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Nichts haben und immer nur gut aussehen

Andere holen mal einen Punkt gegen sogenannte große Gegner oder siegen sogar. Bochum zerlegt regelrecht die Bayern, selbst Weinzierls Augsburger siegen gegen den Rekordmeister. Bielefeld gewinnt in Leipzig, Korkuts Berliner holen drei Punkte gegen Borussia Dortmund. Warum gelingt das dem VfB eigentlich nie? Alle die grauen und die eher doofen Spieltage sind prinzipiell eher schwierig zu ertragen. Doch letzten Endes haben wir keine Wahl, denn sie sind in der Überzahl. Da nützt es auch nichts, dass „wir 70 Minuten lang taktisch ein gutes Spiel machen“ (Chris Führich) und „eine geschlossene und kompakte Leistung gezeigt haben“ (Pellgerino Matarazzo). In Dortmund, zu Hause gegen Leipzig, jetzt gegen Leverkusen: Nichts haben und immer nur gut aussehen, mehr schafft der VfB nicht. Aber was haben wir erwartet, wenn die schlechteste Mannschaft in 2022 gegen die beste spielt? Sind wir ehrlich: Wir haben alle mit einer Klatsche gerechnet, oder? Trotzdem darf niemand mit dem respektablen Spiel gegen Leverkusen zufrieden sein, denn es zeigte weiterhin einen VfB, der in dieser Form sicher absteigen wird. Denn auch sechs VfB-Spieler reichen nicht, um …

Cannstatter Modelle: So kommt der VfB aus der Krise!

VfB-Status: Es ist kompliziert. Wieder mal. Denn wir stellen uns die Frage: Was ist schlechter? Ein Abstieg oder eine Trainer-Neuverpflichtung? Zum von Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat ausgerufenen Stuttgarter Weg gehört im Worst Case auch die zweite Liga. Eine Trainerentlassung sieht dieser Weg nicht vor. Weil man die eventuell höhere Chance auf den Klassenerhalt damit bezahlen würde, in die „alten Muster“ zurückzufallen und die vielbeschworene Kontinuität aufzugeben. Aber dafür wirklich einen Abstieg in Kauf nehmen, weil man dogmatisch an Pellegrino Matarazzo festhält? Allerdings muss man auch konstatierren, dass es aktuell mehr als unwahrscheinlich scheint, dass dass der VfB in 13 Spielen inklusive Leverkusen, Dortmund und München noch 18 bis 20 Punkte holt. Mit oder ohne Matarazzo. Man sieht: Probleme haben wir genug, also denken wir doch mal lösungsorientiert! Was sind die Optionen des VfB? Wir stellen euch fünf mögliche Szenarien vor. Option zwei wird euch überraschen!  1. Das Modell “Streich! Den eingeschlagenen Weg „brutal“ und “konsequent” weitergehen: Mit dem Trainer, den Mislintat auf Champions League-Niveau verortet. Mit dem Risiko, diese Saison abzusteigen mit allen Konsequenzen: …

Das tragische Dreieck

Thomas Hitzsperger, Sven Mislintat und Pellegrino Matarazzo haben versucht, in zwei gemeinsamen Jahren den VfB zu verändern. Mit einer klaren Strategie, mit daraus abgeleiteten Entscheidungen, einem aus der Historie entlehnten Selbstbild namens „jung und wild“ und dem Versuch, auch in stürmischen Zeiten souverän und ruhig zu bleiben. Das Ergebnis ist Platz 17 und eine dramatische Situation für den ganzen Club. Die drei sind zum tragischen Dreieck geworden, wie einst Gerhard Poschner, Fredi Bobic und Marco Haber, die aufgrund einer schwachsinnigen Idee von Hartmut Engler von PUR glaubten, singen zu können und die Single „Steh’ auf“ veröffentlichten. Thomas Hitzlsperger: Er ist zum Ritter der traurigen Gestalt geworden. Der CEO der VfB AG ist sicher als Initiator des VfB-Projekts zu sehen, er hat wichtige Maßnahmen und Projekte angestoßen, unter anderem die Neuausrichtung des NLZ. Er hat gute Leute geholt, er hat sie machen lassen. Dann hat er für sich festgestellt, dass der e.V. für den VfB offensichtlich lästig ist (was womöglich stimmt) und einen offenen Brief geschrieben. Er verläßt den VfB spätestens im April und bis dahin …

