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Mutlos wie Matarazzo

„Es ist ein sehr wichtiges Spiel, es geht gegen einen direkten Konkurrenten um extrem viel. Wenn es das letzte Spiel wäre, dann wäre es ein Endspiel. Aber es kommen noch Spiele, in denen alles möglich ist – unabhängig davon, wie die Partie in Berlin ausgeht.“

(Pellegrino Matarazzo)

Und auch M wie mutlos wie Sven Mislintat, der vor dem Spiel vom „Worst Case Szenario Relegation“ spricht. Als ob Bielefeld schon sicher abgestiegen wäre. Da wird analysiert, diskutiert, fokussiert und blablasiert und nicht emotionalisiert. Mit dem strukturell suboptimal zusammen gestellten Kader schaffen es Matarazzo und Mislintat nicht, eine Haltung zum Abstiegskampf zu entwickeln. Der ganze VfB hat es sich im Ruhe- und Gelassenheits-Modus gemütlich gemacht. Wir bleiben cool, Hauptsache nicht in die bekannten Muster anderer Abstiegskandidaten verfallen, nur keine Panik aufkommen lassen, das sieht bescheuert aus.

Bescheuert sieht die erste Halbzeit und eigentlich das gesamte Spiel aus. Den Spielern fehlt die Haltung zum Spiel, sie treten ohne jede Widerstandskraft und Wettkampfhärte auf. Was nicht wirklich schlimm ist, denn “es kommen noch Spiele, in denen alles möglich ist”. Hertha BSC spielt wirklich nicht furchterregend und wenn ein Stürmer glockenfrei das 1:0 schießt, den eigentlich alle gar nicht mehr für einen Stürmer halten, dann sagt das alles über die Leistung des VfB aus. Bei Berlin fällt es auch gar nicht in Gewicht, dass mit Kevin Prince Boateng ein Spieler 60 Minuten mitspielt, der überhaupt nichts mehr mitbringt, um Bundesligafußball zu spielen. Aber er besitzt Ausstrahlung. Und davon mehr als alle VfB-Spieler zusammen.

Die Mannschaft ist gehemmt, man hat den Eindruck, ausser Dinos Mavropanos und Erik Thommy hat keiner kapiert, um was es gegen Hertha geht. Ist auch nachvollziehbar, “es kommen noch Spiele, in denen alles möglich ist – unabhängig davon, wie die Partie in Berlin ausgeht”. Einfachste Pässe misslingen, es existiert keinerlei strukturiertes Angriffsspiel, es wird einfallslos über Außen gespielt, aus jeder Lage aufs Tor gebolzt. Das ist pure Verzweiflung, weil niemand wusste, was er machen soll. Die einzige wirkliche Torchance entsteht nach einem Büffel-Moment von Mavropanos, der den Ball an der Mittellinie erobert, in Lucio-Manier durch die Berliner Hälfte trampelt und in dessen Schuss sich dann letztlich drei Herthaner werfen. That’s the spirit! Die noch vor zwei Wochen lächerliche Elf aus Berlin hat Felix Magath mit einfachsten Mitteln auf Vordermann gebracht, in dem er den Fokus auf die talentfreien Aspekte gelegt hat: Intensität, Zweikämpfe, laufen, sprinten, am Sonntag gegen den VfB alleine 25 Sprints mehr.

Es hilft sicher nicht, dass Matarazzo auch ohne die kurzfristigen Ausfälle von Ata Karazor und Omar Marmoush kaum Optionen auf der Bank hat. Vielleicht muss hier mal die Arbeit von Mislintat „knallhart analysiert“ werden. Der Trainer hat sowieso eine Job-Garantie, egal, was er tut. Und so geht es den Spielern auch. Die Mannschaft stellt sich seit Wochen quasi von selbst auf. Und wenn der VfB absteigt? Egal, dann wechseln die Spieler. Wahrscheinlich nicht zu erträumten Vereinen wie Barcelona, Dortmund oder Mailand, sondern nach Newcastle, Wolfsburg oder Florenz. Aber alles besser als der VfB.

Nach dem Spiel weinen Borna Sosa und Sasa Kalajdzic. Sie haben zu spät begriffen, dass es ein Endspiel war. Besser wäre gewesen, sie hätten es vor dem Spiel gewusst, aber womöglich trocknen die Tränen schnell, wenn sie hören, “es kommen noch Spiele, in denen alles möglich ist“. Ein Tor wäre dabei ganz gut. Der VfB ist nun seit 5 Stunden und 35 Minuten torlos. Damit hält niemand die Klasse.

Der Ruhe- und Gelassenheits-Modus ist sicher auch nicht das richtige Modell für eine Relegation. Ich sehe schon die Kommentare noch einer Hinspiel-Niederlage gegen den HSV, Darmstadt, St. Pauli oder Schalke: „Noch ist nichts passiert, wir haben noch ein Rückspiel und das werden wir mit aller Energie angehen“.

Apropos Energie: Wirklich erstklassig waren in Berlin wieder die VfB-Fans. Trotz der denkbar ungünstigen Terminierung am Sonntag Abend und über 600 Kilometern Anreise. Klar ist aber auch, dass sich das Team mit Leistungen wie gegen die Hertha die Unterstützung zu verspielen droht.

Photo by JOHN MACDOUGALL/AFP via Getty Images)

Zum Weiterlesen:
Rund um den Brustring erkennt in “So sind wir, so isch dr VfB” eine “spielerische und mentale Verweigerung” und fordert schleunigst einen Lernprozess, “egal ob der von innen oder außen kommt”.

“Wie ein Unfall” – das VertikalGIF zum Spiel.

Photo by Maja Hitij/Getty Images

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72 Kommentare

  1. Bernd sagt

    Nach den Ausfällen von Marmoush und Karazor leider genau so zu erwarten. Wir haben mit den beiden 1,4 Punkte pro Spiel geholt, ohne sie gab es in 10 größtenteils grottigen Spielen einen einzigen Zähler (das 0:0 in Fürth). Gerade was Mentalität und Intensität angeht, sind das die wichtigsten Spieler im Kader, weil sie ihre Mitspieler pushen, den Gegner nerven, Fouls ziehen und einfach dagegenhalten.

    Der Klassenerhalt wird von der Einsatzfähigkeit der beiden abhängen, darauf lege ich mich fest.

  2. Ronny sagt

    Was soll man zu diesem Spiel nur sagen ? War es Arbeitsverweigerung, war kein Matchplan vorhanden, waren manche Spieler gedanklich schon bei einem neuen Verein ? Die Hosen waren gestrichen voll trifft es wohl am ehesten ! Meter weit weg vom Gegenspieler, kein Dagegenhalten, kein Wille den Bock umzustossen ! Ehrlich gesagt bin ich nicht nur gnadenlos enttäuscht, sondern über die Art und Weise dieser Niederlage schockiert. Hoffnung macht eigentlich nur unser tolles Publikum, welches in den nächsten Heimspielen den Ausschlag geben kann !

  3. Stephan sagt

    3 Ansätze: Dutt/Zorniger – Dietrich/Reschke – HitzlinVogt/SM – was haben alle drei gemeinsam?

    • Tom1893 sagt

      Alle drei erst sehr hoch gelobt und am Ende dann umso krachender gescheitert?
      Leider viel dran…

  4. Bacardihardy sagt

    Materazzo sollte jetzt freigestellt werden.
    Jetzt ist die Zeit für einen Impuls beim VfB.
    Jetzt, nicht morgen oder übermorgen.
    Das wird nix mehr, auch nicht in der 2.Liga.
    Nix gegen Rino, aber es fühlt sich an, als befinden wir uns in einem Trainerversuchslabor.
    Er darf Fehler machen, in der Hoffnung es wird besser. Wochenlang erfolglos , dann ein kurzes Aufflackern nachdem er mit Karazor defensive Stabilität gefunden hat und mit 2 Heimsiegen und jetzt sind wir wieder auf dem Niveau vom Januar.
    Natürlich ist er nicht der Alleinverantwortliche.
    Mislintat ist unter die Lupe zu nehmen.

