Autor: @buzze

Liveübertragung

Weltmeisterlich: Vertikalpass on air

Welch illustre Runde: SPORT1 wollte über die Sorgenkinder der Liga diskutieren. Namentlich sind das aktuell Borussia Dortmund, Schalke 04 und natürlich der VfB Stuttgart. Moderator Tobias Schimon hatte gestern deshalb drei Experten zum Google Hangout on air geladen. Der dritte Gast neben Jens Matheuszik vom Pottblog und unserem Autoren abiszet war kein geringerer als Weltmeister Olaf Thon. Der hat zwar noch nie aufgewärmte Maultaschen gegessen, wie wir jetzt wissen, aber dafür eine Menge Ahnung. Vom Fußball im Allgemeinen und von Schalke 04 und als  Kapitän der “Eurofighter” von 1997 vom neuen VfB-Trainer Huub Stevens im Besonderen. Das Ergebnis war eine wirklich unterhaltsame dreiviertelstündige Liveübertragung, mit einem brillanten Auftritt von abiszet. Natürlich kann man sich die Aufzeichnung auch nachträglich auf Youtube angucken. Prädikat: Wertvoll. @buzzeSchreibt und redet gerne über den VfB Stuttgart. Es sei denn, er sitzt auf dem Fahrrad. www.vertikalpass.de

Lemmy Kilmister

Warum Thomas Müller Motörhead ist

Der Schlussakkord hat gesessen. Das 1:0 gegen Spanien war ein guter Abschluss eines Jahres, in dem für die Nationalmannschaft jede Menge Musik war. “Ending on a high note” würde Morten Harkett sagen. Vor der WM hatten wir uns mehr Schweinerock im DFB-Team gewünscht, doch spätestens das gewonnene WM-Finale hat eindrucksvoll gezeigt, dass Dirigent Jogi Löw es geschafft hat, ein hervorragendes Ensemble zusammenzustellen, das sich so schnell nicht aus dem Takt bringen lässt. Daran ändern auch die Misstöne nach der Niederlage gegen Polen nichts. Unsere Weltmeister und auch ihre Nachfolger sind Popstars. Aber welche? Wäre Manuel Neuer eine Band, dann wäre er … Helene Fischer Keine Tattoos, keine Skandale, keine große Klappe. Wie kann man heutzutage mit dieser Schwiegersohn-Attitüde noch so großen Erfolg haben? Atemlos sind höchstens die Zuschauer, wenn Manuel Neuer in der Nähe der Mittellinie auftaucht. Immerhin singt der beste Torwart der Welt keine Schlager. Noch nicht … Wäre Phillip Lahm eine Band, dann wäre er … U2 Phillip Lahm ist der Prototyp des medialen Profifußballers. Keine Affären, Interviews vom Reißbrett und eine von der Bildzeitung promotete …

Trainer oder Team: Wer ist schuld an der VfB-Krise. Teil II.

Nachdem wir uns gestern in Teil I die Verteidiger und die Doppelsechs angeguckt haben, gehen wir heute in die Offensive. Sind das Mittelfeld und der Angriff des VfB Stuttgart bundesligatauglich oder muss nachgebessert werden? Christian Gentner Zweimaliger Meister. Der Kapitän. Einer, der voran gehen sollte. Der andere mitziehen und motivieren sollte. Sollte. Was hatte der VfB für Kapitäne: Ohlicher, Allgöwer, Verlaat, Soldo, Meira. Respektspersonen, die wegen ihrer Leistung und Persönlichkeit im Team anerkannt waren. Ich mag Gentner sehr, aber er ist kein Spielführer. Das einzige, was an Ohlicher erinnert, ist Gentners Spielweise: Er ist überall auf dem Platz unterwegs, kaum auf eine Position festgelegt, vom zentralen Mittelfeld zieht er auf die Mittelstürmer-Position, weicht auch mal auf die Außenbahn aus. Eigentlich ein moderner Box-to-Box-Player, aber defensiv ist Gentner oft nicht da, wo er sein sollte. Ich denke, er wäre ohne Binde stabiler und für die Mannschaft wertvoller. Wobei eine Degradierung seinem Selbstvertrauen und seiner Stellung im Team schaden würde. Ein Teufelskreis. (abiszet) Zuverlässig, kopfballstark, mannschaftsdienlich. Gentner ist der Leim, der den Laden zusammenhält. Oder das zumindest tun sollte. Abgesehen …

VfB-Krise. Trainer oder Team

Trainer oder Team: Wer ist schuld an der VfB-Krise?

