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Es fängt mit einem Grummeln an, gleichzeitig, an vielen Stellen des Stadions. Dann türmen sich Stimmen auf, werden immer lauter, mischen sich mit spontanem Klatschen und Trommeln. Kaum einer hat noch Augen für das, was auf dem Feld passiert. Es liegt eine unglaubliche Vorfreude im weiten Rund, es macht sich eine kollektive Energie breit, eine plötzliche Zuversicht, die bei VfB-Fans ansonsten nicht durchgängig vorhanden ist. Aber jetzt schon. Alle denken: Etzet wirds no ebbes. Ein vorläufiger Höhepunkt wird erreicht, als alle seinen Namen brüllen: GINCZEK! GIN-CZEK! Er sprintet aufs Feld und das Spiel ist ein anderes. Nicht unbedingt spielerisch. Aber es ist lauter, wuchtiger. Er möchte vom Ginczek zum Winczek werden, mit allem, was er hat. Und das ist viel. Daniel Ginczek ist in der Reha ein Bär geworden, der auch Türsteher in der Schräglage sein könnte, er strahlt eine enorme Stärke aus. Jeder sieht ihm den Willen und die Power an, das Spiel gegen Bochum zu drehen. Als er den Ball zum Ausgleich über die Linie schiebt, explodiert das Stadion. Stimmen überschlagen sich, beim …

Die Fans sind der Star!

Klar, Simon Terodde kann Torschützenkönig werden, Christian Gentner der emotionale Fixpunkt des Teams, Berkay Özcan einen Assist nach dem anderen geben und Mitch Langerak der beste Keeper der zweiten Liga. Doch schon jetzt sind es die Fans, die die zweite Liga aufmischen. Im positiven Sinne wohlgemkerkt. Sie sind der Star des VfB Stuttgart. Mal ganz davon abgesehen, dass Terodde, Gentner, Özcan und Langerak (im Moment noch) weit weg sind von beschriebenen Superlativen. Die VfB-Fans, die fahren einfach mal nach Sandhausen und übernehmen das Hartwald-Stadion. Ein Auswärtsspiel zum Heimspiel machen, das ist für die VfB-Supporter offenbar ganz easy. Ganz schön cheesy aber, wie der VfB in Sandhausen auftritt. So etwas wie ein offensives Spielkonzept ist nicht zu erkennen, es sei denn, es heisst: Länge Bälle auf T-Rodd und auf den zweiten Ball gehen. Das Trademark auf dieses “System” besitzen die Bezirksliga und die Premier League. Ziemlich ernüchternde Leistung des @VfB bisher. Rein gar nichts im gegnerischen Drittel bewirkt, Spielgestaltung armselig. #SVSVfB — Golwar (@Golwar) 26. August 2016 Einer, der dem Spiel Struktur geben könnte, bleibt draußen: …

VfB am Boden: Jetzt erst recht!

Alles ist im Arsch, alles ist am Ende. Alles ist kaputt, alles liegt in Schutt und Asche, das Spiel gegen Dortmund schmeckt nach Kotze. Alles ist weg. Das Punktepolster, die Zuversicht es wieder zu packen, das letzte bisschen Respekt vor der Mannschaft und den Verantwortlichen im Verein. Der ganze Traum nach der Siegesserie zu Beginn der Rückrunde geht in Rauch auf. Ende. Aus. Für immer? Ja, so steigt der VfB ab. Mit einem Torhüter, der den einen oder anderen schwierigen Ball hält, dafür Tore mitverschuldet wie einst Sven Ulreich. Mit einem rechten Verteidiger, der sich vor dem 0:1 ärmlich ausspielen läßt und der beim 0:3 nach eigenem Ballverlust zurück in den Strafraum joggt. Mit einer Innenverteidigung, deren mangelnde Qualität jeder sieht, außer denen, die die Verantwortung tragen beim VfB. Ja, so steigt der VfB ab. Mit einem Kapitän, der unter Führung versteht, vor dem Mikro Statements abzugeben, die regelmäßig Fehleinschätzungen sind und einen Blick in die Denke der Mannschaft erlauben: Sie haben es einfach nicht begriffen, was zu tun ist. Mit einem Mittelfeld-Regisseur, der mit …