  5. Clemens sagt

    Natürlich kann es sein, dass die laissez faire Haltung der Verantwortlichen auf die Mannschaft übergesprungen ist. Aber ich vermute mittlerweile eine andere Baustelle, die vielleicht noch viel gravierender sein dürfte.

    Ist die Mannschaft wirklich so harmonisch im Umgang miteinander, wie uns von SM und PM bislang suggeriert worden ist? Bzgl. Marmoush konnte man schon häufiger an den Reaktionen von Führich, Sosa und auch Tomas sehen, dass diese schwer genervt vom Eigensinn des Ägypters sind, der sich natürlich für einen neuen Arbeitgeber interessant machen möchte und daher häufiger den besser positionierten Mitspieler übersieht.

    War das bei Tibidi gestern nicht ähnlich? Der Junge fällt vornehmlich damit auf, sich und den Ball ins Off zu dribbeln, zu spät zu passen und sein ständiges Fallen ist vermutlich auch für den einen oder anderen Mitspieler ein fortwährendes Ärgernis. Der Junge ist mit dem Niveau der Bundesliga komplett überfordert, weshalb Matarazzo ihm mit diesen Einwechslungen keinen Gefallen tut und andere Spieler gleichzeitig vor den Kopf stößt.

    Auch Mangala dürfte es aus Sicht seiner Mitspieler langsam aber sicher überreizt haben, permanent im Vorwärtsgang den Ball zu verlieren, um dann einfach stehen zu bleiben, damit die Kollegen den Ball wieder zurückerobern können. Neben seinem Marktwert macht er damit auch das Spiel der Mannschaft kaputt.

    Grundsätzlich dürfte auch in Mannschaftskreisen bekannt sein, dass sich einige Spieler am Ende der Saison beruflich verändern dürfen (es müssen ja Transfererlöse generiert werden). Da liegt es nahe, dass sich die Interessen von Verein und einzelnen Spielern nicht mehr unbedingt decken. Dummer Weise handelt es sich hierbei aber um unsere wenigen Leistungsträger, die zumindest gestern komplett versagt haben. Ich könnte mir daher vorstellen, dass der Aspekt “Mentalität vor Qualität” für den Saisonendspurt noch andere Spieler als zuletzt Stenzel und Ata sowie gestern Thommy in die Startelf spült. Ich denke da z.B. an Förster.

    Was uns vielleicht entgegen kommt, dass es nächsten Samstag gegen einen Gegner geht, der ähnlich wie wir schnell mit dem Erreichten zufrieden ist. Wolfsburg ist aber vermutlich auch die letzte Gelegenheit, um in dieser Saison dreifach zu punkten.

  6. Frank sagt

    “Wirklich erstklassig waren in Berlin wieder die VfB-Fans.”
    Wirklich? Also die VfB Fans, die sich als “Macht am Neckar” bezeichnen und die gewinnorientierte Kaderpolitik Mislintats sektenartik verteidigen, völlig kritiklos ohne zu hinterfragen, was denn der 12te Mittelfeldspieler, der noch U19 spielen könnte, im Abstiegskampf bewirken soll? Die einen Hitzelsperger nicht unterstützen wollten und dafür einen Blindgänger wie Vogt mit ins Amt drückten – und dazu noch den Hauptsponsor zum Teufel jagen wollen?`Nein, diese VfB Fans nehmen sich wichtiger als den Fußball “ihres” VfBs. Diese “Fans” feiern sich nur selber und tragen eine große Schuld an der Fahrstuhlmannschaft VfB!

    • @buzze sagt

      Ich weiß jetzt nicht, welche Fans Du kennst, aber diejenigen, die wir aus der organisierte Fanszene kennen, sind ganz sicher keine Mislintat-Fanboys. Diese Fans, die “nur sich selber feiern”, fahren am Sonntag 600 Kilometer, um die Mannschaft zu unterstützen, anschließend wieder 600 Kilometer nach hause, um nach bestenfalls 2h Schlaf am Montag arbeiten zu gehen. Würden die hochbezahlten Profis auf dem Rasen auch nur ansatzweise so viel für den VfB investieren, stünde der Club nicht kurz vor dem dritten Abstieg in sechs Jahren.

  7. Bacardihardy sagt

    Die Baustelle, welche du beschreibst Clemens gibt es mit 100% Sicherheit. Das ist absolut ein grosses Problem.
    Zuviele Spieler liebäugeln schon wieder mit einem Wechsel.
    Ganz schwierig, da sie in Berlin ihre Leistung nicht abgerufen haben. Mavropanos war die grosse Ausnahme. Kann mir nicht vorstellen, dass der VfB die kolportierten Millioneneinnahmen für diese Spieler bekommt
    bzw. Die anderen Vereine bereit sind für solche Spieler 25 Millionen in die Hand zu nehmen.
    Zum Glück kommt Karazor zurück gegen Wolfsburg.

  8. Konrad sagt

    Ich fühle mich nach dem Spiel gestern innerlich sehr, sehr leer. :-(
    Für mich liegt die Hauptursache an der psychologischen Herangehensweise.

    Es war ein Endspiel! Punkt! So ist es der Gegner angegangen und wir nicht. Es geht immer um die Situation JETZT und nicht um “vielleicht wann anders…” Magath hat das herausragend gemacht, wir haben uns hinter Plattitüden wie: Druck nimmt Energie (RM) – dann gehen wir halt in die Relegation (SM) versteckt. Magath hat die Situation ganz genau so angenommen wie sie ist und wir nicht. Er hatte damit Erfolg, wir nicht.

    Wir brauchen jetzt jemanden, der den Magath macht und die Spieler (wie Nico Willig zu sagen pflegte) wieder zu 100 % in den Online (Kampf) Modus schaltet.

    Für mich liegt das Versagen klar im Coaching des psychologisch emotionalen Bereiches. Fußball ist halt leider eine Ergebnis und Drucksportart (Phrasenschwein ich zahle). Es ist falsch den Druck mit schwachsinnig sinnfreien Aussagen “ich bin nicht nervös” / “es ist kein Endspiel” rauszunehmen. Es war frei nach Alex Wehrle ein 20 Punkte Spiel. Richtiger wäre jemanden an der Hand zu haben, der den Druck besser moderiert und die Basics “scharf schaltet”. Magath hats besser gemacht, das muss man ihm lassen. Und so jemand braucht es jetzt, von mir aus auch zusätzlich.

    Meiner Einschätzung nach geht Rino zu stark über den Kopf und zu wenig über die Emotion und Basics. Mir ist es jetzt völlig wurscht, ob die Mannschaft JETZT schön oder nicht schön spielt. Dieses Ballrumgeschiebe im Mittelfeld ohne finalen Pass und Torschuss macht mir genauso keinen Spaß. Da ist mir Berlin und Augsburg, die mit Kampf und Basics wenigstens den Klassenerhalt schaffen für den Moment tatsächlich lieber.

