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Sosa (fast) auf den Spuren von Elmer und Greiner

Deadline Day ist immer ein Wahnsinn. Verrückte Gerüchte und noch verrücktere Gerüchte, die wie bei Union Berlin und Isco beinahe wahr werden. Beim VfB standen Dinos Mavropanos und Borna Soasa auf der Kippe. So dringend wie der VfB Geld benötigt, musste man mit allem rechnen. Aber Mavropanos wechselte schießlich nicht zu Inter Mailand und Sosa ging nicht zu Bayer Leverkusen. Überhaupt: Wer geht schon vom VfB nach Leverkusen – von Bernd Leno mal abgesehen? Das wäre wirklich noch verrückter gewesen als ein Isco-Transfer zu den Eisernen. Aber es gibt sie, die VfB-Spieler, die einmal nach Leverkusen wechselten: Linksverteidiger Markus Elmer und Torhüter Uwe Greiner in den 80er Jahren. Wer erinnert sich noch? Uwe Greiner ist mir deshalb eindrücklich in Erinnerung, weil ich ihm als Balljunge in einem Spiel gegen Leverkusen (ausgerechnet) die Kugel zuwarf. Ich stand hinter dem Tor, ein unter Balljungen begehrter Platz obwohl man eine beschissene Sicht hatte. Das Spiel blieb mir in erster Linie in Erinnerung, weil ich endlich in dem riesigen Stadion stand (mit knapp 20.000 Zuschauern spärlich gefüllt) und ich …

VertikalGIF #SCPVfB: Buenos Dias, Pokalmessias!

Dank der Winter-WM ist der Spielplan im Jahr 2023 eng getaktet und VfB-Fans bleibt nichts erspart. Nicht mal ein Pokal-Achtelfinale an einem Dienstag Abend im Januar in der Paderborner paragon, Energieteam-, Benteler-, Home Deluxe Arena. Aber da der VfB sein einziges Auswärtsspiel im Jahr 2022 im Pokal gewonnen hatte, war der Optimismus größer als sonst. Apropos 2022: Nach Pellegrino Matarazzo und Michi Wimmer war Bruno Labbadia der dritte VfB-Trainer im dritten Pokalspiel der Saison. Mal sehen, wer im Viertelfinale auf der Bank sitzt. Zum Glück hatte sich das schwäbische Lazarett etwas gelichtet: Guirassy kehrte zurück in die Startelf und auch Mavropanos konnte von Beginn an mitwirken, auch wenn er immer noch so aussah, als hätte er eine Meinungsverschiedenheit mit Mike Tyson gehabt. Ob sein eningeschränktes Sichtfeld für das 0:1 verantwortlich war, wissen wir allerdings nicht. Was wir wissen: Es gibt kein Team, das spektakulärere Eigentore schießt als der VfB. Dinos Treffer aus 48 Metern war für viele noch “schöner” als Borna Sosas Einwurfeigentor gegen Ron-Robert Zieler. 0:1 also nach drei Minuten. Aber der VfB kennt …

VertikalGIF #RBLVfB: Leipziger Allerlei(d)

Seit Leipzigs Aufstieg in die erste Liga musste der VfB vier Mal in Sachsen antreten. Die Bilanz: 0 Punkte, 0:9 Tore. Dementsprechend groß war natürlich die Vorfreude der Fans auf das Freitagabend-Spiel. Da war es natürlich auch nicht gerade förderlich, dass mit Mavropanos, Ahamada, Silas, Guirassy und Tomas gleich fünf Stammspieler ausfielen. “Ich glaube nicht, dass ich das in meiner Trainerkarriere schonmal erlebt habe”, sagte Labbadia vor dem Anpfiff. Und das will was heißen bei 240 Spielen. Doch die Verletzungsmisere hatte auch einen positiven Aspekt: Mit Thomas Kastanaras kam ein weiteres Talent aus dem NLZ zu seinem Startelfdebüt. Und “Kistanaras” zeigte in der 9. Minute gleich seine Qualität vor dem Tor. Nach einem schönen Pass von Endo zögerte er keine Sekunde, doch der Leipziger Keeper konnte seinen Schuss gerade noch mit viel Glück entschärfen. Ein guter Start also für den VfB Stuttgart. Doch der aufkommende Optimismus hielt nur bis zur 24. Minute. Dann erorberte Endo den Ball gegen Olmo und der Schiedsrichter entschied zu Unrecht auf Freistoß. Au Zwayer! Aber aus 30 Metern sollte ja …

VertikalGIF #TSGVfB: Football, bloody hell!

