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VertikalGIF #VfBBVB: Nikolaus, Nikolaus, Dortmund raus!

Die Pokalauslosung war eine schöne Bescherung gewesen: Nach Champions League Teilnehmer Union Berlin (ja, ja!) hieß der nächste Gegner Champions League Teilnehmer Dortmund – und das nur 3,5 Wochen nach dem Ligaspiel gegen die Terzic-Truppe. Aber es hilft ja nichts: Wer nach Berlin will, muss auch die dicken Bretter bohren. Wobei man bei der Borussia nicht erst seit dem 1:2 in Stuttgart durchaus skeptisch sein darf, ob die Mannschaft wirklich Massiv- oder doch eher Sperrholz ist. Nach dem wenig überzeugenden Autritt in Stuttgart am 11. Spieltag hatte Dortmund Einiges wiedergutzumachen und alle waren sich sicher: Die Borussia würde ein ganz anderes Gesicht zeigen als bei der Niederlage. Und tat sie das? Ohne Brandt und Füllkrug in der Startelf sah es fast so aus, als wolle Terzic erstmal Beton anrühren und dann über die schnellen Offensivkräfte kontern. Der Fastmeister wollte wirklich Underdog-Fußball beim Fastabsteiger spielen? Klar ist aber auch: Nach dem bisherigen Saisonverlauf strotzt der VfB nur so vor Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten. Und das sah man auch am Mittwochabend: Abgesehen von Sabitzers Lattentreffer rollte …

Die laute Goschn

Jürgen Sundermann, der Erfinder der Jungen Wilden Ende der 70er Jahre, stand auf autoritäre Spieler. Weil er sich selbst als Autorität sah und Spieler benötigte, die dies während der 90 Minuten auf dem Platz für ihn übernahmen. Denn auch wenn er mit Trikot auf der Bank Platz nahm, eingreifen konnte selbst Sundermann nicht. Zu seiner Zeit gab es zwei Autoritäten im Team: Dragan Holcer und Roland Hattenberger. Während der Jugoslawe eher ruhig führte, mit Blicken und kleinen Gesten, war sein österreichisches Pendant ein Mann des Wortes. Er konnte auch einmal laut werden, wenn ihm etwas nicht passte. Zusammen mit Hermann Ohlicher und Georg Volkert gab er den Ton an. 51 Länderspiele hat er auf dem Zettel und zwei WM-Endrunden (1978, 1982). Wobei er 1978 verletzungsbedingt ohne Einsatz blieb, 1982 dagegen stand er in vier von fünf Spielen auf dem Platz. Wie Kevin Kuranyi und Wataru Endo absolvierte Hattenberger 99 Bundesligaspiele im VfB-Dress. In seinen insgesamt 125 Pflichtspielen zwischen 1977 und 1981 für den VfB gelangen dem Mittelfeldspieler 10 Treffer. Zusammen mit Erwin Hade­wicz hielt er …

VertikalGIF #SGEVfB: Dicke Luft vor dem Main Event

Geht’s euch auch so? In jeder Länderspielpause steigt die Angst, dass der magische Lauf des VfB endet. Und auch ohne die nervigen Unterbrechungen mit dem Stimungsdownder namens Nationalmannschaft: Wie hätten wir eigentlich vor einem Jahr reagiert, wenn uns jemand gesagt hätte, der VfB gewinnt erst gegen Borussia Dortmund und dann bei Eintracht Frankfurt – und beide Male hoch verdient?   Dabei sahen die Zahlen gar nicht so gut aus: Die Eintracht hatte seit einem Jahr kein Heimspiel verloren und der VfB hatte zuletzt gar 2016 in Frankfurt gewinnen können. Andererseits hatte man auch schon lange nicht mehr verloren: Die letzten drei Spiele bei den Hessen endeten allesamt 1:1.   Die Partie zwischen Stuttgart und Frankfurt ist auch immer ein Aufeinandertreffen von zwei großen, lauten und leidenschaftlichen Fansszenen, zuletzt erlebt im Pokalhalbfinale in Cannstatt. Dieses Kräftemessen fiel am Samstagbend leider aus. Grund dafür war ein ziemlich sicher völlig überzogener Polizeieinsatz vor der Heimkurve vor Anpfiff, bei dem auch Unbeteiligte verletzt wurden. Es bleibt zu hoffen, dass dieser Vorfall endlich mal ordentlich aufgeklärt wird. Gute Besserung an …

