Autor: @buzze

Gefühle, wo man schwer beschreiben kann

VfB-Präsident Dietrich hat ja bekanntlich große Pläne und träumt mittelfristig von der Champions League. Aber warum sollte er eigentlich der Einzige mit ehrgeizigen Zielen und großen Visionen sein? Wir machen auch mit! Nachdem dieser Blog nun endlich wieder erstklassig ist, wird es in dieser Saison einige Neuerungen geben. Die erste, die wir Euch heute vorstellen möchten, ist: Wir werden unsere Text zu den Spielen in Zukunft durch Inhalte von Emotionum ergänzen. Worum geht’s dabei? Das Start-up aus Hamburg erstellt für jeden Bundesligaspieler ein so genanntes Emotionum, das seine Soft Skills abbildet. Dabei geht es nicht (nur) um Zweikampfwerte und Passgenauigkeit, sondern um die Qualitäten, die man nur schwer quantitativ erfassen kann. In den vier großen Bereichen Technik, Taktik und Athletik gibt es nämlich auch die Abteilung Charakter. Der Clou bei der Sache: Das ganze funktioniert crowdbasiert. Genau: Ihr könnt die Spieler bewerten. Je mehr mitmachen, desto exakter wird das Emotionum des Spielers. Wir finden, dass das ein interessanter Ansatz ist. Für die Transparenz: Wir bekommen für die Einbindung nichts und zahlen auch nichts dafür. Aussehen …

Der VfB ist wieder da!

Bekanntermaßen kann man eine Story auf mehrere Arten erzählen. Die Geschichte zum gestrigen Heimspiel könnte beispielsweise so beginnen: Gegen harmlose Mainzer verpassten die Stuttgarter es, das vorentscheidende 2:0 zu erzielen und machten es so unnötig spannend. Man könnte auch anführen, dass die Mainzer absolut kein Gradmesser waren und es ein Wunder wäre, wenn das Team eine sorgenfreie Saison erlebt. Man könnte auch kritisch fragen, warum Simon Terodde anscheinend noch nicht so ganz in der Bundesliga angekommen ist oder warum Chadrac Akolo so fahrlässig mit hochkarätigen Konterchancen umgeht. Oder von dem Glück, dass der Schiedsrichter in der siebten Minute keinen Elfmeter für Mainz pfiff. Aber wisst ihr was? Das machen wir nicht! Wir schreiben lieber von der Hammerstimmung vor der Partie und im Stadion. Von den “Der VfB ist wieder da”-Gesängen und von den letzten fünf Minuten, in denen die Fans ihren VfB regelrecht zum Heimsieg brüllten. Und wir schreiben lieber von Dennis Aogo, von dem zwar nicht jede Flanke so richtig gut war, aber der immer in Position war, um sie zu schlagen. Wir schreiben …

Die Saisonspende

Fußballfans sind unangenehme Menschen: Meist treten sie in Rudeln auf, oft trinken sie Alkohol, fast immer sind sie laut. Und das ist nur der Anfang! Denn manche von ihnen erklären dem größten Sport-Fach-Verband der Welt den Krieg und andere wollen den DFB gleich ficken. Unangenehme Zeitgenossen also. Doch, was will man machen? Schließlich sind sie es auch, die die Stimmung in die Stadien bringen. Und wenn die Fans und Ultras gerade mal nicht singen, jubeln oder den DFB ficken, haben sie ganz wunderbare Ideen. Wie die Saisonspende. Angefangen hat offenbar alles in Köln. Mit Sarah, einem Fan von Leonardo Bittencourt. Für jedes Tor, das @lbittencourt32 diese Saison erzielt, spende ich 21€ an die @kindernothilfe. #saisonspende #effzeh — Sarah.👑 (@S_tothearah) 20. August 2017 Das Ganze wurde nicht nur von Bittencourt himself und dem 1. FC Köln geteilt, sondern auch von Social Media Legende Lukas Podolski. Kein Wunder, dass zahlreiche Köln-Fans auf den Zug aufsprangen und ebenfalls Spendenziele formulierten. Da die Fußballwelt auf Twitter ein Dorf ist, dauerte es nicht lange, bis die karitative Welle nach Stuttgart …

Der VfB rockt die Liga!

