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Ratlos

Am Freitag schrieb Benni Hofmann im Kicker: „Castro ist ein feiner Fußballer und absoluter Teamplayer, aber salopp gesagt ist er keiner, der einen Krieg gewinnt.“ Leider hätte er das auch über Aogo, Beck, Insua, Gentner, Gomez schreiben können – nur dass sie keine feinen Fußballer sind. Wer gesehen hat, wie der VfB Stuttgart in Leverkusen verloren hat (zum achten Mal im zwölften Saisonspiel), der fragt sich ernsthaft, wie diese Mannschaft den Klassenerhalt schaffen will. Denn beim VfB ist aktuell einfach zu viel los. In Leverkusen agierten die Stuttgarter unter anderem: – erfolglos – harmlos – hoffnungslos – ambitionslos – emotionslos – energielos – freudlos – lustlos – leblos – kampflos – teilnahmslos – ideenlos – kraftlos – hilflos – ziellos Jetzt mögen manche einwenden, dass das Spiel komplett anders verlaufen wäre, wenn die Kölner Keller-Schiedsrichter dem VfB nicht nach sieben Minuten den Elfmeter verweigert hätten. Allerdings muss man dann auch die Frage stellen, wer ihn hätte verwandeln sollen. Man kann auch der Meinung sein, dass Leverkusen mit seinem Top-Kader nicht der Maßstab für den VfB …

Wolfgang Dietrich in der Höhle der Löwen

Der VfB ist „leicht hinter dem Zeitplan”, schrieb kürzlich Heiko Hinrichsen von der StZ/StN in Bezug auf die Pläne, neben Daimler einen weiteren Kapitalgeber zu finden. Der zweite Investor sollte ursprünglich im Herbst 2017, spätestens nach der Sommerpause 2018 vorgestellt werden. Wolfgang Dietrich hat sich die Suche nach Investoren nach eigener Aussage nicht so schwierig vorgestellt, wie er im März bei „Talk im Turm“ des Marketingclub Stuttgart/Heilbronn sagte. Woran liegt es, dass sich der VfB in Person des Präsidenten so schwer tut? Da ist zum einen der sportliche Misserfolg. Mit einem Tabellenletzten oder zumindest Abstiegskandidaten schmückt sich keiner gerne. Zum anderen ist die öffentliche Wahrnehmung des VfB auch nicht die Beste, man denke nur an die „Wahrheitsbeugung“ und die kolportierte Einmischung von Michael Reschke in die Entscheidungen des Trainers Tayfun Korkut. Und das mal alles beiseite gelegt – warum sollte sich überhaupt ein Investor in der VfB Stuttgart 1893 finanziell engagieren? Bei Daimler ist es einfach beantwortet: Das Clubheim ist ein Steinwurf vom großen Stern entfernt und mit einer Beteiligung verhindert “der Daimler”, dass sich …

Im Fegefeuer der Eitelkeiten

Michael Reschke und Wolfgang Dietrich wollen im Winter den Kader aufrüsten, angesichts von Platz 18 und einem Torverhältnis von 8:21 nach zehn Spieltagen absolut einleuchtend. Aber das wollten sie sowieso machen, sagen sie. Nicht, dass einer auf die Idee käme, sie hätten einen Fehler gemacht, die beiden. Der eine (Reschke) hat schließlich den Fußball erfunden, der andere (Dietrich) steht für Glaubwürdigkeit und Kontinuität. Beide umgehen das Verb „nachbessern“, doch genau darum geht es: Die Fehleinschätzungen des Sommers bei der Kaderplanung zu korrigieren. Natürlich geht es auch darum, den Kader den Wünschen des neuen Trainers Markus Weinzierl anzupassen – Stichwort Geschwindigkeit. Wollen wir mal hoffen, dass er noch in den Genuss der Neuzugänge kommt und nicht schon vorher Erfahrungen mit dem „Schleudersitz“ (Dietrich) in der Mercedesstraße machen musste. Erst wird von Michael Reschke die phänomenale Rückrunde überschätzt (zugegeben: damit war er nicht der einzige), dann der Vertrag mit Tayfun Korkut verlängert, der wiederum die Mannschaft nicht weiter entwickelt, sondern in allen Belangen – spieltaktisch, personell und fitness-mässig – runterwirtschaftet. Das Ganze führt zu Formkrisen von Leistungsträgern …

Wir sind zusammen groß!

