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Abstiegskampf until shit!

Tayfun Korkut, bei uns in Stuttgart zum Kino-Star avanciert, ist in Berlin mittlerweile zum viralen Internet-Hit geworden. Legendär seine Ansprache zum Start in die Trainingswoche bei Hertha. Schon in Stuttgart hatte man ihm gute Sprachkenntnisse attestiert und die stellte er nun auch beim “Big Shitty Club” eindrucksvoll unter Beweis, indem er sich auf das einfachste und international verständliche Sprachniveau begab, um seinen Starensemble mitzuteilen: „You are here until shit, I‘m here until shit!”. Die freie Übersetzung lieferte Winterneuzugang Marc-Oliver Kempf schon am Wochenende: “Ich bin seit ein paar Wochen hier, seitdem haben wir noch nicht gewonnen. Das kotzt mich übertrieben an.” Beim @HerthaBSC-Training hat Tayfun #Korkut der Mannschaft eine deutliche Ansage gemacht. #HerthaBSC #Bundesliga #Bobic @rbb_Sport pic.twitter.com/ePu7Iniacb — rbb|24 (@rbb24) March 8, 2022 Während es bei der Hertha nach neun sieglosen Spielen also anscheinend vor allem um übel riechene Körperausscheidungen geht, hat der VfB die Sieglosserie bekanntermaßen endlich durchbrochen. Auch ohne Denglisch-Wutrede. Denn VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo hätte das garantiert nicht gemacht. Nicht nur wegen seiner Englisch-Skills würde er wohl kaum so mit seinen Spielen sprechen. …

VertikalGIF #VfBBMG: Sie können noch gewinnen!

Seit neun Spielen ohne Sieg, durch Augsburgs Sieg in Bielefeld schon sechs Punkte Rückstand auf den Relegationsplatz: Die Bedingungen vor dem Topspiel gegen Mönchengladbach waren nicht gerade ermutigend. Einziger Lichtblick: Tayfun Korkut und die Hertha, denen es ähnlich schlecht geht- nur dass sie dafür viel mehr Geld versenkt haben. Aber egal, wie schlecht in Berlin gespielt wird: So lange das Team von Pellegrino Matarazzo keine Punkte holt, sind die Ergebnisse der anderen Mannschaften irrelevant. Es wurde Zeit für den ersten Heimsieg seit dem 26. November! Dachte sich auch der Trainer und überraschte mit einer mutigen Aufstellung: Neben dem wiedergenesenen Sasa Kalajdzic brachte er mit Omar Marmoush, Chris Führich und Tiago Tomás gleich drei weitere Offensivkräfte. Die Zeichen standen also auf Attacke! Und tatsächlich startete der VfB mutig in die Partie. Das muss man der Mannschaft lassen: Egal, wie oft ihr – teils durch sie selbst – ein Bein gestellt wurde, sie steht immer wieder auf. Bereits nach zehn Minuten hätte sich der VfB belohnen müssen: Erst durch Borna Sosa, der aber wohl ohnehin im Abseits …

Wird der VfB das neue Werder Bremen?

Es ist immer schwierig, zwei Vereine miteinander zu vergleichen. Andere Entscheider, andere Spieler, anderes Umfeld. Aber die Parallelen zwischen Bremen 2021 und dem VfB 2022 sind zu offensichtlich. Als Werder Bremen 2021 abstieg, verloren sie sieben Spiele in Folge, blieben insgesamt zehn Spiele von Spieltag 25 bis 34 sieglos. Bremen hatte in der Saison 2020/2021 in Florian Kohfeldt einen Trainer, den sie nicht „opfern“ wollten. Sie waren von ihm und seiner Leistungsfähigkeit überzeugt, er galt als großes Trainertalent, modern, analytisch, kommunikativ. Er stand für den „Werder-Weg“, ausschließlich mit Kräften aus dem eigenen Stall zu agieren. Die Grün-Weißen schafften es jedoch nicht, den Negativlauf zu brechen – wahrscheinlich auch, weil sie sich nicht von Kohfeldt trennten. Als sich Bremen dann doch noch dazu entschloss, war es zu spät. Für den letzten Spieltag wurde Club-Legende Thomas Schaaf engagiert, um zumindest noch die Relegation zu schaffen. Eine 2:4 Heimniederlage gegen Gladbach und gleichzeitig ein 1:0 der Kölner gegen Schalke verhinderten dies. Die Situation beim VfB ist in dieser Saison ganz ähnlich: Neun Spiele am Stück sieglos. Immer wieder …

