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Ganz großes Kino: Mislintat vs. Wehrle wird verfilmt!

Die Bundesliga macht Pause und beim VfB werden sicher mal wieder die Ergebnisse analysiert. Gleichzeitig werden die Gespräche über Vertragsverlängerungen vertagt, denn irgendwas ist ja immer. Die Cannstatter Hängepartie hat sich mittlerweile sogar bis nach Hollywood herumgesprochen: Namhafte Studios haben Interesse an der Posse rund um Alexander Wehrle und Sven Mislintat und versprechen sich davon einen Kassenschlager. Gleich sieben Produzenten konnten sich die Rechte an dem Drama sichern. Ihre Filme werden bereits im Frühjahr 2023 exklusiv auf VfB TV erscheinen, aber wir durften vorab auf die Rough Cuts schauen: Spiel mir das Lied von der Vertragsverlängerung Als wesentliches Gestaltungsmerkmal für die opernhafte Geschichte rund um Alexander Wehrle und Sven Mislintat dient die musikalische Untermalung. Der schwäbische Rapper Max Herre und der Produzent Dexter begeistern mit einer elektronischen Neuinterpretation von Ennio Morricones Titelmusik. Obwohl mit großer Symbolkraft überrascht das Ende in diesem dreistündigen Epos, in dem Wehrle und Mislintat auf Pferden gemeinsam dem Sonnenuntergang entgegen reiten. Kill Sven Eine überdrehte Autorengruppe rund um @Danny1893_ schrieb das Drehbuch, in das sie als wichtigen Bestandteil hochstilisierte Kampfszenen einbauen, …

Der VfB wollte gar nicht gewinnen

“Mutig auftreten”, ich kann’s nicht mehr hören. Denn es wird immer nur darüber gesprochen. Auf dem Feld sieht man davon auswärts nichts. Leverkusen ist nicht gut, ähnlich verunsichert wie Gladbach letzte Woche, spielt trotz hoher individueller Klasse einen Angsthasenfußball, weil Xabi Alonso maximale Kontrolle möchte und keinerlei Risiko eingehen will. Mit welchen Leistungen Gladbach und Leverkusen gegen uns drei Punkte holen darfst eigentlich keinem erzählen. #B04VfB — Kuranyi sei Oma (@KuranyiSeiOma) November 12, 2022 Der VfB bleibt sieglos auswärts im Jahr 2022, tritt ohne Überzeugung, ohne Spannung auf, keiner beim VfB hat daran geglaubt, in Leverkusen etwas mitzunehmen. Mehr noch: Der VfB wollte gar nicht gewinnen, was wenig erstaunlich ist, nach Sven Mislintats Interview nach dem Sieg gegen Hertha BSC, als er eine Niederlage als selbstverständlich oder zumindest als sehr wahrscheinlich ansah. Er war zu diesem Zeitpunkt schon zufrieden damit, dass sein Interimstrainer bei einer Niederlage gegen Leverkusen 1,5 Punkte pro Spiel holt, hochgerechnet ein sicherer Klassenerhalt. Eine hanebüchene Rechnung und wenig leistungsfördernd vier Tage vor dem letzten Spiel des Jahres 2022. Sicher wird wieder …

Ein Sieg für Endo

Beim Verlassen des Stadions sagte jemand hinter mir: „Fußball ist wie das Leben: Es geht auf und ab und Du wirst meistens belohnt, wenn Du es immer wieder probierst“. Das Auftreten des VfB im allgemeinen und das Spiel gegen Hertha BSC in einem Satz zusammen gefasst. Der VfB nicht mit seinem besten Spiel, oft geht etwas knapp daneben: Da kommt hier ein Zuspiel zu spät, da wird dort ein Ball vertändelt. Der eine übersieht einen Gegenspieler, der andere schließt einen Angriff viel zu früh ab. Es gelingt bei weitem nicht alles, aber man hat nie den Eindruck, als ob der VfB daran verzweifelt. Auch wenn die Verletzung von Wataru Endo einen deutlichen Bruch im Spiel nach sich zieht, in der Schlussphase ist der Willen erkennbar, unbedingt gewinnen zu wollen. Diese Zehntelsekunde, in der die Kurve das Geschehene realisiert um dann zu explodieren. Unbezahlbar. #VfB — Frank (@teufelszeug1893) November 9, 2022 Trainer Michi Wimmer jetzt mit drei Bundesligaheimsiegen in Folge und Sven Mislintats Favorit auf eine Festanstellung als Chefcoach, weil Dinos Mavropanos erst auf der Linie …