Wir sind zusammen eins. Komm’, lass’ uns bisschen noch zusammen bleiben. Nehmt die Flossen hoch und die Tassen auch – wir feiern heute bis zum Morgengrauen! Als Mario Gomez kurz vor der Pause die beste Chance zur Führung in der 39. Minute vergab, dachte er sich: „Egal, wenn wir endlich ein Tor schießen, dann vor unserer Kurve!“ Und so kam es, dass die Südkurve ab der ersten Minute eskalierte. So sehr dass der Oberrang bebte. Bounce, you bastards! Es war die Symbiose zwischen Team und Kurve. Zwischen Support und Mannschaftsleistung. Endlich wieder. Denn ohne einander geht es nicht. Beide sind wie Pech und Schwefel, sind Herz und Seele, sind unverkennbar unzertrennbar, passen zusammen wie Arsch auf Eimer. Euphorie-Team hier, schwieriges Umfeld dort. Dass es kein gutes Spiel war: schon vergessen. Dass Mario Gomez die Möglichkeit zu Führung in der ersten Halbzeit mal wieder lächerlich vergab: geschenkt. Dass Christian Gentner zwei hundertprozentige Chancen geradezu grotesk liegen ließ: egal! Dass die beiden Tore dann das Ergebnis zweier Standards waren, hat ganz sicher mit der Einstellung von Halil …

Lieber VfB, wir müssen reden!

Zehn Spieltage. Sechs Tore erzielt, 24 bekommen. In sieben von zehn Spielen nicht getroffen. Tabellenplatz 18. Mittlerweile dürfte allen klar sein: Der VfB Stuttgart schlittert nicht nur rasant Richtung zweite Liga, sondern implodiert gerade auf und neben dem Platz. Markus Weinzierl dachte vermutlich, es reicht, an ein paar Stellschrauben zu drehen, um den VfB wieder in die Spur zu bringen. Doch nach drei Spielen, null Punkten und 0:11 Toren hat hoffentlich auch er gesehen, dass er bei Null anfangen muss. Es muss sich etwas ändern. Und angesichts des desaströsen Auftritts gegen Frankfurt, haben wir  uns hingesetzt und ein paar Briefe geschrieben: – an Benjamin Pavard – an Holger Badstuber – an Christian Gentner – an Pablo Maffeo und Nico Gonzalez – an Wolfgang Dietrich – an Markus Weinzierl – an Mario Gomez – an Michael Reschke Mit sportlichen Grüßen Vertikalpass @buzzeSchreibt und redet gerne über den VfB Stuttgart. Es sei denn, er sitzt auf dem Fahrrad. www.vertikalpass.de

High Noon beim VfB

Der VfB im Oktober 2018 ist eine Katastrophe, dem VfB fliegt alles um die Ohren. Ein Kapitän, der in Interviews große Töne spuckt, aber auf dem Spielfeld ein Mitläufer ist und Assists nur für den Gegner liefert. Selbsternannte Führungsspieler, die den Anspruch haben, voran zu gehen und das Team zu führen, die aber nicht das Niveau haben, es auf dem Feld umzusetzen. Greenhorns, die entweder nicht funktionieren oder verletzt sind. Ein Präsident, der mit Parolen auf starker Mann macht, aber nichts bewirken kann. Ein Sport-Vorstand, der „nach wie vor voll und ganz vom Kader überzeugt ist“, obwohl das Team auf Platz 17 steht und sich jeder fragt, in welchen Duellen diese Truppe Punkte holen soll. Gegen Frankfurt? Nach der Klatsche ist vor der Klatsche, ein weiteres 0:4 wäre wirklich keine Überraschung. Aber enorm wichtig, dass wir so viel Erfahrung in der Mannschaft haben. Nur mit jungen Talenten wäre man in den letzten beiden Partien bestimmt untergangen. #VfB — Malik Peter (@Map303) October 27, 2018 Woche für Woche wird klarer: Dem Team fehlt Qualität und Mentalität, …

Le copyright

Das Internet im Allgemeinen und die sozialen Medien im Besonderen leben davon, dass man Inhalte teilt. Schnell, unkompliziert und kostenlos. Dass man dabei den Urheber nennt, sollte aber immer eine Selbstverständlichkeit sein. Ganz egal, ob man 150 Follower hat, 15.000 oder 1,5 Millionen. Schließlich steckt dahinter stets eine Leistung, die man respektieren und honorieren sollte. Nicht in Euros, sondern mit Respekt und Aufmerksamkeit. Deswegen aus gegebenem Anlass Für alle unsere Bilder, die ihr hier im Blog, auf Facebook, Twitter oder Instagram gilt: Ihr dürft Sie gerne kostenlos verwenden. Einzige Bedingung: Bitte nennt uns als Quelle. Denn sonst müssen wir in Zukunft dezente Wasserzeichen verwenden wie oben zu sehen. Und falls ihr Poster, T-Shirts, Busse oder Großflächen bedrucken und verkaufen wollt: schreibt uns einfach eine Mail. An einen unserer Fans möchten wir uns aber noch persönlich wenden: Mon cher Benjamin, ja, wir lieben Dich, auch wenn Du in dieser Saison hin und wieder so dramatische Fehler machst wie vor dem 0:3 gegen Dortmund. Dass Du uns auch magst, sehen wir daran, dass Du unsere Bilder in …

