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Sandhausen 2 – Gomez 3

Es nervt. Es nervt wirklich hart. Vier identische Spielverläufe bei Wiesbaden, Kiel, Osnabrück und Sandhausen. Vier Mal eine Niederlage gegen einen deutlich unterlegenen Gegner. Und warum? Weil der VfB alle diese Spiele als lästige Plfichtaufgabe empfindet. Ganz so wie der beliebte Ex-VfB-Trainer Markus Weinzierl einmal rhetorisch sagte: „Wer will schon nach Sandhausen fahren?“ Wenn Markus Weinzierl den Journalisten erklärt, warum jetzt wirklich alle zusammenhalten müssen. #VfBRBL #VfB pic.twitter.com/3XWLHeALjf — Vertikalpass (@vertikalpass) February 14, 2019 Ganz offensichtlich hatte beim VfB keiner Bock. Oder jeder glaubte, es geht von selbst. Ergebnis ist ein Gegentor nach 44 Sekunden. Ergebnis sind zwei Tore nach Ecken, die lächerlicher nicht verteidigt werden können. Es scheint die Einstellung der VfB-Spieler unübersehbar: „Es ist ja nur Sandhausen!“. Klar ist es ärgerlich, dass Mario Gomez bei drei Toren minimal im Abseits steht. Aber das sollte jetzt bitte schön nicht aus Ausrede herhalten. Das Spiel des VfB war uninspiriert, hoffnungs- und ambitionslos. Wenn in der 75. Minute beim Stand von 2:0 Gonzalo Castro 20 Meter vor dem Tor den Einwurf nach hinten bringt und kurze …

Dialog hoch vier.

Vorab aus Transparenzgründen: Der Verfasser des Textes war aktiver Teil der Veranstaltung. Was ihr Vorgänger Wolfgang Dietrich gut gemacht hätte, wurden die beiden Präsidentschaftskandidaten Claus Vogt und Christian Riethmüller gefragt. Eine wirkliche Antwort fand keiner von beiden. Ich hingegen hätte eine. Denn ohne Wolfgang Dietrich und der Feldherrenart, mit der er das Amt des VfB-Präsidenten ausfüllte, wäre es nie zu dem Über- und Umdenken gekommen, das beim VfB seit Juli stattfindet. Spätestens am Tag nach der desaströsen Mitgliederversammlung war den meisten Verantwortlichen in der Mercedesstraße klar, dass es so nicht weitergehen kann. Dass es wieder einen echten Dialog zwischen Verein und seinen Fans geben muss. Danke Wolfgang Dietrich! Von “Die Krakeeler aus der Kurve” und “Fans brauchen einen Prellbock” bis “Hier habt ihr beide Präsidentschaftskandidaten. Macht mit ihnen, was ihr wollt. Das übertragen wir dann auch noch live.” Für mich immer noch eine kleine Revolution. #VfB #VfB4k #VfBViererkette — Danny1893 (@DannyDan1893) November 28, 2019 Denn gut vier Monate später sitzen die beiden Präsidentschaftskandidaten Claus Vogt und Christian Riethmüller auf einer kleinen Bühne in den Räumen …

So macht das Derby keinen Spaß!

Gut, dass Marc-Oliver Kempf in der 87. Minute ordentlich Beef ins Spiel brachte, als er mit beiden Beinen voraus den Karlsruher Christoph Kobald derbe umsenste. Natürlich eine idiotische Aktion. Aber sonst? Sensationelle Choreo der Cannstatter Kurve. Derbysieger. Endo, der neue Soldo. Tim Walter, Fußball-Gott. Aber es geht seltsam emotionslos zu. Nicht unwesentliche Teile (verschiedene Quellen sprechen von bis zu 500) der organisierten KSC-Fans werden im Vorfeld des Derbys mit einem Platzverweis versehen. Der KSC spielt quasi zu zehnt und ohne Gegner macht es dann keinen Spaß. Aus der gegnerischen Kurve kommt einfach zu wenig akustischer und emotionaler Gegenwind. Ist das die Zukunft des Derbys? Ein Spiel, in dem die aktiven gegnerischen Fans ausgesperrt werden? Auf dem Spielfeld ist der KSC nur punktuell ein Gegner, aber nicht auszudenken, wenn der Ball von Manuel Stiefler in der 48. Minute nicht am Innenpfosten, sondern im Tor landet. Dann ist das Spiel zu, weil es so gelaufen wäre wie gegen Wiesbaden, Kiel und Osnabrück. Aber man muss auch sagen: Die Riesenchance (die einzige der Karlsruher) wurde dem Gegner durch …

Wer wird der Derby-Held 2019?

