Autor: @abiszet

Ist der #Korkout wirklich die Lösung?

Viele sprechen vom #Korkout, weil sie im Trainer das wesentliche Problem sehen. Er würde zu wenig aus dem Kader machen, den ihm Michael Reschke schon so frühzeitig hingestellt hat, so der Vorwurf. Aber ist der Kader wirklich so gut und Korkut wirklich so schwach? Wir haben uns die von Michael Reschke verpflichteten Spieler angeschaut (in alphabetischer Reihenfolge) Dennis Aogo: Wir sind in der Gucci-Gang. Aber wir wollen mehr bling-bling auf dem Platz sehen! Santi Ascacibar: Die Grätsche in Menschenform und unser Lieblings-Picknicker. #SantiBeschde – wenn wir den nicht hätten. Andi Beck: Beck is nett und hat Erfahrung. Und er ist von hier. Aber sind das Qualitätsmerkmale? Gonzalo Castro: Michael Reschkes Liebling “Gonzo” als echte Geschwindigkeitsbremse. Erfahrung: ja. Spielintelligenz: ja. Ballsicherheit: ja. Bringt er irgendwas davon bisher beim VfB ein? Nein. Halt! Die Erfahrung schon. Aber es fehlt ihm an Geschwindigkeit und an Mitspielern, die von seiner Spielintelligenz profitieren. Daniel Didavi: Die Gesundheit, der VfB und ich. Es war damit zu rechnen, dass Didavi immer wieder verletzt ausfällt. Er ist ein reiner Add-On-Spieler, mit dem Korkut …

Warten auf den #Korkout?

Ein Spiel des VfB teilnahmslos verfolgt, eine Niederlage emotionslos hingenommen, die selbstgefälligen Aussagen von Michael Reschke und Durchhalteparolen von Tayfun Korkut achselzuckend zur Kenntnis genommen, ja selbst das Tor von Timo Werner wäre mir am Arsch vorbei gegangen: So früh in der Saison habe ich die Lust am VfB verloren. Ich bin müde, Jahr für Jahr dasselbe zu erleben, denn der VfB befindet sich in einer Zeitschleife, jedes Jahr der gleiche Scheiss. Herbstlich grüßt das Krisen-Murmeltier. Ein gutes Gefühl zum Saisonstart wird Jahr für Jahr von Management, Trainer und Mannschaft kaputt gemacht. Dabei wurden in den letzten Jahren fast alle Personen ausgetauscht, außer eventuell dem Busfahrer und Christian Gentner. Und die sollen also Schuld sein? Ein bisschen vielleicht. VfB Saisonstarts (nach 5. Spieltagen). DANKE FÜR DIE INFO!!1!!1!! pic.twitter.com/ga7AAucug4 — Kessel.TV (@kesseltv) 27. September 2018 Der VfB Stuttgart befindet sich mal wieder in einer Abwärtsspirale und es deutet nichts darauf hin, dass der freie Fall gestoppt wird und dass sich für die Zukunft etwas nachhaltig ändern wird. Woran das liegt, will ich gar nicht analysieren. Ich …

Okay, ich bin schwierig.

Ja, ich gehöre ganz offensichtlich zu dem berüchtigten „schwierigen Umfeld“ des VfB Stuttgart. Weil ich mehr als zwei Punkte nach vier Bundesligaspielen gegen Mainz, Bayern, Freiburg und Düsseldorf erwartet habe in dieser Saison. Und mehr als planlosen Angsthasen-Fußball. Weil ich vom Trainer und dem Team eine Spielidee erwarte – mit einem Kader, der mit 30 Millionen aufgerüstet wurde und der mehr Möglichkeiten bietet als in der zurückliegenden Runde. Okay, ich bin schwierig. Weil ich mir mehr vorgestellt habe als in der Offensive auf das Prinzip Zufall zu setzen und auf mehr gehofft habe als auf lange, hohe Bälle in die Nähe von Mario Gomez . Wahrscheinlich bin ich sogar extrem schwierig, weil ich mir tatsächlich erhofft hatte, dass Tayfun Korkut seinen Underdog-Fußball nicht auch noch gegen Gegner auf Augenhöhe wie Mainz, Freiburg und Düsseldorf spielen lässt. Weil ich erwartet habe, dass er nicht immer  die gleichen Spieler aufstellt, sondern die Optionen nutzt, die ihm Michael Reschke mit den frühen Sommertransfers gegeben hat. Zumal in der Vorbereitung genug Zeit vorhanden war, mit dem nahezu kompletten Kader …

