Autor: @buzze

VertikalGIF #VfBBVB: Schwabenland unter!

Es war schon wieder Freitag, es war wieder dieses Stadion. Und ich muss euch jetzt erzählen, was mir widerfahren ist. Jetzt seh ich die Zukunft nicht so positiv, denn ich bin Pessimist. Ehm Moment, was geht? Ich sags euch ganz konkret: Nach den begeisternden Heimspielen gegen M’gladbach und Augsburg war die Erwartungshaltung vor dem Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Dortmund ziemlich hoch. Flutlichtspiel vor ausverkauftem Haus und die Möglichkeit, mit einem Punktgewinn zum Auftakt des Spieltags die Konkurrenz im Abstiegskampf unter Druck zu setzen. Was kann man noch mehr wollen? Vielleicht kein Gewitter und Dauerregen bei der Anreise und vor dem Stadion? Oder kein epochales Verkehrschaos und spontan gesperrte Straßen, die dafür sorgten, dass viele Fans beim Anpfiff noch im Stau standen. Ein funktionierendes Catering? Achwas, wir wollen ja nicht jammern! Deswegen beklagen wir uns auch nicht, dass es am Einlass sehr schleppend voranging, obwohl keine Impfzertifikate mehr kontrolliert werden mussten. Aber jeder, der in der Schlange stand, weiß jetzt garantiert, das mitgeführte Taschen höchstens das Format DIN A4 haben dürfen. Danke dafür, Holger Laser! …

Großer Kader, wenig Optionen?

Trotz des verschenkten Sieges auf der Bielefelder Alm ist der VfB Stuttgart (verhältnismäßig) gut unterwegs: vier Spiele ohne Niederlage mit acht Punkten bedeuten Platz 7 in der virtuellen Formtabelle der letzten fünf Spiele. Nach den trostlosen zwei Monaten von Mitte Dezember bis Mitte Februar mit nur einem einzigen Pünktchen scheint der VfB Stuttgart gerade rechtzeitig zum Saisonendspurt in die Spur zu finden. Auch, weil Pellegrino Matarazzo seine taktische Ausrichtung geändert und seine Elf gefunden hat. Oder besser gesagt, seine Dreizehn: Wie schon gegen Augsburg und bei Union Berlin war Orel Mangala die erste Wechseloption in Bielefeld, wie gegen Augsburg war Alexi Tibidi die zweite. Nun ist es alles andere als verwerflich – gerade im Abstiegskampf – auf eine eingespielte Truppe zu vertrauen und auf personelle Experimente zu verzichten. Andererseits muss die Frage erlaubt sein, ob ein Kader mit 32 Spielern, von denen aktuell nur Silas und Jordan Meyer langfristig verletzt ausfallen, nicht mehr Optionen bieten müsste. Eigentlich könnte der VfB es sich locker erlauben, seine Kaderplätze 15 bis 18 unter den Fans zu verlosen. Oder …

VertikalGIF #DSCVfB: Comeback als Aufbaugegner

Vor dem “20-Punkte-Spiel” in Bielefeld standen alle Vorzeichen auf Auswärtssieg. Spätestens als bekannt wurde, dass Arminias bester Torschütze Okugawa (8 von 22 Treffern) nicht von Beginn an würde spielen können. Und wie reagiert der typische VfB-Fan traditionell, wenn eigentlich alles auf einen Stuttgarter Sieg hindeutet?   Für die Bielefeld Fans hingegen war das Spiel ein ganz besonderer Moment: Erstmals seit dem Aufstieg(!) war das Stadion ausverkauft und die organisierten Fanszenen beider Teams machten aus der Alm ein Blau-schwarz-weiß-rotes Fahnenmeer.   Überhaupt muss man ja sagen, dass uns die Bielefelder seit dem gemeinsamen Aufstieg irgendwie ans Herz gewachsen sind. Irgendwie passt es zwischen Schwaben und Ostwestfalen. Während hier gerne gebruddelt wird, gibt es dort nur eine Antwort auf die Frage “Wie geht’s Dir?”. Es ist: “Muss ja.”   Aber zurück zum Spiel: Auch der VfB musste auf einen wichtigen Spieler verzichten: Borna Sosa fehlte mit zwickenden Adduktoren und wurde von Hiroki Ito ersetzt, der gerade rechtzeitig aus seiner coronabedingten Pause zurückkehrte. Nächste Woche ist dann übrigens Waldemar Anton gelbgesperrt. Bis dahin muss wiederum Sosa wieder fit …