Seit über 400 Tagen warten VfB-Fans mittlerweile auf einen Auswärtssieg ihres Teams. Eigentlich wäre es verständlich, wenn der Gästeblock inzwischen leer bliebe. Aber die Stuttgarter Anhänger geben die Hoffnung nicht auf: Sensationelle 3.000 von ihnen machten sich am Dienstag nach Sinsheim auf, um das Auswärts- in ein Heimspiel zu verwandeln. Sensationeller Support! Englische Wochen bedeuten in der Regel auch Rotation, aber Bruno Labbadia setzte auf die gleiche Startelf wie gegen Mainz, also mit Nartey und Anton auf den Außenverteidigerpositionen. Und wie muss sich Pascal “Gewinner der Vorbereitung” Stenzel fühlen? In der 12. Minute konnte man die Stuttgarter Fehlerkette in Aktion beobachten. Tiago Tomas verteidigte halbherzig und konnte eine Flanke nicht verhindern, Ahamada klärte viel zu kurz und Anton war zu weit weg von Stiller. Die Konsequenz: Der erste Tor von Andre Kramaric seit dem 2. Oktober 2022. Anschließend gab es wenig Fußball, aber viele Verletzungspausen. Beide Teams mussten wechseln und Dinos Mavropanos sah nach einem Zusammenprall mit Bebou in der 42. Minute aus, als sei er über zwölf Runden gegangen. Doch ein Highlight gab es …

VertikalGIF #VfBM05: Eiszeit im Neckarstadion

Zweieinhalb Monate nach dem 15. Spieltag ging sie also endlich weiter: Die Mission Klassenerhalt für den VfB. Und das mit neuem Trainer und neuem Sportdirektor. Nicht geändert hat sich offenbar der Zuspruch der Fans: Das Neckarstadion war mit 46.000 Zuschauern ausverkauft. Und man musste am Samstag wirklich leidensfähig sein. Nicht nur wegen des sehr bescheidenen Spielniveaus beider Teams, sondern vor allem wegen der Außentemperaturen.   Offiziell waren es null Grad, aber im Stadion fühlte es sich an wie minus zehn – mindestens! Die zwei großen Löcher in der Haupttribüne sorgten obendrein für eine arktische Luftzirkulation, die dazu führte, dass es den Zuschauern auf der Gegentribüne in den Nacken schneite. Aber anscheinend müssen nicht nur die Spieler raus aus der Komfortzone.   Mit Spannung wurde erwartet, wie denn der “Bruno-VfB” auf- und eingestellt sein würde. Die erste Überraschung: Pascal Stenzel, inoffizieller Gewinner der Vorbereitung, saß nur auf der Bank. Immerhin war die beheizt. Als rechter Verteidiger lief dafür Waldemar Anton auf. Und wie funktionierte sein Zusammenspiel mit Silas auf der rechten Seite in der ersten Halbzeit? …

Der VfB e.V. kommt nicht zur Ruhe

“Wir sind natürlich nicht immer bei allen Themen einer Meinung, das wäre auch nicht normal und auch für den Verein nicht gut. Aber alle wollen immer das Beste für den VfB Stuttgart“, sagte Präsident Claus Vogt am Rand des VfB-Trainingslagers in Marbella. Übersetzt heißt das wohl: Es knirscht mal wieder ganz gewaltig bei den Vereinsgremien des VfB Stuttgart. Und ob immer alle das Beste für den VfB wollen? Zweifel sind angebracht. Jetzt sind die Vereinsbeiräte Susanne Schosser und Martin Bizer von ihren Ämtern mit sofortiger Wirkung zurück getreten. Der Druck sei zu groß geworden, schreiben sie in ihren Rücktritts-Statements. Und das ist noch harmlos formuliert. Schosser schreibt in ihrem Statement: “[…] sowie das für einen engagierten, kreativen und zugewandten Menschen wie mich unerträgliche, unprofessionelle, allein auf Machtsicherung bedachte und diffamierende Vorgehen wesentlicher Mitglieder der Gremien, führen mich zu diesem Rücktritt.” In ihren Schreiben schildern sie die dicke Luft im Vereinsbeirat und den Umgang mit „Abweichlern“, wenn man gerade in der Causa Schlecht/Bühler eine andere Meinung als das Präsidium vertritt. Zur Erinnerung: Ein von Pierre-Enric Steiger …

Punkte vor Perspektive

Wenn der VfB Stuttgart am 21. Januar um 15:30 Uhr im Neckarstadion gegen Mainz in das Fußballjahr 2023 startet, wird Bruno Labbadia auf der Bank vor der Cannstatter Baustelle sitzen. Und schon aus Eigennutz kann man ihm nur das Beste wünschen: Einen überzeugenden Heimsieg am besten, gefolgt von einem Auswärtssieg in Sinsheim, dem ersten überhaupt seit Dezember 2021. Den möglichst frühen Klassenerhalt wünschen wir ihm selbstverständlich auch, aber in erster Linie natürlich uns. In diesem Sinne: Viel Erfolg, Bruno Labbadia! Überhaupt Labbadia: Wir VfB-Fans der älteren Semester sollten doch eigentlich froh sein, dass ein Coach kommt, dessen Namen wir schon mal gehört haben. Einer, der für Darmstadt, den HSV, den 1. FC Kaiserslautern, die Bayern, Köln, Bremen, Bielefeld und einen Club in Baden insgesamt 329 Erst- und 229 Zweitligapartien als Spieler bestritt, dabei insgesamt 204(!) Tore erzielte und zwei Mal deutscher Meister und ein Mal Pokalsieger wurde. Das gilt auch für seine Karriere als Trainer: Greuther Fürth, Leverkusen, HSV, VfB, HSV, Wolfsburg, Hertha lauten seine bisherigen Stationen. Dabei nie abgestiegen und immer mit einem Punkteschnitt, …

