Alle Artikel mit dem Schlagwort: Transfer

Perlentauchen in Sinsheim?

Wie man hört und liest, ist der VfB Sportvorstand Michael Reschke nach wie vor bemüht, den Stuttgarter Kader für die Rückrunde zu pimpen, und deswegen bereits am Montag aus dem Trainingslager in La Manga abgereist. Klar ist allerdings auch, dass das nicht ganz so einfach ist, wie sich das Wolfgang Dietrich („Wir haben mehr Geld zur verfügung, als wir im Winter ausgeben wollen.“) und Michael Reschke („Heute (22.12.2018) vermelden wir den ersten Neuzugang. Dazu wird es sicherlich noch ein oder zwei Meldungen bis Anfang Januar geben.“) vorgestellt haben. Es scheint so, als habe der VfB Stuttgart an Strahlkraft verloren. Spieler wie Hermann oder Philipp haben offenbar schlichtweg kein Interesse daran, den Brustring zu tragen und andere Lösungen wie Dominic Solanke, den Reschke ausleihen wollte, sind wirtschaftlich nicht zu verantworten: Der junge Engländer wechselte schließlich für absurde 21 Millionen zum AFC Bournemouth. Keine guten Aussichten also für Perlentaucher Reschke. Umso erstaunlicher, dass er anscheinend nicht mehr im Trüben fischt, sondern jetzt kurz davor ist, einen guten Fang an Land zu ziehen: Der VfB Stuttgart steht unmittelbar …

Mach‘ den Mischa!

Pavard in der Sport Bild, Pavard im Kicker, Pavard in der L’equipe, Pavard in der Gazzetta dello Sport und Pavard in der New York Times. Es scheint, als wäre unser Benschamäh aktuell populärer als Messi, Ronaldo und Neymar zusammen. Der VfB Stuttgart hat einen echten Weltstar im Kader. Aber wie lange noch? VfB-Vorstand Michael Reschke wird jedenfalls nicht müde, zu wiederholen, dass er mit Benschamäh Pavard auch in der nächsten Saison plant, „als Herzstück der Mannschaft.“ Aber womöglich ist das nur ein taktisches Manöver, um den Preis hochzutreiben („Bei 50 Millionen hebe ich nicht einmal den Hörer ab“). Oder ist das Ganze ein abgekartetes Spiel, weil die Connections nach München – Uli Hoeness und Wolfgang Dietrich sind best Buddies plus Reschkes Vergangenheit als Kaderplaner – so eng sind, dass Pessimisten bereits eine Amigo-Affäre befürchten? Die anstehende @FCBayern Pavard-Verpflichtung und die Umstände werden heiß diskutiert. Die Hintergründe jetzt im BayernInsider https://t.co/Ye99nvqqPA pic.twitter.com/JBS9TzPu2M — Christian Falk (@cfbayern) 5. Juli 2018 Verkauf jetzt in der Sommerpause oder 2019? Beide Szenarien bergen Risiken: Sollte man schon jetzt einen Verkauf …

Echt jetzt, Ginni?

Ok, jeder muss schauen, wo er bleibt und so eine Verdopplung des Gehalts hat schon was, muss ich ehrlich sagen. Würde ich auch nehmen. Ein Wechsel nach Wolfsburg ist allerdings nicht unbedingt das, was man einem Spieler wünscht. Die Stadt hat in etwa den Charme des Stuttgarter Milaneos bei Nacht, der Verein ist so beliebt wie warmes Bier und die Stimmung im Stadion so enthusiastisch wie in der Allianz-Arena in München nach einem 3:0 Arbeitssieg gegen Augsburg. Und dafür verlässt Du den VfB, Ginni? Du verlässt einen Verein und ein Umfeld, die alles für Dich getan haben. Wir haben mitgelitten bei zahlreichen Verletzungen, wir haben die Daumen gedrückt bei der Reha und wir haben das Stadion zum Abheben gebracht, alleine schon, wenn Du Dich warm gelaufen hast. Was los war, als Du Dein erstes Tor nach langer Verletzung erzielt hast, weisst Du das noch? Ich weiss es. Es war laut. Sehr laut. Du und wir, wir sind Lebens- und Leidensgefährten geworden. Die in guten und in schlechten Zeiten zueinander stehen und die auch einmal Fehler …

