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VertikalGIF #B04VfB: raus mit Applaus

DFB-Pokal Achtelfinale. Oder auch: das dritte Spiel in sieben Tagen. Und schon wieder am Mittwoch Abend um 18:30. Und der gemeine Arbeitnehmer so: Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Wer es rechtzeitig vor den Fernseher geschafft hatte, der sah, dass Trainer Matarazzo ordentlich durchgemischt hatte. Bredlow im Tor, Endo in der Innenverteidigung. Dazu kamen auch noch Castro, Didavi, Stenzel, Silas und Gonzalez neu ins Team. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Wir wissen nicht, mit welchen Hoffnungen das Team mit dem Brustring in das Spiel ging, aber der Optimismus der Fans hielt sich vor Anpfiff in Grenzen. Kein Wunder, schließlich hatte auch Sportdirektor Mislintat im Vorfeld verkündet, es sei ein Erfolg, keine Klatsche zu kassieren. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Aber ganz entgegen der Befürchtungen, zeigte sich der VfB von Anfang an auf Augenhöhe. Vor allem Gonzalo Castro zeigte sich gegen seinen Ex-Verein von seiner agilsten Seite und wagte sogar …

Alles richtig gemacht!

Gut, dass zumindest einer von 1992 dabei war. Günther Schäfer, Grätschen-Gott. Er hat sicher erzählt, wie das vor 28 Jahren war. Klar, von seiner Rettungstat, auf Du und Du mit der Torlinie. Aber auch von der Wut und dem Willen, das Spiel trotz Unterzahl (Redhead Matthias Sammer sah rot) unbedingt gewinnen zu wollen. Wiggerl auf links machte den Kögl, auf rechts lief Andi Buck-Buck-Buck die 100 Meter in 10,8 Sekunden und Maurizio Gaudino sah nicht nur wie ein Mitglied der Band Bon Jovi aus, er rockte auch das Mittelfeld. Und heute? Die Aufstellung mit einer Verteidigung, bestehend aus Pascal Stenzel, Nathaniel Philips, Roberto Massimo und Wataru Endo gleicht der Idee, ein Pokalviertelfinale spielen zu wollen mit Fell-Adiletten statt Kickstiefeln. Warum hat Matarazzo nicht gleich den einzigen Innenverteidiger – Phillips – auch auf der Bank gelassen? Das wäre konsequent gewesen. Das muss einfach schief gehen, nicht wenige befürchten, dass es so aussehen würde: Leverkusener Angriff und Stuttgarter Abwehr. Ein Symbol-GIF. pic.twitter.com/NznqCxxOSJ — Moritz (@mohoritz) February 5, 2020 Die Partie allerdings erinnert lange an die Spiele des …

So sehen Sieger aus!

Wir sollten in dieser schweren Stunde nach der unglücklichen Niederlage gegen Leverkusen nicht vergessen, was alles gut ist beim VfB Stuttgart. Wir haben einen sympathischen Sport-Vorstand, der den VfB gut zu repräsentieren weiß und wir haben seit neuestem einen Kaderplaner von internationalem Ruf. Die wohl beste Kombination für die zweite Liga in der nächsten Saison. Es wurden hervorragende Strukturen und Rahmenbedingungen nach der Ausgliederung geschaffen, die es möglich gemacht haben, dass Michael Reschke über 50 Millionen für Transfers und Gehälter ausgeben durfte, ohne dass ihn dabei jemand gebremst hätte. Wir haben einen Präsidenten mit großer Sportkompetenz. „Einfach alle Heimspiele gewinnen, fertig“, so seine Zielsetzung für den Klassenerhalt. Ich frage mich, warum sich niemand daran hält. Macht ja sonst jeder, was er sagt. Die Marketing-Abteilung glänzt mit kreativen Hashtags und motivierenden Kampagnen, die die Marke VfB mit gutaussehenden Hipstern mit Sick-of-it-all-Attitüde auflädt. Wir haben einen konsequenten Trainer, der konsequent auf einen eindimensionalen Matchplan (Defensive) setzt und ebenso konsequent auf ein strukturiertes Offensivspiel verzichtet. Er ist also einer, der wenig Wert auf Spielsysteme aber umso mehr auf …

