Alle Artikel mit dem Schlagwort: Pommes Tyton

Der Anti-Ulle

Der VfB war schon immer mutig in der Besetzung seines Trainerpostens. Jürgen Sundermann, Helmut Benthaus, Otto Baric, Jogi Löw, Winnie Schäfer, Giovanni Trapattoni, Armin Veh, Thomas Schneider, Alexander Zorniger, Jürgen Kramny. Wobei man durchaus fragen muss, ob nicht mehr Verzweiflung als Mut zur einen oder anderen Trainerentscheidung führte. Dennoch wurden dabei einige Erfolge gefeiert (Sundermann, Benthaus, Löw, Veh 2007). Von daher sollten wir die Verpflichtung von Hannes Wolf nicht zu hart feiern, auch wenn er frisch, dynamisch und modern rüber kommt. Dennoch ist die Sensucht sehr groß, dass er für den VfB das wird, was Thomas Tuchel für Mainz wurde. Der VfB hat auch schon immer gute Torhüter gehabt. Karl Bögelein, Günter Sawitzki, Gerhard Heinze, Helmut Roleder, Eike Immel, Timo Hildebrand, Jens Lehmann. Nach vielen Jahren der Unsicherheit in der Kischte, kann man wieder sagen: „Keine Sorge, wir spielen mit Torhüter“, wenn mal wieder eine scharfe Flanke in den Strafraum fliegt. „No worries“ also, seit der Australier Mitch Langerak im Tor des VfB steht. Er ist kein cheaper Linientorwart, der mit spektakulären Flugeinlagen und beeindruckenden …

Wo geht die Party ab? Hier geht die Party ab!

Auf der Tribüne bewegen die Fans Arsch und Hüfte, heben begeistert die Hände in die Lüfte. Jo, die VfB-Fans machen sich locker, denn dieses Spiel haut sie voll vom Hocker. Das war Zorni-Fußball, der mitreißt. Kombiniert mit der sachlichen Art von Jürgen Kramny, der Fußball auch denkt und nicht nur fühlt. Dass der VfB-Trainer auch mal unsachlich werden kann, haben wir beim 2:1 gesehen, als er Daniel Didavi umgrätscht. Wo er doch weiß, wie verletzungsanfällig der beste Scorer der Stuttgarter ist. Das Jubeln muss noch geübt werden. Es gab Zeiten, in denen ich die letzten Minuten des VfB nicht mehr angeschaut habe, weil ich Angst hatte, dass sich die Stuttgarter noch ein Ding fangen. Das war in der Thomas Schneider-Ära. Aktuell ist der Mannschaft zuzutrauen, dass sie am Ende noch einen Lucky Punch setzt. Und richtig lucky sind die Einwechslungen, mit Artem Kravets und Alex Maxim bringt Kramny den Siegtreffer aufs Feld. Und was sagt er dazu? „Die Wechsel haben gepasst“, ich mag seinen nüchternen Charakter. Denn seine zurückhaltende Art, Dinge nicht überbewerten zu wollen, …

Der VfB gewinnt in München, weil …

Die letzten 12 Bundesligaspiele hat der VfB gegen Bayern München verloren, es ist nur noch die Frage, wie hoch der VfB am Samstag verlieren wird. Der Einzige, der sich gegen eine Niederlage stemmen will, ist Alexander Zorniger, der nach zwei Heimsiegen in Folge Oberwasser hat und den Mund voll nimmt: „Wir können auch Sachen, die den Bayern weh tun“. Das wäre erstaunlich, war doch in den letzten Spielen gegen München stets die Angst der beste Freund der Stuttgarter. Ich habe mir auch meine Gedanken gemacht, wie das Spiel so laufen wird und das geht so: Pep Guardiola ist in seiner Aufstellung immer für eine Überraschung gut und gönnt Sven Ulreich sein erstes Bundesliga-Spiel im Bayern-Trikot: „Er hat super-super trainiert, ich liebe seine Abschläge!“ Die VfB-Fans haben eine Choreo vorbereitet und begrüßen ihn mit blau-weissen Schildern mit der Aufschrift „Rente mit 27“ und werfen Falschgeld aufs Feld. Nach nur einem Tor in den letzten drei Bundesligaspielen wird Robert Lewandowski auf die Tribüne verbannt: Mit „Tore oder nix!“ begründet Guardiola die Nichtberücksichtigung. Thomas Müller hat im Angriff …

