Alle Artikel in: VfB

VertikalGIF #TSGVfB: Die Serientäter

Zugegeben: das neue Format “VfB in der ersten Liga” ist weitaus besser angelaufen als gedacht. Viele hatten vor der ersten Folge nicht unbedingt gedacht, dass das Casting erstligatauglich ist, aber nach acht Folgen scheint diese Sorge unbegründet. Well done, Sven Mislintat! Die neu eingeführten Charaktere wie Tanguy Coulibaly oder Matteo Klimowicz wissen zu gefallen und alte Bekannte wie Gonzalo Castro treten so stark auf wie nie. Kein Wunder, dass der VfB nach der Niederlage am ersten Spieltag, kein Spiel mehr verloren hat. Ja, richtig gelesen: seit sieben Spielen unbesiegt! Doch neben dieser Sensationsserie hat das Team von Pellegrino Matarazzo noch an einer zweiten gebastelt, die nicht ganz so schön ist: Vor dem Spiel gegen Hoffenheim standen drei Unentschieden in Folge zu Buche. Drei Mal nicht verloren, aber eben auch nicht gewonnen. Die Chancen im Derby Spiel gegen Hoffenheim endlich mal wieder dreifach zu punkten, schienen gar nicht so schlecht zu stehen. Schließlich befand sich dort gefühlt das halbe Team in Quarantäne. Mit einem Impfstoff im Herbst wäre das ja nicht passiert. Aber wer dachte, die …

Zwei Punkte verloren oder einen gewonnen?

Remis gegen Köln, Schalke, Frankfurt, Hoffenheim. Die Frage nach jedem Spiel ist: Hat der VfB einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Bei einem Ausgleichstor in der 93. Minute muss man klar sagen: Punkt gewonnen. So, wie Hoffenheim dem VfB in der zweiten Halbzeit taktisch und spielerisch überlegen war: Punkt gewonnen. Aber liegt die Freude über den späten Ausgleich nicht eher daran, dass wir so etwas nicht mehr gewohnt sind? Späte, entscheidende Tore, die Punkte bringen: Nicht unbedingt die Trademark des VfB. Und gerade nach einem frühen Gegentor folgte nach dem Gesetz der VfB-Serie meist das nächste Gegentor (und das nächste). Nach dem 3:2 durch Andrej Kramaric hätte der VfB, wie wir ihn bisher kannten, nach einigen halbherzigen Alibi-Angriffen noch einen Konter zum 4:2 gefangen. Die Freude über den Ausgleich ist die Freude über das Auftreten der Mannschaft. Widerstände und Rückschläge scheinen sie nicht aus der Bahn zu werfen, sondern im Gegenteil: zu motivieren. Die Freude über den Ausgleich ist auch die Freude über das ungewohnte attraktive Spiel des VfB. Schnell, flüssig, mutig. Das sind wir …

VertikalGIF #VfBSGE: Swing State Bad Cannstatt

1:1, 1:1, 2:2. Nachdem der VfB Stuttgart zu Beginn der Saison der Serienbrecher war, wird er langsam verlässlich. Das dritte Unentschieden in Folge, immer noch ohne Heimsieg in dieser Saison und seit sechs Spieltagen ohne Niederlage.   Dabei ging es so vielversprechend los. Der VfB startete gegen die Eintracht aus Frankfurt selbstbewusst. Erstaunlich dabei: Trainer Matarazzo gab Klimowicz erneut den Vorzug vor Daniel Didavi. Der wurde übrigens erst in der 90. Minute eingewechselt.   Aber auch ohne die Nummer 10 sah das Spiel der Stuttgarter in der ersten Halbzeit ziemlich gut aus. Vor allem über den linken Flügel wurde es immer wieder gefährlich, wenn Nicolas Gonzalez und Borna Sosa ins Laufen kamen. Vor allem der Kroate machte seinem Instagram-Handle (@superrman007) im Spiel gegen Frankfurt alle Ehre. Eine bornöse Leistung vom linken Wingback!   Nach nur 17 Minuten sprang dann auch Zählbares heraus: Nico Gonzalez war im Frankfurter Strafrein allein mit dem Ball und Gegenspieler Touré, der ihn plump foulte: Elfmeter! Und wie Gonzalez seine Elfer verwandelt wissen wir ja mittlerweile.   Eine kurze Schrecksekunde gab …

