Autor: @buzze

Hamadi Al(m) Ghaddioui: der Schrecken von Bielefeld

Na klar: auch wir waren skeptisch als wir die Stuttgarter Aufstellung kurz vor dem Bielefeld-Spiel sahen: Karazor, Ascacibar, Förster und Mangala? Das roch ein wenig nach Ochsenraute als Reaktion auf das Mimimimittelfeld aus dem Fürthspiel. Der VfB wollte augenscheinlich robust und kämpferisch auf der Alm antreten. Okay, das klang gut. Aber durch das Fehlen von Gonzalez und Wamangituka stand vorne sowohl auf dem Spielberichtsbogen wie später auch auf der Alm nur Hamadi Al Ghaddioui. Wie sollte das funktionieren? Und mal ganz ehrlich: über weite Strecken gar nicht. Al Ghaddioui, als Stürmer-Schnäppchen aus Regensburg gekommen, und in der internen Stürmerrangliste mittlerweile offenbar vor Mario Gomez positioniert, hing über weite Teile des Spiels in der Luft. Aber das schöne an einem klassischen Mittelstürmer: All das ist vergessen, wenn er trifft. Gerne zum 1:0 und noch besser: in der 91. Minute. Wenn du das schwerste Auswärtsspiel der Saison in der 91. Minute für dich entschieden hast. #DSCVfB pic.twitter.com/0j0wvZT6Fe — Vertikalpass (@vertikalpass) September 27, 2019 Wer gewinnt, hat Recht. Und am Ende hatte Trainer Tim Walter also mal wieder …

VertikalGIF #DSCVfB: Alm, Alu, Al Ghaddioui

Wann ist der VfB Stuttgart eigentlich zum letzten Mal zu einem Spitzenspiel gereist? Ein tolles Gefühl jedenfalls. Erster gegen Dritter: Auf dem Papier war das Spiel auf der Bielefelder Alm ein echter Gradmesser. Und das sollte auch auf dem Rasen so sein. Zur Aufstellung: Gregor Kobel hatte seine Blessur aus dem Spiel gegen Fürth auskurieren können, Castro und Wamangituka fielen hingegen aus. Die wichtigste Personalie natürlich: Santi Ascacibar war nicht nur zurück im Kader, sondern auch gleich in der Startelf, um die Alm umzupflügen. Ein Duell, auf das man sich auch freuen durfte: Holger Badstuber gegen Fabian Klos. Ein Kampf der Giganten: Godzilla gegen King Kong, Rocky gegen Ivan Drago, Apple gegen Android. Dass beide bereits früh eine gelbe Karte sahen, machte die ganze Geschichte noch spannender. Zum Spiel: Der VfB war in der ersten halben Stunde die bessere Mannschaft und hielt auch physisch gut gegen die engagierten Arminen mit. Die waren jedoch ihrerseits in der Lage, das Spiel zu machen. Und da beide Teams versuchten, das Tempo hochzuhalten, entwickelte sich eine richtig gute Partie, …

VertikalGIF #VfBSGF: Greuther Fight Club

Da führt dein Club nach zwei Minuten mit 1:0, aus beiden Fan-Lagern schallt “Scheiß DFB” und das Wetter könnte nicht besser sein. Klingt eigentlich nach einem perfekten Fußball(nach)mittag, oder? Aber leider ging es in den folgenden ca. 95 Minuten nicht so weiter. Aber das wäre ja auch zu einfach!   Um es mal ganz plastisch auszudrücken: Ich saß nicht in Block 47E wie sonst, sondern in 72B, Reihe 4. Familientag, dies das, ihr wisst schon. Das Problem: Das Spielgeschehen schien sich nach dem frühen Führungstreffer irgendwie weit weg von uns abzuspielen. So richtig Action vor der Untertürkheimer Kurve: Fehlanzeige. Stattdessen ging es auf der anderen Seite ab. Beziehungsweise ging leider Gregor Kobel ab, nachdem ihm Nielsen gleichermaßen unabsichtlich wie schmerzhaft auf den Oberschenkel getreten war.   Trotzdem wurde deutlich, dass das Konzept der Franken “körperliche Härte” hieß. Gefühlt jeder Zweikampf war ein Foul und Schiedsrichter Storks hatte anscheinend seine Karten daheim vergessen. Dementsprechend gestaltete sich das Spielgeschehen.   Höhepunkt nach dem Lattentreffer der Fürther war der Ausraster von Daniel Didavi kurz vor der Halbzeitpause. Unserem …

