Alle Artikel mit dem Schlagwort: Vertikalpass

Bonne chance, Benschamäh!

In seinem letzten Heimspiel gegen Union ging Benjamin Pavard nach Spielende zögernd auf die Cannstatter Kurve zu. Jeder merkte: Da will sich einer verabschieden, da will einer Danke sagen für den Support und sich auch seinen Applaus abholen. Nur nach dem 2:2 im Relegationshinspiel war niemandem mehr nach Beifall zumute. Der Weltmeister hat den Absteiger nun durch die Hintertür verlassen. Auch wenn Pavard eine alles andere als gute Saison gespielt hat, wäre ihm (wie auch Christian Gentner übrigens) eine würdigerer Abschied zu wünschen gewesen. So gibts keine offizielle Verabschiedung, keinen Blumenstrauß im Mittelkreis und kein Best-of-Video. Schade, zumal Pavard mit den 35 Millionen der Rekord-Transfer in der Geschichte des VfB ist und genau diese Millionen dem VfB auch den nötigen finanziellen Spielraum nach dem Abstieg geben. Aber vielleicht wollte man in der Mercedesstraße nicht zurück schauen, sondern sich voll auf die neue Saison konzentrieren. Das Kapitel Pavard ist Vergangenheit und die möchte der VfB aus nachvollziehbaren Gründen hinter sich lassen. Natürlich hat Pavard auch seinen Anteil am Abstieg. Es gab Spiele, da konnten alle in …

Le Atze* und Le Meira

Es ist mehr als eine Mode, sich dem Fußball und seinen Protagonisten mit Oberflächlichkeiten zu nähern. Fangen wir also diesen Text über Benjamin Pavard damit an: Er verwendet auf seiner Facebook-Seite namens Benjamin Pavardinho eines unserer Stadionbilder nach dem Platzsturm beim Aufstieg. Aber gernö, lieber Benjamin und Chapeau für Deinen guten Geschmack. Seit Schillbär Gress und Didier Six lieben die VfB-Fans französische Spieler. Wie sie Benschamää aussprechen, erinnert dabei stark an Franz Beckenbauers legendäre Aussprache von Jean-Pierre Papin: „Schopärpapa“. Und dann muss man natürlich seine Friese thematisieren. Ein Lockenhelm à la Atze Schröder mit dem Potential zum Kult, fehlt nur noch die Pavard-Perücke im VfB-Shop. Aber im Zuge der Professionalisierung des VfB müssen wir wohl nicht mehr lange drauf warten. Aber gehen wir weg von Boulevard-Themen, kommen wir zum Sportlichen. Also weg von Le Atze*, hin zu Le Meira. Denn das luftige Champagner-Spiel des 21-jährigen Franzosen erinnert mich an den 2007er-Kapitän Fernando Meira. Ja, ein großer Vergleich, aber besser als ihn mit Toni Sunjic oder Schorsch Niederstrecker zu vergleichen, oder? Da sind zunächst seine eleganten …