Spektakulär unspektakulär

„Es geht gegen eine Spitzenmannschaft, die brauchen nicht viel. Die kamen zweimal vors Tor und zweimal hat es gescheppert“, zeigte sich Frankfurts Trainer Dino Toppmöller beeindruckt. Der VfB eine Spitzenmannschaft? Echt jetzt? Wenn man den reifen Auftritt bei der Eintracht als Maßstab nimmt: ja! Erste Heimniederlage für die Hessen seit Oktober 2022, erste Niederlage nach acht ungeschlagenen Pflichtspielen, ein reichlich uninspirierter Auftritt, nachdem sich die SGE zuletzt unter Toppmöller stabilisiert hatte: Der VfB fuhr nach Frankfurt, spielte cool sein Spiel runter und nahm drei Punkte mit. Weil er zum richtigen Zeitpunkt die Tore schoss. Weil er auch in der vorübergehenden Eintracht-Dominanz keine Chancen zuließ und klugen Kopf behielt. Weil der Spielansatz von Sebastian Hoeneß in der zweiten Halbzeit besser war als der seines Gegenübers. Frankfurt fiel nichts ein, um dem VfB gefährlich zu werden. Einzig “Mittelstürmer” Omar Marmoush fiel auf, weil er sich schon auf den Boden warf, wenn ihn Dan-Axel Zagadou auch nur anschaute. Wobei so ein Blick von Daxo einen schon umhauen kann. Natürlich sprechen alle nach dem 2:1-Sieg des VfB über Deniz …

VertikalGIF #FCHVfB: Aufbauhilfe Ostalb

“But can they do it on a cold rainy night on the Ostalb?” Das war die Frage, die sich viele VfB-Fans vor dem ersten Bundesligaduell zwischen Heidenheim und Stuttgart stellten. Die Antwort: No, they couldn’t.   Neben dem Torinstinkt von Serhou Guirassy und der Umtriebigkeit von Enzo Millot fehlte dem VfB dabei vor allem die nötige Leidenschaft und natürlich auch ein wenig Glück. Die Konsequenz: Das erste Spiel unter Sebastian Hoeneß überhaupt und die zweite Bundesliga-Niederlage in Folge. Ist das schon die erste Mini-Krise?   Aber der Reihe nach: Sebastian Hoeneß wechselte auf zwei Positionen. Rouault spielte für Stenzel, der Oberschenkelprobleme hatte, und Silas ersetzte Leweling. Enzo Millot stand aus familiären Gründen nicht im Kader. Silas war es dann auch, der in der 7. Minute die Führung auf dem Fuß hatte. Er umkurvte den Heidenheimer Keeper, ließ sich dann aber viel zu einfach von Bundesligadebütant Gimber abdrängen.   Danach begannen die großen Aluminiumfestspiele: In der 17. Minute traf Schöppner die Latte, in der 38. tropfte ein toller Freistoß von Stiller an den Querbalken. Am Ende …

Ein Sieg der Leidenschaft

Eine Niederlage, die Leiden schafft. Wobei wir gar nicht mehr wissen, was das bedeutet: leiden. So viel Freude bereitet der VfB in dieser Saison. Noch letzte Woche verlor der VfB als bessere Mannschaft gegen Hoffenheim. In Heidenheim allerdings ist der VfB die schlechtere Elf und verliert gegen ein Team mit limitierten Möglichkeiten. Es scheint so, als ob diese Saison vieles anders und vor allem vieles besser werden würde. Gleich geblieben sind die Schwierigkeiten gegen Teams, die vermeintlich schlechter sind. Heidenheim ist eine Mannschaft mit begrenzten Mitteln aber unbegrenztem Willen. Eine Elf, die aus ihren wenigen Möglichkeiten alles herausholt. Kurz: Die das Beste aus sich macht. Und das ist der große Unterschied zum VfB, der am Sonntag Abend nicht die beste Version von sich auf den Platz bringt. Regen, Wind, tiefer Boden und ständig fliegen diese krummen Dinger von Jan-Niklas Beste in den Stuttgarter Strafraum. Es ist eigentlich ganz einfach, was das Team von Trainer Frank Schmidt anbietet: einstudierte Standards, viel laufen und dem VfB eine gewisse Wildheit aufzwingen. Heidenheim ist wacher und präsenter. Das zeigt …

VertikalGIF #VfBFCU: Spektakulär unspektakulär

Englische Woche, Pokal, Heimspiel, Flutlicht: Fußball kann schon ganz schön geil sein. Vor allem, wenn es wie beim VfB gerade so extrem gut läuft und man sogar optimistisch und relaxed auf ein Spiel gegen den ehemaligen Angstgegner Union Berlin blicken kann. Vor einem Jahr hatte der VfB in der zweiten Pokalrunde ebenfalls ein Heimspiel. Der Trainer damals hieß Michael Wimmer, der Gegner war Arminia Bielefeld, das Ergebnis lautete 6:0 und im Stadion saßen gerade mal knapp 25.000 Menschen. Gegen Union war die Hütte diesmal rappelvoll. 52.000 wollten sehen, ob und wie der VfB mit der ersten Heimniederlage unter Sebastian Hoeneß umgehen würde. Der VfB-Trainer reagierte personell und schickte Zagadou, Jeong und Leweling in die Startelf. Rouault, Millot und Silas saßen dafür erstmal auf der Bank. Sein Gegenüber Urs Fischer warf die Rotationsmaschine so richtig an und wechselte gleich auf fünf Positionen. Man hatte schon ein wenig das Gefühl, dass beide Trainer nicht ihre allerbesten Formationen aufs Feld schickten. Von Anpfiff wurde deutlich, dass beide Teams eher vorsichtig agieren würde. Für den VfB bedeutete das: viel …

Souverän. Sicher. Weiter.