    • drhuey sagt

      Eigentlich wollte ich mich nicht mehr äussern, denn es ist im Laufe der Saison alles bereits gesagt und es wird ja durch Wiederholung nicht besser. Aber hier triffst Du den Nagel auf den Kopf, Konrad! Wir schrieben die erste Hälfte der Hinrunde als ich schon einmal feststellte, dass sich die Mannschaft wohl von Mislintat’s Gesundbeterei auch hat einlullen lassen. Leider hat die Führung diesen Stil durchgezogen und bekommt eben halbgare Leistungen zurück, selbst, wenn man mit dem Rücken zur Wand steht. An der Stelle wird nicht geführt. Mislintat und Matarazzo sind Brüder im Geiste und Schönwetterkapitäne. Lange kannst Du alles mögliche anführen was eine bessere Leistung verhindert, aber das gestern war in der Situation einfach eine Frechheit. “Notfalls über die Relegation”? Bullshit! Notfalls direkter Abstieg, Svennie. Von dem Spiel werden mir zwei Szenen besonders in Erinnerung bleiben: Als Tibidi daran erinnert werden musste, dass es jetzt beim Stand vom 0:1 nicht die Zeit ist, Zeit von der Uhr zu nehmen und die gemütliche Rolltreppenfahrt unserer Leistungsträger hinab zur zweiten Halbzeit mit dem “Heissmacher” Führich und seinem halbgaren Motivationsversuch, der noch heute auf Erwiderung wartet. Wenn diese blutleere Truppe noch auf dem Relegationsplatz landet bei dem Restprogramm, dann nur deshalb, weil Bielefeld’s Trainerwechsel nicht fruchtet.

      • drhuey sagt

        Korrektur: der “Heissmacher” war glaube ich Müller, aber spielt auch keine Rolle.

  9. Was eine schwache Bank, da sollte man lieber nicht wechseln, da sich unser eh schon schwaches Spiel noch verschlechtert. Das war gegen Mainz und Berlin offensichtlich.
    Oder wechselt PM die Falschen ein?
    Tipidi war eine Frechheit, die ich nach 6 Stunden Anreise nur schwer ertragen konnte. Mein Sohn, der selbst schlechte Leistungen bisher akzeptierte, sagte, eigentlich sind beim VfB nur die Fans immer gut.
    Fazit:
    Träumereien der verantwortlichen Personen (zu gut für den Abstieg, die Rückkehr der Dauerverletzten werden wie Neuverpflichtungen sein…) führen uns vielleicht direkt in die 2. Liga, aber dieses Mal mit ruhiger Hand.

  10. Jens sagt

    Bei dem Spiel dieser zwei Blinden wurde so deutlich sichtbar wie kaum zuvor, was einzig und allein ein Trainer ausmachen kann, der auch den Namen verdient.

  11. Chris sagt

    Die Hälfte der Spieler befindet sich entweder angekündigt oder von der Presse angedichtet bereits bei anderen Vereinen.

    Wie soll da ein Endspiel echte Mentalität hervorrufen? Man kann klar sehen wer nicht innerlich gekündigt hat.

    Dafür kann Rino nix.

    Als Trainer bist Du während des Spiels die ärmste Sau. Überhaupt ist die Einflussmöglichkeit eines Trainers auf das Spiels unter 20%.

    Diesen “Impuls” kann man sich getrost sparen.
    Was soll so ein Spieler denn denken wenn da n Neuer kommt?

    “oh der Trainer wurde gefeuert, ist mir jetzt noch 3 Spiele wichtig dann bin ich eh schon beim neuen Club”. Jawohl. Großartig.

  12. Annegret sagt

    Ich war gestern im Stadion dabei, allerdings ohne die lange Anfahrt, da ich in Berlin wohne. Der angesprochene Support war wirklich noch das Beste am ganzen Spiel, der Gästeblock hat die ganze Zeit über kräftig Stimmung gemacht, unterstützt von den übrigen VfB-Anhängern mit Karten in den Blöcken daneben. Aber gleich in den ersten Minuten war klar erkennbar, wie sehr die Mannschaft von der Rolle war, kopf- und mutlos. Die kurze Sturm- und Drangphase in der 2. Halbzeit weckte noch mal Hoffnung, aber die Abschlüsse waren einfach erbärmlich. Ich bin dann direkt nach dem 2. Hertha-Tor gegangen, so wie viele andere VfB-Fans, mit einer Mischung aus Scham, Wut und Enttäuschung. Momentan habe ich den Eindruck, dass wie vor 3 Jahren der Gedanke bei Spielern und Leitung ist “Zur Not schaffen wir es eben über die Relegation” und das ist schließlich schon mal schief gegangen. Das gestrige Spiel war definitiv eine Empfehlung für die 2. Liga.

  13. Motzbackenbruddler sagt

    Der Pessimist in mir: Wir kacken gegen ein wieder erstarktes Wolfsburg ab, Bielefeld macht gegen die Hertha das Spiel, so wie wir es nicht gemacht haben und zack, sind wir auf einem dirketen Platz nach unten. Glaubt hier irgendwer, dass wir gegen die Bauern und ein von Modeste euphorisiertes Köln einen Chance haben?!

    Der Realist in mir: Bielefeld wird es nicht besser machen wie wir und bleibt damit auf einem dirketen Abstiegsplatz; dabei ist es dann wurscht, ob wir gegen Wolfburg gewinnen oder nicht. In die Relegation müssen wir auf jeden Fall. Dort gilt es dann Darmstadt, St. Pauli, Schalke oder den HSV am Aufstieg zu hindern – schwer genug.

    Der Optimist in mir: Wir schlagen am Samstag Wolfsburg! Bielefeld schlägt auch die Hertha und wir sind wieder dran. Es folgt ein aberwitziges Remake des 1:4 in München und wir lassen die die Hertha hinter uns. Gegen Köln gibt es ein Remis und es reicht für Patz 15 in the end.

    Spannend und packend wie jedes Jahr, findet Ihr nicht? Mal nur so vom Unterhaltungswert gesehen… Die armen Bayern-Fans und die öde 10. Meisterschaft in Folge: Laaaaaangweilig!

  14. Fritz sagt

    Diese Mannschaft hat über die gesamte Saison Null Entwicklung gezeigt.
    Null Ideen nach vorne, hinten anfällig und ohne jedes gewinnbringende System.
    Was trainieren die eigentlich???

  15. Clemens sagt

    Nachdem Sasa, Sosa und Mangala gestern vehement an einer Reduzierung ihres Marktwertes gearbeitet haben, sollte man ihnen vielleicht erklären, dass bei zu geringen Angeboten keiner von ihnen gehen darf. Vielleicht treibt das den einen oder anderen im Schluss-Spurt wieder an?

    Aber vermutlich muss der VfB am Saisonende einfach nur mehr Spieler abgeben, um das Corona Loch zu stopfen. Kein schöner Ausblick – unabhängig vom Klassenerhalt.

  16. Bacardihardy sagt

    Es wäre so einfach.
    Schick den Rino in den Urlaub.
    Nehmt halt nochmal den Nico Willig.
    Unser VfB scheint endgültig am Ende zu sein.
    Kein operatives Krisenmanagement mehr im Verein.
    Nur Strategieplaudertaschen mit Philosophiegeschwätz ,
    benebelt vom mediengeilen Sven.