Korkut: „Mein Plan ging auf!“

Ungläubiges Staunen bei vielen VfB-Fans, als sie die Aufstellung von Tayfun Korkut für das Auswärtsspiel in Freiburg sahen: Beck statt Maffeo? Gonzales statt Donis? Gentner und Castro als Flügelzange? Auch wir fragten uns: “Was denkt er sich dabei?” Und da wir ihm die Fragen nicht selbst stellen können, haben wir uns “seine Antworten” gleich selbst gegeben. Ein Interview, das nie stattfand: Herr Korkut, was haben Sie sich dabei gedacht? “Ich wusste, dass man Freiburg nur mit einer ganz ausgeklügelten Taktik schlagen kann. Meine Aufstellung zwang  die Freiburger und sogar unsere eigenen Fans zum Kopfschütteln und genau das wollte ich. Die Startelf sollte den Gegner verunsichern, was mir super gelang. Nur ganz am Anfang ging meine Idee nicht auf, als ausgerechnet die jungen Nic Gonzales und Santi Ascacibar den Konter ermöglichen und Freiburg mit Tempo auf unser Tor zuging. Aber noch mehr Erfahrung konnte ich beim besten Willen nicht auf den Platz bringen. Emiliano Insua ist der Mann für die entscheidenden psychologischen Momente, das sieht man schon an seiner Frisur. Ich bin froh, dass er meine Idee …

Captain Kork und das schwarze Leistungsloch

Nach der sehr erfolgreichen Rückrunde der vergangenen Staffel ist Captain Kork nach drei Niederlagen zum Saisonstart auf der Suche nach der richtigen Strategie: Seine bisherigen Erfolgsfaktoren scheinen allesamt in einem schwarzen Loch verschwunden zu sein. Der pragmatische, aber funktionierende Matchplan, die frühen Tore, die Form seiner Spieler, der Zusammenhalt des Teams, die Stabilität auf dem Platz und das Spielglück. Alles weg. Und so schlingert das Raumschiff VfB 1893 bereits zu Beginn der Mission 2018/2019 bedenklich. Es scheint in der Crew zu rumoren, wenn man die Aussagen von Leutnant Gomez ernst nimmt. Er deutete an, dass die Mannschaft durchaus andere Vorstellungen von der Gefechtstaktik hatte und so sah das dann auch gegen den Kampfstern des Südens aus: Nicht gerade Spielverweigerung, aber doch der merkliche Unwille, den Plan des Trainers bedingungslos umzusetzen. Nach dem 0:1 durch Leon Goretzka machte sich schnell eine „Wusste ich’s doch“-Stimmung in der Mannschaft breit und der ohnehin zarte Widerstand war endgültig gebrochen. Der Rest des Spiels wurde unambitioniert und herzlos herunter gespielt. Die Aussagen von Tassos Doris haben schon fast den Charakter …

Tayfun Korkut – der Angsthase?

Ja, so ein Spiel gegen Bayern München ist selten ein Vergnügen und vielleicht habe ich auch schlechte Laune, weil ich weder Bier noch Rote vor dem Spiel hatte. Aber, was war das für ein Auftritt des VfB Stuttgart? Hilflos, ohne Gegenwehr, zaudernd, ängstlich, ohne jede Ambition. Trainer Tayfun Korkut nennt das wahrscheinlich „kompakt stehen“. Ich nenne das Angsthasenfußball. Eroberte Bälle werden weit nach vorne geschlagen, wo niemand steht. Oder Ron-Robert Zieler schießt die Bälle gleich ins Aus, dass man sich fühlt wie in dunklen Ulle-Zeiten. Außer dem Plan, einen Bus im Strafraum parken, war keine Idee zu erkennen. An der Mittellinie stand Mario Gomez in erster Linie als Werbeträger für den Brustring und den Sponsor rum, am Spiel teilnehmen konnte er 90 Minuten lang nicht. Wie auch? Der freie Raum wäre was für schnelle Spieler gewesen, aber es spielte nur Tassos Donis mit und der musste beim Verteidigen gegen Franck Ribery seinem Kollegen Pablo Maffeo helfen. Das machte Donis übrigens gut, das Verteidigen: giftig, kämpferisch. Und war damit mit Timo Baumgartl und dem wie immer …

Drei, zwei, eins, nichts

Stabilität. Erfahrung. Mentalität. Wille. Zusammenhalt. Diese Begriffe nannten Trainer Tayfun Korkut und Vorstand Michael Reschke im Vorfeld des Bundesligaauftakts gegen Mainz. Was haben wir davon gesehen? Nichts. Holger Badstuber sagte in einem Interview mit der Stuttgarter Zeitung/Nachrichten, dass „einige von uns noch nicht bei 100 Prozent sind“. Was haben wir davon gesehen? Viel zu viel. Zum Beispiel vom erfahrenen Innenverteidiger mit Champions League Erfahrung. Wobei: auch bei 100 Prozent wird Badstuber (29) wohl nicht mehr schneller werden. Mario Gomez (33) machte ebenfalls keinen topfitten Eindruck und Christian Gentner (33), spielte zwar ordentlich, pumpte aber merklich ab der 70. Minute. Bei Gonzalo Castro (31) – ballsicher wie immer – fragt man sich, ob die mehr als 350 Bundesligaspiele, die er auf dem Buckel hat, nicht ihre Spuren hinterlassen haben. Aber ehrlicherweise fehlt mir die Erfahrung, um sagen zu können, ob “Gonzo” immer so behäbig spielt oder ob er auch noch nicht bei 100 Prozent ist. Trotzdem: Vielleicht sollte Tayfun Korkut nicht nach Alter und Erfahrung aufstellen, wie es aktuell den Anschein hat, sondern nach Leistung. Timo …

Was ist ein Fan wert?