Die (Not-)Lösung mit dem bayerischen Patienten

Erfahren, Linksfuß, gute Spielereröffnung, ablösefrei: das wäre in etwa die Stellenbeschreibung von Jan Schindelmeiser auf dem Karriereportal stepstone-fussball.de für die vakante Stelle in der Innenverteidigung. Und auf keinen passt diese Beschreibung besser als auf Holger Badstuber. Ist er also der perfekte Mann für den VfB? Ja, wären da nicht die vielen Verletzungen, seine mangelnde Spielpraxis und seine unübersehbaren Geschwindigkeitsdefizite. Wir brauchen nicht die Statistiken anschauen, wie viele Spiele er verpasst hat und welche Verletzungen er hatte. Denn es waren so ziemlich alle, die man sich vorstellen kann. Fehlt nur noch, dass er auf Feinstaub allergisch reagiert. Der VfB braucht einen verlässlichen Spieler, er muss nicht mehr der Jüngste sein, er muss keine überragende Bombe sein, aber er muss einfach nur delivern. 34 Spiele lang. So wie vor vielen, vielen Jahren Dragan Holcer. Sollte Jan Schindelmeiser ihn nicht kennen, Holcer wäre das Role-Model für den neuen Mann in der Innenverteidigung. Sorry, ich halte die Verpflichtung von Badstuber für einen Fehler. Für so eine wichtige Position, ist das Risiko viel zu hoch. — Mietmaul (@Das_Mietmaul) August 1, …

Das Kartell

Bezahlbarer, bundesligatauglicher Innenverteidiger verzweifelt gesucht: Der VfB ist dabei im sechsten Jahr in Folge erfolglos. Georg Niedermeier, Maza, Karim Haggui, Daniel Schwaab, Felipe Lopes, Toni Sunjic, Federico Barba haben alle das riesige Loch nicht schließen können, bei Marcin Kaminski, Benjamin Pavard und Jerome Onguene darf man dies zumindest bezweifeln. Doch woran liegt das? Jan Schindelmeiser macht wie seine Vorgänger Fredi Bobic und Robin Dutt einen überhitzten Markt dafür verantwortlich, dass keine renommierten Innenverteidiger verpflichtet werden konnten. Den viel tiefliegenderen Grund hat jetzt vertikalpass erfahren. Es konnte nichts anderes sein als die ganz große abgefuckte Verschwörung, die den VfB daran hindert, einen ordentlichen Innenverteidiger zu holen: Jahrzehnte lang sollen fünf Vereine gemeinsame Sache gemacht und sich „in geheimen Arbeitskreisen über Ablösesummen, Handgelder, Gehälter und Vertragslaufzeiten für Innenverteidiger abgesprochen“ haben. Dies wäre ein illegales Kartell und der mutmaßlich größte Fußball-Skandal nach dem Phantom-Tor von Thomas Helmer und den Sex-, Glücksspiel- und Doping-Enthüllungen von Toni Schumacher. Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) und Wolfgang Dietrich (VfB) drängen darauf, die Vorwürfe wegen des Verdachts jahrelanger illegaler Absprachen schnell aufzuklären. „Alle …