  17. Rainer sagt

    Liebes Präsidium, lieber Vorstand,

    sicher haben Sie das Spiel gestern auch angeschaut und sicher sind Sie genauso enttäuscht wie alle Anhänger.
    Vielleicht sind Sie aber auch wütend. Wie ich.
    Nicht ob der Leistung. Die Mannschaft spielt im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Nur die sportlich Verantwortlichen glauben, dass diese Mannschaft wettbewerbsfähig ist. Der Kader ist vor der Saison massiv geschwächt und völlig inadäquat ergänzt (nicht verstärkt) worden. Der ernannte Kapitän ist völlig überspielt und spricht 5 Wörter deutsch. Die Linie auf die Jugend zu setzen ist grundsätzlich richtig. Nur muss man, wenn man merkt, das sich die Massimos und Kliemowicze nicht weiterentwickeln, einen Plan B haben. Und man darf sich die offensichtliche Teilnahmslosigkeit bzw. fehlende Identifikation und Motivation einzelner Spieler nicht bieten lassen. Oder aber sehenden Auges untergehen. Dabei sind wir an meinem Punkt.
    Ich bin wütend über die Führung dieses Vereins. Der Präsident findet nicht statt, zumindest nicht öffentlich. Manchmal glaube ich, es wäre gar nicht gut, wenn er stattfinden würde. Aus dem Präsidium höre ich genauso wenig. Natürlich sind Sie nicht direkt verantwortlich und normalerweise ist das auch nicht ihre Aufgabe sich in den Sport einzumischen, weiß ich. Aber die Situation ist nicht normal.
    Trainer und Sportdirektor stützen sich in Abhängigkeit voneinander gegenseitig, sehen selbst nach den trostlosesten Auftritten viele gute Ansätze, auf die man aufbauen kann und machen sich mittlerweile durch solche Aussagen nach den Spielen lächerlich. Kann denn mal jemand dem vermeintlichen CL-Trainer und Herrn Mislintat sagen, dass es eben nicht zum Langfrist-Plan dazu gehören kann, wieder abzusteigen.

    Ich habe das Gefühl, es ist nicht allen, aber den meisten Spieler vollkommen gleichgültig was gerade passiert. Der leblose Auftritt in Berlin ist der beste Beweis. Beim Thema Einstellung sind wir beim Trainer. Sicher ist er im Vergleich zu Magath der moderne, zukunftsorientiertere Trainer. Aber heiß machen und die Jungs zum Grass fressen motivieren kann er offensichtlich nicht. Hätte es aber gebraucht. Magath hat genau das getan.
    Und Präsident und Vorstand? Gehen vor dem Spiel in Berlin die baden-württembergische Landesvertretung besuchen. Anstatt mal in die Kabine um eine Blut, Schweiss und Tränen Rede zu halten. Sicher nicht immer sinnvoll, aber probieren kann man das.

    So gehen wir in aller Ruhe der 2. Liga entgegen.
    Aber dieses Mal ohne mich. Ich habe definitiv keine Lust mehr auf Heidenheim. Und ich bin nicht allein.

    Mit weiß-roten Grüßen

    • Stephan sagt

      ich versteh Dich – hab gestern weder geschaut noch irgend einen Ticker laufen lassen, habs erst in der Tagesschau erfahren – ob ich am Samstag hingehe entscheide ich je nach Wetterlage – wenn die Sonne scheint gibt mir der Bärensee oder mein Grill mehr.

      Der Verein ist unrettbar verloren und mein Interesse und meine Emotion hat sich in Luft aufgelöst und das nach unzähligen Auswärtsfahrten (zuletzt Bielefeld – ja das gibts tatsächlich und ist gar nicht so schlecht….) und > 20 Jahren Dauerkarte – was war das für ein Scheißhobby, die letzten 12 Jahre, was für eine verschwendete Zeit!

      • Der Groundhopper sagt

        Sehr hartes, jedoch auch sehr verständliches Urteil!
        Aber: Man kann als VfB-Fan durchaus auch Freude erleben. Man muss dafür einfach die Spiele der U19 und der U17 besuchen :-)
        Zudem wird es ab Sommer eine Frauen-Mannschaft geben, die vermutlich ein vielfaches mehr an Einsatz auf den Platz bringen wird, als die „Profis“.
        Wahrscheinlich wird man mich 22/23 dort und bei den Junioren häufiger antreffen, als im Neckarstadion zur dritten Zweitligasaison in 6 Jahren!

        • Bernd sagt

          Ach ja, die Frauenmannschaft. Kaufen wir uns einfach mal ein komplettes Team in einer höherklassigen Liga und rüsten die mit externem Geld aus der AG gen Bundesliga auf. Aber RB Leipzig ist natürlich der Hort des Bösen …

          • Ronny sagt

            Ich brenne schon auf die nächste MV, dann muss Vogt benennen und belegen, wofür die 25 Millionen Euro aus dem Kader gezogen worden sind. Übrigens ein riesiger Malus für Mislintat !

          • Der Groundhopper sagt

            OK, „sportlich ehrenhafter“ wäre es tatsächlich gewesen, so wie BVB, Schalke und 1860 ganz unten anzufangen.
            Aber zum Einen soll die Frauenabteilung dem e.V. angeordnet werden und zum Anderen ist dieser Verweis auf RB mehr als unpassend meiner Meinung nach.

    • Oliver Roth sagt

      Das sehe ich mittlerweile auch so, Hauptsache politisch korrekt in die 2. Liga! Ich habe auch keinen Bock mehr auf diesen Scheiß, nach so vielen Jahren waren früher zum Glück auch viele gute Jahre dabei, aber die letzten 2 (unnötigen) Abstiege und jetzt den dritten vor Augen und wieder darauf warten wer als nächstes „sein Projekt“ durchzieht koste es was es wolle auf Kosten des VfB habe ich einfach satt mittlerweile. Gib dem Willig eine Chance, er hätte es damals auch geschafft hätte Hitz nicht so lange gezögert, Rino ist durch und Misslintat ratlos, wir haben 20 Talente aus dem Ausland, aber die beste U17, U19 und mittlerweile auch U21 seit langem und keiner davon darf die Mannschaft verstärken. Die Einwechslungen gegen Hertha waren ja lachhaft, Millot hatte nicht eine Ballberührung und bei Tibidi bleibt vor allem der Fehlpass zum Schluss hängen, der ins Nirwana ging, das hätte der Ausgleich sein können! und übrigends, ohne die Monstergrätsche von von Kempfi wäre der Ball drin gewesen, soviel zum Thema dass wir die Herthaner gestärkt haben im Abstiegskampf. Kempf hätte überzeugt und gehalten werden müssen, Ito kann ihm nicht ansatzweise das Wasser reichen, siehe Fehlpass zum 1:0

  18. Hessoschwabe sagt

    Und zum dritten mal geht eine mit viel Hoffnung gestartete Saison gnadenlos den Bach runter. Und zum dritten mal fällt man eigenen Visionen zum Opfer. Einmal wollte Zorniger den Fußball neu erfinden, dann glaubten die Unternehmer mit ein paar “Boss-Moves” den Erfolg zwingen zu können und zuletzt konnten die Diamanten nicht jung und ungeschliffen genug sein – hauptsache Potenzial. Könnten wir nicht einfach mal Schritt für Schritt einen Mittelweg begehen und den Erfolg über eine gesunde Mischung suchen?

    Talent und Mentalität, Leichtigkeit und auch mal Gras fressen, individuelle Fähigkeiten und mannschaftliche Geschlossenheit …. Wir haben viel gesehen in den letzten sieben Jahren, nur eins nicht – ein Team, das konstant ein gewisses Niveau abrufen kann und das scheint mir doch Grundvoraussetzung für kontinuierlichen Erfolg zu sein.

    • Oliver roth sagt

      Ganz meine Meinung, jeder darf beim VfB sein Projekt durchziehen „koste es was es wolle“!
      Mal sehen wer als nächstes kommt und mit welchem Motto er dann „stümpern“darf!!!

  19. Barry sagt

    Die Sportliche Leitung des VfB über die gesamte Saison hinweg mit zweitklassigen Urteilsvermögen, Herangehensweise, naiver Führung und religiös-fanatischen Willen, dass eindimensionale und bereits vor einiger Zeit gescheiterte Modell “Potential” bis zum Abstieg durchzuziehen.

    Die logische Folge ist eine in Summe qualitativ unterdurchschnittliche Mannschaft, deren Einstellung, mentale Robustheit, Spielintelligenz, Wettkampfhärte, Geschlossenheit nicht bundesliga-tauglich ist.

    Die Bank, auch bekannt als “Kindergarten”, unerfahren, unausgeglichen, vom Format her nicht konkurrenzfähig.