Love Borna, hate VfB-Finanzen

Ich war am Dienstag im Stadion, weil ich Borna Sosa zum letzten Mal in einem Heimspiel erleben wollte. Es dürfte bekannt sein, dass ich ein absoluter Borna-Fanboy bin. Ich habe das gesamte Spiel fast nur auf ihn geachtet, schließlich könnte es sein Abschieds-Heimspiel gewesen sein. Denn es müsste viel passieren, damit Sosa nicht den VfB verlässt. Denn der VfB braucht Geld. Wieder einmal. Zunächst: Sollte Borna Sosa im Winter wechseln wollen, sollte ihm das niemand verübeln. Er blieb schon im letzten Winter, obwohl er andere Möglichkeiten hatte und wollte mithelfen, dass der VfB erstklassig bleibt. Aber immer nur gegen den Abstieg zu spielen, ist ätzend, geht mir ja auch schon so. Sosa ist im augenblicklichen Kader der Dienstälteste beim VfB. Und wenn er in Form ist, ist er zu groß für den VfB. Es sollte also niemand überraschen, wenn Sosa den VfB verlässt. Was anderes ist, wenn der VfB den Unterschiedspieler aufgrund finanzieller Zwänge verkaufen muss. Schon im Sommer wäre es der VfB 1893 AG viel lieber gewesen, wenn auch Sosa verkauft worden wäre, jedenfalls …

VertikalGIF #BMGVfB: Die Unverbesserlichen

In den Kommentaren unter unserem Text zum Spiel wird heiß diskutiert: Liegt’s am Kader oder am Trainer, dass der VfB auswärts nicht gewinnen kann? Ebenso wichtig ist doch aber die Frage, warum das Team immer wieder die gleichen Fehler macht.   An das obligatorische frühe Gegentor haben sich die VfB-Fans mittlerweile gewöhnt. Diesmal dauerte es ganze vier Minuten bis Jonas Hoffmann für die Führung des Gegners sorgte. Dass er dabei im Rückraum völlig ungedeckt war, muss man nicht erwähnen, oder?   Die VfB-Spieler sind die Schlafmützen der Liga. Kein anderes Team bekommt so viele frühe Gegentore. Ein Defizit, das so konkret und offensichtlich ist, dass man doch eigentlich in der Lage sein sollte, es abzustellen. Hier mal drei Vorschläge: Schon 10 Minuten vor Anpfiff auf dem Platz sein. Noch ein Käffchen in der Kabine trinken. Die Ansprache ändern.   Die frühen Gegentore sind genauso wenig Pech wie die riesige Lücke, die schon die gesamte Saison über im zentralen Mittelfeld klafft. Manchmal veirren sich Endo oder Ahahamda in die offenbar verbotene Zone, aber in der Regel …

Dumm und dümmer

Es gibt nicht wenige, die die Mannschaft des VfB für nicht besonders (spiel)intelligent halten. Zu oft patzt sie in entscheidenden Situationen, zu oft wiederholt sie Fehler und hat eine quasi nicht existierende Lernkurve. Dabei verlieren an diesem Freitag wohl nur wenige Bundesligisten gegen dieses mediokre Mönchengladbach. Denn die Fohlen sind ein verunsicherter Gegner: Drei Niederlagen in Folge, ohne Yann Sommer im Tor, dazu mit der 1C Innenverteidigung mit Tony Jantschke, der bisher gerade mal 16 Bundesliga-Minuten in dieser Saison in den Beinen hatte. Der VfB ist weiter auf Negativ-Rekordjagd, jetzt 16 Spiele auswärts sieglos, obwohl gegen Gladbach durchaus etwas drin gewesen wäre. Dumm nur, dass der VfB erneut die ersten 25 Minuten nicht wirklich im Spiel ist. Dümmer, dass er sich in dieser Zeit zwei Tore fängt und den Gegner stark macht. Dumm, dass auf rechts die Flanke von Alassane Plea nicht verteidigt wird. Dümmer, dass in der Mitte Naouirou Ahamada den in den Strafraum sprintenden Jonas Hofmann laufen lässt und Borna Sosa nicht rechtzeitig und konsequent einrückt. Das ist bereits das achte Gegentor in …

Stadion und Mannschaft spielen Doppelpass

Love Borna Sosa, hate … nein, soweit will ich überhaupt nicht gehen. Aber ganz ehrlich: Ich kann Augsburg nicht leiden. Weniger weil der FCA in der Vergangenheit nicht selten der Trainerkiller war, sondern weil sie einen Fußball spielen, der dem VfB Stuttgart nicht liegt. Sie sind Meister der Manndeckung, Könige der Standards und Experten in Sachen Rudelbildung. Sie sind gut beim Laufen, Sprinten und Kämpfen. Alles Dinge, in denen der VfB nicht so gut ist. Worin Augsburg besonders gut ist: Im Hinfallen und liegen bleiben, am besten nach Kleinigkeiten. Hätte nur noch gefehlt, Stefan Reuter hätte es in der Coachingzone genauso getan, nachdem ihn Sven Mislintat böse angeschaut hat. Zuzutrauen ist es ihm, also Reuter. Gerade am Anfang des Spiels macht dies dem VfB zu schaffen. Insbesondere nach dem – klar – frühen Rückstand. Wir kennen das. Dan-Axel Zagadou irrlichtert unter einem hohen Ball herum, nachdem dieser aufsprang – überhaupt fiel mir auf, dass oft hohe Bälle nicht direkt verteidigt werden, man sie aufprallen lässt und sich damit in Schwierigkeiten bringt. Dass dann Florian Müller …

VertikalGIF #SVWVfB: Nein! Doch! Orrr!

