, spielen sich völlig unbedrängt das Bällchen zu und verwandeln. Wo war der VfB in dieser Szene ? Unser defensives Mittelfeld wurde einfach überlaufen.

    Torschüsse (El Khannous) sind bei uns Rückgaben zum Torhüter. Wie es richtig geht zeigt uns ein 21-jähriger Spanier der mal kurz einen Dropkick aus dem Füßchen zaubert.

    Dass mich hier keiner falsch versteht, gegen die Bayern kann man verlieren, vor allem gegen die aktuellen Bayern, aber ein bisschen mehr Gegenwehr darf es dann schon sein.

    Gegen Freiburg am Donnerstag bedarf es einer gewaltigen Steigerung was Einsatz und Frische angeht, sonst sehe ich schwarz für Berlin.

  15. Joachim H. sagt

    Die Liga wird immer langweiliger. Mir tut das ausserordentlich auch für die Jüngeren leid, dass nur noch ein Verein
    dominiert. Aber es ist so, hat ein anderer Verein einen Lauf und gut harmonierende Spieler, ist es unter Uli H. seit
    Jahrzehnten Programm, dass man die
    Spieler wegkauft. Heute sagen die Bayern, es würden andere dann tun, würde Bayern nicht kaufen.
    Die Einschaltquoten Sportschau und ZDF Samstags gehen zurück. Bei uns in einer Kneipe schaut man noch HSV,
    Stuttgart und Freiburg. Uns interessiert nicht mal mehr der DfB Pokal, nur noch ob Paris Saint German wieder spielt
    wie vor einiger Zeit gegen Deutsche Mannschaft und gewinnt ? Die einzige Hoffnung 1. Bundesliga besteht darin, dass
    Uli H. nicht mehr mitmischt, aber das kann noch viele Jahre dauern. Leider !

  16. Nachspielzeit sagt

    Ob sich der eine oder andere hier nicht noch täuscht ob des sicher geglaubten Sieges am Donnerstag. Hier sind ja einige schon in der Position, Freiburg den Sieg gerne zu gönnen, als sei dieser schon fest in unserer Hand. Ich will den Teufel nicht an die Wand malen, aber ich sehe die Chancen bei 50/50. Freiburg ist in K.-o.-Spielen in besserer Form als wir dieses Jahr, und gegen uns steht insgesamt ein 3:2 in der Liga. Hoffe trotzdem, wir ziehen das Heimspiel.

  17. divina33 sagt

    Ich hab mir nur noch einmal den Ausgleich der Bayern angesehen und das reichte mir auch schon. Musiala lässt zwei von uns einfach stehen – kein Trikotzupfer nichts – im Fünfmeterraum Guerreiro freistehend(!). …

    Kurz davor:

    „Stuttgart orientiert sich trotz des Führungstreffer weiter nach vorn und ist hier offenbar in der Lage den Partycrasher zu spielen – zumindest bis jetzt.“( Kicker)

    Ich dachte man würde mal eine Defensivtaktik einüben…um unser Spiel flexibler zu gestalten.

    Naja, wenigsten das Torverhältnis nur um -2 verändert.

  18. Matthias the Hämmer sagt

    Beruhigt Euch. Was ist denn gross passiert ? Wir haben die erwartbare Niederlage kassiert, nicht mehr nicht weniger. Es gab nur eins was ich nicht verstanden habe, Du fängst den Ausgleich ok – nur warum nicht die Reihen erst mal schliessen, viel tiefer stehen , die kommen lassen und auch mal 2-3 Fouls im MF ziehen ? Nö man versucht stur weiter Pass Pass Pass Pass nach vorn zu spielen, Hauptsache mit aller Gewalt sein Stiefel durch ziehen – Ergebnis bekannt. Egal- abhaken und am Donnerstag gehts weiter !

  19. Achim Herzblutfan sagt

    Ich habe alle Kommentare gelesen.
    Ich habe mir vorgenommen nix davon zu kommentieren.
    Mein Matchplan ist also bei mir selbst super aufgegangen. 100%.
    Vielleicht sollte ich Trainer werden?
    Ihr fragt euch jetzt sicher: Hat der was an der Rübe? Ja, das habe ich mich nach dem
    Südgipfel ehrlich gesagt auch gefragt.
    Keine weiteren Kommentare.

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