Alle Artikel mit dem Schlagwort: Labbadia

Lieber Herr Dutt, haben Sie Angst zu entscheiden?

Das Spiel gegen Bremen war so ziemlich das Schlimmste, was passieren konnte: Ein (klarer) Sieg hätte Jürgen Kramny Rückenwind gegeben, eine verheerende Leistung inklusive Niederlage hätte den Handlungsdruck erhöht, sofort eine neue Trainer-Lösung zu finden. So bekommen Sie die Gelegenheit, das zu tun, was ich auf keinen Fall tun würde: Abwarten. Auf was warten Sie, Herr Dutt? Auf den niederrheinischen Schubert-Effekt, der auf wundersame Weise auf den schwäbischen Kramny überspringt? Ich befürchte, das wird nicht funktionieren. Die Spiele gegen Dortmund und Bremen waren Rückfälle in den biedersten Labbadia-Fußball seiner Stuttgarter Spätzeit: ängstlich, uninspiriert und mit zwei Viererketten, zwischen denen riesige Lücken klafften, so dass sich der Aufbau von hinten immer wieder mit langen Bällen behelfen musste. Die Abwehr flattert immer noch, Daniel Didavi und Alexandru Maxim erkennt man nur daran, dass sie ihren Namen auf dem Rücken (spazieren) tragen und der Kapitän hat seine stärksten Szenen bei der Platzwahl. Ich denke, besser wird es mit Kramny nicht. Was sicher auch am Kader liegt, den Sie zusammen gestellt haben. Ob es mit einem anderen Trainer besser funktioniert? Ja, …

VfB Jung und wild

Verkehrte Welt beim VfB

Es ist Herbst, der VfB ist schlecht in die Saison gestartet, er tut das immer, seit Ewigkeiten. Es dauert nicht lange, bis dann über den Trainer diskutiert wird. Armin Veh, Markus Babbel, Christan Groß, Bruno Labbadia mussten gehen. Dieser Herbst ist anders. Auf den VfB Stuttgart kann man sich verlassen: Immer im Herbst wird der Trainer entlassen, das ist so sicher wie sich die Farben der Blätter rot färben. Aber gut, Präsident Bernd Wahler ist noch nicht so lange dabei, da kann man schon mal im Eifer des Gefechts Trainer und Manager verwechseln. Oder lags an diesem Dialog? „Ich kann so nicht arbeiten“ „Wieso, was ist denn los, Ärger mit den Spielern?“ (jovial lachend) „Neee, diese miese Stimmung belastet uns.“ „Du meinst wegen dem Bobic?“ (lacht, unsicher) „Ja, die Wut, die fiesen Sprech-Chöre, die gemeinen Spruchbänder, die Briefe und die bösen Blogs, das alles ist nicht gut für uns!“ „Schon klar, aber deshalb macht doch der Schwaab nicht seine Leichtsinnsfehler und der Harnik schießt deshalb nicht nebens Tor, oder?“ (lacht breit) „Natürlich nicht, aber wie …