    Hinrunde: Schwache 17 Punkte aus 17 Spielen (amputierter Kader)
    Rückrunde: Erbärmliche 11 Punkte aus 14 Spielen (weitestgehend voller Kader)

    Wer nach so einem Spiel und Platz 16 nach 31 Spieltagen immer noch Budget, Corona und Verletzte als alleinige Gründe dafür anführt, der soll sich doch bitte bei Sven Mislinat für einen Job als seinen persönlichen Internet-Troll bewerben.

    Last but not least, wer tatsächlich glaubte, dass die Mannschaft verstanden hat worum es geht und in welcher Situation sich der Verein befindet, wurde spätestens dann eines besseren belehrt, als die Spieler wahlweise mit durchgeweinten Äuglein oder ungläubigen Blicken in die Kurve getrottet kamen. Da wurde tatsächlich ohne Aufforderung ein Mannschaftstrikot in die Kurve geschmissen. Welches natürlich postwendend zurückgeflogen kam. Inklusive einer beträchtlichen Anzahl von Plastikbechern in Richtung Team. Spätestens seit gestern sollten die hoffentlich verstanden haben, dass zurecht Schluss mit nett ist.

  20. Clemens sagt

    Sehe ich genauso, Chris. Matarazzo jetzt zu feuern bringt original gar nichts. Der neue Trainer hätte kaum Zeit, noch taktisch etwas Neues einzuführen. Der Kader ist zudem so international aufgestellt, dass ich Matarazzo als English native speaker die größte Chance einräume, alle Spieler sprachlich zu erreichen.

  21. Fahne sagt

    Ich bin auch wütend, sauer, enttäuscht, hoffnungslos. Aber mir tut es gut, dass ich nicht meine, alles besser zu wissen und darunter zu leiden, dass man meine Vorschläge nicht ernst bzw. aufnimmt. Weiterhin vertraue ich den Verantwortlichen und deren Kompetenz, auch wenn sie Fehler machen. Und wenn es wieder in die 2. Liga geht, dann hat sich das mein Herzensverein auch so verdient. Mir würden in diesem Fall vor allem die vielen Mitarbeiter leidtun, die den Laden außerhalb der Mannschaft am Laufen halten. Ich hoffe, ich kann meine Linie durchhalten und in Würde absteigen für den Fall, dass es kein großes Wunder mehr gibt.

  22. Konrad sagt

    Rainer, was Du schreibst fühle ich ähnlich. Lust auf Heidenheim, Fürth oder neuerdings Magdeburg hab ich ebenso nicht.

    Es gab sehr frühe Anzeichen, dass der Weg so in die Sackgasse führt. Wurde hier oft
    angesprochen… und wiederholt belächelt.

    Die wichtigen Punkte haben wir in anderen Spielen verschenkt, was selbstverständlich
    von M&M schön gegeigt wurde. Über den Satz von S.M. gestern “das sind wir nicht…”
    muss ich jetzt noch den Kopf schütteln. Das sind wir schon seit dem wir nach dem Sieg gegen Greuther Fürth in der CL spielen…

    Schaut Euch einfach mal bei anderen “kleinen Vereinen” an, wie es auch gehen kann,
    wenn die Kadermischung und emotional-mentale Einstellung stimmt.

  23. Konrad sagt

    P.S. den Trainer feuern würde ich jetzt auch nicht, aber jemanden dazu nehmen,
    der die Basics wieder aktiviert. Rino erreicht die Spieler emotional nicht, da
    helfen ihm auch viele Sprachen nix

  24. Paul sagt

    Ich denke, die Einschätzung ist nicht korrekt und noch zu optimistisch.

    Der Optimist: Wir gewinnen keines der restlichen Spiele. Durch regelmäßiges und intensives Beten tritt eines von zwei Szenarien ein:

    01.) VfB holt in den verbleibenden Spielen 1 Remis gegen ein bereits gerettetes Wolfsburg, Berlin fühlt sich noch nicht (ganz) gerettet und gewinnt tatsächlich in Bielefeld. Bielefeld gewinnt maximal gegen ein bereits gerettetes Bochum und holt sonst überhaupt keine Punkte mehr. Weil der VfB nicht auseinanderfällt, rettet man das etwas bessere Torverhältnis gegenüber Bielefeld und verbleibt auf dem Relegationsplatz.

    02.) Bielefeld holt einen bis keinen Punkt mehr, selbst gegen ein bereits gerettetes und lustloses Bochum reicht es nicht zu mehr als allerhöchstens einem Punkt. VfB bleibt mit 28 Punkten auf dem Relegationsplatz durch Untätigkeit.

    Weil Gott uns durch das regelmäßige und intensive Beten gewogen ist, bekommen wir einen noch unfähigeren und unmotivierteren Gegner, also sprich: HSV schafft es in die Relegation.

    Der Realist:

    Wir verlieren definitiv gegen Bayern und Köln, wahrscheinlich auch gegen Wolfsburg. Wieso? Weil wir zwei Augen und ein Gehirn haben und uns die bisherige Saison anschauen können. Viel Geschwätz von Spielern und Verantwortlichen wird folgen, über Pläne und Leidenschaften. Mindertalentierte, ambitionslose Versager werden auf dem Platz stehen, es gibt keine Hierarchie, denn alle Führungsfiguren wurden ohne Not abgegeben (Kobel, Castro). Zerfallserscheinungen werden sichtbar. Die wenigen talentierten oder ambitionierten Spieler, also namentlich Borna Sosa, werden sich für ihre neuen Vereine schonen. In München werden Spieler, die denken, sie gehören in einen Weltverein, aber eigentlich eher das Format eines Zweitligaspielers haben (Mangala (“der unmotivierte, lauffaule Rosinenbomber”), Mavropanos, das griechische Mentalitätsmonster, das seinen Mangel an (Spiel)Intelligenz durch Handspiele und beherzte Grätschen im eigenen Strafraum wettmacht und der österreichische Sturmtank, dem der Ball dann auch (jedes)Mal bei Ballannahme 3-5 Meter verspringt, aber sich bereits mit dem Henkelpott in der Hand sieht) laufen wie die Hasen, denn man will sich ja im Scheinwerferlicht darstellen. Da reicht dann die Kraft und Motivation nicht mehr für Wolfsburg und Köln. Nach dem Köln-Spiel gehen die Fans auf die Barrikaden und es kommt zum Platzsturm. Weil Bielefeld zumindest Eier hat und Chancen nutzt, wo keine sind, nutzt man mindestens ein Spiel des leichten Restprogramms, um sich vor den VfB zu setzen. Folglich steigen wir ab.

  25. Fritz sagt

    Eigentlich ist es doch ganz einfach:
    seit rund 10 Jahren gibt es kein Konzept, keinen Plan, keine Philosophie, keine Spielidee, die auch nur im entferntesten Erfolg haben. Die gibt es weder auf Seiten der vielen Trainer, noch scheint sie von der sportlichen Leitung und dem Vorstand eingefordert zu werden. Dementsprechend fehlt es auch an einem ganzheitlichen Konzept, eine Mannschaft strategisch aufzubauen, die das alles leistet.

    Ich kann nicht beurteilen, ob die handelnden Personen nicht in der Lage sind, das zu leisten, ob sie die Notwendigkeit nicht erkennen, oder ob sie unfähig sind, Vorgaben zu machen und umzusetzen.

    Man muss sich zum Vergleich nur mal die vielen Unternehmen anschauen, die untergegangen sind, weil sie keine Strategie hatten. Und dagegen, die erfolgreichen Unternehmen, die wissen, was sie wollen, und wie sie das umsetzen.

    Und an der Stelle muss man auch die ortsansässige Presse ins Spiel bringen, die ausser Nibelungentreue nichts anzubieten hat und ihrer eigentlichen Aufgabe, Dinge kritisch zu begleiten, nicht im Geringsten nachkommt.