VertikalGIF #SSVVfB: Treter, Tore, Sensationen

Anpfiff am Samstag um 13 Uhr. Die zweite Liga ist eher was für Frühaufsteher. Und dann auch noch in Regensburg. Ein unangenehmer Gegner, der seinen Schuhkarton für 15.000 Zuschauer ernsthaft “Arena” nennt. Warum nicht gleich “Superdome” oder “Kolosseum”? Aber natürlich hat die Größe des Stadions nichts mit der Qualität des Teams zu tun, das darin spielt. Und Regensburg zeigte von Anfang an, dass sie sich ganz gewiss nicht hinten rein stellen möchten. Im Gegenteil: Zu Beginn des Spiels war “der Jahn” die aktivere Mannschaft. Doch die VfB-Defensive zeigte sich relativ unbeeindruckt von den Angriffsbemühungen der Regensburger. Und so wurde die erste Halbzeit vorerst zu einer relativ langweiligen Angelegenheit. Bis zur 24. Minute. Dann schlug der VfB eine Thomas Hitzlsperger Gedächtnis Ecke knapp hinter die Sechzehner-Grenze. Stenzels Schuss wurde geblockt, aber Nico Gonzalez rotzte den Ball trocken mit links in Tor. Erste Chance, erstes Tor. Halbzeit-Fazit: Ein klar überlegener VfB. Führung leider zu knapp. Und angeblich kann sich so etwas im Fußball rächen. Zum Beispiel in der 70. Minute als der Regensburger George im Stuttgarter Strafraum …

VertikalGIF #VfBBOC: Traumtore und Alptraum-Abwehr

Man muss die Heimspiele feiern, wie sie fallen. Zur Not eben auch am Montag Abend gegen Bochum. Bei denen saß nicht mehr der ehemalige VfB-Sportdirektor Robin Dutt auf der Bank und auch noch(?) nicht der ehemalige VfB-Trainer Hannes Wolf, sondern, na klar, der ehemalige VfB-Spieler Heiko Butscher. Den ersten Aufreger gab es schon vor Anpfiff: Der anscheinend wechselwillige Santiago Ascacibar stand nicht im Kader. “Aus disziplinarischen Gründen.” Und das unmittelbar vor Ende der Transferperiode! So reagierten die meisten Stuttgarter Fans: Zur Aufstellung: Auch Tim Walter hatte das Offensivspiel in Aue offenbar nicht so gut gefallen. Die Konsequenz: mal wieder ein neues Sturmduo. Statt Klimowicz und Gonzalez stürmten Al Ghaddioui und überraschenderweise auch Neuzugang Wamangituka. Mutig! Mutig war auch das Stuttgarter Spiel nach vorne. Von Anfang an ließ der VfB keine Zweifel daran, wer Herr im Haus ist. Und nach einigen Torannäherungen war es bereits in der 19. Minute soweit: 1:0 durch Didavi, eingeleitet durch einen herrlichen Diagonalvertikalpass von Philipp Klement. Leider gab der VfB nach dem Führungstreffer das Heft aus der Hand und Bochum wurde …

VertikalGIF #AUEVfB: Eine Schwa(l)be macht noch keinen Sommer

Freitag Abend, 18:30 Uhr. Auswärts in Aue. Gepfiffen von Felix Zwayer, kommentiert von Jörg Dahlmann. Mehr Zweitklassigkeit geht eigentlich nicht. Aber natürlich musst du auch solche Spiele gewinnen, wenn Du aufsteigen willst. Vor allem, wenn ein Zweitliga-Gigant gegen einen 17.000-Einwohner-Ort wie Aue antritt. Tim Walter setzte dafür statt des Doppel-Ochsen-Sturms auf das argentinische Wusel-Duo Gonzalez und Klimowicz. Leider zeigte der Auswärtsauftritt in Aue aber wieder die Probleme, die der VfB Stuttgart bisher gegen tiefstehende Gegner hatte: Viel Ballbesitz, wenig Chancen. Dementsprechend aufregend war die erste Halbzeit. Noch schlimmer als die Offensiv-Bemühungen des VfB Stuttgart waren allerdings die Anekdoten, die Sky-Kommentator Jörg Dahlmann zum besten gab. Ungeachtet dessen, was gerade auf dem Spielfeld passierte. Immerhin wissen wir jetzt auch, dass Tassos Donis bald nach Eindhoven geht. Einen Aufreger spielerischer Art gab es dann doch noch: Nicolas Gonzalez wurde im Auer Strafraum gefoult. Das sahen alle so. Alle bis auf Felix Zwayer und das Kellerpersonal in Köln. Wie sagte Thomas Hitzlsperger im Halbzeit-Interview sinngemäß: Wer in dieser Situation darüber diskutiert, ob es ein Strafstoß war, hat noch …

