Alle Artikel mit dem Schlagwort: Ascacibar

Adiós Santi!

“Du betratst den Raum Wir wussten Bescheid Ich und mein Stolz wussten, gleich Ist es vorbei Du hast die Sätze einstudiert Das musst du doch verstehen So eine Chance kommt nie wieder Du gehst tränenreich in eine höhere Liga” (Kettcar, 48 Stunden) Dass aufstrebende junge Talente nach Berlin gehen, um dort den nächsten Schritt auf der Karriereleiter zu machen, ist nicht ungewöhnlich. Dass Spieler des VfB Stuttgart diesen Move machen, zeigt allerdings auch, wie sehr das sportliche Standing und die Reputation in den letzten Jahren mit zwei Abstiegen gelitten haben. Spieler mit höheren Ansprüchen können es sich kaum noch erlauben, über längere Zeit im Trikot mit dem Brustring aufzulaufen. Nun ist es Santiago Ascacibar, der dem Lockruf aus der Hauptstadt folgt, und künftig unter Jürgen Klinsmann spielen wird und mit ihm von der Champions League powered by Windhorst-Millionen träumt. Mal sehen, ob das bei der Hertha besser endet als die Europa-Fantasien von Wolfgang Dietrich. Dass “Santi” geht, schmerzt. Nicht, weil er spielerisch nicht zu ersetzen wäre, denn hier hat der neue Trainer Matarazzo mit Orel …

Swabian Gladiator

Sieg oder Sarg, Tod oder Gladiolen, Daumen nach unten oder nach oben: Vor dem Spiel gegen den 1. FC Nürnberg geht nicht wenigen VfB-Fans das Zäpfle. Es muss ein Sieg her, das ist maximaler Druck und es gibt nicht wenige, die das Team des VfB nicht für stressresistent genug halten, um den vom Kessel zu nehmen. Angst vor diesem Gegner. Bei allem Respekt, ist das nicht ein wenig hasenfüßig? Da spielt schließlich ein gewisser Ewerton, aber nicht der übergewichtige Kugelblitz, den Horst Heldt einst nach der Meisterschaft 2007 verpflichtete, sondern ein Abwehrspieler, der aus Kaiserslautern kam. Eine erste Adresse für gute Abwehrspieler, man denke nur an Harry Koch. Ein X-beiniger Vorstopper, ehemals vom TSV Vestenbergsgreuth, dem man höchstens zutraute, Leadsänger bei den Flippers zu sein. Trotzdem schaffte er 1994 das, woran der FC Heidenheim in dieser Woche knapp scheiterte: die Bayern aus dem Pokal zu werfen. Im Tor steht Christian Mathenia, schon mal mit dem HSV abgestiegen, aber mit der kicker-Durchschnittsnote 2,7 auch viertbester Torhüter der aktuellen Saison. Und der Winterzugang heißt Ivo Ilicevic. Ihr …

VertikalGIF #VfBTSG

Bewährtes Format am neuen Sendeplatz: Ab sofort findet ihr das VertikalGIF direkt hier bei uns im Blog! Trotz der 1:3 Niederlage, mit der der VfB aus Dortmund zurück kam, herrschte vor dem Heimspiel gegen Hoffenheim die gleiche vorsichtige Zuversicht wie schon in den letzten Wochen. Das machte sich auch an der Zuschauerzahl bemerkbar: Mit über 56.000 war das Neckarstadion quasi ausverkauft. Zum Vergleich: gegen Leipzig kamen 10.000 Fans weniger. Nun also gegen Hoffenheim. Wir erinnern uns: Im Hinspiel vergab Mario Gomez gleich zu Beginn eine große Chance, Emiliano Insua sah bereits nach acht Minuten die rote Karte, der VfB ging trotzdem mit einem 0:0 in die Pause, um anschließend in zwölf Minuten vier Treffer zu kassieren. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Doch die letzten Partien haben gezeigt, dass sich der VfB Stuttgart endlich von einer nervösen Trümmertruppe in einen soliden Verbund verwandelt hat. Und es war auch allerhöchste Zeit für diese Boss-Transformation. Schließlich geht die Saison in die entscheidende Phase und Punkte werden dringend benötigt. Und tatsächlich …

Das neue TK Maxx-Prinzip beim VfB Stuttgart

Einst hieß es, der VfB sei keine normaler Absteiger. Dann hieß es, er sei kein normaler Aufsteiger. Und vielleicht stimmte das sogar. Doch unter Tayfun Korkut ist das anders: Endlich spielt der VfB so wie ein Aufsteiger nun mal spielt. Spielverzögerungen, taktische Fouls, Spielunterbrechnungen ohne Ende, Diskussionen mit dem Schiri, Standardsituationen ziehen. Der Korkut-VfB ist unangenehm zu spielen, er ist ein ekliger Gegner, manchmal wirkt es fast so, als ob da 11 Santi Ascacibars auf dem Feld stehen. Beim Gegner und seinen Fans löst diese Spielweise jedenfalls Brechreiz aus. Spätestens, wenn der Schiedsrichter zum 27. Mal auf Foul an Gomez entscheidet. Und das ist gut so. Denn aus nur drei Toren hat der VfB so sieben Punkte geholt. Dank der Qualität von Gomez und Daniel Ginczek, vorne aus wenig viel zu machen. Und wenn man sich wünscht, dass nach 65 Minuten Donis oder Akolo zur Entlastung kommen, parkt Korkut den VfB-Bus im Strafraum und macht die Vierer- zur Achterkette. Das ist das neue TK Maxx Prinzip beim VfB. Selten schön, aber aktuell ziemlich erfolgreich. Santiago …

Warum der VfB beim HSV verlieren wird … oder auch nicht.