Das 20-Punkte-Spiel

In seiner Antrittsrede sagte der neue CEO und Sportvorstand Alexander Wehrle allerlei Cleveres und hinterließ einen ausgezeichneten und sehr zupackenden Eindruck, was die Projekte in der Zukunft angeht. Bei der Gegenwart wurde er emotional und ballte die Fäuste, denn es sollen “alle Kräfte gebündelt werden für den Klassenerhalt“. In diesem Zusammenhang bezeichnete er die Partie gegen Arminia Bielefeld als “20 Punkte-Spiel!“. Präsident Claus Vogt reagierte darauf leicht irritiert: „Das mit den 20 Punkten musst du mir bei Gelegenheit mal erklären!“ Es ist nicht überliefert, ob und wie Wehrle das erklären konnte, denn auch gegen Bielefeld gibt es nur drei Punkte und zählt man die drei Punkte dazu, die dem Verlierer entgehen, kann man ganz eventuell von einem 6 Punkte-Spiel sprechen. Und selbst das ist mathematisch durchaus diskutabel. Aber Wehrle hat schon Recht: Das Spiel ist ganz entscheidend für den Kampf um den Klassenerhalt. Entschieden ist am 28. Spieltag noch nichts, doch leichter (oder besser: schlagbarer) werden die Gegner für Bielefeld und den VfB nicht mehr. Die Vorzeichen vor dem Abstiegskracher könnten nicht unterschiedlicher sein: Mit …

VertikalGIF #VfBFCA: Kommt Frühling, kommt VfB!

Die Headline kannste immer bringen, dabei war es am Samstag im Stadion gar nicht so warm im Stadion wie erhofft. Das lag aber nicht am Spiel und schon gar nicht an den Fans, denn die durften erstmals seit über zwei Jahren das Stadion wieder voll auslasten – und das taten sie auch! Über 55.000 Menschen erlebten die Partie des VfB Stuttgart gegen den FC Augsburg im Neckarstadion und wie fühlte sich das an? Etwas seltsam, aber vor allem:   Das Spiel hatte es in sich: Nicht nur, weil es gegen einen direkten Konkurrenten mit einem Stuttgarter Ex-Trainer auf der Bank ging, sondern auch, weil die Ultras in die Cannstatter Kurve zurückkehrten und für organisierten Support sorgten. Ihr Comeback feierten sie mit einer tollen Choreo, die der Autor aber leider verpasste, da er noch in der Schlange an der Einlasskontrolle stand. Ich liebe es 🤍❤️🤍 #VfBFCA #VfB #VfBStuttgart #cc97 pic.twitter.com/vOk2puzziq — märion (@marion73069) March 20, 2022 Endlich im Stadion und gerade Platz genommen, fiel auch schon das erste Tor – leider auf der falschen Seite: Mit …

VertikalGIF #FCUVfB: Sosakalajdzic Masterclass!

Nach dem fast schon berauschenden 3:2 Sieg gegen M’gladbach war allen klar: Das Auswärtsspiel in Köpenick würde eine weitaus schwierigere Aufgabe werden als das Spiel gegen die köperlos agierenden Fohlen. Und wie sehr freuten sich die Fans auf das Spiel bei Union Berlin? Matarazzo changte das winning team vom vergangenen Spieltag nicht und ließ Orel Mangala vorerst auf der Bank. Und gleich nach Anpfiff zeigte sich, welcher Natur die kommenden 90 Minuten sein würden: Union gewohnt körperlich und stets bemüht, den Gegner mit allen erlaubten und unerlaubten Mitteln aus dem Spielfluss zu bringen. Leider war Schiedsrichter Hartmann damit komplett überfordert. Doch der VfB hielt erstaunlich gut dagegen und ließ defensiv nur wenig zu. Noch weniger geschah allerdings in der Offensive, in der VfB so gut wie gar nicht stattfand. Wie viele Schüße auf das Tor von Union gab es eigentlich in der ersten Halbzzeit? Und eigentlich hätte das Spiel auch mit 0:0 in die Halbzeit gehen können, wäre da nicht diese Szene in der 40. Minute gewesen: Mavropanos wurde von Prömel im Strafraum an der …

VertikalGIF #VfBBMG: Sie können noch gewinnen!

Seit neun Spielen ohne Sieg, durch Augsburgs Sieg in Bielefeld schon sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz: Die Bedingungen vor dem Topspiel gegen Mönchengladbach waren nicht gerade ermutigend. Einziger Lichtblick: Tayfun Korkut und die Hertha, denen es ähnlich schlecht geht- nur dass sie dafür viel mehr Geld versenkt haben. Aber egal, wie schlecht in Berlin gespielt wird: So lange das Team von Pellegrino Matarazzo keine Punkte holt, sind die Ergebnisse der anderen Mannschaften irrelevant. Es wurde Zeit für den ersten Heimsieg seit dem 26. November! Dachte sich auch der Trainer und überraschte mit einer mutigen Aufstellung: Neben dem wiedergenesenen Sasa Kalajdzic brachte er mit Omar Marmoush, Chris Führich und Tiago Tomás gleich drei weitere Offensivkräfte. Die Zeichen standen also auf Attacke! Und tatsächlich startete der VfB mutig in die Partie. Das muss man der Mannschaft lassen: Egal, wie oft ihr – teils durch sie selbst – ein Bein gestellt wurde, sie steht immer wieder auf. Bereits nach zehn Minuten hätte sich der VfB belohnen müssen: Erst durch Borna Sosa, der aber wohl ohnehin im Abseits …