Reality Killls The Konzeptstar

Was auch immer Pellegrino Matarazzo in Marbella trainieren ließ, was auch immer den Teamgeist fördern sollte: Es hat nicht funktioniert. Der Geist von Marbella? Er existiert nur in der Phantasie der Verantwortlichen. Nicht nur in den ersten 30 Minuten, aber da extrem: Sasa Kalajdzic ohne jede Einbindung und Wirkung, Philipp Förster unsichtbar, die neu formierte Viererkette nervös, unabgestimmt und fehlerhaft. Waldemar Anton als Rechtsverteidiger? Eine Fehlbesetzung. Dinos Mavropanos in die Mitte zu ziehen? Eine Fehlentscheidung. Bekam er überhaupt einen Ball zum Mitspieler? Spektakulär mal wieder sein Eigentorversuch, dem nur ein mutiger und wacher Florian Müller im Weg stand. Unglaubliche Querschläger und Fehlpässe am eigenen Strafraum, eine Standardverteidigung from hell, Wataru Endo mit vielen Ballverlusten, kein strukturiertes Aufbauspiel, nur lange Verzweiflungsbälle. Eine erschreckende Leistung. Vor allem erschreckend uninspiriert und leblos. Beispielhaft Orel Mangala, der eigentlich nicht statt fand. joa… #VfBSGE pic.twitter.com/rNnYF5304u — céci (@celilavie) February 5, 2022 War da eine geschlossene und motivierte Mannschaft auf dem Platz? Immerhin kam sie nach zwei Rückständen zurück, was auch Sven Mislintat (natürlich!) betonte. Aber ermöglicht hatte dies ein Frankfurter …

Einer wie Carlos Mané?

Wir alle haben Carlos Mané geliebt. Er war ein Fan-Favorit von Anfang an. Natürlich hat auch sein Debüt gegen Fürth mit seinem Doppelpack eine Rolle gespielt. Aber diese ansteckend gute Laune, sein ständiges Lachen, seine unwiderstehlichen Dribblings und seine Identifikation mit dem VfB: Carlos Mané hat in seinen 19 Spielen für den VfB Spuren hinterlassen, nicht nur weil er “auch dann noch leichtfüßig wirkte, wenn er knöcheltief im Matsch versinkt“. Ausgeliehen von Sporting Lissabon blieb seine Zeit beim VfB allerdings unvollendet – durch einen Knorpelschaden und einen Sehnenriss im Oberschenkel. Wie gerne hätte ich ihn in der Bundesliga für den VfB spielen sehen. An Mané muss ich denken bei dem aktuellen Neuzugang Tiago Tomás. Auch er kommt von Sporting Lissabon, auch er ein offensiver Spieler, der Spektakel machen kann. Und offensives Spektakel kann der VfB gut gebrauchen. Im Testspiel gegen Rostow, dem Drittletzten der russischen Liga, kam der VfB zu einem glücklichen 2:1-Sieg durch Tore in den letzten drei Minuten. Ja, Testspiele darf man nicht überbewerten, am Ende des Trainingslagers schwere Beine und so. Aber …

Weniger Diamantenfieber, mehr SOKO Soforthilfe

Die Transferstrategie von Sven Mislintat wird gerne verkürzt dargestellt mit: jung, talentiert, französisch-sprechend, notfalls japanisch. Das ist natürlich weniger als die halbe Wahrheit, denn der Sport-Direktor holte auch Spieler wie zum Beispiel Pascal Stenzel, Florian Müller, Hamadi Al Ghaddoui, Fabian Bredlow, Waldemar Anton, Atakan Karazor, Philipp Klement und Philipp Förster. Aber es ist schon richtig: Vieler seiner Transfers sind Wetten auf die Zukunft, auf dass sich die Spieler weiter entwickeln und im besten Fall Transfererlöse erzielen. Mislintat stellt dieses Vorgehen gerne als alternativlos dar und erklärt dies mit der finanziellen Situation des VfB. Diese finanzielle Situation erlaubt es aber offensichtlich, für sechs Millionen Wahid Faghir und Enzo Millot zu verpflichten, die dem VfB eher langfristig helfen können als eine wichtige Rolle in der derzeitigen Situation zu spielen. Das ist an sich kein Problem, schließlich sollte man den jungen Spielern Zeit für deren Entwicklung einräumen, wie beispielsweise auch Ömer Beyaz oder Naouirou Ahamada. Aber diese Zeit hat der VfB aktuell nicht. Der Klassenerhalt muss nicht irgendwann geschafft werden, sondern allerspätestens bis zum 14. Mai 2022. Was …

VertikalGIF #SCFVfB: Das große Missverständnis

Spieltag Drei der “Monsterrückrunde” für den VfB. Nach einem mutlosen Auftritt mit Punktgewinn in Fürth und einer verbesserten Performane ohne Punktgewinn gegen Leizig stellte sich die Frage, welches Gesicht der VfB gegen die Breisgauer zeigen würde. Spoiler: kein hübsches. Doch der Reihe nach: Matarazzo schickte fast die gleiche Elf aufs Feld wie gegen Leipzig, nur Borna Sosa kehrte für Nartey zurück. Sosa, dessen muskuläre Probleme wohl von seinen Weisheitszähnen verursacht werden, war aber leider deutlich anzumerken, dass er nicht bei 100 Prozent ist. Gut, dass die Dinger jetzt rauskommen! Die Anfangsphase des Spiels war offen gesagt ziemlich langweilig. Kein Wunder, denn schließlich wollte der VfB es unbedingt vermeiden, früh einen Treffer zu kassieren. Freiburg hingegen guckte sich die ganze Sache erstmal in Ruhe an. Spannend wurde es nach einer halben Stunde: Erst hatte Freiburg zwei gute Chancen und dann folgte der Aufreger des Spiels: Wie schon gegen Leipzig zog Tibidi in den Strafraum, wieder wurde er gefoult und der perfekt postierte Schiedsrichter Stieler zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Ein klassischer Fall von “Elfmeter gezogen”. Den …

Gimme hope, VfB!