Wer in die jüngere Derby-Vergangenheit schaut, der kommt an Takuma Asano nicht vorbei. Der schnelle Japaner, auch Usaino genannt, traf eigentlich nur gegen den KSC. Fünf Tore schoss er in seiner Zeit beim VfB, drei davon gegen Karlsruhe. Aber wir müssen ehrlich sein, viel mehr als schnell rennen konnte Asano nicht. Das war bei Fredi Bobic ganz anders: Er schoss die meisten Derby-Tore: sieben Stück Stück in neun Spielen. Auf den Plätzen in der Derby-Torjägerliste folgen Walter Kelsch und Karl Allgöwer mit je vier Treffern. Bobics spektakulärstes Tor war sicher der Siegtreffer in der 90. Minute beim 1:0 in der Saison 1996/97. Rund zweieinhalb Jahre zuvor kann man mit Blick auf die Aufstellung nostalgisch werden: der krummbeinige Carlos Dunga, der wuselige Wiggerl, der sein Spiel beim VfB spielte, die Prototypen für schlechtes Benehmen Axel Kruse und Thomas Berthold. Immel – Foda, Berthold, Buck – Dunga, Kienle, Kögl, Poschner, Strunz – Bobic, Kruse Das 4:0 in der Saison 1994/1995 war ein absolutes Highlight: Klar, Bobic traf und mit ihm Kruse, Kögl und Dunga. Aber ganz ehrlich, …

„Maik Franz ist ein Arschloch“

Mario Gomez-Voice, gesagt am 23. Februar 2008, nach dem 3:1-Sieg gegen den KSC. „Es ist die Realität, eine Tatsache, die Wahrheit“. Treffsicher war der Mario damals, nicht nur auf dem Feld, sondern auch in Interviews. Mit gutem Gespür vor dem Tor und vor dem Mikrofon. Es war vor elf Jahren ein besonders hitziges Duell zweier einander durch herzliche Abneigung verbundener Spieler. Franz spielte immer das Ugly Game mit Trashtalk, Provokationen, Fouls und vielen sonstigen Unappetitlichkeiten. Dass Mario Gomez natürlich absolut recht hatte, ist völlig unstrittig. Spätestens nach einem Interview, dass „Iron Maik” 2015 gab; mit der Aussage „Das Schönste wäre, wenn der KSC aufsteigt und der VfB Stuttgart absteigt.“ Sich auf dem Platz bekämpfen ist völlig legitim. Alle Möglichkeiten zu nutzen, um selbst zu gewinnen, ist absolut okay. Dem Gegner dagegen etwas Schlechtes wünschen, ist hingegen respektlos und hat mit Fairplay nichts zu tun – oder? Beim anstehenden Derby gibt es – zumindest bei den Anhängern – Tendenzen, die in eine ähnliche Richtung gehen. Da wird mal wieder von Krieg gesprochen. Kann man machen, aber …

Wie dämlich kann man sein?

Wenn man VfB heisst: sehr dämlich. Wehen Wiesbaden, Holstein Kiel, VfL Osnabrück – drei Niederlagen nach dem gleichen Muster. VfB, Verein für … … Überheblichkeit … Chancenwucher … fehlende Entwicklung? Der VfB verliert gegen die Osnabrücker, die zuletzt am 1. September einen Dreier einfuhren. Die erste Halbzeit eine absolute Unverschämtheit, 71 Prozent Ballbesitz, logisch, aber auch kürzeste Pässe landen beim Gegenspieler oder im Aus. Kein Tempo, keine Spielidee, es wirkt so, als ob der VfB überrascht sei, dass er früh angelaufen wird und sich kernigen Zweikämpfen stellen muss. Es wirkt so, als ob der VfB erwartete, dass ihm etwas geschenkt wird in Osnabrück, die renitenten Niedersachsen sich aber nicht an die Absprache halten. Natürlich hat der VfB einen Kader, der 50x teurer ist als der des Aufsteigers. Aber der VfB gewinnt auch dort nur, wenn ab der ersten Minute „online“ ist, wie Nico Willig sagen würde. Es reicht auch gegen einen limitierten Zweitliga-Gegner wie Osnabrück nicht, in den letzten 20 Minuten Gas zu geben. Dass die in diesem Zeitraum erspielt (oder besser: erzwungenen) Torchancen nicht …

VertikalGIF #OSNVfB: VfB, VfB, WTF?

13. Spieltag und das fünfte Mal musste der VfB am Samstag Mittag zur Essenszeit ran. Das ändert aber nichts daran, dass sich viele Fans nach wie vor nicht an die Zweitliga-Anstoßzeiten gewöhnt haben. Ich zum Beispiel hatte mich um 12:00 noch gewundert, dass die Stuttgarter Aufstellung schon 90 Minuten vor Anpfiff verfügbar war. Um 12:58 Uhr stellte ich dann fest, dass der Anpfiff nicht um 13:30 erfolgt, sondern um 13:00 Uhr.   Doch aufgrund größter Anstrengungen und einen um vier Minuten verspäteten Anpfiff war ich tatsächlich pünktlich zum Anstoß dabei. Der Dank: das 1:0 der Osnabrücker nach nur vier Minuten.   Wenn man sich anguckt, wie das Tor entstand, muss man sich fragen, ob auch die VfB Spieler dachten, die Partie würde erst um 13:30 angepfiffen werden. Anders ist kaum zu erklären, wie frei der Osnabrücker Schmidt im Stuttgarter Strafraum angespielt werden konnte.   Also mal wieder ein frühes Tor. So langsam haben wir uns dran gewöhnt: Gegen Wehen Wiesbaden, den HSV und Dresden war es nicht anders. Jetzt eben mal wieder ins falsche Tor. …

Überraschung: Hitzlsperger wird nicht Nachfolger von Dietrich!

