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Einerseits … andererseits …

Es ist kompliziert. Mal wieder. Okay, das ist jetzt nicht neues. Im Gegenteil: Als Fan des VfB Stuttgart kennt man es ja eigentlich gar nicht anders. Aber die aktuelle Situation ist dennoch irgendwie speziell. Einerseits … … kommt man nicht umhin, festzuhalten, dass der VfB Stuttgart im Heimspiel gegen Leipzig ein deutlich anderes Gesicht zeigte als in den meisten Spielen zuvor. Trotz des erneuten frühen Rückstands gab das Team sich nicht auf und fightete sich mit etwas Glück zurück in die Partie. Sogar der oft verschmähte Gonzalo Castro, der für Christian Gentner in der Startelf stand, grätschte einsatzfreudig durchs Mittelfeld. Im Gegensatz zu den Heimspielen gegen Mainz und Freiburg war man als Fan in der Halbzeitpause nicht komplett frustriert. Im Gegenteil: Ein Unentschieden schien am Samstag realistisch, und sogar ein Heimsieg im Bereich des Möglichen. Definitiv eines der besseren Spiele des #VfB heute. Leipzig einfach eine Nummer zu groß. Dem Trainer ist nichts vorzuwerfen, Basics und Körpersprache deutlich verbessert. #my2cts #vfbrbl — Alexander Bonengel (@Sky_AlexB) 16. Februar 2019 Andererseits … … wissen wir, dass der …

Die lahme Ente

Es ist wirklich bitter, dass ich mich nicht wie Kollege Geiger für den Mädelsflohmarkt interessiere oder für den sensationellen Stuttgarter Bürgerhaushalt. Ich nehme mir den VfB immer (noch) zu Herzen, obwohl er mir auf die Nieren geht: Erst ein unterirdischer Auftritt gegen Fortuna Düsseldorf, dann eine schlaflose Nacht und schließlich die Erlösung: Markus Weinzierl sitzt auch gegen Leipzig auf der Bank. „Ohne Wenn und Aber!“ (Reschke-Voice). Denn es ist schließlich nicht alles schlecht: Als Weinzierl den VfB von Tayfun Korkut im Herbst übernahm, stand der Club auf dem letzten Tabellenplatz. Und jetzt? Schon Sechzehnter, hey! Lasst den Mann einfach in Ruhe arbeiten, dann ist die Brustring-Truppe Ende 2020 mindestens auf Platz 12 angelangt – allerdings in der zweiten Liga. Markus Weinzierl ist seit heute nur noch ein Trainer auf Abruf. Eine lahme Ente, ein Walking Dead. Oder glauben die VfB-Verantwortlichen wirklich an ein Wunder? Denn nichts anderes wäre es, wenn Weinzierl mit diesem Sauhaufen von Mannschaft gegen Leipzig den Turnaround schafft. Oder ist es nicht vielmehr so, dass eine Freistellung Weinzierls das Eingeständnis von Michael Reschke …

Und der Präsident schrie: „Hurz!“

Der Weinzierl, der Reschke, die Krise. Und der Präsident schrie: „Hurz!“ Entschuldigung für den komischen Einstieg, aber was der VfB abliefert, muss ein Witz sein. Leider kein guter. Es ist unwürdig, was der Club abliefert und das gilt für alle Ebenen. Dem muss ich mich vom Niveau anpassen. Gerade die Zusammenfassung von #F95VfB gesehen. Was Stuttgart da macht – fällt das schon unter Warnstreik? — Martin Schneider (@MSneijder) February 10, 2019 Ok, in Düsseldorf muss man natürlich nicht gewinnen. Aber was will man erwarten von der schlechtesten Mannschaft, die je den Brustring getragen hat? Trainiert vom schlechtesten Trainer, der je beim VfB auf der Bank saß. Geführt vom schlechtesten Management in der VfB-Geschichte (und wir hatten Gerd Mäuser und Robin Dutt!). Da ist ein 0:3 gegen einen Aufsteiger noch ein gutes Ergebnis. So schlecht, dass jeder Berufspessimist negativ überrascht wird. — Seriouz (@Seriouz1893) February 10, 2019 Düsseldorf hat mehr dafür getan, um zu gewinnen, sie hatten nicht nur einen Plan, sie haben eine Struktur für das Defensiv- und das Offensivspiel. Sie haben eine Mentalität und …

Captain Kork im Anflug?