  26. Barry sagt

    Der Sportdirektor hat einen Plan, der im Grundsatz nicht verkehrt ist. Das Problem dabei ist, dass er nicht sehen kann oder will, dass sein Plan mit diesem Kader, den er zu verantworten hat, nicht funktioniert. Es gab im Laufe der Saison genug Zeit und Möglichkeiten, Korrekturen vorzunehmen. Stattdessen wurden die kleinen Erfolge als Beweis der großen Strategie gefeiert, die viele schlechte Leistungen und Unzulänglichkeiten als nicht-strukturell und nicht system-relevant schön geredet. Die Verletzungswelle kam da wie gerufen, wo sie doch für alles was nicht funktionierte herhalten konnte. Heute sind die meisten Verletzten zurück und das Bild hat sich dennoch nicht geändert. Im Gegenteil, man unterbietet sehr wahrscheinlich die schlechte Hinrunde mit einer unterirdischen Rückrunde.

    Der Trainer muss am Ende des Tages mit dem Material arbeiten, dass ihm zur Verfügung gestellt wird. Eine Weiterentwicklung der allermeisten Potential-Spieler hat unabhängig davon unter ihm jedoch nicht stattgefunden. Die lange gezeigten taktischen Defizite sprechen auch nicht gerade für ihn. Und sein Motto “Ruhe bewahren” und “Energie auf den Platz bringen” vor dem Hertha Spiel zeugen von ganz, ganz schlechten Gespür und Timing für die Situation.

    Man sieht bei Union Berlin wie der komplett gegenteilige Ansatz mit einem dafür geeigneten Trainer und den dafür geeigneten Spielern auch im 3. Jahr in Folge extrem gut funktionieren kann. Es muss also nicht immer am Plan selbst liegen, sondern auch an der Ausführung.

  27. Ronny sagt

    Bei allem Verständnis für den Ärger und Frust nach dem gestrigen Spiel, bin ich dennoch der Meinung, dass sektenartige oder religiöse-fanatische Anmerkungen in Bezug auf die Fans und die Verantwortlichen klar unter die Gürtellinie gehen. So etwas hat in einem kultivierten Diskussionsforum nichts zu suchen ! Mir erschließt sich nicht, wie solche Gedankengänge überhaupt zu Stande kommen !

    • Barry sagt

      Ronny,

      es ist anmaßend, überheblich und frech von Dir, meine Freiheit auf Rede und die von mir verwendeten Begriffe zu kritisieren und sogar verbieten zu wollen (“So etwas hat in einem kultivierten Diskussionsforum nichts zu suchen”).

      Ich weiß nicht für wen Du Dich hältst, aber ganz sicher hast Du weder das Recht, noch bist Du in der Position solche Aussagen gegenüber Dritten zu tätigen. Aber alleine die Tatsache dass Du es getan hast zeugt von einer überheblichen Arroganz, die seinesgleichen hier sucht.

      • Clemens sagt

        Sorry Barry, dass ich dem Unternehmensberater hier widersprechen muss. Den von Ronny geäußerten Gedanken hatte ich beim Lesen deines Kommentars nämlich auch. Denn im Grunde bist du es, der andere bzgl. ihrer geäußerten Standpunkte relativ harsch angeht. Und in deinen Äußerungen fügst auch gleich noch eine Wertung hinzu (“Wer nach so einem Spiel und Platz 16 nach 31 Spieltagen immer noch Budget, Corona und Verletzte als alleinige Gründe dafür anführt, der soll sich doch bitte bei Sven Mislintat für einen Job als seinen persönlichen Internet-Troll bewerben.”). Das kann man so schreiben, muss man aber nicht, denn es zeugt – deine Worte – von einer überheblichen Arroganz, die [ihres] seinesgleichen hier sucht.

        • @abiszet sagt

          Nach über 50 Kommentaren wird über verbale Stilfragen diskutiert ;-) Das Niveau kommt einem, ich zitiere, “kultivierten Diskussionsforum” schon sehr nahe. Ich denke, wir sind uns einig, dass hier niemandem das Wort verboten werden sollte, noch jemand irgendwie beleidigt werden sollte. Wir können ja versuchen, den Ball flach zu halten (und am Samstag hoch zu gewinnen)

    • Ronny sagt

      Mit Verlaub, aber dieses egomanische Feedback kann ich nicht ernst nehmen. Es wird die eigene Redefreiheit eingefordert, aber im Gegenzug sollen andere lieber Schweigen, so etwas passt doch vorne und hinten nicht zusammen.

  28. Heinzi sagt

    man kann nur,egal wie die Saison nun letztlich ausgeht, auf Alex Wehrle hoffen. Die momentan in der Verantwortung stehenden Vogt,Mislintat u. Matarazzo sind eben auf ihrer Position noch Greenhorns.Dies hat die naive Herangehensweise an diese Saison nach der über die Maßen glücklich verlaufenen letzten gezeigt. Er hat Köln über die Jahre stabilisiert. Hoffentlich gelingt ihm das mit unserer Fahrstuhlmannschaft auch,mehr sind wir momentan leider nicht mehr.

    • Ronny sagt

      So einfach ist das wohl nicht ! Unter Wehrle sind die Kölner auch abgestiegen, und waren letztes Jahr in Relegation !

  29. Über die Fans vom VfB Stuttgart kann sich weder der Verein, noch die Spieler, noch wer auch immer beschweren.

    Die Fans nehmen an einem Sonntag Abend eine Fahrt ins 600 km entfernte Berlin, bei einer super exorbitant extrem genialen Anstoßzeit (nach den Osterferien !!!) und zurück in Kauf. Wie @buzze schreibt haben die meisten wahrscheinlich wenige Stunden nur geschlafen und sind innerlich immer noch total aufgewühlt, ob der grandiosen fußballerischen Leistungen.

    Ich habe gestern “nur” TV geschaut und war ebenfalls sehr aufgewühlt, weil wenn´s “Wetter in Schtuttgart so bleibt, isches Morga wie heit” – heißt die Wahrscheinlichkeit erhöht sich, nicht mal den Relegationsplatz zu erreichen.

    Wenn man dann nach einer solchen wunderbaren Team Glanzleistung heute liest, das superman007 oder wie auch immer er heißt, um eine Freigabe ersucht, weil er den Verein vorzeitig vor Vertragsende verlassen will, dann kann einem schon mal das berühmte Äffchen und Pferdchen durchgehen… das sollte genauso erlaubt sein, wie das Ertragen der monatelangen “am leeren Tor Vorbeischüsse” und “wir haben zu hohe Qualität für einen Abstieg und noch viele Chancen gegen Mitkonkurrenten” Schönredereien. Jene Chancen wurden alle (leichtfertig) versenkt und gestern war die letzte Großchance, die mit (heute mal so gar keine Lust auf Zweikämpfe) ebenfalls leichtfertigst verschenkt wurde.

    Wir haben als Fans immer die Ruhe bewahrt und geschwiegen, geglaubt, gehofft, gebangt, gebibbert. Sky, DAZN, Tickets und Werbeartikel gekauft, unterstützt wo´s auch immer und wie´s auch immer ging.

  30. fritzo62 sagt

    Die quatschen doch immer von Team, bis zur U17. Lasst mal den Fahrenhorst die 1. Liga coachen, und er hat freie Hand wen er aufstellt. Lasst uns keine Trainer und Manager 2 Jahre für nix bezahlen – die können bis zur F-Jugend trainieren und schwadronieren. Oder sie kündigen.

  31. Holzwurm sagt

    Wenn alles so leicht wäre:

    Falls wir absteigen, bin ich wahrscheinlich der Schuldige.
    Kaufte mir eine Minidauerkarte im Jahr 2015/16 =Abstieg
    Kaufte mir eine Minidauerkarte 21/22=?