Endlich ist es soweit. Endlich wieder Fußball! Keine Verschwörungstheorien mehr rund um Jan Schindelmeiser, endlich ein bisschen Abwechslung in der unerquicklichen Diskussion um alte und junge Spieler, endlich Ablenkung von den nervigen Nachrichten um vermeintliche Neuzugänge. Der VfB ist nach einem Jahr #nurzuGast in der zweiten Liga wieder dorthin zurückgekehrt, wo er herkam: in den Abstiegskampf der ersten Liga. So denken jedenfalls viele. Wir als unverbesserliche Optimisten sehen das natürlich ganz anders. Aber lest selbst. Viel Spaß bei unserer mittlerweile schon traditionellen Hinrunden-Prognose. 1. Spieltag Michael Reschke frühstückt mit VfB-Präsident Wolfgang Dietrich im Berliner Hotel Adlon. Gesprächsthema Nr. 1: Kapitän Christian Gentner, der gegen Berlin nicht in der Startformation steht. Das Spiel endet 3:3, nachdem Hertha bereits 3:0 führte. Simon Terodde verwandelt in der 93. Minute den Elfmeter zum Ausgleich. „Der Mannschaft fehlt eindeutig die Erfahrung“, analysiert Reschke. Hannes Wolf hingegen lobt Mut, Geschwindigkeit und Kondition des Teams, er selbst legt am Spielfeldrand fünf Kilometer zurück. Und Wolfgang Dietrich? Der postet auf seiner Facebookseite ein Selfie mit Vedad Ibisevic. 2. Spieltag Die weiße Karawane vom …

Hauptsache weiter …

Einfach nur peinlich, kein Klassenunterschied zwischen Erst- und Viertligist zu erkennen, als Fan konnte man konnte fast nicht hingucken. Ja, die Cottbuser haben schon drei Saisonspiele gespielt und diese mit 12:1 Toren gewonnen. Ja, der VfB Stuttgart trat ohne Linksverteidiger an. Ja, der Pokal hat seine eigenen Gesetze. Aber nochmal: Es war ein Viert-Li-gist! Da darf man schon erwarten, dass der Bundesligist spätestens in der Verlängerung seine individuelle Klasse und physische Überlegenheit ausspielt. Doch am Ende musste man froh sein, dass sich das Team von Hannes Wolf überhaupt ins Elfmeterschießen rettete. Da bringt es auch gar nichts, wenn man zwischenzeitlich über 100 Prozent Ballbesitz hat. Ganz anders die Amateure aus der Lausitz, die schonungslos aufzeigten, dass der VfB Stuttgart nicht nur ein Problem in der Abwehr hat, sondern auch eines mit der Abstimmung und der Einstellung. Dass der VfB quasi eine Duplikat des Hamburger Spiels ablieferte und trotzdem in der zweiten Runde des DFB-Pokals steht, hat mit Glück zu tun. Mit sehr viel Glück. Das groteske Eigentor und das gewonnene Elfmeterfehlschießen ohne dass Zieler einen …

Die (Not-)Lösung mit dem bayerischen Patienten

Erfahren, Linksfuß, gute Spielereröffnung, ablösefrei: das wäre in etwa die Stellenbeschreibung von Jan Schindelmeiser auf dem Karriereportal stepstone-fussball.de für die vakante Stelle in der Innenverteidigung. Und auf keinen passt diese Beschreibung besser als auf Holger Badstuber. Ist er also der perfekte Mann für den VfB? Ja, wären da nicht die vielen Verletzungen, seine mangelnde Spielpraxis und seine unübersehbaren Geschwindigkeitsdefizite. Wir brauchen nicht die Statistiken anschauen, wie viele Spiele er verpasst hat und welche Verletzungen er hatte. Denn es waren so ziemlich alle, die man sich vorstellen kann. Fehlt nur noch, dass er auf Feinstaub allergisch reagiert. Der VfB braucht einen verlässlichen Spieler, er muss nicht mehr der Jüngste sein, er muss keine überragende Bombe sein, aber er muss einfach nur delivern. 34 Spiele lang. So wie vor vielen, vielen Jahren Dragan Holcer. Sollte Jan Schindelmeiser ihn nicht kennen, Holcer wäre das Role-Model für den neuen Mann in der Innenverteidigung. Sorry, ich halte die Verpflichtung von Badstuber für einen Fehler. Für so eine wichtige Position, ist das Risiko viel zu hoch. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) August 1, …