VertikalGIF #S04VfB: Pommes weiß-rot

Vor dem Spiel sprach Schalkes Trainer Manuel Baum davon, dass Schalke 04 wie eine volle Flasche Ketchup sei, die man so lange schütteln müsse, bis endlich etwas heraus käme. Doch auch beim 1:1 gegen VfB mussten die Gelsenkirchener ihre Pommes trocken essen. Für weiß-rote Leckerbissen sorgte nur der VfB. Generell muss man sich fragen, ob Baum die Flasche überhaupt schon geöffnet hat, die sein Vorgänger Wagner Anfang des Jahres offenbar ziemlich fest zugeschraubt hat. Zur Erinnerung: Den letzten Schalker Sieg gab es, als wir in Deutschland zum ersten Mal von Corona hörten: im Januar. Manche behaupten, die Schalker Sieglosserie habe mehr Tradition als RB Leipzig. Aber genug zu Schalke. Reden wir über den VfB Stuttgart! Schließlich hatte der auch einige Serien am Laufen. Zum Beispiel vier Spiele ohne Niederlage in Folge. Außerdem wären drei Punkte auf Schalke der dritte Auswärtssieg in Folge gewesen – so gut ist noch nie eine VfB-Mannschaft in die Saison gestartet! Matarazzo war also kurz davor, Geschichte zu schreiben. Und das mit zwei Veränderungen in der Startelf: Silas saß wegen Knieproblemen …

Was ist nur aus dem VfB geworden?

Ob man will oder nicht: Als Fan des VfB Stuttgart – Traditionsverein seit 1893 – wird man auch selbst zunehmend zum Traditionalisten und schaut mehr in die Vergangenheit als nach vorn. Kein Wunder, schließlich liegen die richtig guten Jahren unseres Herzensclubs schon gut ein Jahrzehnt zurück. Gerade wieder in die erste Liga aufgestiegen und das Schlimmste befürchtend, flüchten wir uns in das vermeintlich Verlässliche und definieren uns über Historie und Statistiken. Und dann das: der VfB liefert einfach nicht mehr! Erster Spieltag: Der SC Freiburg ist zu Gast. Und gewinnt zum ersten Mal seit 2012 im Neckarstadion. Zweiter Spieltag: Der VfB fährt nach Mainz und siegt mit 4:1. Der erste Sieg bei den Rheinhessen seit 2005! Dritter Spieltag: Angstgegner Leverkusen ist zu Gast. Das Ergebnis: 1:1 und damit der erste Punktgewinn im heimischen Stadion gegen die Werkself seit 2014. Vierter Spieltag: Auch in Berlin ist für den VfB traditionell eher wenig zu holen. Aber in dieser Saison scheint alles anders: Der VfB gewinnt mit 2:0 – der erste Sieg im Olympiastadion seit 2013! Nicht mal …

VertikalGIF #VfBKOE Köln, Kampf & Kempf!

Bis zum Anpfiff war unklar, ob Gregor Kobel und Wataru Endo würden auflaufen können. Und so reagierten die Fans als die gleiche Startelf wie in Berlin veröffentlicht wurde.   Der Tabellenfünfte gegen die bislang sieglosen Kölner: Auch, wenn Trainer Matarazzo die Favoritenrolle so weit wegschieben wollte wie möglich: Der VfB musste am Freitag zum ersten Mal liefern. Würde die Mannschaft mit dem Druck umgehen können?   Und während wir uns das noch fragten, stand es 1:0! Karazor zu Castro zu Didavi zu Kalajdzic zu Mangala und der perfekt in den Winkel. Und das alles in 24 Sekunden. Was ist gerade nur los mit dem VfB?   Genau so fassungslos wie wir schienen die Kölner zu sein, die in eine Schockstarre verfielen. Und hätte Daniel Didavi mit seinem Freistoß in der dritten Minute nicht die Latte, sondern das Tor getroffen, hätte man die Partie vermutlich abpfeifen können.   Der Nachteil an frühen Toren: Es ist anschließend noch lange zu spielen und es kann eine Menge passieren. Zum Beispiel der heftige Zusammenstoß zwischen Marc-Oliver Kempf und Bornauw …

VertikalGIF #BSCVfB Ha-ho-he: VfB!