Alexandru Maxim: Das rumänische Rätsel

Alex Maxim – das rumänische Rätsel

Ihr kennt die Enigma? Also nicht das 90er Pseudo-New Age-Projekt von Michael Cretu, der der Gatte der legendären Sandra („Maria Magdalena“) ist, sondern die Rotor-Schlüsselmaschine, die im Zweiten Weltkrieg zur Verschlüsselung des Nachrichtenverkehrs eingesetzt wurde. Ein ähnlich großes Rätsel wie das Verschlüsselungsverfahren ist für uns der Spieler mit der Nummer 10. Wir nennen ihn deshalb EnigMaxim. Es ist ziemlich genau vier Jahre her, dass es den von Fredi Bobic ausgesandten Spähern gelang, in den Tiefen der rumänischen Karpaten ein seltenes Exemplar eines EnigMaxims zu finden. Jener genialen Fußballmaschine, die höchste Spielqualität und zweistellige Scorerpunkte versprach – wenn man sie denn korrekt bediente. Das klappte bei Espanyola Barcelona leider gar nicht, aber beim rumänischen Provinzclub CS Pandurii Târgu Jiu zeigte EnigMaxim, wie wertvoll er für ein Team sein kann. Und so verpflichtete Fredi Bobic das Mittelfeldtalent. Schließlich hatte er mit Bruno Labbadia einen erfahrenen Kryptologen in Stuttgart, der schon ganz andere Rätsel gelöst hatte. Und in der Tat wusste Labbadia, der alte Fuchs, welche Hebel und Schalter umzulegen waren. EnigMaxim funktionierte zuverlässig, ohne jedoch dabei zu glänzen. …

Brauch’sch was?

What goes, Stuttgart? Ich will die Hände sehen! Und der Oberbürgermeister Fritz Kuhn (by the way: Alles Gute zum 60sten, Fritzi!) ist dabei und streckt sich. Die Stadt luchst Investoren die denkmalgeschützte Villa Berg wieder ab, sie schaut zu wie die Hip-Hop-Open sterben und Bayern-Fan Kuhn fühlt sich dazu berufen, via Pressemitteliung zu betonen, dass die „Tatort“-Farce zu S21 nicht der Wahrheit entspräche – und warum? Weil sie so realistisch wirkte und es genauso sein könnte. Und genauso stelle ich mir auch das Transferbusiness vor. Geschäftlemacher, Kick-back-Jäger, ambitionierte Verwandte als Karriereplaner, Spielerberater mit Knastvergangenheit, Nepper, Schlepper, Bauernfänger. Gegengeschäfte wie bei der Villa Berg: Gib‘ Du mir die Villa zurück und ich gebe Dir dafür ein Grundstück im Stuttgarter Osten, mit dem Du Millionen machen kannst. „Nimm Du mir den Rupp ab, dann besorg ich Dir nen Innenverteidiger“, oder so ähnlich. So läufts Business, raunt man sich zu und es ist immer gut, wenn man jemand kennt, der jemand kennt. Mittendrin ist Robin Dutt. Er kennt von seinen früheren Stationen viele und noch viel mehr kennen …

Khediras Signale gehen ins Leere*

Stuttgart im Aufruhr. Facebookgruppen werden gegründet, Petitionen gestartet. Es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis die ersten Demos auf dem Schlossplatz stattfinden und die Daimler-Arbeiter aus Protest streiken. Wutbürger war gestern, jetzt sind die Protest-Fans am Zug. Der Grund für das alles: Trainertalent Thomas Tuchel will zum VfB Stuttgart. Aber dort will man ihn nicht. So schreibt es zumindest Marko Schumacher in der Stuttgarter Zeitung. Während in Stuttgart also die Fanseele kocht und man im Pressehaus mit einem Piccolöchen auf das bundesweite Medienecho anstößt, übersieht man eine viel entscheidendere Personalie. Denn, mal ehrlich: Was hat Thomas Tuchel denn schon geleistet? Okay, er isst mit Pep Guardiola zu Mittag und war quasi der Dieter Bohlen der Bruchweg Boys. Was ist aus denen eigentlich geworden? Ach ja: Schürrle spielt nicht in Wolfsburg, Szalai nicht in Hoffenheim und Holtby nicht in Hamburg. Wir hingegen reden über einen Mann, der nicht nur deutscher und spanischer Meister war, sondern auch amtierender Weltmeister ist: Wir reden von Sami Khedira, der im Sommer ablösefrei zu haben ist. Unverständlich also, dass …