Alle Artikel mit dem Schlagwort: VAR

VertikalGIF #FCBVfB: Vom Feeling her ein gutes Gefühl

Wusstet ihr eigentlich, dass der VfB in zwei aufeinanderfolgenden Saisons bei den Bayern nicht verloren hat? Eine brutale Statistik, wenn man bedenkt, dass der FCB vor der Partie 18 der jüngsten 20 Duelle mit Stuttgart gewonnen hatte. Aber nach dem überlebenswichtigen Punkt am 33. Spieltag der Vorsaison schaffte es das Team von Pellegrino Matarazzo am Samstag tatsächlich erneut, einen Punkt aus München zu entführen.   Natürlich können wir darüber reden, dass der VAR das Spiel entschieden hat, aber wollen wir das?   Und natürlich könnten wir über die schwer erträgliche Arroganz von Kimmich reden, für den Foul nicht dann ist, wenn der Schiedsrichter pfeift, sondern dann, wenn er mit einem genervten Blick theatralisch zu Boden sinkt. Ganz ehrlich: Heul’ doch, Joshua.   Aber auch darum soll es hier nicht gehen. Gucken wir lieber auf Matarazzos Plan, um in München zu überraschen: Karazor als Stabilisator, Tiago Tomas als flexible Offensivwaffe und Neuzugang Guirassy als echte Sturmspitze kamen in die Startelf. Dafür fehlte natürlich der gesperrte Vagnoman; Chris Führich und Li Egloff saßen vorerst auf der Bank. …

VertikalGIF #VfBS04: Endogame für Schalke

Wenn der abgeschlagene Tabellenletzte mit historischem Verletzungspech und einer öffentlich gewordenen Revolte gegen den eigenen Trainer nach Stuttgart kommt, schrillen bei erfahrenen VfB-Fans in der Regel sämtliche Alarmglocken.   Ja, in dieser Saison ist alles anders: Das Team von Pellegrino Matarazzo hat z.B. in Mainz und sogar gegen Augsburg gewonnen, aber konnte sie auch das Aufbaugegner-Gen finden und unschädlich machen? Eine gewisse Rest-Skepsis blieb.   Um uns eines besseren zu belehren, schickte Matarazzo die gleiche Elf wie gegen Köln auf’s Feld. Apropos Feld: Der im Dezember für viel Geld neu verlegte Rasen präsentierte sich als gerade vor der Haupttribüne als echter Acker. Unwahrscheinlich, dass der VfB mit dem Geläuf den Titel “Pitch of the year” verteidigen kann. Eventuell sollten Sosa und Silas mal weniger laufen – oder häufiger in die Mitte ziehen.   Doch es lag nicht am Platz, das es beinahe so gekommen wäre wie befürchtet: Schon nach fünf Minuten sah Mavropanos im Zweikampf gegen Armine Harit nicht gut aus, aber Gregor Kobel rettete mit einer starken Parade. Das war knapp!   Auf der …

VertikalGIF #B04VfB: Klatsch me if you can

Ein gebrauchter Tag, eine seltsame Aufstellung, komische Wechsel, Verletzungspech und VAR-Quatsch: Das 2:5 in Leverkusen war ein rundum misslungener Auftritt des VfB Stuttgart. Aber selbst hier gab es Lichtblicke: Die tolle Leistung – trotz 5 Gegentoren – von Gregor Kobel zum Beispiel. Oder die Saisontore 7 und 8 von Sasa Kalajdzic. Aber der Reihe nach: Im Gegensatz zum Pokalaus hatte Pellegrino Matarazzo gleich vier Mal gewechselt: Copa-Keeper Bredlow saß wieder auf der Bank, aber Massimo, Klimowicz und Förster standen etwas überraschend zusammen in der Startelf.   Die erste Halbzeit können wir eigentlich überspringen, denn aus VfB-Sicht war sie zum Vergessen: Kein Zugriff im Mittelfeld, Silas auf dem linken Flügel nahezu wirkungslos, Gonzalez verletzt runter, die Abwehr ungewohnt luftig. Das Resultat 2:0 für Leverkusen zur Halbzeit und das eigentlich auch nur, weil Gregor Kobel schlimmeres verhindete. Nee, das war nichts.   Zur zweiten Hälfte brachte Matarazzo dann relativ überraschend Erik Thommy und den Bundesliga-Debütanten Naouirou Ahamada und sprengte dafür die Dreierkette, indem er Marc-Oliver Kempf vom Platz nahm. Sehr kreativ, es schien fast so, als hätte …

Wieso, weshalb, varum?