Natürlich gewinnt der VfB am Sonntag gegen Freiburg. Trotzdem sollte man sich auch fragen: „Und was, wenn nicht?“ Wir hätten da eine Theorie: Nachdem der VfB das erste seiner beiden Sieg-oder-Abstieg-Spiele gegen Freiburg mit 2:3 verloren hat, fliegt dem Club der ganze Laden um die Ohren: Nach dem Derbyle brüllt das gesamte Stadion in Wechselgesängen „Reschke raus!“, „Dietrich raus!“, „Weinzierl raus!“ und „Ausser Fritzle könnt ihr alle gehen!“. Ab Montag morgen steht eine Mahnwache vor dem Clubhaus der Mercedesstraße, um zu dokumentieren, dass die letzten Tage als Bundesligist angebrochen sind. Präsident Wolfgang Dietrich ist merklich angeschlagen und versteht die ganze Kritik nicht, schließlich tut er alles für den VfB Stuttgart und hat professionelle Strukturen geschaffen. Auch sein Versuch, die Fanseele zu beruhigen, geht voll in die Hose: „Fakt ist, dass noch niemand nach 20 Spieltagen abgestiegen ist!“ Fakt ist aber leider auch, dass der VfB noch nie eine solch schlechte Saison gespielt hat wie aktuell und noch nie einen solch erfolglosen Trainer hatte, der von 13 Spielen zehn verlor. Der Präsident und Aufsichtsratvorsitzende schmiedet einen …

Meuterei auf der Stuttyacht

Es läuft nicht beim VfB. Im Gegenteil: die Stuttyacht hat ordentlich Schlagseite und den Verantwortlichen weht eine steife Brise ins Gesicht. Und jetzt auch noch das Spiel gegen Bayern München. Keiner glaubt ernsthaft daran, dass der VfB den Coup vom 34. Spieltag der letzten Saison wiederholen kann. Als „Bonusspiel“ wird es gar bezeichnet, was bedeutet: Das Spiel wird abgeschenkt. Deshalb ergreift der VfB eine ungewöhnliche Maßnahme: Für das Spiel in München übernimmt Sport-Vorstand Michael Reschke das Kommando. Zu groß ist das Risiko, dass zweistellig verloren wird und Markus Weinzierl schon vor den entscheidenden Spielen gegen Freiburg und Düsseldorf einem Proteststurm ausgesetzt ist. Die Abstimmung unter der Besatzung, also allen Spielern und Crew-Mitgliedern rund um das Bundesligateam, ist eindeutig: Ohne eine einzige Gegenstimme sind alle dafür, dass der meinungsfreudige Reschke nicht nur alleine nach München reisen soll, sondern am besten auch gleich dort bleiben soll. Zu viel erzählt er von seiner Station bei den Bayern, von den opulenten Weißwurst-Frühstücken mit Uli Hoeneß und den intensiven Gesprächen „auf Augenhöhe“ mit Pep Guardiola. Das führt in Stuttgart dazu, …

Die Führungsspieler – wo sind sie?

Christian Gentner gibt, assistiert von seinen süßen Hunden, eloquente Interviews, Ron-Robert Zieler redet sich Auftritte schön („bitter“), Holger Badstuber ist verletzt und beleidigt und joggt auf dem Nebenplatz. Mario Gomez schließlich meint, dass es mal ein anderer als er im Sturmzentrum versuchen könnte. Das 17-jährige Supertalent Leon Dajaku womöglich? Mit Nicolas Gonzalez und Chadrac Akolo scheint derzeit nichts anzufangen zu sein, aber ein solches Greenhorn in dieser Situation reinzuwerfen, würde ein wenig an den Umgang mit Timo Werner erinnern. Die Misere liegt an der Unsichtbarkeit der sogenannten Führungsspieler, zu denen ebenfalls Dennis Aogo, Andreas Beck, Emiliano Insua und Gonzalo Castro zu zählen sind. Unsichtbar nicht vor den Mikrofonen, sondern auf dem Platz. Sie sind keine Leistungsträger, sie gehen nicht mit gutem Beispiel voran und geben den jungen Spielern keinen Halt. Der VfB Stuttgart hat also aktuell eine Hierarchie, die offensichtlich nicht funktioniert. Doch hat Markus Weinzierl den Mut, diese aufzubrechen oder bleibt ihm gar nichts anderes übrig als aufgrund der dünnen Spielerdecke auf formschwache Führungsspieler zu setzen? Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo in der Mitte: …

