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VertikalGIF #VfBRBL: Malaka!

Der VfB Stuttgart ist ein echtes Phänomen: Obwohl man sich vor dem Spiel gegen RB Leipzig keine großen Hoffnungen machte, waren die Fans enttäuscht, dass es trotz guter Leistung am Ende 0:2 stand. Mal wieder kein Punkt, mal wieder kein Tor. Und wie reagieren VfB-Fans, wenn sie hören, dass es Steven Zuber war, der das einzige Tor der VfB-Vereinsgeschichte gegen RB Leipzig geschossen hat – natürlich per Elfmeter? Gegenüber dem dann doch ernüchternden Auftritt in Fürth hatte Matarazzo gleich auf vier Positionen umgestellt: Mavropanos kehrte für Stenzel zurück in die Startelf, außerdem starteten Coulibaly, Nartey und Tibidi für den angeschlagenen Sosa sowie Förster und Massimo. Apropos Sosa: Man kann nur hoffen, dass die offiziell kommunizierten “muskulären Probleme” in Wirklichkeit keine hochdotierte Offerte aus England ist. Doch zurück zum Spiel: Das Team schien sich die Worte des Trainers zu Herzen zu nehmen und trat in den ersten zehn Minuten mutig auf und diktierte das Spiel. Die logische Folge: Das 1:0 für Leipzig durch einen leider berechtigen Handelfmeter, weil Mavropanos den Arm zu weit ausgefahren hatte. Doch …

Aus dem Rhythmus

Ist es zu ruhig beim VfB? Was für eine absurde Frage, sollte man meinen. Es gab in den letzten Jahren genug Aufregung auf und neben dem Spielfeld. Angesichts von Platz 15 mit einem Punkt Vorsprung auf den direkten Abstiegsplatz und einem trostlosen 0:0 gegen den abgeschlagenen Letzten der Tabelle ist es aber erstaunlich unaufgeregt rund um die Mercedesstraße. Die Ruhe und Besonnenheit liegt zum einen daran, dass es nachvollziehbare Gründe für die derzeitige Lage gibt: Dauer-Verletzte, Corona, schwieriges zweites Jahr, angespannte finanzielle Lage, usw. Damit lässt sich fast alles erklären. Zum anderen liegt es an den Personen. Thomas Hitzlsperger, Sven Mislintat und Pellegrino Materazzo halten kommunikativ den Ball flach, beschwören den Zusammenhalt und entwickelten eine Art Wagenburgmentalität. Sie wollen zudem Druck von den jungen Spielern nehmen, damit diese sich spielerisch und persönlich entfalten können. Der VfB muss allerdings aufpassen, dass er nicht ganz gechillt in die zweite Liga absteigt. Man sitzt in der Lounge des Tabellenkellers und nicht in einem Aufzug, der automatisch ins Tabellenmittelfeld fährt. Und es heißt schließlich immer noch Abstiegskampf nicht Abstiegschill. …

Durch schwere Zeiten

Als sich in der 59. Minute Ömer Beyaz am Spielfeldrand zur Einwechslung bereit macht, fragte ich mich, für wen er kommen solle: Philipp Förster, Roberto Massimo, Chris Führich, Orel Mangala? Alle vier enttäuschten sehr. Es wurde letztlich Förster. Sah es nur am Fernseher so aus oder schleppt der Mittelfeldspieler ein paar Pfunde zu viel mit sich rum? Das war eines der Probleme gegen die SpVgg Fürth: Zu viele Spieler außer Form, seltsam uninspiriert und orientierungslos. Dabei wird der VfB einen leichteren Gegner als Fürth in dieser Saison nicht mehr bekommen. Oder wie es der argentinische Schriftsteller Eduardo Sacheri schreibt: “Der Zug kommt nur einmal vorbei”, heisst: Die Chance drei Punkte gegen den Tabellenletzten zu holen, gibt es nur einmal. Viel zu spät wachte das Team von Trainer Pellegrino Matarazzo auf, lediglich in den letzten 20 Minuten entwickelte der VfB so etwas wie Druck, um den Pflichtsieg beim mit Abstand schlechtesten Team der Liga einzufahren. Chancen gab es für den VfB erst ab der 75. Minute. Sasa Kalajdzic, Wataru Endo und die beste von Beyaz in …