Manche hätten sich nicht gewundert, wenn die beiden Präsidentschafts-Kandidaten für die Wahl am 15. Dezember Thomas Hitzlsperger und Thomas Hitzlsperger gewesen wären. „The Hammer“ hat sich beim VfB in den letzten Jahren zur Allzweckwaffe entwickelt. Er wäre zudem der ideale Präsident gewesen und ich hatte ihn mir vor zwei Jahren für dieses Amt gewünscht. Denn er kann Fans, Supporter und Mitglieder einen, er ist der perfekte Repräsentant des VfB, ein sympathisches Aushängeschild, einer, der sich auch gesellschaftlich positioniert und engagiert. Genau so einen sucht der VfB. Keine Überraschung wäre auch, wenn ihn Tim Walter angesichts der jüngsten Torflaute in Osnabrück in den Kader aufnmmt. Hitzlsperger wäre also für so viele VfB-Posten der beste Mann, aber er hat ja schon zwei als Sport-Vorstand und Vorsitzender des Vorstands, irgendwann ist es auch mal gut. Letztlich heißen die vom Vereinsbeirat nominierten beiden Kandidaten Claus Vogt und Christian Riethmüller. Vor gar nicht so langer Zeit war die größte Errungenschaft in der Amtszeit des VfB-Vereinsbeirats die Überarbeitung der Ehrenordnung. Aber schon bei der Mitgliederversammlung rückten Claudia Maintok und der Vorsitzende …

VertikalGIF #VfBSGD: Santiagoal & Happy Endo

Die emotionale Lage vor dem Heimspiel gegen Dresden war etwas seltsam. Denn trotz drei Niederlagen in Folge in der Liga war die Stimmung dank des 2:1 gegen Hamburg in Pokal ziemlich gut. Aber klar war auch: Gegen den Tabellen-Siebzehnten musste unbedingt ein Sieg her. Da traf es sich ganz gut, dass der VfB bereits nach drei Minuten führte. Nach einer Ecke versagte die Dresdner Raumdeckung, Käpt’n Kempf schoss auf’s Tor und die Rettungsaktion des Dynamo-Spielers auf der Linie sah ungefähr so aus: Wie schon in Hamburg also eine frühe Führung und damit die beste Voraussetzung, um Ball und Gegner laufen zu lassen. Und exakt das tat der VfB. Das System Walter wirkte. Leider ließ die Chancenverwertung wieder zu wünschen übrig. Das war spätestens dann klar, als Philipp Klement die Latte traf. Der achte Alu-Treffer des VfB in dieser Saison. Damit sind die Stuttgarter Spitzenreiter, Spitzenreiter, hey, hey! Doch alles egal! Denn nach 38 Minute geschah etwas, worauf viele VfB-Fans bereits lange sehnsüchtig warten: Santiago Ascacibar, die 1,68 Meter große fleischgewordene argentinische Grätsche wurde von Orel …

Wo warst Du als das Santiagoal fiel?

Ja, er kann dumme Grätschen im eigenen Strafraum auspacken und, nein, er kann niemanden auf einem Bierdeckel ausspielen. Aber Santiago Ascacibar hat Herz. Viel Herz. Mehr Herz als eigentlich in seinen 1,68 Meter großen Körper passen können. Das Herz, für seine Mannschaft und für den VfB alles zu geben. Aber Ascacibar ist nicht nur der emotionale Mittelpunkt des VfB. Er läuft Lücken zu, er hilft seinen Mitspielern, ihm gelingen feine Taschenspielertricks bei Ballgewinnen und aufsehenerregende Rettungstaten. Und sein glückliches Gesicht, sein Honigkuchenpferdstrahlen nach seinem ersten Pflichtspieltor für den VfB Stuttgart war definitiv das Highlight des 3:1 gegen Dynamo Dresden. Wo warst Du, als Santi sein erstes Tor für den VfB gemacht hat? — Mietmaul (@Das_Mietmaul) November 3, 2019 Es gab viele Höhepunkte: das Pressing, das schöne und flüssige Spiel des VfB in der Anfangsphase, Gonzalo Castro, der auf seiner ungeliebte Linksverteidiger-Position lieferte, die Kombination vor dem 2:0 mit der chirurgisch präzisen Hereingabe von Orel Mangala. Ein Pfosten- und ein Lattenschuss. Zwei nicht anerkannte Treffer von Santi Ascasibar (ein Doppelpack wäre der Hammer gewesen) und Nicolas …