Alle Artikel mit dem Schlagwort: Innenverteidigung

Die (Not-)Lösung mit dem bayerischen Patienten

Erfahren, Linksfuß, gute Spielereröffnung, ablösefrei: das wäre in etwa die Stellenbeschreibung von Jan Schindelmeiser auf dem Karriereportal stepstone-fussball.de für die vakante Stelle in der Innenverteidigung. Und auf keinen passt diese Beschreibung besser als auf Holger Badstuber. Ist er also der perfekte Mann für den VfB? Ja, wären da nicht die vielen Verletzungen, seine mangelnde Spielpraxis und seine unübersehbaren Geschwindigkeitsdefizite. Wir brauchen nicht die Statistiken anschauen, wie viele Spiele er verpasst hat und welche Verletzungen er hatte. Denn es waren so ziemlich alle, die man sich vorstellen kann. Fehlt nur noch, dass er auf Feinstaub allergisch reagiert. Der VfB braucht einen verlässlichen Spieler, er muss nicht mehr der Jüngste sein, er muss keine überragende Bombe sein, aber er muss einfach nur delivern. 34 Spiele lang. So wie vor vielen, vielen Jahren Dragan Holcer. Sollte Jan Schindelmeiser ihn nicht kennen, Holcer wäre das Role-Model für den neuen Mann in der Innenverteidigung. Sorry, ich halte die Verpflichtung von Badstuber für einen Fehler. Für so eine wichtige Position, ist das Risiko viel zu hoch. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) August 1, …

Immer auf die 12!

Mir ist aufgefallen, dass ich in letzter Zeit eine unerklärliche das-dass-Schwäche habe, obwohl mir der Unterschied durchaus geläufig ist. Ich kann nicht Konjunktion und Pronomen und so sprachliche Spitzfindigkeiten benennen, aber intuitiv richtig gemacht habe ich es immer meistens. Ein Flüchtigkeitsfehler also. Ich komme mir ein bisschen vor wie Adam Hlousek. Der kann auch Fußball spielen, ihm unterlaufen aber immer wieder geradezu lächerliche Fehler. Was ich in meinen Texten zuletzt ebenfalls feststellen musste, ist – gerade in der Vergangenheitsform – der vermehrte und alleinige Einsatz von Hilfsverben anstatt auf Verben ohne ihrer Helfershelfer zu setzen, was die Formulierungen insgesamt aktiver und bildhafter macht. Stattdessen liest es sich nicht so flüssig und abwechslungsreich, ich möchte es an manchen Stellen sogar monoton und uninspiriert nennen. Bei diesen beiden Adjektiven fällt mir auch wieder Hlousek ein. Ich hege wohl wegen meiner persönlichen Fehlerquote im tiefsten Innern eine gewissen Sympathie für ihn. Gut, ich mag es generell nicht, wenn Spieler der eigenen Mannschaft ausgepfiffen werden, da kommt gleich mein Helfersyndrom raus. Selbst wenn die sportliche Leistung mal nicht stimmen …

Abgezockt oder fahrlässig?

„Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.“ Was klingt wie eine potenzielle Zeile aus einem Cro-Song, ist in Wirklichkeit ein uraltes Zitat von Georg Christoph Lichtenberg, seines Zeichens Schriftsteller und der erste deutsche Professor für Experimentalphysik. Wir wissen nicht, ob auch Robin Dutt die erhellenden Worte des guten Lichtenbergs kennt, aber es hat ganz den Anschein, als ob er nach ihnen handeln würde. Neuer Trainer, neuer Keeper, neues System, neues Trikot und Transfers, die keiner auf dem Zettel hatte. Wer kennt den schon Tyton, Heise oder Insua? Ich denke, solche „Wundertütentransfers“ wie Kollege abiszet sie nennt, sind der richtige Weg. Aber ich bin ja auch ein Fan des Lichtenberg-Zitats. Robin Dutt kärchert ordentlich durch und geht damit ein nicht zu unterschätzendes Risiko ein. Ist das noch höhere Transferphysik oder schon Gezocke? Denn nüchtern betrachtet wurde ein Team, das knapp dem Abstieg entronnen ist, auf keiner Position zwingend verbessert. Aber die vergangenen Saisons haben gezeigt, dass sich etwas ändern muss. Nicht nur …