    Was ist aber langfristig der richtige Weg?
    Trainer + Manager festhalten = Erfolgreich Freiburg + Heidenheim
    Kurzfristig Trainer wechseln = vielleicht Erfolgreich Hertha

    Seit der letzten Meisterschaft wurde alles mehrfach ausgetauscht, Manager, Präsidenten (beliebte, unbeliebte), Trainer usw. und die Kurve geht immer mehr nach unten.

    Als ich noch jung wahr, kam im Ländle, der VfB und danach eine weile nichts.
    Und wie sieht es jetzt in THE LÄND aus?

    Wenn wir nicht aufpassen, sind wir bald die Nr. 4 hinter Heidenheim oder noch schlimmer.

  32. Konrad sagt

    Meiner Meinung ist der Weg schon der Richtige etwas auszuprobieren.
    Nur wenn ich merke, dass mein Weg nicht aufgeht, sollte ich nicht starr
    an meinem Weg festhalten, weil es eben mein Weg ist, sondern nachjustieren.

    Heißt bei uns, mit nur Talenten geht es nicht. Es braucht Führungspersönlichkeiten,
    die die Talente auf dem Spielfeld coachen, führen und da die Vorgaben des Trainerteams
    umsetzen können.

    Wie wir hier mehrfach gelesen haben, kann das bei uns offensichtlich “nur” Ata.

    Wenn das tatsächlich so ist, ist es nötig nach unserem finanziellen Möglichkeiten
    nachzulegen. Wenn Rino die Mannschaft emotional nicht erreicht, ist es auch hier
    nötig mit Mentaltrainern ebenfalls nachzulegen. Das würde ich (wie schon geschrieben)
    jetzt schon dringend tun.

    Wenn Sosa, Sasa und Mangala weg sind, nicht in viele neue Talente investieren, sondern
    versuchen Leute, die nachweislich führen oder Tore schießen / halten können zu holen. Sollten alle verkauft werden, müsste das finanziell doch machbar sein.

    Heißt, den Weg anpassen. Mir fehlt von Rino und Sven die Bereitschaft zu erkennen, dass der Kader stand jetzt, was in der 1. und 2. Liga eingefordert wird, es nicht bringen kann und offenbar notorisch überfordert wird. Was ja auch nicht Sinn und Zweck sein sollte…

    Ich würde keine Änderung der Führung, aber eine strategische Anpassung vorschlagen.
    Herr Wehrle sieht das sicher, auf ihn hoffe ich sehr.

  33. Bacardihardy sagt

    Das wird nix mehr mit Materazzo , auch nicht in Liga 2. Der VfB benötigt einen Neustart beim Trainerteam. Natürlich ist das schwierig jetzt, deshalb hört und sieht man nichts von Wehrle.
    Geht ja jetzt auch schlecht, den Eichner oder den Leitl zu installieren. Einen Feuerwehrmann vielleicht für die Relegation. Das wäre möglich.
    Selbst wenn man Materazzo lässt, er die Relegation schafft, wird das nächstes Jahr nichts. Sicher der beliebteste sympathischste Trainer mit seiner ruhigen Art, intelligent sowieso, aber erfolglos.
    Aber das ist nur meine Meinung. Ich weiss , dass ich nicht die Mehrheit bin.

    • drhuey sagt

      Feuerwehrmann wäre mir jetzt ein zu starker Bruch, aber Matarazzo kannst Du im Grunde genommen in beiden Fällen nicht mehr bringen. Der VfB hat es versucht an massgeblichen Stellen mit Novizen zu arbeiten; hat nicht geklappt. Matarazzos Lernphase geht schon zu lange und offensichtlich ist er auch nicht in der Lage die Spieler richtig einzustellen. Das krampfhafte Festhalten an Null-Leistern und bestenfalls Zweitligakickern wie Klimowiecz und Massimo und sein viel zu langes Experiment wingbacks auszubilden haben viele Punkte gekostet. Es müssen grundsätzliche Überlegungen angestellt werden wie ein dem Leistungssport angepasstes Leistungsprinzip eingeführt werden kann. Gefühlt ist der VfB nicht erst seit dieser Saison eine Wohlfühloase, die vielleicht fürs Betriebsklima in der Geschäftsstelle wichtig ist, aber auch junge Spieler dürfen entlang der Gesetzmässigkeiten des Leistungsgssports geführt werden. In anderen Vereinen gelingt das auch, mit der richtigen Kaderstruktur (Mischung erfahren/talentiert) wohlgemerkt. Das Machtvakuum hat an der Stelle viel verhindert, wenn allmighty Sven intern nicht gespiegelt wird. Daher wäre ich nach wie vor für die Besetzung des Vorstands Sport und dem Verbleib Mislintats als Sportdirektor. Er hat sich für höhere Aufgaben nicht empfohlen und braucht einen starken im Sinne von kundigen Sparringspartner. Und ich würde nach der Saison ligaunabhängig einen neuen Trainer engagieren. Er wird sowieso nicht zu halten sein, wenn es runter geht.

  34. Konrad sagt

    Meine sehr subjektive Wahrnehmung ist, dass Rino die Spieler geistig überfordert. Er hat wahrscheinlich einen Monster IQ und ist analytisch-taktisch ein Meister seines Fachs.

    Heute morgen habe ich irgendwo gelesen: Magath machts mit Kreisliga Taktik.

    Rino könnte ich mir mit brutal vielen taktisch-analytischen Informationen vorstellen.
    Das ist das, was lähmt und die Energie nimmt. Too much information und zu wenig Klarheit in der Aufgabe.

    Nico Willig wirkt deutlich klarer, wenn er sagt:

    So siehts aus, ab jetzt ist jedes Spiel ein Endspiel und Du, Du, Du und Du machst ab jetzt das. Und nur das.

    Wenn mein Chef dem Kicker vor dem Spiel sagt, kein Grund zur Nervosität, dann machen wirs halt über die Relegation; wieso soll ich mich da bemühen und Anspannung erzeugen? Zumal ich gedanklich eh schon in Barca /München/Madrid/Dortmund bin…vielleicht wäre die Ansage, Du gehst nur nach Spanien oder in den Pott, wenn wir die Relegation geschafft haben auch eine Variante… wenn nicht, spielst Du zweite Liga bis wir wieder oben sind.

    Ab jetzt:
    Keine Ausflüchte, sondern eine allgemein nach innen und außen gleich gestellte Info:

    Es geht jetzt darum, die Relegation zu schaffen, die Liga zu halten, es geht um Kampf, Bereitschaft, ein permanent online Sein und jeder hat eine klare Aufgabe. Wir haben viel Druck, der auch mit (sehr) viel Aufwandsentschädigung honoriert wird, daher stellen wir uns dem jetzt und schaffen das. Das wenige wird innen und außen gleichermaßen kommuniziert und Sven tu uns bitte, bitte, bitte den Gefallen, sag einfach einmal mal nix oder frag vorher bei einem Mentaltrainer nach, was Deine Aussagen im Unterbewusstsein von Spieler und Fan´s anrichten!

    Nico Willig vermisse ich mit all seiner Klarheit und Psychologie sehr.. schade, dass
    er die Chance nicht bekommen hat.

    • Bernd sagt

      Mit der Leistung der U19 im Saisonendspurt hätte sich Willig eine Beförderung aber auch alles Andere als verdient. Über die U21 könnte man reden, falls man Fahrenhorst für nächste Saison nicht zutraut den Laden auch ohne Hilfe von oben in den Griff zu bekommen.