Die Saison entwickelt sich für Union Berlin zu einer Horror-Serie, während die Stabilität des VfB schon fast unheimlich ist. Nach der eher unglücklichen Niederlage gegen Hoffenheim kommen die Stuttgarter im Union-Style im DFB-Pokal eine Runde weiter: mit einem dreckigen Sieg. Solche Spiele musst du gewinnen. Und an solchen Spielen kann man sehen, wie reif die Mannschaft ist und wie gefestigt. Die Niederlage gegen Hoffenheim? Offensichtlich abgehakt. Der VfB ist in der Vergangenheit sonst immer dafür bekannt gewesen, sich von dieser Art von Rückschlägen aus dem Rhythmus bringen zu lassen. Gegen Union wirkte der VfB weder hektisch noch verzweifelt bemüht, das 2:3 unbedingt vergessen zu machen. Die Mannschaft verließ sich auf ihr Können und auf den Matchplan des Trainers. Sie weiß, was sie kann, ohne überheblich zu werden und strahlte eine beeindruckende Souveränität aus. Es wurden jedoch auch die richtigen Lehren aus der ersten Niederlage nach sechs Siegen gezogen. Der VfB stand defensiv sicher und verteidigte leidenschaftlich sein eigenes Tor. An Dan-Axel Zagadou zerschellten fast alle offensiven Bemühungen der Berliner. Wenn es darauf ankommt, würde der …

Die Niederlage kann auch eine Chance sein

Ich wusste, es wird passieren, redete mir aber ein, kann doch nicht sein, vor allem nicht gegen Hoffenheim. Aber irgendwann musste es so kommen. Wir konnten nicht davon ausgehen, dass der VfB kein Spiel mehr verliert. Aber wenn man schon verlieren muss, dann lieber gegen eine Mannschaft, die besser ist und nicht gegen eine, die in erster Linie auf dem Boden rumliegt, einen überragenden Torhüter und eine gnadenlose Effizienz vor dem Tor besitzt. „Wir waren ganz klar besser heute, hätten das Spiel gewinnen müssen. Und ein entscheidender Faktor war ich“, sagte nach dem Spiel Deniz Undav und war untröstlich. Dabei liest sich seine persönliche Bilanz erst einmal gar nicht so schlecht: Ein Tor, ein Assist, zwei Pfostenschüsse und Florian Grillitsch musste ausgewechselt werden, nachdem er an Undavs Hintern abgeprallt war. Aber er vergab auch das direkte 1:1 (5.) und einen Elfmeter (30.). Der VfB verlor jedoch nicht wegen Undav oder weil Serhou Guirassy fehlte. Der VfB verlor, weil er individuelle Fehler in der Abwehr machte und vor dem Tor an Oliver Baumann scheiterte. Die Gegentore …

VertikalGIF #VfBTSG: Erlebnis statt Ergebnis

3,56 zu 1,75 expected Goals, 23 zu 7 Schüsse, 718 zu 261 gespielte Pässe, 68 % Ballbesitz und trotzdem 2:3 verloren – und das ausgerechnet gegen die Theaterspielgruppe aus Hoffenheim! Also erstmal tief durchatmen, dann geht’s los.   Schon vor Anpfiff war klar: Eine Serie würde am Samstag reißen. Entweder die der Hoffenheimer, die in dieser Saison alle Auswärtsspiele gewinnen konnten, oder die des VfB, der unter Sebastian Hoeneß noch kein einziges Heimspiel verlor. Spannend!   Apropos vor dem Anpfiff: Da gab es auch eine sensationelle Choreo der Cannstatter Kurve, um den Club nachträglich zum 130-jährigen Geburtstag zu gratulieren. Und die war mal wieder wie?   How good is the ⁦@BL_Live_EN⁩? Love coming to Stuttgart to watch ⁦@VfB⁩ and Hiroki Ito!! An amazing atmosphere!! Can’t help being a little envious living in 🇦🇺!! We need the fans in our stadiums. pic.twitter.com/sdWiKA9j3p — John Grimaud 🇦🇺⚽️ (@grimaud_john) October 28, 2023 In der Sturmspitze sollte es wie erwartet Deniz Undav anstelle vom verletzten Guirassy richten. Außerdem rückten Pascal Stenzel und Hiroki Ito wieder in die Startelf. Und …