Warum sich beim VfB Stuttgart nichts ändern wird …

Auch wenn die Trennung von Tayfun Korkut unumgänglich (oder wie man in Stuttgart gerne sagt: alternativlos) war, gibt es nicht wenige, denen der sich immer wiederholende Kreislauf Krise-Trainerwechsel-Euphorie-Krise-Trainerentlassung sauer aufstößt. Es sind die Vertreter von Kontinuität, zu denen sich auch Präsident Wolfgang Dietrich zählt („Ich stehe für Kontinuität und Glaubwürdigkeit“). Allein aus Gründen der Kontinuität allerdings an Personen festzuhalten, die offensichtlich keinen Erfolg bringen, macht aber auch keinen Sinn. Denn natürlich ist Tayfun Korkut das Gesicht der Krise. Mit geradezu absurden taktischen Ausrichtungen coachte er sich unbeirrt in Richtung bezahltem Urlaub. Klar ist aber auch: Er war von Anfang an der falsche Mann am falschen Ort. Jedenfalls für mehr als 14 Spieltage. Und er war der Mann von Michael Reschke („Korkut ist die beste Lösung!“). Im Rahmen des Stichworts Kontinuität fällt auch immer wieder der Name Christian Gentner. Ist er doch die einzige Konstante beim VfB, von den Second-Row-Führungskräften Stefan Heim und Jochen Röttgermann sowie Zeugwart Meuschi einmal abgesehen. Viele halten den Kapitän für den Grund allen Übels, was definitiv übertrieben ist, auch wenn er …

Captain Korks letzte Mission

Es kommt nicht unerwartet: Captain Kork ist nicht mehr Kommandant der VfB 1893 AG. Die Summe der personellen Fehlentscheidungen, die Ideenlosigkeit seiner Missionstaktik und die fehlende Entwicklung machten diesen Schritt unumgänglich. Michael „Schrotty“ Reschke wollte anscheinend noch eine Weile an seinem installierten Mann festhalten, doch Chef-Intendant Wolfgang Dietrich drängte offensichtlich auf eine sofortige Trennung und senkte den Daumen nach unten: Eingestellt. Abgesetzt! Er ist ungeduldig und es ist erstaunlich genug, dass er so lange gewartet hat. Schließlich macht es sich nicht gut, wenn man als Präsident des Tabellenletzten bei potenziellen Investoren durchklingelt. Beim Publikum war Captain Kork hingegen schon längst durchgefallen. Bereits bei seiner Verpflichtung brachte ein Großteil der Fans ihr Unverständnis – teils zu harsch und unter der Gürtellinie formuliert – gegenüber der Entscheidung zum Ausdruck, dass Korkut zum Nachfolger vom beliebten Commander Wolf wurde. Wohlgemerkt: Es war Kritik an der Entscheidung und nicht an Korkut selbst. Es war das Unbehagen, dass ein Mann, der bei allen anderen Kommandos früher oder später Schiffbruch erlitt, den VfB Stuttgart retten sollte. Was soll man sagen: Kork …

The Final Countdown

Die Stuttgarter Zeitung fragte vor dem Spiel: “Wer ersetzt den schnellen Donis?” Tayfun Korkut antwortet: “Der langsame Castro.“ Wie lautete der Matchplan von Korkut: „Über die Außen offensiv Druck erzeugen“. Rechts außen spielte Andreas Beck. Keine Pointe. Noch kein gutes Spiel bislang, das heute komplett vercoacht. Das sind einfach die Fakten. #VfB #Korkut — Jens Nagler (@jens_nagler) October 6, 2018 Reschke: “In der 2. Halbzeit kam frischer Wind durch die Einwechslungen des Trainers rein.” Als würde man den Brandstifter loben, die Feuerwehr gerufen zu haben.#VfB — Danny1893 (@DannyDan1893) October 6, 2018 Spätestens mit diesem Spiel wurde klar: Es war ein Fehler, Korkut als Nachfolger von Hannes Wolf zu holen. Es war ein Fehler, den Vertrag mit dem Trainer zu verlängern. Es war ein Fehler, ihm einen Kader hinzustellen, in dem zu viele Silberrücken wir Gentner, Gomez, Castro, Badstuber, Beck und Didavi Anspruch auf einen Startelfplatz haben. Korkut ist heillos überfordert und dokumentiert dies für alle sichtbar mit wechselnden, leider sinnfreien Aufstellungen. Als Korkut verpflichtet wurde, empfanden wir das so: Zuerst hatten wir Angst. Dann mussten …