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VertikalGIF #FCUVfB: Vereint gegen Union!

Also VfB-Fan hat man schon pathologisch große Sorgen, wenn es gut läuft, weil man nach Jahren der chronischen Erfolglosigkeit insgeheim glaubt, dass das eigentlich gar nicht sein kann. Kein Wunder, dass man immer nach Gründen sucht, warum die Erfolgsserie reißen muss. Diesmal war es die Sorge, dass die Länderspielpause die Schwaben aus dem Flow holen und die Köpenicker wieder reinbringen könnte. Und tatsächlich stellte Sebastian Hoeneß personell um. Ito und Stenzel rotierten auf die Bank, dafür starteten Zagadou und Mittelstädt – letzterer mit seinem Startelfdebüt für den VfB. Auf der rechten Seiten sollte Rouault die Kreise von Goosens begrenzen. Um es vorweg zu nehmen: Der junge Franzose machte es hervorragend. Wichtig war natürlich gewesen, dass Tormaschine Guirassy unbeschadet von den Länderspielen zurückgekehrt war und in der Startelf stand. Das tat er – und benötigte exakt 16 Minuten, um zu zeigen, dass sein Streak noch nicht beeendet ist. Er selbst spielte dem eingerückten Rouault den Ball zu, zeigte seinen Laufweg an, wurde perfekt bedient und köpfte zum 1:0 ein. Das Social Media Team der Unioner schien …

VertikalGIF #RBLVfB: Die schwäbische Blackbox

Die Saison ist noch jung, aber die VfB-Fans haben schon wieder fast alles mitgemacht: Nach dem triumphalen 5:0 gegen VfL Bochum, der am zweiten Spieltag der Dortmunder Borussia übrigens ein 1:1 abtrotzen konnte, setzte es in Leipzig eine deftige 1:5 Niederlage nach 1:0 Führung zur Halbzeit.   Wir könnten an dieser Stelle natürlich über das Spiel reden, aber wir sollten dem Marketing-Projekt aus Österreich auch wirklich nicht zu viel Aufmerksamkeit zukommen lassen.   Sprechen wir lieber darüber, wo der VfB Stuttgart nach zwei Spieltagen steht und was wir nach dem Abgang von Wataru Endo und Dinos Mavropanos erwarten dürfen.   Gehen wir einfach mal von vorne nach hinten durch: Serhou Goalrassy erzielte in Leipzig sein drittes Tor im zweiten Ligaspiel. Er ist wieder die Lebensversicherung des VfB. Und in dieser Saison haben wir mit Deniz Undav hoffentlich einen adäquaten Ersatz, wenn Guirassy im Januar 2024 beim Afrika-Cup unterwegs ist. Unklar hingegen ist, welche Rolle Spieler wie Milosevic, Kastanaras und Sankoh einnehmen sollen.   Im Mittelfeld gilt es den Unersetzlichen zu ersetzen. Durch den Abgang von …

Dinos: Immer mitreißend!

Bei der Miss-Wahl meines Lebens ist er die Nummer Eins. Er ist der Mann, der mir den Atem raubt und mir die Sprache klaut. Ich dreh’ durch wie nen Reifen im Schnee, wenn ich ihn auf dem Spielfeld seh’: Dinos Mavropanos ist einfach ein Hammertyp, der vor allem eines in seinen drei Jahren beim VfB konnte … Er konnte mitreißen. Die Kollegen auf dem Feld, aber auch die Zuschauer im Stadion und das Publikum vor dem Fernseher. Seine Energie war auf dem Feld, der Tribüne und im Wohnzimmer stets zu spüren. Er hatte eine mitreißende Spielweise, emotional, mit spektakulären Aktionen, vorne wie hinten, wie das 50-Meter-Eigentor im Pokalspiel gegen Paderborn. Der griechische Schrank absolvierte seit 2020 89 Pflichtspiele für den VfB und schoss acht Tore. Seine wichtigsten Treffer: Das 2:1 gegen Hertha BSC in der Nachspielzeit und das 1:0 in der Relegation gegen den Hamburger SV. Der optimale Start in die Entscheidungsspiele und wahrscheinlich der entscheidende Faktor, warum die Hanseaten in der Relegation nie eine Chance hatten. Am Anfang war mein Vertrauen in den mächtigen …