I’m Titti from the Block

Meine Nerven. Als wenige Minuten vor Schluss im Spiel gegen Darmstadt 98 Adam Hlousek kommt, sind alle Spieler auf dem Platz, wegen denen ich Alpträume bekomme: Im Tor Pommes Tyton, als Sechser Daniel Schwaab und eben der Lord. Allen dreien traue ich jeder Zeit einen Bock zu und wenn sie unbeholfen den 3-Meter-Mann Stroh-Engel fällen oder sich gegenseitig ans Knie schießen. Irgendwie bringen die Lilien die Kugel aber nicht ins Tor, auch weil Tyton zweimal herausragend rettet. Auch das kann er. Aber auch unmotiviert rauslaufen, in der ersten Hälfte mit einer Doublette seiner Elfmeter-Fouls gegen Köln und Frankfurt, nur der Abseitspfiff verhindert einen weiteren Straßstoß. Dass er danach dem Darmstädter Niemeyer mit dem Fuß einen Scheitel ziehen will, ist für den neutralen Zuschauer amüsant, ich frage mich, ob das Gesamtpaket Tyton bundesligatauglich ist. Tyton ist wie Ulle und Niedermeier in einer Person. #VfBD98 — Golwar (@Golwar) November 1, 2015 Für jeden Ulle-Witz den Ihr gerissen habt, lässt Tyton ein Ding rein. #PoeticJustice #VfB — Flo Fi (@Munifornication) November 1, 2015 Vor dem Spiel war eigentlich …

Cannstatter Kurve

Für die Stimmung seid Ihr doch verantwortlich!

Sonntag, 17:27 Uhr, Charlottenplatz: Ein hektisch wirkender Mitvierziger kommt mir entgegen und fragt: „Welche Bahn fährt nach Cannstatt? Ich muss ins Stadion!“. Und ich denke mir: „Du siehst auch nicht mehr vom Spiel als ich.“ Am Sonntag Morgen merkte ich nämlich, dass die Freizeitgestaltung der Kinder mit dem Spielplan kollidiert. Und ganz ehrlich: Ich war nicht traurig. Denn in der bisherigen Saison kann man eigentlich froh sein, wenn der VfB erst am Sonntag spielt. Am besten noch um 17:30 Uhr, um den Anteil des Wochenendes, den man sich dadurch versauen kann, zu minimieren. Kollege abiszet hingegen ist nicht nur pünktlich, sondern auch vor Ort. Und so sieht er, was der Mann vom Charlottenplatz und ich verpassen: Beste Stimmung im Stadion trotz vier Heimniederlagen in Folge und der erneute Beweis, warum Stürmer nichts im eigenen Strafraum verloren haben. Schon gar nicht, wenn sie Martin Harnik heißen und den Lauf ihres Lebens haben. Einen Lauf vor die Wand. Oder um Casper zu zitieren: „Nicht dein Tag. Jahrelang.“ So sieht abiszet die erste Hälfte: Ich sage zu meiner Sitzplatz-Nachbarin: „Jetzt …

Bussi Baby, Bussi Baby!

Es gibt nach dem 2:2 gegen Hoffenheim einiges aufzuarbeiten. Die unterirdische Torhüterleistung, die Unsichtbarkeit von Alexandru Maxim, die Berufung des abwanderungswilligen Martin Harnik zum Kapitän, die Unsicherheit von Neuzugang Toni Sunjic, die schlechte Performance von Lukas Rupp. Überhaupt, das erstaunlich blutleere Spiel des VfB. Und was macht Alexander Zorniger? Er lenkt alle Aufmerksamkeit auf sich, in dem er unnötig auf Ausgleichstorschütze Timo Werner schimpft, weil der die große Chance zum 2:3-Siegtreffer auslässt. Mit einer Kritik, die auf die Unreife des Spielers abzielt. Man kann darüber diskutieren, ob das guter Stil ist und ob das bei Werner und der Mannschaft gut ankommt, aber clever ist es. Es bedient den Boulevard, eröffnet Scheindiskussionen und die wirklich wichtigen Themen bleiben unter dem Radar. Zorniger: „Ich habe einen sehr, sehr guten Freund, der mich in Medienfragen berät – der aber in der Zwischenzeit aufgegeben hat.“ #skybuli — Dein Sky Sport (@DeinSkySport) October 3, 2015 Was man auch sagen muss: Zorniger braucht erstmal dringend nen Maulkorb. War in letzter Zeit zu viel geschwätzt, für zu wenig Ausbeute. #VfB — Flo …