Die fünf Tore hat kein Schiedsrichter oder Video-Schiri zu varantworten, sondern sind auf gravierende Abwehrmängel und individuelle Fehler zurück zu führen. Aber varum werden Handelfmeter nicht für den VfB gepfiffen, meine Frage! Das var keine gute Leistung des VfB, keine Frage. Vor allem in der ersten Halbzeit var das gar nichts gegen einen Gegner, der alles andere als in Form var, der vier der letzten fünf Spieler verlor und zuletzt erstaunliche Probleme hatte, ein Tor zu schießen. Haken wir gleich die erste Halbzeit ab, oder? Denn wie der VfB im zweiten Abschnitt begann, var durchaus respektabel: griffiger, zielstrebiger, durchschlagskräftiger. Belohnung der Anschlusstreffer von Sasa Kaljdzic, der sich nicht vom Ball trennen ließ und dann mit einem Drahdiwaberl im Fußgelenk zum 2:1 traf. Leverkusen var merklich angeknockt und dann die Szene in der 56. Minute: Kalajdzic schießt aus einem Meter Timothy Fosuh-Mensa an die Hand, die er nicht vor sein Gesicht hielt (wie Kerem Demirbay nach dem Spiel meinte), sondern über der Schulter. Nach aktueller Regel ist das ein elfmeterwürdiges Handspiel. Anstatt dessen läuft der Konter …

VertikalGIF #VfBBMG: Punkt oder Spielabbrych!

Es ist das Wochenende der großen Entscheidungen: Während der Vereinsbeirat angeblich entscheidet, welche Kandidaten im März zur Wahl des VfB-Präsidenten antreten dürfen, hatte das Team von Pellegrino Matarazzo die letzte Chance auf einen Heimsieg in der Hinrunde. Kleines Problem: Der Gegner hieß Borussia Mönchengladbach und hatte zuletzt die Super-Bayern besiegt.   Um es doch irgendwie zu schaffen, schickte Matarazzo die gleichen Spieler aufs Feld, die auch in Augsburg in der Startelf standen. Unveränderte Startelf, aber neues Geläuf: Der Rasen war endlich ausgetauscht worden! Der alte hatte im Spiel gegen Leipzig diese Bezeichnung auch kaum noch verdient.   Trotz des frischen Rasens war die erste Halbzeit eher von der ereignisarmen Sorte: Der VfB hatte durch Mangala und Gonzalez zwei gute Chancen, die Gladbacher tauchten mit Embolo gefährlich vor dem Tor von Kobel auf. In der 34. Minute kam es dann mal wieder zu einem dieser typischen VfB-Elfer: Lainer startete in den Strafraum und Sportsfreund Sosa … ja was machte der eigentlich? Viel klarere Elfmeter werden wir in dieser Saison jedenfalls nicht mehr sehen.   Nachdem Stindl …

CoronaGIF #SVWWVfB: “Roooooobert, ich erkenn’ da nix!”

So here we go again. Das letzte VertikalGIF erschien am 10. März nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen Bielefeld. Und, wow, seitdem ist viel passiert. Das Coronavirus ist nach wie vor leider nicht Geschichte, Fußballspiele ohne Fans nach wie vor scheiße, aber: der Ball rollt wieder. Aus Stuttgarter Sicht heute in Wehen. Oder Wiesbaden. Oder irgendwo dazwischen. Aber natürlich waren wir uns einig, dass die unerklärliche Auswärtsschwäche des VfB eine Ende haben würde, wenn keine Heim-Fans im Stadion sind. Und jetzt mal ganz ehrlich: Wir waren auch der Meinung, dass uns VfB-Anhängern die “Corona-Krise” ganz gelegen kommt. Denn schließlich sollte sich ohne emotionalen Support der Fans immer die qualitativ bessere Mannschaft durchsetzen. Und deswegen ging ich auch von einem klaren Sieg gegen den Aufsteiger und Tabellen-Sechzehnten aus. Doch schon während der ersten Halbzeit wurde recht schnell deutlich, dass man sich auf den VfB einfach verlassen kann – zumindest auswärts. Zu langsam, zu pomadig, zu ineffizient. Daran konnte nichtmal eine Pandemie etwas ändern. Und natürlich war allen VfB-Fans klar: Je länger das Spiel torlos bleibt, desto …

