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Wo geht die Party ab? Hier geht die Party ab!

Auf der Tribüne bewegen die Fans Arsch und Hüfte, heben begeistert die Hände in die Lüfte. Jo, die VfB-Fans machen sich locker, denn dieses Spiel haut sie voll vom Hocker. Das war Zorni-Fußball, der mitreißt. Kombiniert mit der sachlichen Art von Jürgen Kramny, der Fußball auch denkt und nicht nur fühlt. Dass der VfB-Trainer auch mal unsachlich werden kann, haben wir beim 2:1 gesehen, als er Daniel Didavi umgrätscht. Wo er doch weiß, wie verletzungsanfällig der beste Scorer der Stuttgarter ist. Das Jubeln muss noch geübt werden.

Es gab Zeiten, in denen ich die letzten Minuten des VfB nicht mehr angeschaut habe, weil ich Angst hatte, dass sich die Stuttgarter noch ein Ding fangen. Das war in der Thomas Schneider-Ära. Aktuell ist der Mannschaft zuzutrauen, dass sie am Ende noch einen Lucky Punch setzt. Und richtig lucky sind die Einwechslungen, mit Artem Kravets und Alex Maxim bringt Kramny den Siegtreffer aufs Feld. Und was sagt er dazu? „Die Wechsel haben gepasst“, ich mag seinen nüchternen Charakter. Denn seine zurückhaltende Art, Dinge nicht überbewerten zu wollen, die wird das Team benötigen, damit es jetzt nicht übermütig wird. Nur zur Erinnerung: Der VfB steht auf Platz 15.

Was geht ab, Gente? Was geht ab, Serey? Alles klar, Dida?
Ja, es passt schon sehr viel, wenn man von der geradezu absurden Chancen-Verwertung absieht. Das ist aber das Einzige, was an Zorni erinnert. Denn der HSV wird bis auf wenige Ausnahmen an die Wand gespielt. Unter Zorni hätte Pierre-Michel Lasogga ebenso getroffen wie Ivo Ilicevic. Aber mit Zorni ging das Pech, mit Zorni ging das Kopflose, mit Kramny kam die Überzeugung und die Sachlichkeit im Coaching. Er läßt das spielen, was die Mannschaft will – und kann.

Was hat am meisten Spaß gemacht auf dieser Regen-Party?

Filip Kostic:
Wenn er einmal rockt, wird er nie mehr gestoppt. Die Hamburger benötigen Zeitlupen, um seine Läufe überhaupt zu erahnen. Sowas haben die noch nie gesehen, sowas macht nur der VfB-Rocker. Und vielleicht Douglas Costa von den Bayern.

Daniel Didavi:
Er kann mit seinem linken Fuß Katzen zum Schnurren bringen, so zart behandelt er die Pille. Er ist ein Spieler mit allen Extras, jeder checkt das und deshalb werden wir Dida nicht mehr lange in Stuttgart sehen. Lasst es uns genießen.

Lukas Rupp:
Er ist überall, wo er gebraucht wird. Holt Bälle, behauptet sie, spielt sie klug und steil. Er kann Gas geben ohne abzuheben.

Pommes Tyton:
Es wurde gemeckert und gelästert über den Polen, der in der Hinrunde oft ein Flipper war, aufgeregt, hyperaktiv, immer auf dem Sprung. Das zeigt er gegen den HSV nur einmal, als Lasogga einen Heber aufs Tor setzt. Sonst hält er akkurat wie sein mit dem Rasiermesser gezogener Scheitel.

Artem Kravets:
Kommt rein, macht nen Kopfnicker, wird für uns zum Picknicker.

Kein Grund zur Euphorie, so schnell wie Kramny das Team stabilisiert hat, so schnell kann es wieder vorbei sein. Aber ein Grund zur Freude. Man muss die Partys so feiern wie sie fallen. Arsch und Hüfte, Hände in die Lüfte!

Unter anderem die kursiven Text-Passagen sind inspiriert von „Stuggi Nights“ von DJ Thomilla feat. Massive Töne. Das Titelbild ebenfalls …

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