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VertikalGIF #VfBBVB: Der ganz normale Wahnsinn

Für Sebastian Hoeneß war es das erste Heimspiel als VfB-Cheftrainer, für die Fans die erste Partie im Neckarstadion seit vier Wochen. Da war natürlich die Neugierde groß, ob man einen sichtbaren Fortschritt auf der Baustelle erkennen würde. Die Antwort: nicht wirklich. Völlig ungewohnt war das Gefühl, relativ gelassen in ein Heimspiel zu gehen, weil der VfB das Auswärtsspiel zuvor gewonnen hatte. Gegen den Tabellenzweiten aus Dortmund hofften die Fans vor allem auf einen guten Auftritt des VfB als Beweis, dass der Sieg in Bochum kein Zufall gewesen war. Nicht auf dem Platz stand einer der Torschützen vom vergangenen Spieltag: Hiroki Ito musste passen und für ihn rutschte der Ex-Dortmunder Zagadou in die Startelf. Erstaunlicherweise zentral in der Dreierkette, dafür rückte Rechtsfuß Waldemar Anton auf die linke Seite. Aber er ist es ja gewohnt, positionsfremd zu spielen. Für Serhou Guirassy hätte das Spiel unmittelbar nach dem Anstoß schon wieder vorbei sein können, wenn er Pech gehabt hätte. Bei seinem missglücktem Versuch, sich den Ball mit der Sohle vorzulegen, landete seine Stollen auf dem Schienbein von Emre …

Der VfB macht mich fertig. Deshalb liebe ich ihn.

Verein für Herzinfarkt. Ich habe immer noch Puls. Und wahrscheinlich wird sich mein Herzschlag erst Mitte der Woche wieder normalisieren. Deshalb wurde Fußball erfunden, deshalb ist das Neckarstadion stets ausverkauft, deshalb bewegt Fußball die Menschen. Denn wie oft war das Spiel gegen Borussia Dortmund gelaufen? Beim 0:2 durch Donyell Malen? Bei der gelb-roten Karte von Dinos Mavropanos? Beim 2:3 von Giovanni Reyna in der Nachspielzeit? Der VfB mit einem surrelaen Comeback. Und mit noch einem in der 97. Minute, einem noch viel größerem. Das Spiel steht in einer Reihe der spektakulären Dortmund-Spiele mit dem 4:4 (2012) und dem 5:1 (2020) – und das in Unterzahl. Weil die Mannschaft an sich geglaubt hat und nicht uneins ist, wie uns viele Stimmen glauben machen wollen. Weil die Mannschaft nicht zum ersten Mal Kampfgeist zeigte, der ihr regelmäßig unter anderem vom kicker abgesprochen wird. Weil die Mannschaft nicht aufgegeben hat und besser ist als viele denken – unter anderem manche Entscheider in der Mercdesstraße. Dabei spielte sie lange so, wie man es ihr unterstellt: nett und naiv. Der …

Wie Mislintat bei Ajax dem VfB helfen kann

Das aufrichtige Bemühen von nicht wenigen Fans, den eigenen Kader heilig zu sprechen, trifft auf die Skepsis von Alex Wehrle und dem kicker, dass dieser Kader zu nichts zu gebrauchen ist. Vor allem nicht für einen harten Abstiegskampf. Was besonders pikant ist, weil Wehrle den Kader mit Sven Mislintat gebaut hat und zuletzt unter Zuhilfnahme diverser Berater und dem neuen Sport-Direktor Fabian Wohlgemuth die Granaten Genki Haraguchi und Gil Dias als „Soforthilfe“ verpflichtet hat. Hilfreich dagegen wäre ein bisschen mehr Selbstkritik, dass die Verpflichtung von Bruno Labbadia ein Fehler war, der den VfB Zeit gekostet hat, im schlimmsten Fall sogar die Zugehörigkeit in der ersten Bundesliga. Nicht wenige haben sowas schon bei der Vorstellung des Trainers im Dezember befürchtet. Die Klubverantwortlichen haben mit der Labbadia-Verpflichtung, begleitet von allerlei Weltuntergangsmusik (“Wir stehen mit dem Rücken zu Wand”), eine Situation erzeugt, die nur schwer zu kontrollieren war, da sich Trainer und Mannschaft von Anfang an nicht grün waren. Es war ein clash of cultures, das passte einfach nicht. Beide beklagten sich übereinander. Labbadia jammerte öffentlich, die Spieler …