Vom Beerdigungsinstitut an die Spitze des VfB Stuttgart

Was lange währt: Der VfB hat immer wieder um Alexander Wehrle gebuhlt, 2016 bereits, dann Mitte des Jahres als Finanzvorstand, jetzt hat es geklappt und der verlorene Sohn und Ex-Assi von Erwin Staudt (2003 bis 2013) kehrt zurück. Zuletzt standen er und Jochen Sauer (Leiter FC Bayern Campus) im Finale, neuer VfB-Boss zu werden. Das kann man einfallslos finden, aber einige Kandidaten schieden bereits im Vorfeld aus – und da waren sehr kreative dabei. Geht jetzt vielleicht alles ganz schnell? Kommt Wehrle bereits zum Jahresanafang, damit Thomas Hitzlsperger bei RB Leipzig Sport-Direktor werden kann? Diese Gerüchte gibt es jedenfalls. Horst Heldt über Wehrle: “Das ist ein Coup für den VfB Stuttgart”. Jetzt habe ich Angst.#VfB — twofourtwo (@two_four_two) December 22, 2021 Aber wer ist Wehrle überhaupt? Die Bewertungen seiner Tätigkeiten variieren stark, siehe dazu die Links unter diesem Text. Präsident Claus Vogt jedenfalls lobt den neuen CEO und damit auch ein bisschen sich selbst: „Alexander Wehrle hat in den vergangenen Jahren eine herausragende Bilanz beim 1. FC Köln vorzuweisen und ist darüber hinaus einer der …

Last Season, I gave you my heart

Es fällt im Moment schwer, die Mannschaft und den VfB gut zu finden. Aber, was manche scheinbar nicht mitbekommen haben: Der VfB ist noch nicht abgestiegen, es sind noch 17 Spiele zu absolvieren, die Abstände in der Tabelle sind eng. Gleichwohl ist die Situation ernst. Sehr ernst. Es ist eine Szene aus der “You had one Job“-Reihe. Bei Köln kann nur einer die Tore schießen, es sind auch vier Abwehrspieler in seiner Nähe, doch trotzdem kann Anthony Modeste das entscheidende Tor köpfen. Der alte Mann und der Kopfball. Es ist eine der prägenden Geschichten dieser Vorrunde. Und es scheint, als ob die VfB-Abwehr diese Geschichte nicht kennt. Flanken werden eher halbherzig verhindert, Modeste blieb beim Tor nicht zum ersten Mal im Hinrundenfinale ungedeckt. Der VfB spielt hektisch und hastig, fahrig und unstrukturiert, vor allem nach vorne. Es gibt gute Erklärungen dafür. Wataru Endo hat sich in diesem Jahr kaputt gespielt, er verliert den Ball im Spielaufbau, aus seinem Ballverlust entsteht das Tor. Endos Partner Orel Mangala hat nach seinen elend langen Muskelverletzungen bei weitem noch …

VertikalGIF #VfBFCB: Advent, Advent, der Strafraum brennt!

Das letzte Heimspiel des Jahres. Ohne Zuschauer, aber dafür am Dienstag Abend und dann auch noch gegen die Bayern. Und wie viel Lust hatten die meisten Fans auf dieses Spiel?   Die erste unangenehme Überraschung gab es bereits vor dem Anpfiff: Das satte Grün sah eher wie ein trauriges Braun aus. Der Rasen im Neckarstadion scheint kein Winterfreund zu sein: Schon Anfang des Jahres sah es ähnlich aus und es wurde für 150.000 Euro ein neues Geläuf verlegt. Lange gehalten hat es irgendwie nicht.   Pellegrino Matarazzo versuchte es mit Ito und Kempf, Julian Nagelsmann erstmal ohne Sané, der auf der Bank saß. Allerdings nur bis zur 27. Minute. Denn ab da ging es für Coman nicht mehr weiter. Kein Wunder, schließlich hatte er einen Zweikampf mit Mavropanos geführt.   Der VfB Stuttgart spielte ganz gut mit und kam über Marmoush und Coulibaly immer mal wieder zu Halb Viertelchancen. Apropos Coulibaly: Der machte auf rechts ein ordentliches Spiel, zeigte im Duell gegen Davies dann aber auch, dass er nur auf den ersten Metern schnell ist. …

Es ist egal, aber …

53 Minuten das Spiel offen gehalten, dann die Tore hergeschenkt und eine Klatsche kassiert. Das erinnert an die Debakelserie 2009 und 2010, als der VfB zu Hause nacheinander gegen Bayern München 1:5, 3:5 und 3:6 verlor. Beim VfB spielten Bastürk, Simak und der Rumpelrusse, bei Bayern Ottl, Ribery und bereits Thomas Müller. Was damals noch die Ausnahme war, ist heute Normalität: Die absolute Chancenlosigkeit gegen den Rekordmeister. Die große, böse Schwester der Hoffnung ist die Enttäuschung. In einem Spiel gegen Bayern München werden wir jedoch nie enttäuscht werden. Zu groß die Unterschiede, zu klein die Erwartung. Die beiden Clubs verbindet nichts, außer der A8 und ein paar VfB-Spielern, die auf diesem Weg die falsche Abfahrt genommen haben. Das war mal anders, ist aber viel zu lange her. Trotzdem war ich bereit für das Adrenalin und die Angst, bereit für die volle, für die ganze Distanz. One of the best goals of my career, don’t you think? ⚽ I’ll be watching the @Bundesliga Südderby between @VfB and @FCBayern this coming Tuesday. Make sure you do the …

Das Baby ist der Hammer!