Borussia Dortmund ist ein gutes Beispiel, dass der Tabellenplatz nicht immer ein realistisches Abbild der Leistungsfähigkeit eines Teams ist. Kommen jedoch wie beim VfB Stuttgart zu einer bedrohlichen Tabellensituation auch noch die damit korrespondierenden Leistungen, ist klar: Dieses Team ist momentan zu schwach für die Bundesliga. Dafür kann es zwei Gründe geben: Entweder fehlt es dem Kader an Qualität oder dem Trainer gelingt es nicht, das Potenzial der Mannschaft abzurufen. Oder, und das ist die furchtbarste Kombination überhaupt: es trifft beides zu. Über die Gründe für den Sturzflug der Schwaben ist man sich momentan nicht ganz einig. Denn während die Stuttgarter Zeitung Armin Veh in die Pflicht nimmt, sieht der kicker in seiner Montagsausgabe akuten Handlungsbedarf, sobald der Wintertransfermarkt geöffnet wird. Nicht mal im kleinen und gemütlichen vertikalpass-Headquarter sind wir uns einig, woran es denn nun liegt. Während abiszet mit dem aktuellen Kader wenig Chance auf den Klassenerhalt sieht, bin ich der Meinung, dass es am Trainer und nicht an der Qualität der Spieler liegt. Deswegen haben wir uns das Team mal Position für Position vorgenommen. Es versteht sich von …

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Lajos, Włodzimierz, Artur und ich

Wir schreiben hier ja gerne über unsere ganz persönlichen Fußballerinnerungen. Während abiszet das VfB-Gen vererbt wurde, wuchs ich in der ostwestfälischen Provinz nahe Bielefeld auf. Ohne fußballbegeisterte Eltern, ohne fußballbegeisterte Geschwister. Eigentlich sogar ganz ohne Geschwister. Aber Eltern. Die liebten mich, aber nicht den Fußball. Wie das Leben eben so spielt. Ohne jegliche Vorprägung durch mein Umfeld konnte ich meine eigenen fußballerischen Erfahrungen machen und Vorlieben entwickeln. Und so kam es wie es kommen musste: Ich wurde Bayern-Fan. Aber das ist ein anderes Thema. Ich war jung und brauchte einen Club. Mit steigendem Alter und Lokalpatriotismus sowie zunehmender Leidensbereitschaft wandte ich mich später natürlich Arminia Bielefeld zu. Eine der frühesten fußballerischen Momente, die sich in meinem Langzeitgedächtnis verankert haben, ist das WM-Finale 1986. Allerdings weiß ich nur noch, dass ich es gesehen habe und dass die Niederlage der deutschen Mannschaft die allgemein gute Stimmung nicht nachhaltig stören konnte. Ich nehme daher an, dass auch die Freunde meiner Eltern keine ausgewiesenen Fußball-Fans waren. Etwas konkreter erinnere mich da schon an die Saison 1987/1988, nicht zuletzt bedingt durch meinen …

Stallgeruch

Frischer Wind statt Stallgeruch!

Fredi Bobic ist also weg, die medial unterhaltsame Nachfolgersuche in vollem Gange. Auf der Liste angeblich: Ralf Rangnick, Jens Todt, Michael Zeyer und Jens Lehmann. Die ersten davon haben bereits abgesagt, bevor die Stuttgarter Verantwortlichen überhaupt die Gelegenheit hatten, bei ihnen anzufragen. Aber es wäre auch sehr befremdlich, wenn ein Ralf Rangnick zu einem Traditionsclub wechselt, nur wenige Tage nachdem er sagte, das ihm genau diese Vereine Leid tun. Grundsätzlich stellt sich natürlich die Frage, aus wessen Feder diese Kandidatenliste keine 24 Stunden nach der Bobic-Demission stammt. Aber man sieht an den kursierenden Namen erneut: Beim VfB greift man gerne auf Bewährtes zurück. Das gilt nicht nur für die Neubesetzung des Sportdirektorpostens, sondern auch für die Trainersuche und Spielertransfers. “Stallgeruch” wird das dann gerne genannt. Das bedeutet nichts anderes, als dass die Person beim VfB schon mal funktioniert hat. Das kann auch gerne schon ein paar Jahre her sein oder in völlig anderer Position geschehen sein. Aber jemand, der für den VfB Tore geschossen hat, wird sicher auch bei den Transfers den einen oder anderen …

