Monate: September 2018

Alles wieder gut?

Endlich der erste Heimsieg. Doch was sagt uns dieses Spiel? Ist das Spiel)glück der Rückrunde zurück? Und ist es ein kurzfristiges Glück, dass das große Unglück nur weiter hinauszögert? Hat die Mannschaft doch mehr Mentalität und Qualität als wir ihr zugetraut haben? Alleine wie der unglückliche Nic Gonzalez von Mitspielern und Kurve getröstet wurde, stimmt einen zuversichtlich. Immerhin der Teamspirit scheint zu stimmen. Alleine wie Mario Gomez – in meinen Augen der wahre Kapitän des VfB – auf der linken Seite zu Spielende geackert hat, von seinen Tor(schuss)-Vorlagen mal abgesehen, zeigt eine Einstellung, die wir schon lange nicht mehr gesehen haben. Auch wenn am Ende drei Punkte stehen. Ich habe immer noch keine Entwicklung gesehen, nichts. Bremen in Unterzahl viel besser und gefälliger mit zweimal Pfosten im Pech. Ich bleibe dabei, Korkut wird uns nicht mehr weiterbringen. #VfB — twofourtwo (@two_four_two) September 29, 2018 Und Tayfun Korkut? Er ist nicht mehr der Captain Kork, den wir aus der vergangenen Saison kennen. Er galt lange als ein Mann der Stabilität. Aufgeregtheiten und Personalrochaden waren seine Sache …

Ist der #Korkout wirklich die Lösung?

Viele sprechen vom #Korkout, weil sie im Trainer das wesentliche Problem sehen. Er würde zu wenig aus dem Kader machen, den ihm Michael Reschke schon so frühzeitig hingestellt hat, so der Vorwurf. Aber ist der Kader wirklich so gut und Korkut wirklich so schwach? Wir haben uns die von Michael Reschke verpflichteten Spieler angeschaut (in alphabetischer Reihenfolge) Dennis Aogo: Wir sind in der Gucci-Gang. Aber wir wollen mehr bling-bling auf dem Platz sehen! Santi Ascacibar: Die Grätsche in Menschenform und unser Lieblings-Picknicker. #SantiBeschde – wenn wir den nicht hätten. Andi Beck: Beck is nett und hat Erfahrung. Und er ist von hier. Aber sind das Qualitätsmerkmale? Gonzalo Castro: Michael Reschkes Liebling „Gonzo“ als echte Geschwindigkeitsbremse. Erfahrung: ja. Spielintelligenz: ja. Ballsicherheit: ja. Bringt er irgendwas davon bisher beim VfB ein? Nein. Halt! Die Erfahrung schon. Aber es fehlt ihm an Geschwindigkeit und an Mitspielern, die von seiner Spielintelligenz profitieren. Daniel Didavi: Die Gesundheit, der VfB und ich. Es war damit zu rechnen, dass Didavi immer wieder verletzt ausfällt. Er ist ein reiner Add-On-Spieler, mit dem Korkut …

Warten auf den #Korkout?

Ein Spiel des VfB teilnahmslos verfolgt, eine Niederlage emotionslos hingenommen, die selbstgefälligen Aussagen von Michael Reschke und Durchhalteparolen von Tayfun Korkut achselzuckend zur Kenntnis genommen, ja selbst das Tor von Timo Werner wäre mir am Arsch vorbei gegangen: So früh in der Saison habe ich die Lust am VfB verloren. Ich bin müde, Jahr für Jahr dasselbe zu erleben, denn der VfB befindet sich in einer Zeitschleife, jedes Jahr der gleiche Scheiss. Herbstlich grüßt das Krisen-Murmeltier. Ein gutes Gefühl zum Saisonstart wird Jahr für Jahr von Management, Trainer und Mannschaft kaputt gemacht. Dabei wurden in den letzten Jahren fast alle Personen ausgetauscht, außer eventuell dem Busfahrer und Christian Gentner. Und die sollen also Schuld sein? Ein bisschen vielleicht. VfB Saisonstarts (nach 5. Spieltagen). DANKE FÜR DIE INFO!!1!!1!! pic.twitter.com/ga7AAucug4 — Kessel.TV (@kesseltv) 27. September 2018 Der VfB Stuttgart befindet sich mal wieder in einer Abwärtsspirale und es deutet nichts darauf hin, dass der freie Fall gestoppt wird und dass sich für die Zukunft etwas nachhaltig ändern wird. Woran das liegt, will ich gar nicht analysieren. Ich …

Okay, ich bin schwierig.

Ja, ich gehöre ganz offensichtlich zu dem berüchtigten „schwierigen Umfeld“ des VfB Stuttgart. Weil ich mehr als zwei Punkte nach vier Bundesligaspielen gegen Mainz, Bayern, Freiburg und Düsseldorf erwartet habe in dieser Saison. Und mehr als planlosen Angsthasen-Fußball. Weil ich vom Trainer und dem Team eine Spielidee erwarte – mit einem Kader, der mit 30 Millionen aufgerüstet wurde und der mehr Möglichkeiten bietet als in der zurückliegenden Runde. Okay, ich bin schwierig. Weil ich mir mehr vorgestellt habe als in der Offensive auf das Prinzip Zufall zu setzen und auf mehr gehofft habe als auf lange, hohe Bälle in die Nähe von Mario Gomez . Wahrscheinlich bin ich sogar extrem schwierig, weil ich mir tatsächlich erhofft hatte, dass Tayfun Korkut seinen Underdog-Fußball nicht auch noch gegen Gegner auf Augenhöhe wie Mainz, Freiburg und Düsseldorf spielen lässt. Weil ich erwartet habe, dass er nicht immer  die gleichen Spieler aufstellt, sondern die Optionen nutzt, die ihm Michael Reschke mit den frühen Sommertransfers gegeben hat. Zumal in der Vorbereitung genug Zeit vorhanden war, mit dem nahezu kompletten Kader …