Der Verdacht hat sich schon einige Zeit aufgedrängt: Die Fans sind der VfB Stuttgart 1893 AG herzlich egal. Der ausgegliederte Verein für Bewegungsspiele braucht sie für eindrucksvolle Zahlen (66.000 Mitglieder!! 100.000 Besucher beim Tag des Brustrings!!11elf!!), sie sollen Merchandising kaufen und ordentlich Stimmung machen, damit die Hütte brennt und potenzielle Neuzugänge mit Karawanen-Bildern nach Stuttgart gelockt werden können, auch wenn anderswo mehr gezahlt wird. Aber ansonsten: Keine Empathie, kein Verständnis für die Supporter, kein Fingerspitzengefühl. Dieser Eindruck drängt sich jedenfalls auf, wenn man sieht, wie marktschreierisch und aufdringlich um Mitglieder geworben wird und wie jetzt auf dreiste Art und Weise eine Fan-Aktion für die Bewerbung von VfB-Merch gekapert wurde. Leider ein Beispiel dafür wie weit die VfB AG von der Basis entfernt ist https://t.co/3DMpFyR92C — Dennis (@Dennis071113) August 22, 2018 Dabei sollte auch die ausgegliederte Fußballabteilung des VfB Stuttgart in erster Linie für die Fans da sein. Ohne Fans kein VfB. Ohne Fans keine Tradition. Ohne Fans keine Identifikation. Denn erst die Fans machen aus dem VfB eine wertvolle Marke. Spieler, Funktionäre, Bosse: Alle haben …

Die ultimative Saisonprognose für den VfB Stuttgart

Nach der grandiosen Rückrunde geht der VfB Stuttgart mit großen Erwartungen in die neue Saison. Die einzige Ungewissheit für einige Fans lautet: Champions League oder doch nur Europa League? Aber läuft es wirklich so gut? Wir wagen unsere traditionelle Hinrunden-Prognose. Saisonstart: Eine wirkliche Überraschung ist es nicht: Tayfun Korkut stellt nach Alter auf! Dies führt zur dennoch unerwarteten Nominierung von Jens Grahl im Tor und Ron-Robert Zieler in der Innenverteidigung. Neben ihm steht Holger Badstuber, die Posten in der Außenverteidigung besetzen Andi Beck und Emiliano Insua. Christian Gentner, Gonzo Castro, Daniel Didavi und Dennis Aogo bilden die Mittelfeldreihe. Im Sturm ist Alterspräsident Mario Gomez gesetzt, er bildet mit dem 27-jährigen Küken Marcin Kaminski den neuen Ochsensturm. Das älteste Team im bezahlten Fußball hat jedoch Anlaufschwierigkeiten: Im Pokal in Rostock retten sie sich nur dank ihrer Routine in die Verlängerung und ins Elfmeterschießen, wo sie alle Strafstöße sicher verwandeln. Beim Bundesligaauftakt in Mainz müssen sie dagegen ihrem Alter Tribut zollen. Bei 39 Grad im Schatten geht ihnen die Puste aus und es setzt eine deftige 3:0-Niederlage. …

Die Generationenfrage beim VfB Stuttgart

Im lesenswerten Interview in der August-Ausgabe von „Socrates“ mit VfB-Sportvorstand Michael Reschke sagt dieser sinngemäß, dass man nur mit Jungen die Liga letzte Saison nicht gehalten hätte. Und das führt er als Argument an, warum er letztes Jahr Dennis Aogo und Andi Beck verpflichtete. Aber war es nicht in der vergangenen Saison nicht so, dass der VfB auch ohne diese beiden über viel Erfahrung verfügte? Mit Spielern wie Zieler, Badstuber, Gentner, Terodde, Ginczek und Insua? Das Konzept „Erfahrung“ verfolgt Reschke jedenfalls auch in der aktuellen Saison, und holte neben entwicklungsfähigen Top-Talenten wie Maffeo und Sosa mit Gonzalo Castro und Daniel Didavi weitere gestandene Bundesligaprofis mit besten Stammplatzperspektiven zum VfB. Die Frage ist nur: Wird damit die Tür für den Nachwuchs zugeschlagen? Denn aktuell scheint es so, dass viele junge, hochveranlagte Spieler erst einmal auf der Bank und der Tribüne sitzen werden. Die Altersstruktur des VfB-Kaders ist erstaunlich: Mit 25,9 Jahren leicht über den Ligaschnitt (25,2). Zwischen 24 und 27 Jahren sind aber nur Kaminski (der ggf. noch geht) und Ersatztorhüter Alex Meyer. Didavi ist der …