Wir sind uns hier im Vertikalpass-Vereinsheim meist einig. Aber nicht immer. Zum Beispiel einen Tag vor dem Spiel gegen den HSV. Alles spricht für den ersten Auswärtssieg der Saison. Beste Voraussetzungen also für eine herbe Enttäuschung? Ein Blog, zwei Meinungen: Der VfB verliert in Hamburg, weil … Gute Stimmung beim VfB: Die Stürmer treffen wieder, Emiliano Insua feiert nach sechs Jahren sein Comeback bei der argentinischen Nationalmannschaft, Kapitän Gentner zurück im Training. Der HSV dagegen am Arsch: Nach acht Spielen ohne Sieg mit dem Rücken zur Wand, Trainer Gisdol angezählt, die ehemaligen VfB-Spieler Sakai und Kostic im Formtief, tiefrote Zahlen in der Bilanz und ständige Unruhe durch das Gesabbel von Onkel Kühne. Bei diesen Vorzeichen ist klar, wie das Spiel ausgehen wird: Die Hamburger werden 2:0 siegen. Ich kann da schlecht aus meiner Haut. Ich bin ein Natural Born Bruddler und ich kenne meinen VfB: Immer wenn jemand einen Sieg braucht, dann ist der VfB als Gegner zur Stelle. Das wird beim nächsten Heimspiel gegen Borussia Dortmund nicht anders sein: Der BVB hat dann wettbewerbsübergreifend …

Wir wählen VfB!

In zehn Tagen steht die wichtigste Wahl in Deutschland an. Doch beim Bundestagswahlkampf schlafen einem die Füße ein: Langweilige Kandidaten, furchtbare Plakate, müde Partei-Programme, schnarchige TV-Duelle. Wir in Stuttgart wissen, dass das besser geht. Den heißen und polarisierenden Wahlkampf rund um die Ausgliederung wird so schnell niemand vergessen. Wir haben uns deshalb gefragt: Was wäre, wenn der VfB mit seinen Kandidaten am 24.09. zur Wahl stünde? Wie sähe das Schattenkabinett von Wolfgang Dietrich aus? Ist Michael Reschke zu undiplomatisch für den Posten als Außenminister? Und ist das Ressort „Gesundheit“ bei Daniel Ginczek wirklich gut aufgehoben? Und welche Plakate würden wir in Stuttgart sehen? Themen gibt es schließlich genug: Wolfgang Dietrich Ein Mann, der Visionen hat und bereits gezeigt hat, dass er sie auch umsetzen kann. Trotzdem ist er nicht unumstritten. Viele trauen ihm zu, den VfB wieder great zu machen. Und viele glauben, dass genau das Gegenteil eintritt. Deswegen fährt Wolfgang Dietrich in diesem Wahlkampf eine gefühlige Kuschelkampagne. Michael Reschke  Der Neuling im Schattenkabinett. Seine ersten Aktionen haben nicht alle überzeugt, aber er hatte auch nur …

No sleep till Klassenerhalt!

Greenhorns, Lehrgeld, Unerfahrenheit: Ich kann es nicht mehr hören. Zieler, Gentner, Aogo, Beck, selbst Terodde – man kann nicht sagen, dass der VfB nicht genug Erfahrung auf dem Feld hatte. Trotzdem geht das Spiel gegen Schalke klar verloren. Vor allem, weil direkt nach der Halbzeit wie schon in Berlin die Spannung fehlt. Das ist keine Frage der Erfahrung, sondern der Einstellung. Was machen die da in der Halbzeit? Mit Baldrian anstoßen? Ist halt einfach dämlich, wenn du das Spiel in zwei Minuten verkackst. Und dieser Scheiß Schlendrian verfolgt uns seit Jahren. #VfB — twofourtwo (@two_four_two) September 10, 2017 Es sind individuelle Fehler, die zu den Gegentoren führen. Ein Muster, das uns recht bekannt vorkommt, oder? Gerade beim 1:3 präsentierte sich Marcin Kaminski als Schlafes Bruder von Timo Baumgartl. Als ob beim VfB in den zurückliegenden Jahren die Erfahrung das Problem gewesen wäre. Ob Sunjic, Schwaab, Niedermeier, Klein oder Tyton, das Problem war nie die fehlende Erfahrung, sondern die fehlende Qualität. Und ja: Holger Badstuber hätte der Mannschaft auf Schalke gut getan. Aber nicht wegen seiner …