Der VfB kann leiden

Dass die Stuttgarter Fans leiden können (und es leider in den letzten zwei Jahren auch mussten), das war klar. Aber auch die Mannschaft zeigt ihre Leidensfähigkeit beim 3:2-Sieg in Bochum. So sieht dann ein Trainereffekt aus: Zwei Spiele, zwei Siege unter Sebastian Hoeneß. Tief im Westen ist Showtime am Ostersonntag. In einem hitzigen Spiel holt der VfB drei wichtige Punkte, die noch big werden können. In der gesamten Labbadia-Zeit wurde uns erzählt, dass es in der Mannschaft nicht stimmen soll, geglaubt habe ich das selten. Aber es passte so gut zu den Klagen von Bruno Labbadia, warum sein Fußball nicht funktioniert, und zu Alex Wehrles Story, die Mannschaft sei nicht gut genug (zusammengestellt), obwohl er sie mit verantwortet. Das Gegenteil haben wir in Nürnberg und Bochum erlebt, alleine wie die Ersatzspieler die Treffer von Serhou Guirassy und Josh Vagnoman gefeiert haben, spricht eine andere Sprache. “Ich habe in der Mannschaft einen überragenden Fighting Spirit gesehen”, hat auch Hoeneß erkannt und fordert: „Das ist der Weg, das ist auch die Marschroute für die kommenden Wochen.“ Im …

VertikalGIF #BOCVfB: Halleluja!

Am Osterfest feiern wir bekanntermaßen das Wunder der Auferstehung. Welchen besseren Termin hätte es also für den ersten VfB-Auswärtssieg nach sage und schreibe 485 Tagen geben können ? Doch der Reihe nach! Wie konnte es überhaupt zu diesem Wunder biblischen Ausmaßes kommen? In seinem ersten Bundesliga-Einsatz für den VfB Stuttgart ging es für Sebastian Hoeneß und sein Team nach Bochum zu einem Sechs-Punkte-Spiel. Und wie war die Stimmungslage bei den Fans vor dem wichtigen Spiel und nach dem 1:0 Sieg in Nürnberg? Einerseits vorsichtig optimistisch, dass es endlich mal gelingen würde, den Schwung aus einem der seltenen Siege mitzunehmen, andererseits voller Sorge, mal wieder erneut enttäuscht zu werden. Was Hoffnung machte: Guirassy war zurück in der Startelf und dazu startete auch Pokalmatchwinner Enzo Millot. Und tatsächlich präsentierte sich der VfB bei den heimstarken Bochumern so, wie es niemand erwartet hatte: konzentriert, zweikampfstark, leidenschaftlich und mutig. Ein Engagement, das früh belohnt wurde: Nach einem guten Angriff über die starke linke Seite über Führich und Sosa landete der zweite Ball bei Hiroki Ito, der ihn gnadenlos in …

Bissle Aufbruchstimmung

Spiele gegen den 1. FC Nürnberg sind immer etwas Besonderes. Nicht nur, weil sie oft von großer Bedeutung sind oder der VfB meist beim Club gewinnt, sondern weil dort die enorme Kraft der Fans sicht- und spürbar wird (wer im Max-Morlock-Stadion war, wird das bestätigen). Wer die VfB-Fans beim Pokalviertelfinale in Nürnberg erlebt hat, der versteht wie sie ticken. Trotz der sportlichen Situation ist die Südkurve voll und das am frühen Abend mitten in der Woche. Der (manchmal flammende) Support ist beeindruckend, er ist laut, er ist stark, er gibt Rückhalt. Aber gleichzeitig sind die Fans kritisch (ok, manchmal auch schwierig), aber das ist auch gut so bei den aktuellen Entwicklungen auf Vereins- und AG-Ebene. Und gleich nach dem Apfiff das vorbereitete Banner „Am Sonntag Bochum schlagen“ zu präsentieren, zeigt die Sensibilität der Supporter: Jetzt nicht nachlassen, wie es die Mannschaft gerne einmal macht. Nachdem die Fans zuletzt ihrem Unmut zum Ausdruck brachten wegen der Leistungen gegen Wolfsburg und Union, wurde gemeinsam mit der Mannschaft der Einzug ins Pokal-Halbfinale gefeiert. Wohlwissend: Nur gemeinsam geht’s. Womöglich …

Schuld sind immer die anderen

Gegen einen Champions League-Kandidaten zu verlieren, ist keine große Sache. Aber es ist Union Berlin! Das tut besonders weh. Die Köpeniker ließen den VfB 2019 hinter sich, stiegen auf und deren Weg verläuft anders als bei den Stuttgartern: Immer weiter nach oben, während in Stuttgart dem tiefsten Tiefpunkt kurz darauf ein noch tieferer Tiefstpunkt folgt. Dazu kam man durchaus die im Dezember von Alexander Wehrle erfolgte Verpflichtung von Bruno Labbadia zählen. Elf Bundesligaspiele, sechs Punkte, keiner war jemals schlechter. Aber der Trainer ist nach wie vor von sich überzeugt, obwohl er weder überzeugende Argumente noch überzeugende Spiele liefert. Von überzeugenden Aufstellungen wollen wir gar nicht sprechen. Dass Bruno Labbadia sein alternativloses 4-3-3 nicht ändert, war klar, als er selbstgewiss unter der Woche auf Systemfragen antwortete. Aber im Detail justierte er vor dem Union-Spiel nach: Wataru Endo rückte anstatt Atakan Karazor auf die Sechs, dafür kam der spielstärkere Enzo Millot in die Partie. Im Dreierstrum rotierte der Trainer wieder ordentlich durch. Dieses Mal starteten Juan Perea, Tiago Tomas und Josh Vagnoman. So langsam müsste Labbadia für …

