Alle Artikel in: Mini-Feature

Danke, Armin Veh!

Wir Stuttgarter sind Freunde von Kontinuität, Zuverlässigkeit und Berechenbarkeit: Wir hören seit 25 Jahren die Fantastischen Vier, fahren unseren Doimler, trinken draußen schon immer in der Kälte unser Bier im ehemaligen Klohäusle “Palast” und wenn wir zappeln und feiern wollen, dann fällt unsere Wahl seit ewigen Zeiten auf die “Boa” und den “Perkins Park”. Deshalb kommen wir mit Armin Veh derzeit nur schwer zurecht. Jede Woche eine neue Aufstellung, neue Spieler, ein neues System, “so goht’s doch net!” Und was sollte das jetzt in Frankfurt? Timo Werner und Antonio Rüdiger auf der Bank, dafür der ausgemuserte Sercan Sararer von der U23 direkt in die Startformation. Das kann doch nicht gut gehen. Doch, das kann. Danke, Herr Veh, was haben Sie mit der Mannschaft gemacht, dass sie innerhalb von einer Woche zwei Spiele des Jahres abliefert? Zehn Tore in drei Spielen? Das müssen Sie mir erklären und dann sagen ich Ihnen mal was zu Ihrem Styling. Denn, bei allem Respekt, so wie in Frankfurt können Sie nicht rumlaufen. Wirklich nicht. Herr Veh, Ihr Coaching ist auf …

Jugendspieler

Wild Boys: Der VfB und ich in den 80er-Jahren

Die Aufholjagd des VfB nach 3 Toren Rückstand führt uns zurück in die 80er, als es noch Ascheplätze gab, Hansi Müller spielte und ich David Bowies “Heroes” zum ersten Mal hörte. Inklusive nostalgischem Blick zurück auf die eigene Karriere als rechter Verteidiger, Libero und Sechser. Mega! Meine Frage im letzten Text, wann der VfB zuletzt einmal einen 3-Tore-Rückstand aufgeholt hat und ob dies vor dem Mauerfall war, wurde flux drüben bei Facebook beantwortet: Ja, das war vor der Wende, in der Saison 1980/1981, gegen Borussia Dortmund, Endstand ebenfalls 3:3. Auf beiden Seiten ein schönes Line-up, an das sich mein Freund Sammy und ich sogar in großen Teilen ungestützt erinnern: Immel, Burgsmüller, Votava, die Förster-Brüder, Holcer (Dragan Holcer!), Hattenberger (Roland Hattenberger!), heute würde man sagen “Mega”, mir entgleitet da ein seliges “Ach”. Nicht weil in den 80ern alles besser war, aber es war eben meine Zeit des jugendlichen Übermuts, die Zeit von Depeche Mode, David Bowie, Ultravox und Duran Duran, die Zeit von “Remington Steele”, “Ein Trio mit 4 Fäusten”, “Ein Colt für alle Fälle”, Serien, …

Foto: muzsy / Shutterstock.com

Lajos, Włodzimierz, Artur und ich

Wir schreiben hier ja gerne über unsere ganz persönlichen Fußballerinnerungen. Während abiszet das VfB-Gen vererbt wurde, wuchs ich in der ostwestfälischen Provinz nahe Bielefeld auf. Ohne fußballbegeisterte Eltern, ohne fußballbegeisterte Geschwister. Eigentlich sogar ganz ohne Geschwister. Aber Eltern. Die liebten mich, aber nicht den Fußball. Wie das Leben eben so spielt. Ohne jegliche Vorprägung durch mein Umfeld konnte ich meine eigenen fußballerischen Erfahrungen machen und Vorlieben entwickeln. Und so kam es wie es kommen musste: Ich wurde Bayern-Fan. Aber das ist ein anderes Thema. Ich war jung und brauchte einen Club. Mit steigendem Alter und Lokalpatriotismus sowie zunehmender Leidensbereitschaft wandte ich mich später natürlich Arminia Bielefeld zu. Eine der frühesten fußballerischen Momente, die sich in meinem Langzeitgedächtnis verankert haben, ist das WM-Finale 1986. Allerdings weiß ich nur noch, dass ich es gesehen habe und dass die Niederlage der deutschen Mannschaft die allgemein gute Stimmung nicht nachhaltig stören konnte. Ich nehme daher an, dass auch die Freunde meiner Eltern keine ausgewiesenen Fußball-Fans waren. Etwas konkreter erinnere mich da schon an die Saison 1987/1988, nicht zuletzt bedingt durch meinen …

Tor in Maribor! Eine Ode an die Konferenz

Seit 2006 bin ich Kunde bei Premiere. Für die Jüngeren: Das ist der Sender, der mittlerweile Sky heißt. Grund dafür war damals ein spektakuläres WM-Paket. Alle Spiele, alle Tore eben. Seitdem bin ich also Abonnent. Entweder, weil ich verlängert habe oder weil ich vergaß, rechtzeitig zu kündigen. Wer sich mit den Gepflogenheiten des Münchener Senders nicht auskennt: Gute Konditionen bekommen nur Neukunden; als Bestandskunde sollte man jährlich kündigen, die ersten drei Briefe und 30 Anrufe von Sky ignorieren und dann auf den letzten Drücker ein attraktives Bleib-bei-uns-Angebot akzeptieren. Diese Praxis ist so gängig, dass es sogar extra Foren dafür gibt. Aber das ist ein ganz anderes Thema. @buzzeSchreibt und redet gerne über den VfB Stuttgart. Es sei denn, er sitzt auf dem Fahrrad. www.vertikalpass.de

Ist ein Rauswurf von Fredi Bobic die Lösung?

Paderborn Erster, VfB Letzter. “Eine Momentaufnahme”, beruhigt Paderborns Trainer Andre Breitenreiter. Dann ist es ja gut. “Wenn wir so weiter arbeiten, mach ich mir keine Sorgen”, meint Sport-Vorstand Fredi Bobic. Prima, also weitermachen wie bisher, das wird schon. Nur die Ergebnisse stören irgendwie und die VfB-Fans auch, oder? @abiszetWerbefuzzi, Blogger, Autor der VfB Stuttgart Fußballfibel, eintätowierter Brustring, Kessler-Ultra www.vertikalpass.de

Taktiktafel

“Trainer, Trainer! Also, ich kann auch Verteidiger spielen!”

Ist der “kleine Boateng” die Lösung? In Stuttgart wird Antonio Rüdiger nicht unkritisch gesehen, nicht wenige Fans hätten das Angebot von West Ham in Höhe von 15 Millionen mit Kußhand angenommen. Aber Jogi Löw setzt scheinbar auf Rüdigers bissige und schnörkellose Spielweise. Denn die Abwehr, die ist ein echtes Problem.    @abiszetWerbefuzzi, Blogger, Autor der VfB Stuttgart Fußballfibel, eintätowierter Brustring, Kessler-Ultra www.vertikalpass.de

Being a Mario

#501394155 / gettyimages.com Wir haben es am Mittwoch alle erlebt. Erleben müssen. Mario Gomez, unser Mario, endlich wieder im Kreise der Nationalmannschaft und auf Anhieb sogar in der Startelf. Endlich wieder ein richtiger Stürmer, ein Brecher, eine echte 9, ein Knipser. Und dazu noch einer, der nicht kurz vor oder nach dem fußballerischen Ruhestand steht. Ganz ehrlich: Ich habe mich gefreut. @buzzeSchreibt und redet gerne über den VfB Stuttgart. Es sei denn, er sitzt auf dem Fahrrad. www.vertikalpass.de