“Wir hatten acht bis zehn Chancen und Stuttgart hatte nur drei plus den Elfmeter.“ Es sind Aussagen wie diese, warum sich gegnerische Fans an dem Wolfsburg-Trainer Florian Kohfeld abarbeiten und ihn auf einem Sympathielevel von 1 bis 10 bei 0 einordnen. Zu viel verschwendete und negative Energie. Mich interessiert sogar mehr die kicker-Umfrage „Wird Bayern München Herbstmeister?“ als die alternativen Fakten, die Kohfeld anführt, um sein eigenes Versagen zu kaschieren. Mich interessiert viel mehr der VfB, der ein souveränes Auswärtsspiel hingelegt hat und den VW-Club so im Griff hatte, dass dieser keine spielerischen Lösungen auf dem Spielfeld und keine Antworten nach Schlusspfiff gefunden hat. Sieben Punkte aus den Begegnungen gegen Mainz, Hertha und Wolfsburg. Hätten wir vor den Spielen genommen, oder? Wobei es mir lieber gewesen wäre, wenn der VfB gegen Berlin gewonnen hätte, drei Punkte gegen einen direkten Konkurrenten und drei Punkte gegen Tayfun Korkut, aber lassen wir das. Der Sieg gegen einen Angstgegner (letzter Sieg in Wolfsburg: 2007 im DFB-Pokal Halbfinale, Tor: Antonio da Silva) war letztlich fast Pflicht nachdem Augsburg am Freitag …

Das gelungene Comeback von Captain Kork

Als Michael „Schrotty“ Reschke 2018 überraschend Captain Kork zum neuen VfB-Trainer machte, reagierten wir mit Unverständnis. Denn wir wussten nicht, was Tayfun Korkut kann: Eine Mannschaft stabilisieren, eine Achse aus Erfahrenen installieren und er kann den simpelsten Kreisklassen-Matchplan ever perfektionieren. Hinten dicht und vorne hilft der liebe Gott. Beim VfB hieß der Gott in der Rückrunde 2018 Mario Gomez. Kork nennt das „die einfachen Sachen richtig gut machen“. Nach einer Phase der Stabilisierung folgte das triumphale 4:1 in München und der Fast-Einzug in die Europa League. Dass aus der beispiellosen Glückssträhne Korks die falschen Schlüsse gezogen wurden, dafür konnte Korkut nichts. Der VfB wähnte sich auf dem Weg in die Top 6 und ließ „Schrotty“ einkaufen wie es beim VfB noch niemand durfte: Borna Sosa, Daniel Didavi, Roberto Massimo und Marc-Oliver Kempf sind immer noch da, selbst Gonzalo Castro könnten wir jetzt gut gebrauchen, nur Pablo Maffeo stand quer im Stall. Problem: Mit den Spielern konnte Captain Kork nichts anfangen, sein eindimensionaler Plan wirkte nicht mehr und sein Glück verschwand in einem schwarzen Loch. Die …

Hello again

Du, ich wollte dich heut’ noch sehen. Ich will dir gegenüber stehen. Viel zu lang war die Zeit. Fast ein Jahr lang war ich ohne dich. Das war eine harte Zeit für mich. Kann sein, dass ich andrer bin. Seit das mit Deiner Verletzung anfing. Noch ein paar Schritte bis zum Feld. Dann lässt Du wieder die Gegner stehn’. Dort bist du einfach ein großer Held. Jetzt sind wir nicht mehr allein. Hello again, ich sag’ einfach hello again. Du, war schön, ich konnte Dich heut’ noch sehn. Dort wo alles begann. Schon fünf Minuten vor Schluss wurde es besonders laut: Da gab Spektakel- und Herzensspieler Silas Katompa Mvumpa nach achtmonatiger Verletzungspause sein lange ersehntes Comeback. Dazu noch drei Punkte gegen einen ekligen Gegner, es gibt sie noch die guten Nachrichten für den VfB nachdem sich Sportdirektor Sven Mislintat und Pechvogel Chris Führich mit Corona infizierten. Wie mein Herzensverein und nahezu alle Anhänger in den letzten Monaten bis zum vorläufigen Höhepunkt, seiner Einwechselung heute, mit Silas umgegangen sind, macht mich so dermaßen stolz und verliebt. …