Keine Frage, der zurückgenomme Elfmeter hat das Spiel verändert, vor allem nachdem wenige Sekunden später das 1:0 folgte. Aber vielmehr ist es so, dass der VfB das Nachbarschaftsduell gegen Freiburg im wahrsten Sinne des Wortes chancenlos verloren hat. Eine vollkommen verdiente Niederlage. Mit Diskussionen über den Elfmeter sollten wir uns nicht aufhalten. Natürlich ist der Einsatz des VAR vor allem bei Spielen mit Stuttgarter Beteiligung eine Farce. Remember letzte Woche die Aktion von Orban gegen Tibidi. Auch die Schiri-Experten von Collinas Erben konstatierten, dass es keine klare Fehlentscheidung war, die ein Eingreifen des VAR notwendig gemacht hätte. Halbzeit: DFB 1, VfB 0. #SCFVfB — Vertikalpass (@vertikalpass) January 22, 2022 Aber die Leistung des VfB sollte nicht durch eine falsche Schiedsrichterentscheidung relativiert werden. Denn was bot der VfB gegen Freiburg an? Nichts. Höchstens. Auch, wenn man nicht viel auf die Expected Goals Statistik gibt: 0,05 zu erwartende Treffer zur Halbzeit sprechen Bände. Das nehmen höchstens Homöopath*innen noch ernst. Fünf Spiele in Folge ist der VfB Stuttgart mittlerweile ohne eigenes Tor, offensiv unglaublich planlos, letztlich sind Aktionen …

Warum der VfB so schlecht dasteht

So eine Headline wollte ich schon immer machen. Die StZ/StN sind voll davon oder besser: verwenden nur diese Art von Teaser auf ihrer Webseite. Dann muss das ja funktionieren! Beim VfB Stuttgart funktioniert in dieser Saison hingegen ziemlich wenig. Woran das liegt? Es ist ganz einfach, wir haben es für Euch aufgeschrieben. Immer, wenn man nicht weiter weiß, wird sie beschworen und oft bemängelt, dass sie fehlt: die Mentalität. Gesehen und gesprochen hat diese Mentalität noch niemand, aber wichtig soll sie sein, sie ist wie eine Art zwölfter Mann auf dem Spielfeld und sie kann Spiele gewinnen – oder eben auch nicht, wenn sie denn fehlt. Der Mannschaft fehlt sie ganz sicher nicht, wie Sven Mislintat nicht müde wird zu betonen. Es fehlen dem Team jedoch Gier und in manchen Situationen Leidenschaft und Widerstandskraft. Vor allem gegen direkte Abstiegskonkurrenten. Das könnte man in sofern interpretieren, dass sich einige Spieler zu fein sind, gegen vermeintliche Underdogs wie Fürth, Bochum oder Bielefeld zu performen. Eine gewisse Überheblichkeit also, nur, wem soll die unterstellt werden? Wataru Endo, dem …

Die Lage ist ernst, aber nicht hoffnungslos

Spiele gegen Leipzig sind die schlimmsten in der Saison. Da ist dieses Werbemittel, gegen das der VfB spielen muss und da ist diese Statistik, die gegen den VfB spricht. Und mit Kai Dittmann ein verlogener und scheinheiliger Reporter am Sky-Mikrofon. Als ich die Aufstellung vor dem Spiel las, dachte ich als erstes an Suicide Squad. Es konnte nur spielerischer Selbstmord sein, die taktisch noch unreifen Alexis Tibidi und Tanguy Coulibaly in die Startelf zu stellen. Zudem fiel Borna Sosa überraschend wegen muskulärer Probleme aus. Marc-Oliver Kempf noch nicht mal im Kader (Wechsel Incoming?). Aber ich wurde überrascht, äußerst positiv, vor allem von Tibidi und Coulibaly. Ein Auftritt, mit dem der VfB in Fürth drei Punkte geholt hätte. Fast schon traditionell gegen besser besetzte Gegner: Der VfB zeigte sich engagiert, griffig, lauffreudig und taktisch clever eingestellt. Selbst offensiv sah das deutlich besser aus als gegen Fürth, obwohl die schärfste Waffe „Sosa-Sasa“ ausfiel. Man muss sich (wie immer fragen): Warum nicht gegen Bielefeld, Augsburg oder Bochum so auftreten? Da wären dann Punkte drin. Gegen Leipzig sind es …