Es sind gerade mal 185 Minuten in der neuen Saison gespielt und als VfB-Fan muss man sich schon wieder Sorgen um sein Nervenkostüm machen. Wann bietet die erste Krankenversicherung eine VfB-Police und übernimmt die Rehakosten? Man wünschte sich fast, man könnte so gelassen in ein Spiel gehen wie es das Team von Pellegrino Matarazzo offenbar tut. Denn das lag wie schon gegen Leipzig wieder früh zurück. In Bremen sogar schon nach fünf Minuten. Woran liegt diese Schlafmützigkeit? Warum kommen die Spieler offenbar nicht hochkonzentriert aus der Kabine? Wird eventuell die falsche Musik gespielt? Dann bitte mehr Heavy Metal und weniger Ambient Jazz! Aber als VfB-Fan erlebt man ja immer was. Zum Beispiel, dass sich Wataru Endo mit zunehmender Spielzeit besser aus der hanseatischen Manndeckung befreien konnte und sich jetzt auch Distanzschüsse nimmt. Und womit? Mit Recht! Denn sein Versuch in der 38. Minute bedeutete den Ausgleich. Der Assist zum 1:1 kam übrigens von Sasa Kalajdzic, der ansonsten sehr fahrig und genervt wirkte. Und wie glücklich mussten er und die VfB-Fans sein, dass seine Aktion in …

vp weekly KW 29/2022

Die Woche ging gleich teuer los: Für den Platzsturm am 34. Spieltag verurteilte das DFB Sportgericht den VfB zu 15.000 Euro Strafe. Während des dramatischen Spiels und auch danach entstanden Bilder, die international für Aufsehen sorgten. Auf der ganzen Welt wurden die Szenen gefeiert und dafür wird der VfB mit 15.000 Euro Strafe „belohnt“. Unser CEO setzte sich völlig zurecht zur Wehr(le): “Ich finde es schade, dass das Sportgericht friedliche und spontane Emotionen, wie wir sie nach der Rettung am 14. Mai erlebt haben, bestraft. Diese Emotionen nach einem für den VfB und die ganze Bundesliga historischen Saisonfinale waren Ausdruck von Glück und Begeisterung und daher aus unserer Sicht nichts, für das der VfB bestraft werden sollte – zumal wir in Bezug auf unser Sicherheits- und Präventionskonzept nichts falsch gemacht haben“. Dafür hat Marketing-Vorstand Rouven Kasper ein bisschen Geld in die Kassen gebracht: Schwarzwaldmilch wird neuer Team-Partner des VfB und baut damit seine Sponsoringaktivitäten im Spitzenfußball in Baden-Württemberg aus. Denn der VfB befindet sich in „guter“ Gesellschaft: Das Molkerei-Unternehmen sponsert ebenfalls den SC Freiburg und …

vp weekly KW 28/2022

As time goes by: Das Trainingslager im Allgäu neigt sich schon wieder dem Ende entgegen. Höchste Zeit, um auf die vergangenen Tage zurückzublicken: Schon fast eine Woche her ist das Testspiel gegen den FC Zürich.  Der Auftakt des Trainingslagers endete mit 3:2. Vor allem die sogenannte zweite Garnitur machte in der zweiten Halbzeit mit Spielwitz auf sich aufmerksam. Spielwitz, so ein Wort, was ich schon immer mal schreiben wollte. Aber es war schon recht ansehnlich, was der VfB in den zweiten 45 Minuten zeigte, da war deutlich mehr Zug drin im Gegensatz zur vermeintlichen ersten Elf. Doppeltorschütze: Ahamada, der nach einer Seuchensaison in der Vorbereitung bisher einen guten Eindruck macht. „Er hat es super gemacht und wird ein richtiger Herausforderer sein“, meinte Sven Mislintat über den 20-jährigen, der vor zwei Jahren von Juventus Turin kam. Der FC Zürich ist übrigens nicht nur Schweizer Meister und kann sich für die Champions League qualifizieren, sodern startet auch diese Wochenende in die Saison! Am morgigen Samstag spielt der VfB sein nächstes Testspiel in Friedrichshafen. Gegner wird  dann der …