VertikalGIF #SVDVfB: Und täglich grüßt das VARmeltier

Ganz ehrlich: Eigentlich muss man sich die Auswärtsspiele des VfB Stuttgart im Winter 2019/2020 gar nicht mehr angucken, denn man weiß vorher, was passiert: Unterlegener Gegner, überragende Anzahl an Pässen, frühes Gegentor, Hilflosigkeit, (k)ein eigener Treffer und vermutlich (mindestens!) ein Tor von Mario Gomez, das vom VAR aberkannt wird. Gegen Darmstadt tauschte Tim Walter nur ein Mal: Silas stand statt Daniel Didavi in der Startelf. Fabian Bredlow hingegen stand erneut im Tor und scheint die neue Nummer 1 zu sein. Doch ansonsten sah auch das Spiel in Darmstadt so aus wie die vergangenen Auswärtsauftritte, von denen die letzten drei verloren wurden: Gefühlte 110 % Ballbesitz, aber 0 % Zug zum Tor. Und so kam es, wie es die leidgeprüften VfB-Fans leider schon gewohnt sind: Den ersten Angriff der Darmstädter verteidigte die Defensive trotz der späten Anstoßzeit dermaßen schläfrig, dass es 1:0 für die Hausherren stand. Guten Morgen! Ein Problem des VfB Stuttgart in dieser Saison: Er kennt nur einen Modus. Egal, ob das Team nach 70 Minuten 3:1 führt, oder nach 20 Minuten 0:1 zurückliegt, …

Super, Mario!

Wir VfB-Fans sind leicht zu emotionalisieren: Nach fünf Niederlagen in der Hinrunde kann man den Aufstieg vergessen, beim ersten Rückpass auf den Torwart wird gepfiffen und wenn Mario Gomez fünf Tore schießt (vier durch VAR annulliert), dann wird sofort von „Fußball-Gott“ gesprochen. Oder eher geschrien, wie die beiden Jungs hinter mir, die bei jeder Ballberührung von Gomez brüllten (erst der eine, dann der andere): „Mariooooo Fußballgott!!!“ Als er ausgewechselt wurde, flüsterten sie: „Hoffentlich verlieren wir das nicht noch!“ Ja, wir kennen nur schwarz oder weiss, grenzenlose Euphorie oder bodenloses Gebruddel. Vor einigen Wochen war Mario Gomez noch der Stolper-Hannes seiner Anfangszeit, nur mittlerweile zu alt, zu langsam, zu satt, zu teuer, zu irgendwas. Jetzt ist er der Mann, der den VfB mit einem Tor (und einem aberkannten) sowie einem genialen Assist wieder in die Spur bringt. Aberkannte #Gomez-Tore haben mehr Tradition als RB Leipzig. #VfB #VfBFCN — Leon Herzog (@leonherzog_) December 9, 2019 Trainer Tim Walter hat begriffen, dass Gomez das emotionale Herz der derzeitigen VfB-Mannschaft ist bzw. sein kann. Er muss bei Laune gehalten …

VertikalGIF #VfBFCN: Was VAR das denn?

Das letzte Heimspiel des Jahres. Bei 5 Grad und Nieselregen. An einem Montag Abend um 20:30. Nichts könnte sich falscher anfühlen. Wobei … aber dazu später mehr. Ungeachtet der merkwürdigen Anstoßzeit war das Spiel eminent wichtig. Für den VfB, der auf Rang vier abgerutscht war, und für Tim Walter, der die Partie eventuell auch schon als Endspiel betrachtete und deswegen Daniel Didavi gleich in die Startaufstellung beorderte.   Doch auch der vermeintliche Heilsbringer mit der Nummer 10 konnte nicht verhindern, dass sich die VfB Fans fühlten, als würden sie im falschen Film sitzen und eine Wiederholung der letzten Spiele sehen. Denn schon nach zehn Minuten führte mal wieder der Gegner nach seiner ersten Chance.   Ein echter Downer für die sowieso schon seltsame Stimmung. Schließlich wusste jeder, wie schwer sich der VfB dabei tut, ins Spiel zurückzukommen oder eine Partie sogar zu drehen. Und so dauerte es diesmal ganze 17 Minuten, bis sich das Team die ersten Pfiffe von der Haupttribüne anhören musste. Sieb-zehn Minuten!   Weitere elf Minuten vergingen bis endlich der erlösende Ausgleich …