Korkut: „Mein Plan ging auf!“

Ungläubiges Staunen bei vielen VfB-Fans, als sie die Aufstellung von Tayfun Korkut für das Auswärtsspiel in Freiburg sahen: Beck statt Maffeo? Gonzales statt Donis? Gentner und Castro als Flügelzange? Auch wir fragten uns: „Was denkt er sich dabei?“ Und da wir ihm die Fragen nicht selbst stellen können, haben wir uns „seine Antworten“ gleich selbst gegeben. Ein Interview, das nie stattfand: Herr Korkut, was haben Sie sich dabei gedacht? „Ich wusste, dass man Freiburg nur mit einer ganz ausgeklügelten Taktik schlagen kann. Meine Aufstellung zwang  die Freiburger und sogar unsere eigenen Fans zum Kopfschütteln und genau das wollte ich. Die Startelf sollte den Gegner verunsichern, was mir super gelang. Nur ganz am Anfang ging meine Idee nicht auf, als ausgerechnet die jungen Nic Gonzales und Santi Ascacibar den Konter ermöglichen und Freiburg mit Tempo auf unser Tor zuging. Aber noch mehr Erfahrung konnte ich beim besten Willen nicht auf den Platz bringen. Emiliano Insua ist der Mann für die entscheidenden psychologischen Momente, das sieht man schon an seiner Frisur. Ich bin froh, dass er meine Idee …

Sonderausstellung „125 Jahre VfB Stuttgart“: Wir haben die Bilder!

Dies ist ein Gastbeitrag von Martin, seines Zeichens einer der Gastgeber des VfB-Podcasts „Brustringtalk„. Martin und einige andere hatten die Möglichkeit, vorab einen Blick in die VfB-Sonderausstellung zu werfen, die man ab dem 9. September im Mercedes-Benz Museum bestaunen kann. Und da ein Podcast einfach nicht das ideale Medium ist, um Fotos zu zeigen, freuen wir uns sehr, Martins Eindrücke in Text- und Bildform hier präsentieren zu dürfen. Wir haben die Bilder – Yeah! Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus. Am Wochenende wird der VfB Stuttgart stolze 125 Jahre alt und kann auf eine bewegte, lange und erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Für den VfB und das Mercedes-Benz Museum ist das der perfekte Anlass,  eine Jubiläumsausstellung auf die Beine zu stellen. Schon vor der offiziellen Eröffnung am 9. September konnten wir einen Blick auf die Ausstellung werfen. Es gibt noch einiges für die Museumkuratoren Dr. Florian Gauß (Archivar beim VfB Stuttgart) und Thomas Schwarz (Mercedes-Benz Museum) zu tun – aber wir können euch versprechen, dass es ein schönes rundes Ding wird und für alle die den Brustring …

Captain Kork und das schwarze Leistungsloch

Nach der sehr erfolgreichen Rückrunde der vergangenen Staffel ist Captain Kork nach drei Niederlagen zum Saisonstart auf der Suche nach der richtigen Strategie: Seine bisherigen Erfolgsfaktoren scheinen allesamt in einem schwarzen Loch verschwunden zu sein. Der pragmatische, aber funktionierende Matchplan, die frühen Tore, die Form seiner Spieler, der Zusammenhalt des Teams, die Stabilität auf dem Platz und das Spielglück. Alles weg. Und so schlingert das Raumschiff VfB 1893 bereits zu Beginn der Mission 2018/2019 bedenklich. Es scheint in der Crew zu rumoren, wenn man die Aussagen von Leutnant Gomez ernst nimmt. Er deutete an, dass die Mannschaft durchaus andere Vorstellungen von der Gefechtstaktik hatte und so sah das dann auch gegen den Kampfstern des Südens aus: Nicht gerade Spielverweigerung, aber doch der merkliche Unwille, den Plan des Trainers bedingungslos umzusetzen. Nach dem 0:1 durch Leon Goretzka machte sich schnell eine „Wusste ich’s doch“-Stimmung in der Mannschaft breit und der ohnehin zarte Widerstand war endgültig gebrochen. Der Rest des Spiels wurde unambitioniert und herzlos herunter gespielt. Die Aussagen von Tassos Doris haben schon fast den Charakter …

Tayfun Korkut – der Angsthase?

Ja, so ein Spiel gegen Bayern München ist selten ein Vergnügen und vielleicht habe ich auch schlechte Laune, weil ich weder Bier noch Rote vor dem Spiel hatte. Aber, was war das für ein Auftritt des VfB Stuttgart? Hilflos, ohne Gegenwehr, zaudernd, ängstlich, ohne jede Ambition. Trainer Tayfun Korkut nennt das wahrscheinlich „kompakt stehen“. Ich nenne das Angsthasenfußball. Eroberte Bälle werden weit nach vorne geschlagen, wo niemand steht. Oder Ron-Robert Zieler schießt die Bälle gleich ins Aus, dass man sich fühlt wie in dunklen Ulle-Zeiten. Außer dem Plan, einen Bus im Strafraum parken, war keine Idee zu erkennen. An der Mittellinie stand Mario Gomez in erster Linie als Werbeträger für den Brustring und den Sponsor rum, am Spiel teilnehmen konnte er 90 Minuten lang nicht. Wie auch? Der freie Raum wäre was für schnelle Spieler gewesen, aber es spielte nur Tassos Donis mit und der musste beim Verteidigen gegen Franck Ribery seinem Kollegen Pablo Maffeo helfen. Das machte Donis übrigens gut, das Verteidigen: giftig, kämpferisch. Und war damit mit Timo Baumgartl und dem wie immer …