Monate: April 2018

Verein für Belanglosigkeit

Die Champions League Ambitionen von Holger Badstuber: interessieren mich nicht. Die immer gleichen Aufstellungen und vorhersehbaren (Nicht-)Wechsel von Tayfun Korkut: ermüden mich. Dennis Aogos Aufzugs-Selfies: ringen mir nicht mal mehr ein Lächeln ab. Michael Reschkes Play-off-Phantasien: regen mich nicht mal mehr auf. Die fehlende Konsequenz, ein Spiel einmal mit einem zweiten Tor zuzumachen: nervt mich immer noch. Immerhin. Denn es gibt im Moment wirklich wenig, was mich rund um den VfB Stuttgart überhaupt noch aus dem Sattel holt. Zu langweilig, zu bieder, zu graumäusig ist alles geworden. Der VfB ist ein bisschen zum VfL Bochum der 80er Jahre geworden. Da fühlen sich drei Spiele ohne Sieg auch nicht so viel anders an als sieben Spiele ohne Niederlage. Da ertappt man sich bei Frage, ob man einen herrlichen Samstag Nachmittag wirklich für ein Heimspiel opfern soll. Und immer mehr verfestigt sich aktuell Eindruck, die Spieler sind – bis auf wenige Ausnahmen – am Spiel des VfBs ähnlich uninteressiert wie ich derzeit. Die Luft ist raus. Die Luft ist sogar so raus, dass auch das späte 1:1 von …

Langweilig ist das neue aufregend.

Herrliches Wetter, der VfB Stuttgart seit sieben Spielen ungeschlagen. Zu Gast: der Tabellenletzte. Laien fragten: Was soll da noch schief gehen? Leidgeprüfte Fans ahnten schon, was vermutlich auf sie zukommen würde: Ein bisschen weniger laufen würde schon nicht schaden. Und, was sollte schon passieren, wenn man den fehlerhaften HSV ein wenig kombinieren lässt? Die spielten mit Waldschmidt im Sturm (mit Waldschmidt!), mit einem gewissen Gouaida, einem Debütanten namens Ambrosius und mit Kostic auf rechts, wie sollten die je ein Tor schießen? Fast hatte man den Eindruck, die Spieler des VfB wollten diese vermeintlich letzte Tour durch den Jurassic Park nochmal in aller Konsequenz genießen. Es wurde viel zugeschaut, aber wenig gekämpft. Den unbedingten Siegeswillen, den Tayfun Korkut bei seinem Team gesehen haben wollte, suchten die 60.000 im Stadion jedenfalls vergebens. Das Spiel gegen des HSV war das erste unter Tayfun Korkut, das die Bissigkeit und Konsequenz vermissen ließ, die wir mal als die „Darmstadtisierung des VfB“ bezeichnet haben. Ob es ein Ausrutscher war oder richtungsweisend für die restliche Saison, wird sich zeigen. Im Hinspiel in …