Der VfB wollte gar nicht gewinnen

“Mutig auftreten”, ich kann’s nicht mehr hören. Denn es wird immer nur darüber gesprochen. Auf dem Feld sieht man davon auswärts nichts. Leverkusen ist nicht gut, ähnlich verunsichert wie Gladbach letzte Woche, spielt trotz hoher individueller Klasse einen Angsthasenfußball, weil Xabi Alonso maximale Kontrolle möchte und keinerlei Risiko eingehen will. Mit welchen Leistungen Gladbach und Leverkusen gegen uns drei Punkte holen darfst eigentlich keinem erzählen. #B04VfB — Kuranyi sei Oma (@KuranyiSeiOma) November 12, 2022 Der VfB bleibt sieglos auswärts im Jahr 2022, tritt ohne Überzeugung, ohne Spannung auf, keiner beim VfB hat daran geglaubt, in Leverkusen etwas mitzunehmen. Mehr noch: Der VfB wollte gar nicht gewinnen, was wenig erstaunlich ist, nach Sven Mislintats Interview nach dem Sieg gegen Hertha BSC, als er eine Niederlage als selbstverständlich oder zumindest als sehr wahrscheinlich ansah. Er war zu diesem Zeitpunkt schon zufrieden damit, dass sein Interimstrainer bei einer Niederlage gegen Leverkusen 1,5 Punkte pro Spiel holt, hochgerechnet ein sicherer Klassenerhalt. Eine hanebüchene Rechnung und wenig leistungsfördernd vier Tage vor dem letzten Spiel des Jahres 2022. Sicher wird wieder …

VertikalGIF #VfBBC: Mavropornös!

Das war es also, das letzte Heimspiel des Jahres 2022. Es endete mit einem Last Minute Sieg. Wieder mal, muss man sagen, denn vom 4:1 Sieg gegen Bochum abgesehen, gab es fünf Ligasiege. Alle mit einem Tor Unterschied, alle mit späten Siegtreffern. Wenn das so weitergeht, sollte der VfB entsprechende Warnhinweise für die Gesundheit seiner Fans auf die Karten drucken. Gegen den Tabellennachbarn aus Berlin startete Wimmer mit Silas, Tomas und Egloff in der Startelf. Und die beiden letztgenannten sorgten dafür, dass die Zuschauer im Neckarstadion das obligatorische frühe Tor sahen. Diesmal allerdings für den VfB. Egloff spielte einen Ball zu Tomás und der einen millimetergenauen und perfekt temperierten Pass in den Lauf von Guirassy. Und wie verhält der sich glücklicherweise beim Abschluss? 1:0 nach nur drei Minuten. Ein völlig ungewohntes Gefühl für den VfB und seine Fans. Noch ungewohnter, dass das Team in der Anfangsviertelstunde ganz ohne Gegentreffer blieb. Weniger schön, dass der Berliner Treffer dann nach 19 Minuten fiel. Nach einem Ballverlust landete eine Flanke bei Lukebakio, dessen Gegenspieler Anton ihn anscheinend vergessen …

Love Borna, hate VfB-Finanzen

Ich war am Dienstag im Stadion, weil ich Borna Sosa zum letzten Mal in einem Heimspiel erleben wollte. Es dürfte bekannt sein, dass ich ein absoluter Borna-Fanboy bin. Ich habe das gesamte Spiel fast nur auf ihn geachtet, schließlich könnte es sein Abschieds-Heimspiel gewesen sein. Denn es müsste viel passieren, damit Sosa nicht den VfB verlässt. Denn der VfB braucht Geld. Wieder einmal. Zunächst: Sollte Borna Sosa im Winter wechseln wollen, sollte ihm das niemand verübeln. Er blieb schon im letzten Winter, obwohl er andere Möglichkeiten hatte und wollte mithelfen, dass der VfB erstklassig bleibt. Aber immer nur gegen den Abstieg zu spielen, ist ätzend, geht mir ja auch schon so. Sosa ist im augenblicklichen Kader der Dienstälteste beim VfB. Und wenn er in Form ist, ist er zu groß für den VfB. Es sollte also niemand überraschen, wenn Sosa den VfB verlässt. Was anderes ist, wenn der VfB den Unterschiedspieler aufgrund finanzieller Zwänge verkaufen muss. Schon im Sommer wäre es der VfB 1893 AG viel lieber gewesen, wenn auch Sosa verkauft worden wäre, jedenfalls …