Alle Artikel mit dem Schlagwort: Dynamo Dresden

Wo warst Du als das Santiagoal fiel?

Ja, er kann dumme Grätschen im eigenen Strafraum auspacken und, nein, er kann niemanden auf einem Bierdeckel ausspielen. Aber Santiago Ascacibar hat Herz. Viel Herz. Mehr Herz als eigentlich in seinen 1,68 Meter großen Körper passen können. Das Herz, für seine Mannschaft und für den VfB alles zu geben. Aber Ascacibar ist nicht nur der emotionale Mittelpunkt des VfB. Er läuft Lücken zu, er hilft seinen Mitspielern, ihm gelingen feine Taschenspielertricks bei Ballgewinnen und aufsehenerregende Rettungstaten. Und sein glückliches Gesicht, sein Honigkuchenpferdstrahlen nach seinem ersten Pflichtspieltor für den VfB Stuttgart war definitiv das Highlight des 3:1 gegen Dynamo Dresden. Wo warst Du, als Santi sein erstes Tor für den VfB gemacht hat? — Mietmaul (@Das_Mietmaul) November 3, 2019 Es gab viele Höhepunkte: das Pressing, das schöne und flüssige Spiel des VfB in der Anfangsphase, Gonzalo Castro, der auf seiner ungeliebte Linksverteidiger-Position lieferte, die Kombination vor dem 2:0 mit der chirurgisch präzisen Hereingabe von Orel Mangala. Ein Pfosten- und ein Lattenschuss. Zwei nicht anerkannte Treffer von Santi Ascasibar (ein Doppelpack wäre der Hammer gewesen) und Nicolas …

Der Mann, der sich für den VfB kaputt machte

Seit jeher gibt es immer wieder VfB-Spieler, zu denen ich mich seltsam hingezogen fühle. Jürgen Klinsmann gehörte dazu, an dem ich das Sonnyboy-hafte und Unangepasste gut fand. Natürlich Karl Allgöwer, weil er so hart schießen und sich so herrlich mit Gerhard Mayer-Vorfelder streiten konnte. Meine Vorliebe für Spieler mit langen Haaren zeigte sich in der großen Zuneigung zu Maurizio Gaudino und Frank Verlaat. Seit seinem ersten Profi-Einsatz bin ich Fan von Sami Khedira, zunächst weil alle Spieler aus der VfB-Jugend etwas Besonderes sind, aber in erster Linie weil Khedira Kriterien wie Spiel-Intelligenz, Selbstbewusstsein und Bodenständigkeit in sich vereint. In der aktuellen Saison ist es Santi Ascacibar, weil er der legitime Nachfolger von Günther Schäfer ist, der größten Grätsche aller Zeiten. Und dann ist da noch Orel Mangala, hat es etwas mit seiner Eleganz und seiner schnellen Auffassungsgabe zu tun? Ich weiss es nicht, ich freue mich jedenfalls, wenn ich ihn in der Aufstellung sehe. In der letzten Zweitliga-Saison 2016/2017 empfand ich von Anfang an eine große Verbundenheit mit Carlos Mané. Das mag auch an seinem …

Elfer in der letzen Minute

Nicht die Nerven verlieren!

Ich könnte nicht so cool sein wie Simon Terodde vor dem Elfmeter in der 95. Minute. Spielstand 2:3. 60.000 Zuschauer. Hinter dem Tor 15.000 Ultras. Völlig am Arsch nach 90 aufregenden Minuten. Puls auf 180, jeder sieht meine Halsschlagader pochen. Die Angst in meinen Augen, die Angst vorm Versagen. Ich hätte mir in die Hosen geschissen. Wahrscheinlich wäre ich beim Anlauf zum Elfmeter hingefallen vor lauter Aufregung. Aber T-Rodd ist ’ne coole Sau. Ohne Maske ist der Junge wieder auf zack, wir alle sind seine Jungs und nach dem 3:3 gehts ab. Wollt ihr es nochmals sehen? #VfBSGD pic.twitter.com/BySLDtw9iJ — Annex (@Antoniiiix) 2. April 2017 Nach dem Schlusspfiff bin ich so unentschieden wie das Spiel: Vieles war richtig schlecht, aber einiges auch verdammt gut. Nein, der Schiri ist nicht Schuld am zwischenzeitlichen 0:3. Auch das mangelnde Glück nach vier Alu-Treffern ist nicht verantwortlich. Dynamo Dresden, Aufsteiger aus der dritten Liga, ist keine Übermannschaft, immerhin spielt dort Philip Heise, aussortierter Linksverteidiger des VfB Stuttgart. Wer Stuttgart gegen Dresden sieht, lernt die anschliessenden Erstliga-Kracher in Ingolstadt und Leverkusen erst …