Bruno im Land der Bruddler

Wir befinden uns im Jahre 2023 n. Chr. Ganz Fußball-Deutschland möchte Tore schießen, egal wie. Ganz Deutschland? Nein! Ein von unbeugsamen Schwaben bevölkertes Dorf namens Stuttgart hört nicht auf, Widerstand zu leisten. Es sieht keine Alternative darin, in erste Linie Tore zu verhindern, was ihr leider zu selten gelingt. Das Leben ist nicht leicht für die Fans. Sie verzweifeln daran, dass es keine Idee gibt, wie Tore geschossen werden können. Sie lieben das schöne Spiel und glauben, genau damit auch ein paar Punkte mehr haben zu können, um nicht Tabellenletzter zu sein. Trainer der Schwaben ist Bruno Labertfix. Vor und nach den Spielen redet der Coach sehr viel über sich und seine Ideen, die leider meistens nicht aufgehen. Man hört ihm gerne zu, er ist ein sympathischer Typ. Aber man wird den Eindruck nicht los, er wäre am Anfang seiner Trainer-Karriere in einen Zaubertrank voller Trainingsmethoden aus den 90er Jahren gefallen. Der Fußball hat sich verändert, Bruno Labertfix jedoch nicht. Alex Verantwortlichfürnix, seit zwölf Monaten Boss der Schwaben, hat mit Sven Diamantix viele Spieler verpflichtet, …

Ein Club am Boden

Erstmals seit 2018 steht der VfB Stuttgart ganz am Ende der Tabelle. Mit zwei Punkten ist der Abstand auf das berühmte rettende Ufer zwar klein, aber noch viel kleiner ist die Hoffnung, dass sich in der aktuellen Konstellation etwas zum Guten ändert. Weil die Maßnahmen des Trainers keine Wirkung zeigen und er nicht bereit ist, sie zu ändern. Weil die Mannschaft nach 1,5 Jahren Abstiegskampf über keinerlei Selbstvertrauen verfügt und einige Spieler offenbar immer noch nicht begriffen haben, dass es um viel mehr geht als ihre persönliche Zukunft in Stuttgart. Weil die öffentliche Kommunikation stellenweise das gleiche Niveau hat wie die Darbietungen auf dem Rasen. Weil in dieser entscheidenden Phase niemand Verantwortung übernimmt und stattdessen immer nur auf andere gezeigt wird. Man kann die Spieler nicht für alles in Schutz nehmen, aber jeder der sich etwas mit Fußball auseinandersetzt, sieht dass Trainer, Taktik und Positionen kein bisschen dazu passen. MIT ANSAGE. #VfB — Seriouz (@Seriouz1893) March 21, 2023 Die Stuttgarter Nachrichten schreiben, dass sich Bruno Labbadia neu erfinden muss. Der Labbadia, den man geholt hat, …

Labbadia coacht den VfB in die zweite Liga

Man muss auch mal was gut finden: Das Beste bei der 0:1 Niederlage gegen den VfL Wolfsburg war das schöne Sondertrikot für Vielfalt. Bei herrlichem Wetter hatten viele Fans ein gutes Gefühl, dass in diesem wegweisenden Spiel ein Sieg gelingen könnte. Was sie zu sehen bekamen war allerdings die Vielfalt der Unfähigkeit. Der Labbadia-Effekt: Tabellenletzter Ich frage mich, woher Bruno Labbadia das Selbstvertrauen nimmt, nach dem Spiel zu sagen „wenn es jemand schafft, dann ich“. Der VfB spielte unter ihm zwar in der Defensive gewohnt „ordentlich“, hatte aber in der Offensive – wie immer unter Labbadia – überhaupt keinen Plan. Geht es unter Labbadia in den folgenden neun Spielen so weiter wie in den bisherigen zehn Partien (6 von 30 Punkten) unter seiner Leitung, holt der VfB noch einen Sieg und steigt chancenlos ab. “Die Frage zum Trainer steht nicht zur Debatte”, sagte Fabian Wohlgemuth nach dem Spiel gewohnt linkisch. Es tut mir leid, aber ich kann Wohlgemuth nicht ernst nehmen, er fiel in seiner Zeit beim VfB bereits mit allerlei hilflosen und schwer nachvollziehbaren …