Ratlos

Am Freitag schrieb Benni Hofmann im Kicker: „Castro ist ein feiner Fußballer und absoluter Teamplayer, aber salopp gesagt ist er keiner, der einen Krieg gewinnt.“ Leider hätte er das auch über Aogo, Beck, Insua, Gentner, Gomez schreiben können – nur dass sie keine feinen Fußballer sind. Wer gesehen hat, wie der VfB Stuttgart in Leverkusen verloren hat (zum achten Mal im zwölften Saisonspiel), der fragt sich ernsthaft, wie diese Mannschaft den Klassenerhalt schaffen will. Denn beim VfB ist aktuell einfach zu viel los. In Leverkusen agierten die Stuttgarter unter anderem: – erfolglos – harmlos – hoffnungslos – ambitionslos – emotionslos – energielos – freudlos – lustlos – leblos – kampflos – teilnahmslos – ideenlos – kraftlos – hilflos – ziellos Jetzt mögen manche einwenden, dass das Spiel komplett anders verlaufen wäre, wenn die Kölner Keller-Schiedsrichter dem VfB nicht nach sieben Minuten den Elfmeter verweigert hätten. Allerdings muss man dann auch die Frage stellen, wer ihn hätte verwandeln sollen. Man kann auch der Meinung sein, dass Leverkusen mit seinem Top-Kader nicht der Maßstab für den VfB …

Fuck yeah, VfB!

Ihr kennt das: Es gibt diese Tage, von denen man nichts erwartet. Der Samstag Nachmittag war so einer. Ich war in London, schlenderte durch Shoreditch, der VfB weit weg. Is‘ ja klar, er spielt in Leverkusen, wo seit 1992 nicht mehr gewonnen wurde und die Quoten auf ein Kießling-Tor waren im Keller. Auf der Flucht vor fiesem Nieselregen landete ich in einem Pub mit eigener Brauerei, es war kurz vor halb drei Londontime und der Ticker meldete, dass Daniel Schwaab im Mittelfeld aufläuft, na Prost! Die Stimmung im Pub war gut, es war laut, es wurde schallend gelacht, wie so oft im Pub. Ticker und Twitter verfolgte ich lustlos, siehe oben when the expectations are low, fucking low. Ich wollte irgendwann weiterziehen, der Regen ließ nach, aber dann kam Arianit Ferati und Martin Harnik netzte. Ok, ein schnelles Pint noch. So ne Führung in Leverkusen muss man feiern. Zum 0:2 versuchte ich ein Half Pint des hausgemachten Award Winning Lagers des Pubs. Es roch nach Urinstein, sah aus wie Apfelschorle und schmeckte nach Zitrone und …

Rot weiß Pinsel

Schöne, neue Welt?

Ich weiss nicht, ob Ihr Bob Ross kennt. Ich habe ihn vor zwei oder drei Jahren kennen gelernt. Da sah ich ihn nachts auf Bayern 3 (und danach noch viele alte Folgen „Disco“ mit Ilja Richter). Ich war bei Freunden in Nürnberg zu Besuch, wir wollten nach einem turbulenten Abend noch einen Absacker nehmen und der Fernseher lief. Und ein älterer Typ, mit wilder Frisur und sanfter Stimme malte im TV. Ich kenne mich mit Malerei nicht so aus und möchte Bob nicht zu nahe treten, aber ich würde seine Malerei naiv nennen. Die Sendung hieß „The Joy of Painting“ und er erklärte, was er malte. Großflächig trug er Farbe auf, dann fing er an zu tupfen und nach und nach entstand ein Bild. Er tupfte hier und tupfte da und es wuchs ein Berg mit einem See davor. Dann fing er an, aus diesem Bild ein neues Motiv zu entwickeln. Wolken kamen hinzu („Let’s make some happy little clouds“), Vögel, Bäume („Everyone needs a friend“) und plötzlich wurde es eine neue Welt. Ein malerischer …