  35. Michael sagt

    Sehr gut geschrieben. Kurzer Hinweis, vielleicht die U21 des VfB auflaufen lassen. Die hat mit 4 Siegen in Folge den Klassenerhalt gesichert und den Kampf angenommen.

    • Bernd sagt

      Die hat sich vor allem 4,5 Millionen von oben ausgeliehen, ohne die das wahrscheinlich nicht geklappt hätte.

      • Clemens sagt

        Ernsthaft, Bernd? Hast du dafür Quellen oder meinst du nur die Kaderwerte der ausgeliehenen Spieler aus der Profi-Mannschaft? Ersteres wäre ja zumindest Ansatz für eine grundsätzliche Überlegung, ob man sich die VfB II in Anbetracht derartiger Kosten (denn der Gesamt-Etat dürfte vermutlich darüber liegen) weiterhin leisten kann.

        • Bernd sagt

          Die 4,5 Millionen waren eine Anspielung auf Faghir, der mit 4 Buden in 7 Einsätzen nicht ganz unerheblich zum Aufschwung der U21 beigetragen hat.

  36. fritzo62 sagt

    Ganz genau: im Heimspiel gegen Leverkusen hat man schon alles schlechte gesehen. Und natürlich liegt es am Trainer, der das über 30 Spiele nur gaaaanz selten abstellen konnte, und an diesem krotesk aufgestellten Kader.
    Was ist der VfB jetzt strukturell: eine Scheiss-Ausgliederung, Trainer und Kaderplaner sind lame ducks, ein Präsident der irgendwie den CEO los wurde, leere Kassen, keine Sponsoren weit und breit – Leute, der Fisch stinkt immer vom Kopf her.

  37. Barry sagt

    Clemens,

    nur weil ich Deine Sichtweise nicht immer teile und auch mal widerspreche – aber dennoch respektiere weil Du Fakten anführst (die ich dann anders bewerte) – muss man nicht in den Kanon der Beleidigten und schwer empörten Seelen einstimmen, um dadurch Frust über meine aktuellen oder vergangenen Kommentare abzulassen.

    Hat keiner von uns nötig.

    Und damit ist wirklich genug dazu geschrieben.

    • Clemens sagt

      Ich schätze deine Kommentare durchaus und denke, dass du vielleicht diesmal einfach nur etwas “launig” die Fraktion der Mislintat-Versteher aus der Reserve locken wolltest – Chapeau, hat bei mir funktioniert.

      Aber alles wieder gut!

    • Ronny sagt

      Tja, Beständigkeit zahlt sich aus ist damit wohl gemeint. Nachdem sämtliche Projekte der letzten Jahre allesamt gescheitert sind sollte man wirklich mal an etwas festhalten. Die Freiburger haben es durchgezogen und Ernten jetzt die Früchte harter Arbeit. Allerdings bin ich mir nicht sicher ob der Aufsichtsrat nicht bald die Notbremse zieht falls wir ins Unterhaus müssen. Wehrle wird sich auch bald profilieren wollen wenn er Fuß gefasst hat, und wie seine Pläne aussehen, wissen wohl nur diverse Insider.

  38. Motzbackenbruddler sagt

    Trotz aller Emotionalität unserem Herzensverein betreffend, würde ich mich sehr darüber freuen, wenn hier alle Mal ein wenig freundlicher zueinander wären. Jede/r kann seine eigene Meinung haben, muss diese nicht rechtfertigen oder gar belegen.
    Darf ich hier noch als Empfehlung zur Lektüre den neuesten Beitrag von Christian Prechtl auf der kontextwochenzeitung.de aufführen? Wie ich finde die allgemeine Situation gut zusammengefasst…

    • @buzze sagt

      Absolut empfehlenswert! Vor allem, da Chris Prechtl nun wahrlich kein Mislintat-Fanboy ist.

  39. Konrad sagt

    Das ist der Punkt. Es ist überall im Leben extrem wichtig (s)eine eigene Meinung und Wahrnehmung zu haben. Noch wichtiger ist allerdings, dass jeder dem anderen seine Meinung lässt, ohne diese zu “bewerten”. Diese Bewertungen machen es dann schlecht.

    Natürlich bewertet jeder hier den VfB nach seinen inneren Wertesystemen. Was hier ja selbsterklärend Grund für die Zusammenkunft ist. Psychologisch sehr wichtig, dass man
    Emotionen / Gedanken / Enttäuschungen teilt und somit nicht damit alleine ist.

    Es gibt ab und an Grenzen, auf die man sicherlich hingewiesen werden soll. Wenn es beleidigend wird oder unter die Gürtellinie geht. Dafür sind nach meinem Dafürhalten allerdings ausschließlich die Inhaber der Website zuständig. Ansonsten leben wir (dem Himmel sei Dank) (noch) im Land der freien Meinungsäußerung.

    Wenn ich eine Meinung gut finde oder teile, dann sag ich das. Und wenn nicht, dann denke ich mir, nö nicht mein Ding. Aber ich bewerte nicht und versuche auch nicht anderen Meine Meinung aufzudrängen. Mit recht krassen Bewertungen von Meinungen haben wir hier ja schon ein paar ins off geschossen…

    Meine Meinung ist zum VfB weiterhin, dass der eingeschlagene Weg nicht komplett umgekrempelt, aber an Sollbruchstellen nachjustiert oder feinjustiert werden sollte. Zu allem ja und amen kann ich leider nicht sagen. Es gibt offensichtliche Mängel, die behoben werden sollten, da wir sonst nicht konkurrenzfähig sind. Darüber ist es (wie ich finde) legitim zu diskutieren.

    Außerdem ist es hier doch total egal, wer was beruflich macht…

    • drhuey sagt

      Wenn die Betreiber des Blogs mit gutem Beispiel vorangehen und Meinungen nicht als unsachlich bewerten, kann es klappen ;)
      Und natürlich darf jemand sagen was er beruflich macht, wenn er der Meinung ist, dass es seiner Aussage mehr Glaubwürdigkeit gibt. Ob es die Empfänger/Leser auch so sehen ist doch ihre Sache. Das gehört für mich schon auch zur Freiheit auf Meinungsäusserung. Oder wollen wir noch das WIE vorschreiben? Ich jedenfalls finde es immer spannend die verschiedenen Meinungen durchzustöbern und zu erkunden vor welchem Hintergrund sie zustandekommen. Es ist doch erfrischend, festzustellen auf wieviele Arten man auf Fussball schauen kann. Die möglichen Massnahmen zur Verbesserung einer Mannschaftsleistung sind schier unendlich, dass selbst so Koryphäen wie Pep und Tuchel eine tagelange Diskussion möglicherweise nicht mit einem Konsens abschliessen könnten. Und deshalb sollten wir demütig bleiben und uns bewusst sein, dass unsere Meinungen alle unter Defiziten zustandekommen. Trotzdem sind sie doch alle gleich viel wert.

  40. Bacardihardy sagt

    Super dass es den Vertikalpass gibt.
    So viele Meinungen und Emotionen.
    Ich neige selbst oft dazu, sofort den Trainer zu wechseln. Wollte ich ja schon im Herbst, als ich sah wie konditionsschwach der VfB spielte.
    Aber einen Streich gibts halt nur in Freiburg.
    Materazzo wird viel lernen und deshalb denke ich, dass er nicht nochmal eine so schwache Vorbereitung mit der Mannschaft hinlegt.
    Jetzt müssen die Verantwortlichen nach den restlichen Spielen beurteilen, ob die Mannschaft noch an ihren Trainer glaubt und ob er die richtigen Hilfstrainer hat. Vielleicht sind wir alle am Samstag nach dem Spiel gegen Wolfsburg wieder optimistischer. Wenn wir und Hertha gewinnen, kann man wenigstens die Relegation planen. Die müsste das Team eigentlich souverän gewinnen, bei dem Spielerpotenzial.

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