Der Liga teure Kleider: Der große Bundesliga-Trikot-Check

Heute ist alles anders: Denn wir waren nicht nur investigativ unterwegs, sondern schenken euch auch noch ein Trikot! Mehr dazu am Ende des Textes. Eigentlich könnte mir es ja egal sein, wie das Heimtrikot vom VfB Stuttgart aussieht, denn ich kaufe es mir ohnehin nicht. Jedenfalls nicht für 79,95 Euro – ohne Beflockung. Als gebürtiger Ostwestfale und eingebürgerter Schwabe geht das einfach nicht. 80 Euro für ein Stück Textil, das man nur selten anziehen kann und das in 12 Monaten schon wieder aus der Mode ist? Nicht mir mir. Und damit war die Sache auch abgehakt. Eigentlich … Denn der VfB ist natürlich keine Ausnahme, sondern die Regel. Und auch in der zweiten Liga geht es nicht anders zu: Sag mal, haben die Trikothersteller jetzt komplett ‘nen Schuss weg? 85 Euro OHNE Beflockung? https://t.co/f1ndENBl8d — Konni Winkler (@Konni) 14. Juli 2017 Doch ist es wirklich überall so teuer? Oder gibt es Vereine, die ihre Fans nicht so schröpfen? Ist der Preis abhängig vom sportlichen Stellenwert des Teams? Oder vom Ausrüster? Diese Fragen haben uns so …

Transfer-Tinder

Der diesjährige Sommertransfermarkt erinnert mich an drei Dinge. Einmal an mich, wenn mich meine Frau zum Einkaufen schickt und ich dann nicht mit der bestellten Milch, aber dafür mit einem Sixpack Bier nach Hause komme. Warum? Weil man sich nun mal auf die Dinge konzentriert, die mehr Spaß machen. So ähnlich geht es anscheinend auch Sportvorstand Jan Schindelmeiser. Den schickt man los, um die Defensive zu verstärken – und er kommt mit drei Offensivkräften zurück. Warum? Weil es natürlich mehr Spaß macht, einen A. Donis oder Akolo zu verpflichten als einen humorlosen Innenverteidiger ohne Swag. Oder sind wir back in Bobic-Land? Mit dem ehemaligen VfB-Manager, der nicht nur seinem leichtgläubigen Präsidenten Bernd Wahler weismachen wollte, dass man bei Transfers bis zum Schluss warten müsse, denn dann fielen die Preise? Daran erinnere ich mich ebenfalls, als Jan Schindelmeiser vom überhitzten Markt spricht. Und als er sagte, die Nachfrage nach guten Innenverteidigern trifft auf ein kleines Angebot, so sind das die Worte von Robin Dutt, kurz bevor er Toni Sunjic verpflichtete. Habe ich deshalb so ein ungutes …

Geht gar nicht! #Lasergate

Auf dem Fußballplatz und vor allem auf den Rängen wird gerne mal verbal übers Ziel hinaus geschossen. Im sportlichen Wettkampf wird offensichtlich das Hirn nicht mehr optimal durchblutet, so dass es zu verbalen Tätlichkeiten kommt, für die es auf und außerhalb des Platzes nur die rote Karte geben kann. Eine Sperre hat sich auch VfB-Stadionlautsprecher Holger Laser für seinen Auftritt beim gestrigen Trainingsauftakt verdient. Er wollte witzig sein, aber Humor setzt Niveau voraus. Nun, das ist Herrn Laser richtig in die Hose gegangen. Siehe hier: Nach dem ich gekotzt habe, will ich jetzt meine Dauerkarte zurückgeben! Bombenspruch Laser 👍#VfB #NichtMeinStadionsprecher pic.twitter.com/dFJmEBFDsz — Riky MMA (@RikyMMA) 4. Juli 2017 Holger Laser an Tobias Werner gewandt: „Braungebrannt, man siehts besonders gut … obwohl, Dein Nebenmann ist ein bisschen brauner geworden!“ Neben Werner steht Hans Nunoo Sarpei. Jetzt kann man sagen „War nicht böse gemeint“ oder “Sarpei hat doch selbst drüber gelacht” und zur Tagesordnung übergehen. Oder man fragt: „Was sagen Witze über die Hautfarbe über den Witzemacher aus?“. War es nur eine dämliche, unbedachte Äußerung, die Holger …