Ein Pflicht-Dreier

So schnell kann‘s gehen: Am Donnerstag und Freitag schien die VfB-Welt wegen des Wechsels von Wataru Endo nach Liverpool unterzugehen, am Samstag dann alle in weiß, Riesen-Stimmung, 5:0-Sieg und Tabellenführer. Wobei man sagen muss: Der Sieg gegen Bochum war nichts anderes als ein Pflichtsieg. Wer eine stabile Saison spielen will, muss gegen den Club aus dem Ruhrpott gewinnen. Euphorie ist also total unangebracht. Nicht nur weil der VfL an diesem Spieltag kein ernst zu nehmender Gegner war, sondern weil bis zum Ende der Wechselperiode noch reichlich Bewegung in den Kader kommen wird. Und es ist zu befürchten, dass sich die Qualität der Mannschaft nicht erhöhen wird, auch weil für Transfers nicht das entsprechende Budget bereit gestellt wird. Es gibt dazu widersprüchliche Aussagen von Alex Wehrle und Fabian Wohlgemuth. Der kicker schreibt von der irrwitzigen Zahl von 45 Millionen Transferüberschuss, die der VfB erzielen will oder muss. Kann aber auch sein, dass Umsatz und Überschuss verwechselt wurde. Kann vorkommen bei einem Medium, das in der hochgeschobenen Hose von Enzo Millot ein Zeichen mangelnder Disziplin sieht. Der …

Bude voll People

Endlich wieder treffen sich Leute, ballern Bier, gesammelte Becher, Vorfreude und Gelächter. Der VfB hat eine okaye Vorbereitung gespielt, die Ergebnisse passten meist, aber zu viele Verletzte und jede Menge personelle Unsicherheit von Guirassy bis Ito, von Sosa bis Mavropanos. Und trotzdem: Die Vorfreude ist groß, wie es eigentlich immer ist, wenn der VfB keine Pflichtspiele bestreitet. Die erste Pokalrunde gegen die TSG Balingen hat die Vorfreude nicht getrübt. Es ist mit dem 4:0 ein seriöser Saisonauftakt, auch wenn es ein Gegner ist, der dem VfB gar nichts abverlangte. Leider gelang dem Viertligisten so gut wie nichts, sogar einfachste Pässe über wenige Meter misslangen. So hatte das Spiel kaum mehr als Testspielcharakter. Aber auch das muss der VfB erst einmal gewinnen und mit der notwendigen Ernsthaftigkeit bestreiten. Die wird Enzo Millot unter anderem von einem Fachmagazin beharrlich abgesprochen, Disziplin, Tattoos und so. Aber er trägt das Spiel in Balingen bzw. an der Kreuzeiche, ist im Grunde neben Serhou Guirassy der Einzige, der sich in der Anfangsphase freiläuft, während seine Kollegen gerne auf ihren Positionen verharren. …

Geld first, Gewissen second

Alex Wehrle ist erkennbar stolz und das kann er auch sein: Durch den Mercedes Benz Bank-Ausstieg musste er in einem schwierigen Wirtschaftsklima ein riesiges Sponsoring-Loch stopfen und das ist ihm rein finanziell hervorragend gelungen durch die Abschlüsse mit Winamax, hep global und Q-nnect. Aber wetten, dass Wehrle die Kritik am Winamax-Deal überhaupt nicht versteht? Darauf zu verweisen, dass 17 von 18 Bundesligisten ebenfalls mit Wettanbietern zusammen arbeiten: uninteressant. Der VfB ist der VfB und nicht der FC Bayern, sonst könnte man in der Mercedesstraße ja auch gleich mit Katar zusammen arbeiten. Es „schade” zu finden, dass die Fans den Winamax-Deal nicht abfeiern und sich etwas anderes erhofft hätten, ist typisch für Wehrle: „Die Fans blicken es halt nicht“, so die Einstellung des VfB-Bosses. Es geht nicht darum, dass fans sich einen Trikotsponsor aus dem Ländle gewünscht haben. Es geht darum, dass der Trikotsponsor zum VfB und seinen Werten passt. Ist aber auch echt ein schwieriges Umfeld in Stuttgart! Dabei hat Wehrle davon gesprochen, dass Sponsoren zu den Werten des VfB passen müssen. An sich etwas …

Werte leben ist schwer

Nach dem Weltmarken-Bündnis waren die Erwartungen groß. Wie würde der neue Trikotsponsor des VfB heißen? Es konnte nur Trumpf, Liebherr, Stihl, Bosch, Bürger, Boss oder Bauhaus sein. Geworden ist es der Wettanbieter Winamax aus Frankreich. VfB-Boss Alexander Wehrle sagte letzte Woche noch, dass nicht der Sponsor den Zuschlag bekommt, der das meiste Geld auf den Tisch lege. Er müsse auch zum VfB und seinen Werten passen. “Dabei geht es nicht nur ums Monetäre oder um die Vertragslaufzeit. Es muss eine Partnerschaft sein, die für uns und den Partner passt. Dann ist nicht der allerletzte Euro entscheidend.” Wie kann der Online-Poker- und Sportwettenanbieter Winamax zu den Werten des VfB passen? Zu einem Club, der zuletzt eine Stiftung zur Förderung von Sport, Bildung und Erziehung, Gesundheit, Umwelt- und Klimaschutz gründete und beim CSD in Stuttgart mit einem eigenen Wagen Flagge für Diversität und Toleranz zeigte? Es wiederholt sich der Eindruck, dass bei Wehrle die Worte größer und ambitionierter sind als die Taten. Werte formulieren ist einfach. Werte leben ist schwer. Generell muss kritisch hinterfragt werden, warum der …

