Alle Artikel mit dem Schlagwort: Aue

Die Arschgeige nervt!

Während die mitgereisten VfB-Fans in Aue mal wieder ein Auswärtsspiel fast zum Heimspiel gemacht haben, verfolgten wir das traurige 0:0 im vertikalpass-Headquarter in der Stuttgarter City, Home of Straßenmusik. Als Ouvertüre geigten zwei zuckersüße Teenager Stücke von Vivaldi, niemand konnte ihnen böse sein, wenn sie nur nicht direkt unter unserem Büro gespielt hätten. Zur Einstimmung, gerade als die Aufstellungen durchgegeben wurden, spielte ein schleimiger Saxophonist so schnulzige Stehblues-Lieder, dass man sich Richard Claydermann als Hintergrundmusik wünschte. Als das Spiel ein wenig Fahrt aufnahm, so etwa als der VfB den Elfmeter nicht zugesprochen bekam, nervte die Arschgeige. Sorry, ich nenne den Geiger so, weil der immer bei uns spielt. Ich hatte ihn vor einiger Zeit schon einmal darauf angesprochen, wann er denn fertig sei, seine Geige zu stimmen. Da antwortete er mir, er würde improvisieren. Ja gut, ich habe keine Ahnung von klassischer Musik. Ich habe auch keine Ahnung, was Felix Zwayer im Spiel gegen Aue gepfiffen hat. Ich bin da voll der Meinung von Thomas Hitzlsperger („Wer die Elfmeterszene für strittig hält, schaut zum ersten …

VertikalGIF #AUEVfB: Eine Schwa(l)be macht noch keinen Sommer

Freitag Abend, 18:30 Uhr. Auswärts in Aue. Gepfiffen von Felix Zwayer, kommentiert von Jörg Dahlmann. Mehr Zweitklassigkeit geht eigentlich nicht. Aber natürlich musst du auch solche Spiele gewinnen, wenn Du aufsteigen willst. Vor allem, wenn ein Zweitliga-Gigant gegen einen 17.000-Einwohner-Ort wie Aue antritt. Tim Walter setzte dafür statt des Doppel-Ochsen-Sturms auf das argentinische Wusel-Duo Gonzalez und Klimowicz. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Leider zeigte der Auswärtsauftritt in Aue aber wieder die Probleme, die der VfB Stuttgart bisher gegen tiefstehende Gegner hatte: Viel Ballbesitz, wenig Chancen. Dementsprechend aufregend war die erste Halbzeit. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Noch schlimmer als die Offensiv-Bemühungen des VfB Stuttgart waren allerdings die Anekdoten, die Sky-Kommentator Jörg Dahlmann zum besten gab. Ungeachtet dessen, was gerade auf dem Spielfeld passierte. Immerhin wissen wir jetzt auch, dass Tassos Donis bald nach Eindhoven geht. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Einen Aufreger spielerischer Art gab es dann doch noch: Nicolas Gonzalez …

Auf Level.

„Auf Level.“ Das ist die Formulierung, die Hannes Wolf wählt, um das Spiel gegen Erzgebirge Aue zu beschreiben. Und wie so oft findet er genau die richtigen Worte. Denn „auf Level“ ist Neusprech für das, zu dem wir alten Säcke immer sagten: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch wie es muss.“ Das Spiel gegen Aue ist seltsam. Nach drei Heimspielen bei Kaiserwetter ist es grau und nieselt. Einer dieser Tage, an denen man gerne mal Spiele verliert, die man eigentlich gewinnen sollte. Doch zum Glück ist der VfB nicht so schlafmützig wie gegen Nürnberg. Ganz im Gegenteil: Das Team hat die Partie von Anfang an im Griff. Aue ist anzumerken, dass es eben nicht jede zweite Woche vor 60.000 Fans spielt, sondern auf einer Baustelle mit knapp 10.000 Zuschauern. Und ganz ehrlich, wenn du mich fragst, wer Meister wird, dann sage ich dir: Der, der seine Heimspiele gegen die Aufsteiger gewinnt. Tedesco hin, Wundertrainer her: Aue ist am 32. Spieltag kein Gegner, gegen den man als Aufstiegskandidat Nr. 1 verlieren darf. Der 19-Tore-Sturm Köpke/Nazarov ist …

Das Duell der Trainer-Streber

Wisst Ihr noch? Damals am 7. Spieltag holte der VfB einen völlig unbekannten U19-Trainer als Chefcoach. Und schnell war Hannes Wolf der heißeste Trainer-Scheiß der zweiten Liga. Mit 35 Jahren im besten Zweiliga-Alter für einen Spieler, überraschte er mit kreativen Aufstellungen statt starrer Taktik. Von ihm hörte man keine Phrasen, sondern bekam Statements, die man sich ohne Korrekturschleife auf den Unterarm hätte tätowieren lassen können. Die Fans liebten ihn und Blogs ohne jeden Sachverstand meinten sogar, einen einen Hauch von Guardiola zu verspüren. Was für ein Blödsinn. 24 Spieltage später ist Hannes Wolf nicht mehr Stuttgarts Pep, sondern eher Cannstatts Carlo: Während sie in München unzufrieden sind, weil Ancelotti “nur” die Meisterschaft geholt hat, ist man in Stuttgart der Meinung, dass Platz 1 mit dem Kader ja wohl das Mindeste ist, was der Trainer erreichen muss. Die Epizentren des Trainer-Hipstertums befinden sich mittlerweile ganz woanders. Nicht unbedingt an den Orten, an denen man sie vermuten würde, sondern in der Provinz. In der ersten Liga ist es Sinsheim, wo Julian Nagelsmann die TSG Hoffenheim erst vor dem …

Another day in Zweitliga-Paradise

Eigentlich ganz geil, wenn du gar nicht mal so toll spielst, aber trotzdem 4:0 gewinnst. Auswärts wohlgemerkt. Eigentlich ganz geil, wenn du nach Jahren des Leidens endlich mal mehr Spiele gewinnst als du verlierst. Eigentlich ganz geil, wenn du nach 5 langen Jahren mal wieder Tabellenführer bist. Eigentlich ganz geil, wenn das Stadion immer gut gefüllt ist und bei den Fans gute Stimmung herrscht. Eigentlich ganz geil, wenn deine Gegner so schlecht sind, dass sie deine regelmäßigen Aussetzer nie nutzen können. Eigentlich auch ganz geil, diese kleinen Stadien in der Provinz und die Stadionsprecher mit ihren lustigen Dialekten. Eigentlich ganz geil, wenn dein Trainer in Ruhe probieren und tüfteln kann ohne dass das von starken Gegnern sofort bestraft wird. 2. Liga ist wenn du 70min scheiße spielst und trotzdem 4:0 gewinnst. #AueVfB — m3rcredi1893 (@m3rcredi) 4. Dezember 2016 Sagt mal: Wollen wir nicht einfach in der zweiten Liga bleiben? So auf Dauer? Und wirklich der FC Bayern München im ersten Untergeschoss werden? Wäre das nicht besser, als wieder in der ersten Liga gegen den Abstieg …