Lieber Markus Weinzierl,

Sie sind die ärmste Sau. Sie sind sicher überrascht von der Wucht des Misserfolgs. Wir machen den ganzen Scheiss ja schon ein paar Jahre mit, uns wirft fast nichts mehr um, wobei die drei verheerenden Spielen gegen Dortmund, Hoffenheim und Frankfurt auch für uns etwas Besonderes sind. Die Mannschaft wurde Ihnen sicher in den schönsten Farben von Herrn Reschke beschrieben. Und Sie sind genauso darauf hereingefallen wie wir. Sie müssen mit dem arbeiten, was der Kader hergibt. Und das ist im Moment sehr wenig. Sagen Sie: Haben Sie eigentlich eine Ausstiegsklausel? Es wäre Ihnen zu gönnen, aber wir hoffen natürlich, Sie ziehen diese nicht und wünschen Ihnen Kraft und Durchhaltevermögen für Ihre Aufgabe. Denn der VfB ist ein geiler Club, er hat kein schwieriges, sondern ein leidensfähiges Umfeld. Und wenn nur der kleinste Funke Hoffnung da ist, dann wird das Stadion explodieren. Wir hoffen, dass Sie das einmal erleben und drücken ihnen die Daumen. Ehrlicherweise sind Sie auch unsere letzte Hoffnung. Es sind schon andere daran gescheitert, aber eventuell versuchen Sie es einmal mit einer …

Der Hoffnungsträger

Es gibt im Moment wenig Grund, optimistisch zu sein. Denn nichts funktioniert beim VfB Stuttgart: Auf dem Platz folgt regelmäßig ein Zusammenbruch und in der Öffentlichkeit präsentieren sich die Club-Bosse genau so orientierungslos wie die Mannschaft nach einem Gegentor. Deshalb ruhen die Hoffnungen auf einem Mann: Markus Weinzierl. Er macht einen ruhigen Eindruck und lässt es sich auch nicht nehmen, unmissverständlich auf Fehlentwicklungen hinzuweisen: „Ich habe nur 16 Spieler“ ist ein klarer Hinweis an Michael Reschke, dass der Kader seiner Meinung nach deutlich zu dünn geplant ist. Wenn Weinzierl sagt, dass „gegen Vereine auf Augenhöhe nicht die notwendigen Punkte geholt wurden“ ist das nicht nur ein schlechtes Zeugnis für seinen Vorgänger, sondern auch ein Gruß an Christian Gentner, der der Meinung war, dass man nicht unbedingt gegen Mainz, Düsseldorf und Freiburg gewinnen müsse. Es ist beruhigend zu wissen, dass Weinzierl eine eigene Sicht der Dinge hat und sich hoffentlich von niemandem reinreden lassen wird. Weder von Reschke, der dem Vernehmen nach regelmäßig bei Tayfun Korkut vorstellig wurde, was Wolfgang Dietrich auch indirekt bestätigte („Wir haben viele konstruktive Gespräche mit Korkut …

Kein Erfolg unter dieser Nummer

Bei einem Trainerwechsel ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich sich der Neue beim Alten meldet. Die zahlreichen Statements zur Entlassung von Tayfun Korkut haben gezeigt, dass die Solidarität unter Trainern nach wie vor ausgeprägt ist. Man kennt sich, man hilft sich gegenseitig. Um Stimmungen abzuchecken, sich Probleme schildern lassen und um nicht Fehler zu wiederholen, die der Vorgänger bereits gemacht hat. Markus Weinzierl hat Tayfun Korkut deswegen sicherlich angerufen. Oder hat gleich auf einen Kaffee und ein süßes Stückle bei Korkut in Cannstatt vorbeigeschaut. Wir haben das exklusive Protokoll des Gesprächs, dessen Inhalt wir nicht kennen. Servus Tayfun, hier ist der Markus Weinzierl. Schön, dass ich Dich erreiche! Hallo Markus, kein Problem: Ich habe aktuell viel Zeit. Na, schon von der Klatsche gestern erholt? Geht so. Ich hätte mir natürlich einen besseren Start gewünscht. War mir klar, dass Du gegen Dortmund keine Chance hast. Aber 0:4? Puh! Ich hätte mit Gomez und neun Defensiven gespielt, dann wäre es vielleicht beim 0:2 geblieben. Das hättest Du dann in Sinsheim veredeln können! Tja, und genau deshalb bin …