15 Jahre kessel.tv: Fällt mir nur geil ein!

15 Jahre sind im Online-Business eine Ewigkeit. 15 Jahre hält das doch niemand aus. Nur einer liefert. kessel.tv hat die Bilder, hat die Ideen, hat die Listen, hat immer den heissesten Scheiss. kessel.tv. hat den Style, das beste Merchandising, ohne kessel.tv wäre es in Stuttgart langweiliger. kessel.tv ist mutig, bunt, dreist, sympathisch, lustig, kreativ, kurios, innovativ, manchmal unverschämt, einfallsreich, unerschrocken. Die Texte sind Stadtgespräch („von kessel.tv, weisch …!“), Formulierungen werden on- und offline in den Sprachgebrauch übernommen, die Themen und die Ketty-Images findet man so nirgends. kessel.tv liebt Stuttgart und will den Blick auf die Stadt zum Besseren verändern. Und wir lieben kessel.tv, denn es ist das Genussplätzle für unsere Stuttgarter Seele. kessel.tv ist auch ein Beispiel für die Magie des Miteinanders im Team. Es gab schon eine KTV-Radioshow, da war das Podcasten noch gar nicht erfunden. “It was all a dream“, wusste schon Biggie und kessel.tv lebt ihn einfach. Während StudiVZ, MySpace und Netscape schon längst nicht mehr im Game sind, wird kessel.tv immer besser. Wer so lange dabei ist, hat vor allem gelernt, …

Das war’s noch nicht!

Alles richtig gemacht: Der VfB Stuttgart hat gegen Bayer Leverkusen ein ordentliches und diszipliniertes Spiel gezeigt. Alles gut, wenn es nicht der 32. Spieltag wäre. Und wenn der VfB nicht auf Platz 17 stünde. 1:1 gegen Leverkusen: eigentlich ganz gut und gleichzeitig zu wenig. Gegen den Werksclub hatte der VfB zwei Möglichkeiten, wie er das Spiel angeht: Von vorne herein mutig den Gegner unter Druck setzen, falls der Halbfinalist der Europa League im Rom-Sandwich nicht ganz bei der Sache ist. Oder ruhig beginnen, das Spiel lange offen halten. Um dann am Ende mit Mut und Zielstrebigkeit auf den Dreier zu gehen, falls den Leverkusenern die Kraft ausgehen sollte, weil sie 72 Minuten zuvor ein aufreibendes Spiel gegen AS Rom absolvieren mussten. Trainer Sebastian Hoeneß wählte dann die dritte Möglichkeit, die ein bisschen an die Zeit von Bruno Labbadia erinnerte: Fehlervermeidung und Spielkontrolle statt Risiko, um insbesondere den Speed des Gegners seriös zu verteidigen. Die fehlende Wucht und der nicht vorhandene Mut auch in möglichen Umschaltsituationen waren also mehr der Herangehensweise des Trainers geschuldet als der …

VertikalGIF #VfBB04: Bittere Pille im Abstiegskampf

Am 32. Spieltag also gegen Bayer Leverkusen. Ausgerechnet gegen das Team, gegen das man zuletzt in Stuttgart im Jahr 2010 gewinnen konnte. Die älteren unter unseren Leser*innen werden sich erinnern. Siegtorschütze war damals: Cacau! Da der VfB erst am Sonntag Nachmittag antreten durfte, wusste man bereits, wie die Konkurrenz gespielt hatte. Alle Mannschaften im Tabellenkeller hatten verloren – mit einer Ausnahme: Ausgerechnet Bochum hatte sein Heimspiel gewonnen und war am VfB vorbeigezogen. Leverkusen war in den letzten Wochen in der Liga zwar absolut on fire gewesen, hatte dann aber am 31. Spieltag gegen den 1. FC Köln verloren. Außerdem lag die Partie zwischen den beiden Europapokal-Halbfinalspielen gegen Rom, dem sogenannten Mourinho-Sandwich. Dem VfB musste das alles egal sein, denn drei Punkte mussten her. Das Team von Sebastian Hoeneß begann konzentriert und sehr vorsichtig. Kein Wunder, denn ein frühes Gegentor nach einem Konter der schnellen Leverkusener wäre verheerend gewesen. Insofern machte der Matchplan durchaus Sinn. Auch Bayer Leverkusen ging die Partie eher gemütlich an. Das Resultat war eine erste Halbzeit, die man getrost als ereignislos bezeichnen …