VertikalGIF #TSGVfB: Heimspiel in Hoffenheim

Schon vor Anpfiff der Partie TSG Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart war klar, dass der “Man of the match” ein Stuttgarter sein würde. Es war der 12. Mann, der in Person von fast 3.000 VfB-Fans nach Sinsheim gekommen war, um das Team in dieser schwierigen Phase bedingungslos zu supporten. Das wusste auch das Team zu schätzen, das seinerseits einen Teil der Ticketkosten übernommen hatte. Wenn aktuell auch nicht viel funktioniert: Der Zusammenhalt ist da! Wer leider nicht da war: Borna Sosa, der wegen einer Knieprellung nicht im Kader stand. Bitter, schließlich war er gegen Bochum einer der besten Stuttgarter gewesen. Aber, dass die Besten verletzungsbedingt ausfallen, ist ja ohnehin die Story der Saison. Für den Kroaten rückte Hiroki Ito zurück in die Startelf, wo er mit Anton, Mavropanos und Stenzel eine sehr konservative Viererkette bildete, die gegen die schnellen Hoffenheimer Außenspieler aber keine schlechte Wahl war. Vorne sollten es Tomás, Marmoush und Führich richten, weil Kalajdzic nach seinem Bluterguß noch nicht fit genug für 60 Minuten war und deswegen nur auf der Bank saß. Doch …

VertikalGIF #VfBBOC: Football, bloody hell!

Nach Ylenia und Zeynep wollten die Fans am Samstag endlich auch den VfB Stuttgart mal wieder stürmen sehen. Die Partie gegen Bayernbezwinger Bochum war eines der Endspiele um den Klassenerhalt, in dem man sich ernsthafte Chancen ausrechnen konnte. Aber apropos Sturm: Sowohl Kalajdzic wie auch Marmoush saßen erstmal auf der Bank, Tibidi war aus disziplinarischen Gründen gar nicht erst im Kader. Also doch nur ein laues Lüftchen statt Sturmwarnung? Vorne sollte es also wieder Doppelpacker Tiago Tomás richten, unterstützt von Chris Führich und Silas auf den Flügeln. Letzterer setzte sich nach knapp 20 Minuten beherzt gegen seinen Gegenspieler durch, verletzte sich aber in der Aktion und musste mit ausgekugelter Schulter ausgewechselt werden. Wie viel Verletzungspech kann ein Team eigentlich haben? Für Silas kam dann doch Omar Marmoush, der nach Coronainfektion ganze zwei Trainingseinheiten absolvieren konnte. Vermutlich musste er sich auf dem Platz erstmal bei Tomás vorstellen. Doch auch in der neuen Angriffsbesetzung sprang außer zwei Distanzschüssen wenig heraus für den VfB Stuttgart. Das galt glücklicherweise aber auch auf der anderen Seite für den VfL Bochum. …

Vertikalgif #B04VfB: Eine Aspirin, bitte!

Wenn die beste Mannschaft der Rückrunde die schlechteste empfängt und bei dieser auch noch drei wichtige Spieler ausfallen, ist klar: Einen hohen Auswärtssieg wird es vermutlich nicht geben. Und wie optimistisch waren die VfB-Fans vor dem “Top-Spiel” in Leverkusen? Aber – Überraschung – auch dieses Spiel begann beim Stand von 0:0 und Pellegrino Matarazzo wollte mit Pascal Stenzel in der Viererkette und Ata Karazor auf der Sechs neben Endo für die nötige Stabilität gegen das Leverkusener Offensivfeuerwerk sorgen. Mangelnden Einsatz konnte man dem VfB diesmal auch nicht vorwerfen. Von Beginn an stimmte die Körpersprache, es wurde gegrätscht, sich gegenseitig geholfen und den Leverkusenern die Sache möglichst schwer gemacht. Nur in der Offensive ging gar nichts. Was natürlich auch daran lag, dass weder Kalajdzic noch Marmoush einsatzfähig waren und Wahid Faghir in der zweiten Mannschaft auflief – ohne aufzufallen übrigens. So musste es vorne Winterneuzugang Tiago Tomás richten. Eine echte Herkules-Aufgabe. Doch siehe da: Nachdem Patrik Schick in der 13. Minute den Außenpfosten getroffen hatte, investierte auch der VfB Stuttgart mehr in die Offensive – und …