VertikalGIF #TSGVfB: Heimspiel in Hoffenheim

Schon vor Anpfiff der Partie TSG Hoffenheim gegen den VfB Stuttgart war klar, dass der “Man of the match” ein Stuttgarter sein würde. Es war der 12. Mann, der in Person von fast 3.000 VfB-Fans nach Sinsheim gekommen war, um das Team in dieser schwierigen Phase bedingungslos zu supporten. Das wusste auch das Team zu schätzen, das seinerseits einen Teil der Ticketkosten übernommen hatte. Wenn aktuell auch nicht viel funktioniert: Der Zusammenhalt ist da! Wer leider nicht da war: Borna Sosa, der wegen einer Knieprellung nicht im Kader stand. Bitter, schließlich war er gegen Bochum einer der besten Stuttgarter gewesen. Aber, dass die Besten verletzungsbedingt ausfallen, ist ja ohnehin die Story der Saison. Für den Kroaten rückte Hiroki Ito zurück in die Startelf, wo er mit Anton, Mavropanos und Stenzel eine sehr konservative Viererkette bildete, die gegen die schnellen Hoffenheimer Außenspieler aber keine schlechte Wahl war. Vorne sollten es Tomás, Marmoush und Führich richten, weil Kalajdzic nach seinem Bluterguß noch nicht fit genug für 60 Minuten war und deswegen nur auf der Bank saß. Doch …

So steigst du ab

„Eines kann ich versprechen, diese Mannschaft wird wieder aufstehen“, sagte Pellegrino Matarazzo kämpferisch nach dem Spiel. Sicher, um dann erneut zu verlieren. Willen ist dem Team nicht abzusprechen, aber es fehlt immer etwas. Vor allem Glück. Gegen die TSG Hoffenheim waren es gegen Ende auch Konzentration und Kraft. Es ist frustrierend, jede Woche das gleiche Elend zu sehen. Es ist stets der gleiche Scheiss. Immer schießt einer sein Tor des Lebens, agiert einer unglücklich in einer entscheidenden Situation, fehlt es an letzter Konsequenz und das Ganze auch noch in der Nachspielzeit. Natürlich sind es noch zehn Spiele, aber mir fehlt die Phantasie, wie der VfB noch Punkte holen soll. Weil die Spiele stets gleich laufen. Warum bin ich nach dem Spiel so leer? Dieser Verein lässt mich leiden. Aber er wird mich weiter leiden lassen, weil ich ihn liebe. Für immer VfB. Egal in welcher Liga. — Marc ⎝𝖁𝖋𝕭⎠🇺🇦 (@MarcS1893) February 25, 2022 Am Einsatz lag es nicht, der VfB war gut eingestellt von Trainer Matarazzo, aber selbstverständlich schlug auch wieder das Verletzungspech zu. Vor …

It’s A Hard Knock Life

Dinos Mavropanos war nach dem Spiel untröstlich, sein Blick versteinert. Borna Sosa weinte. Orel Mangala schaute mit leeren Augen auf die Tribüne, verzweifelt auf der Suche nach einer Erklärung. Sven Mislintat, sonst immer zuversichtlich, habe ich noch nie so niedergeschlagen gesehen. Die 1:1-Niederlage gegen Bochum schmerzte allen. Dazu kam noch die erneute Verletzung von Silas für den die Saison schon gelaufen ist, bevor er wieder ganz der alte war. Das ist auch angesichts der Verletzungsvorgeschichte ganz bitter. Völlig egal, ob es sich um einen Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt handelt: Tut uns leid für #Silas und den @VfB! Werd schnellstmöglich wieder fit, wir wünschen alles Gute dafür!🙏 https://t.co/2bNKrJfLCU — VfL Bochum 1848 (@VfLBochum1848eV) February 20, 2022 Wie soll sich der VfB von diesem Spiel erholen? Denn viel falsch gemacht hatte der VfB nicht gegen Bochum. Von den nicht genutzten Torchancen von Mangala und Omar Marmoush einmal abgesehen. Lange konzentriert und diszipliniert aufgetreten, der Matchplan ging auf, den Bochumern in erster Linie das Tempo nehmen. Das ist alles sehr tragisch für den VfB gelaufen. Aber …

VertikalGIF #VfBBOC: Football, bloody hell!

Nach Ylenia und Zeynep wollten die Fans am Samstag endlich auch den VfB Stuttgart mal wieder stürmen sehen. Die Partie gegen Bayernbezwinger Bochum war eines der Endspiele um den Klassenerhalt, in dem man sich ernsthafte Chancen ausrechnen konnte. Aber apropos Sturm: Sowohl Kalajdzic wie auch Marmoush saßen erstmal auf der Bank, Tibidi war aus disziplinarischen Gründen gar nicht erst im Kader. Also doch nur ein laues Lüftchen statt Sturmwarnung? Vorne sollte es also wieder Doppelpacker Tiago Tomás richten, unterstützt von Chris Führich und Silas auf den Flügeln. Letzterer setzte sich nach knapp 20 Minuten beherzt gegen seinen Gegenspieler durch, verletzte sich aber in der Aktion und musste mit ausgekugelter Schulter ausgewechselt werden. Wie viel Verletzungspech kann ein Team eigentlich haben? Für Silas kam dann doch Omar Marmoush, der nach Coronainfektion ganze zwei Trainingseinheiten absolvieren konnte. Vermutlich musste er sich auf dem Platz erstmal bei Tomás vorstellen. Doch auch in der neuen Angriffsbesetzung sprang außer zwei Distanzschüssen wenig heraus für den VfB Stuttgart. Das galt glücklicherweise aber auch auf der anderen Seite für den VfL Bochum. …