VertikalGIF #VfBFCSP: Mentalität vor Qualität

Nach Rostock nun also der FC Sankt Pauli. Ein sympathischerer Gegner, aber sicherlich kein leichterer. Dennoch waren die VfB-Fans fest überzeugt von einem Heimsieg. Kein Wunder, sie haben das Walter-Mantra schon verinnerlicht: Wir sind immer Favorit. Roarrr!   Holger Badstuber und Gregor Kobel hatten sich wieder einsatzfähig gemeldet und so sprach eigentlich nichts dagegen, wieder launige 90 Minuten im Neckarstadion zu verbringen. So wie beim 2:1 Auftaktsieg gegen Hannover 96.   Doch wie schon gegen Hannover kam der VfB etwas lahm aus den Startlöchern. Aber klar: von Null auf Walterball geht nicht, man muss sich erst etwas warm spielen. Blöd nur, dass es nach nur 18 Minuten 1:0 für den Gast stand.   Erst nicht wirklich clever verteidigt von Santi und Holgi und dann war Gregor Kobel nicht so schnell unten wie es nötig gewesen wäre, weil ihm die Sicht versperrt war. Der erste Rückstand in einem Pflichtspiel in dieser Saison. Wie würde der VfB reagieren?   Gute Frage. Die Antwort: sehr behäbig. Statt schnellem Passspiel gab es langsames Ballgeschleppe. Der Doppelochsensturm Al Ghaddioui und …

VertikalGIF FCHVfB: Flaute an der Ostsee

Natürlich gibt es keinen Rostock-Fluch. Fakt ist, nein: war aber, dass der VfB im Pokal noch nie gegen Rostock gewinnen konnte – bei immerhin vier Versuchen. Eine Statistik, die dann doch für leichte Nervosität im Vorfeld sorgte. In Rostock kam Fabian Bredlow zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den VfB und vorne stürmte wieder Mario Gomez. Leider verletzten sich sowohl Orel Mangala wie auch Holger Badstuber. Und in der VfB Defensive sieht es aktuell ungefähr so aus: Auch diesmal hatten sich die Rostocker Fans wieder ins Zeug gelegt, um eine tolle Choreo zu präsentieren. Und in der Tat war das optisch auch sehr beeindruckend. Inhaltlich eher nicht. “Außer Rand und Band für Verein und Vaterland” stand auf einem großen Banner. Hintergrund: Der Urheber ist anscheinend ein Fanclub, der sowohl Rostock wie auch die deutsche Nationalmannschaft supportet. Warum man dann Frakturschrift und einen Totenkopf verwendet, muss man nicht verstehen. Die meisten VfB-Fans fanden es jedenfalls eher … Doch zum Spiel: Der VfB tat sich traditionell schwer und war drauf und dran, sich ein Gegentor zu fangen. Alles …

Heidenei!

Ich geb’s zu: Ich war relativ angetan davon, wie sich der VfB in Heidenheim präsentierte. Und ich rede hier nicht von den Torwart-Trikots, die das gesamte Team tragen musste, weil das stark gehypte Fanta-4-Ausweich-Trikot erst am Donnerstag präsentiert wird. I don’t mint. Mir gefiel es vielmehr, wie konzentriert und zielstrebig das umgebaute Team (Mangala und Badstuber für Gomez und Kaminski) von Anfang an zu Werke ging. Die Zeiten von “gegen xy muss man nicht gewinnen” scheinen endgültig vorbei zu sein. Tim Walter freut sich, in jedem Spiel Favorit zu sein und lässt seiner Mannschaft keine Chance, anders aufzutreten als dominant. 66 % Ballbesitz und 620 gespielte Pässe (Heidenheim: 302) belegen das deutlich. Gut so! Gegen Heidenheim klappte das allerdings nur 35 Minuten. Dann gab es einen unerklärlichen Bruch im Spiel und dass es zur Halbzeit nur 0:0 stand, war eigentlich nur der mangelnden individuellen Abschlussqualität der Heidenheimer Angreifer geschuldet. Willkommen in Liga zwei. VfB-Fans nach 30 Minuten: „Jetzt fehlt nur noch ein Tor.“ VfB-Fans nach 45 Minuten: „Zum Glück ist kein Tor gefallen!“ #FCHVfB — …

VertikalGIF #FCHVfB: Ostalbtraum

Nach dem spektakulären 2:1 Auftaktsieg gegen Hannover war klar: Das erste Auswärtsspiel der Saison würde eine ganz andere Nummer werden – und der erste echte Härtetest für das von Hitzlintat zusammengestellte Team und den praktizierten Walterball. Die Stimmung im Vorfeld war bei den VfB-Fans zwar vorsichtig optimistisch, doch viele erinnerten sich auch daran, wie schwer sich das Stuttgarter Team gegen die Heidenheimer in der letzten Zweitligasaison getan hatte. Und auch Walters Ex-Team Holstein Kiel konnte in der vergangenen Saison nicht gegen die Mannschaft von Frank Schmidt gewinnen. Trotzdem machten sich 2.000 oder mehr VfB-Fans auf den Weg in die Voith-Arena. Mal wieder ein beeindruckendes Naturschauspiel.   In der Abwehr nahm wie angekündigt Holger Badstuber den zweiten Platz in der Innenverteidigung ein. Heidenheim statt Champions League. Kann man auch mal machen. Back to the roots und so. Das änderte aber auch rein gar nichts daran, dass unsere Nummer 28 ein hervorragendes Spiel machte.   Hervorragend war auch die Ernsthaftigkeit, mit der das Walter-Team ins Spiel ging und von Anfang an klar machte, dass es bereit war, …