Alle Artikel mit dem Schlagwort: Walterball

Update oder Neustart?

„Der Impuls im Fußballgeschäft, nach Rückschlägen ins Bekannte zu flüchten, ist groß“. Das schreibt der geschätzte Tobias Escher als Abschluss seiner taktischen Analyse des Walterballs in der aktuellen 11 Freunde Ausgabe. Auch bei vielen Fans scheint dieser Wunsch inzwischen recht groß zu sein. Kein Wunder, nach der dritten Niederlage in Folge mit einem Torverhältnis von 3:9(!). Dabei geht es gar nicht darum, dass man dem Trainer nicht Zeit und Rückschläge eingesteht, sondern eher darum, dass es immer schlimmer statt besser wird. Vor ziemlich genau drei Monaten bestritt der VfB sein erstes Heimspiel der Saison gegen Hannover 96. Okay, mittlerweile wissen wir, wie es um die wahre Leistungsfähigkeit der Slomka-Truppe bestellt ist, aber dennoch: Die Stimmung war elektrisierend, 52.000 Zuschauer waren gespannt auf den „Walterball“ unter Ergebnisdruck, ein Raunen ging durch die Schüssel, als Gregor Kobel immer wieder – mehr oder weniger riskant – ins Aufbauspiel eingebunden wurde. Nach der schweren Verletzung von Marcin Kaminksi kam ein junger Abwehrspieler in die Mannschaft – und erzielte prompt ein spektakuläres Eigentor. Die Reaktion: Aufmunterung durch das Team, Applaus …

Walterball: Krawall & Remmidemmi

Sind wir ehrlich: Mit einem weniger hibbeligen Stürmer als Silvère Ganvoula hätte der VfB gegen den VfL Bochum verloren. Diese Erkenntnis ist nichts neues. Es ist ein Muster, dass sich konsequent durch die bisherige Saison zieht: Der VfB ist überlegen, nutzt aber seine Torchancen nicht bzw. zu selten, macht zu wenig aus seinem Ballbesitz und ist hinten offen wie ein Scheunentor. In der Offensive sorgen zwei überragende, individuelle Momente von Philipp Klement/Daniel Didavi und Nicolas Gonzalez für Remmidemmi und entscheiden am Ende das Spiel. Aber die Krawall-Abwehr! Nathaniel Philips zeigt bei seinem ersten schlechteren Auftritt im VfB-Trikot extreme Schwierigkeiten im Spielaufbau, wenn er mal ein bisschen Druck bekommt, Holger Badstuber trotz 100 Prozent Passquote mit einigen Schildkrötenmomenten. Dazu Abspielfehler beim kleinsten Pressing. Andere Mannschaften – beispielsweise in der Bundesliga – nutzen das gnadenlos aus. Wir müssen also froh sein, dass die Entwicklung des Walter-Fußballs im Unterhaus stattfindet, wo Fehler nicht (immer) gnadenlos bestraft werden. Ohne Worte! 😍 #VfB #Silas #Wamangituka pic.twitter.com/YQ4jFUzOpA — MeanMachine1893 (@MeanMachine1893) September 2, 2019 Natürlich erwartet niemand, dass der VfB jeden Gegner …

Heidenei!

Ich geb’s zu: Ich war relativ angetan davon, wie sich der VfB in Heidenheim präsentierte. Und ich rede hier nicht von den Torwart-Trikots, die das gesamte Team tragen musste, weil das stark gehypte Fanta-4-Ausweich-Trikot erst am Donnerstag präsentiert wird. I don’t mint. Mir gefiel es vielmehr, wie konzentriert und zielstrebig das umgebaute Team (Mangala und Badstuber für Gomez und Kaminski) von Anfang an zu Werke ging. Die Zeiten von „gegen xy muss man nicht gewinnen“ scheinen endgültig vorbei zu sein. Tim Walter freut sich, in jedem Spiel Favorit zu sein und lässt seiner Mannschaft keine Chance, anders aufzutreten als dominant. 66 % Ballbesitz und 620 gespielte Pässe (Heidenheim: 302) belegen das deutlich. Gut so! Gegen Heidenheim klappte das allerdings nur 35 Minuten. Dann gab es einen unerklärlichen Bruch im Spiel und dass es zur Halbzeit nur 0:0 stand, war eigentlich nur der mangelnden individuellen Abschlussqualität der Heidenheimer Angreifer geschuldet. Willkommen in Liga zwei. VfB-Fans nach 30 Minuten: „Jetzt fehlt nur noch ein Tor.“ VfB-Fans nach 45 Minuten: „Zum Glück ist kein Tor gefallen!“ #FCHVfB — …