Game of Hopes

Der VfB will den Ball zwar flach halten vor dem Duell gegen den VfL Bochum. Natürlich ist der VfB auch bei einem Remis oder einer Niederlage noch nicht abgestiegen. Genauso wenig ist mit einem Sieg alles gut, der VfB stünde immer noch auf einem direkten Abstiegsplatz. Aber es ist ein entscheidendes Spiel für den weiteren Verlauf der Saison. Sieg oder Sarg. Thriumph oder Tränen. Winner oder wieder nichts. Es gehört nicht viel Phantasie dazu, dass sich bei einer weiteren Niederlage die Trainer-Diskussion verschärfen würde. Es geht um das dringend benötigte Erfolgserlebnis für die Mannschaft, aber auch für den Trainer und den Sport-Direktor, um nicht ständig in der Dauer-Schleife der eigenen Fantasy gefangen zu sein und um nicht mehr länger in schlechten Ergebnissen das Gute sehen zu müssen. Ein Sieg, der die Last und Schwere vom VfB nimmt und der Rückenwind bringen soll. Ein Sieg, der den Glauben an die eigenen Stärken zurück bringen kann und soll. Aber es wären auch drei Punkte für die Traurigen, die als VfB-Fans zu Tausenden da draußen sind. Irgendwo alleine …

Vertikalgif #B04VfB: Eine Aspirin, bitte!

Wenn die beste Mannschaft der Rückrunde die schlechteste empfängt und bei dieser auch noch drei wichtige Spieler ausfallen, ist klar: Einen hohen Auswärtssieg wird es vermutlich nicht geben. Und wie optimistisch waren die VfB-Fans vor dem “Top-Spiel” in Leverkusen? Aber – Überraschung – auch dieses Spiel begann beim Stand von 0:0 und Pellegrino Matarazzo wollte mit Pascal Stenzel in der Viererkette und Ata Karazor auf der Sechs neben Endo für die nötige Stabilität gegen das Leverkusener Offensivfeuerwerk sorgen. Mangelnden Einsatz konnte man dem VfB diesmal auch nicht vorwerfen. Von Beginn an stimmte die Körpersprache, es wurde gegrätscht, sich gegenseitig geholfen und den Leverkusenern die Sache möglichst schwer gemacht. Nur in der Offensive ging gar nichts. Was natürlich auch daran lag, dass weder Kalajdzic noch Marmoush einsatzfähig waren und Wahid Faghir in der zweiten Mannschaft auflief – ohne aufzufallen übrigens. So musste es vorne Winterneuzugang Tiago Tomás richten. Eine echte Herkules-Aufgabe. Doch siehe da: Nachdem Patrik Schick in der 13. Minute den Außenpfosten getroffen hatte, investierte auch der VfB Stuttgart mehr in die Offensive – und …

Nichts haben und immer nur gut aussehen

Andere holen mal einen Punkt gegen sogenannte große Gegner oder siegen sogar. Bochum zerlegt regelrecht die Bayern, selbst Weinzierls Augsburger siegen gegen den Rekordmeister. Bielefeld gewinnt in Leipzig, Korkuts Berliner holen drei Punkte gegen Borussia Dortmund. Warum gelingt das dem VfB eigentlich nie? Alle die grauen und die eher doofen Spieltage sind prinzipiell eher schwierig zu ertragen. Doch letzten Endes haben wir keine Wahl, denn sie sind in der Überzahl. Da nützt es auch nichts, dass „wir 70 Minuten lang taktisch ein gutes Spiel machen“ (Chris Führich) und „eine geschlossene und kompakte Leistung gezeigt haben“ (Pellgerino Matarazzo). In Dortmund, zu Hause gegen Leipzig, jetzt gegen Leverkusen: Nichts haben und immer nur gut aussehen, mehr schafft der VfB nicht. Aber was haben wir erwartet, wenn die schlechteste Mannschaft in 2022 gegen die beste spielt? Sind wir ehrlich: Wir haben alle mit einer Klatsche gerechnet, oder? Trotzdem darf niemand mit dem respektablen Spiel gegen Leverkusen zufrieden sein, denn es zeigte weiterhin einen VfB, der in dieser Form sicher absteigen wird. Denn auch sechs VfB-Spieler reichen nicht, um …