Tor in Maribor! Eine Ode an die Konferenz

Seit 2006 bin ich Kunde bei Premiere. Für die Jüngeren: Das ist der Sender, der mittlerweile Sky heißt. Grund dafür war damals ein spektakuläres WM-Paket. Alle Spiele, alle Tore eben. Seitdem bin ich also Abonnent. Entweder, weil ich verlängert habe oder weil ich vergaß, rechtzeitig zu kündigen. Wer sich mit den Gepflogenheiten des Münchener Senders nicht auskennt: Gute Konditionen bekommen nur Neukunden; als Bestandskunde sollte man jährlich kündigen, die ersten drei Briefe und 30 Anrufe von Sky ignorieren und dann auf den letzten Drücker ein attraktives Bleib-bei-uns-Angebot akzeptieren. Diese Praxis ist so gängig, dass es sogar extra Foren dafür gibt. Aber das ist ein ganz anderes Thema. @buzzeSchreibt und redet gerne über den VfB Stuttgart. Es sei denn, er sitzt auf dem Fahrrad. www.vertikalpass.de

Being a Mario

#501394155 / gettyimages.com Wir haben es am Mittwoch alle erlebt. Erleben müssen. Mario Gomez, unser Mario, endlich wieder im Kreise der Nationalmannschaft und auf Anhieb sogar in der Startelf. Endlich wieder ein richtiger Stürmer, ein Brecher, eine echte 9, ein Knipser. Und dazu noch einer, der nicht kurz vor oder nach dem fußballerischen Ruhestand steht. Ganz ehrlich: Ich habe mich gefreut. @buzzeSchreibt und redet gerne über den VfB Stuttgart. Es sei denn, er sitzt auf dem Fahrrad. www.vertikalpass.de

In eigener Sache: Nachhaltige Neuausrichtung.

#84756530 / gettyimages.com “Mia san mia”, “Wahre Liebe”, “Nur der HSV” und jetzt auch noch “Furchtbarlos und treu”. Die Zeiten, in denen es für Fußballvereine reichte, erfolgreich gegen das Leder zu treten, sind längst vorbei. Nicht nur Unternehmen, sondern auch Fußballclubs benötigen jetzt ein Markenbild, ein Profil, ein Wertesystem und natürlich einen knackigen Claim. Deswegen werden bundesweit an den Standorten der Erst- und Zweitligisten Agenturen damit beauftragt, eben jenen Slogan zu ersinnen. Die Ergebnisse sind, nun ja, gemischt. Beispiele gefällig? Bitte: Unsere Stadt. Unser Verein. Unsere Leidenschaft! (Hannover) Meine Liebe. Meine Stadt. Mein Verein. (1. FC Köln) Eine Stadt! Ein Team! Ein Traum! (Regensburg) Vielleicht haben aber die drei Vereine auch alle die gleiche Agentur beauftragt. Da loben wir uns wirklich einzigartige Kreationen wie die aus Gelsenkirchen: “Wir leben Dich“. Wahnsinn. Das ist auf den Punkt gedacht. Ein Slogan, der wirklich nur auf Schalke 04 passt. Auf keinen anderen Verein und erst recht nicht in eine andere Branche. Ich persönlich bin ohnehin der Meinung, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis der erste …

Atemlos? Geschmacklos! Das DFB-Team und die Musik

#452181026 / gettyimages.com Die Zeiten ändern sich. Im Bus spielt niemand mehr Skat oder Doppelkopf. Stattdessen gilt das Diktat von Dr. Dre und dem iPhone. Tischtennis spielt außer Philipp Lahm sowieso niemand mehr. Playstation und Xbox sind angesagt. Auch modisch sind die Nationalspieler ganz weit vorne. Und in den sozialen Medien sowieso. Selfie im Bus, Selfie mit Mutti, Selfie mit dem Pokal, Selfie mit Mutti und dem Pokal. Alles, was sich nur wünschen kann. @buzzeSchreibt und redet gerne über den VfB Stuttgart. Es sei denn, er sitzt auf dem Fahrrad. www.vertikalpass.de