Auf was kann man sich eigentlich noch verlassen? Nicht mal darauf, dass der VfB früh in Rückstand gerät. Denn beim Auswärtsspiel im Berliner Olympiastadion ging das Matarazzo-Team bereits nach neun Minuten in Führung. Freistoß Didavi, Kopfball Kempf, 0:1. Ha-ho-he, ist das schee. In der Innenverteidigung fielen bekanntlich Anton und Mavropanos aus. Sie wurden ersetzt durch Pascal Stenzel und Ata Karazor, der sein Bundesliga-Startelf-Debüt gab. Chef im Strafraum war Marc-Oliver Kempf. Eine Rolle, die er konsequent ausfüllte und durch sein Tor krönte. Starke Leistung vom Kempfer. Auf der linken Seite gab Tanguy Coulibaly ebenfalls sein Startelfdebüt und machte da weiter, wo er gegen Leverkusen aufgehört hatte: er spielte seine Gegner schwindelig oder gleich komplett kaputt. Zugegeben: Ein wenig eindimensional ist sein Spiel noch, aber sein Einsatz entnervt definitiv jeden Gegner – und hin wieder auch die eigenen Fans. Das Spiel in Berlin zeigte aber auch, dass die Coulibaly-Show (noch) keine 90 Minuten dauern kann. In der zweiten Halbzeit ging dem Wirbelwind sichtlich der Sprit aus. Wohl dem, der dann einen genesenen Nicolas Gonzalez bringen kann. Abgesehen …

Fehler 404: Unrechtsbewusstsein nicht gefunden?

In der Mercedesstraße zählt man vermutlich schon die Stunden bis zum Anpfiff gegen Bayer Leverkusen. Denn im Idealfall überdeckt ein sportlicher Erfolg jegliche unschönen Nebengeräusche und zum anderen wäre auch eine 0:4 Schlappe einfacher zu erklären als die Weitergabe vom Mitgliederdaten an Facebook. Mit etwas mehr Zeit eine erweiterte Version des Zeitstrahls zu den #VfBleaks: + Info MVs und Entlastungen + Termin Ausgliederung ergänzt + Hervorhebung Fragenkomplex zu Datenlieferung 10/2018 #VfB pic.twitter.com/QOcSWZJ9jp — Ron Merz (@Brustring1893) September 29, 2020 Aber was sagt es über den VfB Stuttgart aus, wenn man “noch vor zehn Tagen davon ausging, dass kein öffentliches Interesse an einer Berichterstattung über diesen Vorgang besteht“ wie es in der heutigen Ausgabe des kickers zu lesen ist? Klar, einerseits verständlich, dass niemand, der offensichtlich massiv Mist gebaut hat, daran interessiert ist, dass die Angelegenheit komplett aufgearbeitet wird. Andererseits: Empfindet der VfB es als Petitesse, dass er seine Mitglieder mit Füßen getreten hat? Dass er im Rahmen der Ausgliederungskampagne und danach versucht hat, sie zu manipulieren und ja, sagen wir wie es ist: sie zu …

Hitz und die Mitglieder-Verarsche

Seit Februar 2019 habe ich Angst um Thomas Hitzlsperger. Zu diesem Zeitpunkt wurde er von Wolfgang Dietrich zum Sport-Vorstand und Nachfolger von Michael Reschke berufen. Zum ersten Mal bekam er damals wirklich operative Verantwortung beim VfB Stuttgart und wurde so abhängig vom Erfolg des Clubs aus Cannstatt. Das kann bekanntlich schnell zum Schleudersitz werden. Dabei wünsche ich mir, dass Hitzlsperger beim VfB langfristig wirken kann und so etwas wie das Gesicht meines Herzensvereins wird. Bei seiner Antrittspressekonferenz im Februar letzten Jahres als Sport-Vorstand hätte ich ihm ewig zuhören können. Da war nichts Großspuriges in ihm, wie beispielsweise bei seinem Vorgänger Reschke, er trat das Amt demütig, dankbar und voller Tatendrang an. Immer mit dem Hinweis, dass er nicht alles besser wisse. Auch das ein großer Unterschied zum „Perlentaucher” und natürlich zu seinem damaligen Vorgesetzten Dietrich. Die Funktionärskarriere von „The Hammer“ verlief steil beim VfB. Innerhalb kürzester Zeit wurde er zum wichtigsten Mann im Club, zum Vorstandsvorsitzenden der VfB Stuttgart 1893 AG. Wäre ich beim VfB, hätte ich es nicht anders gemacht, gleichwohl mir die Doppelfunktion …

VertikalGIF #M05VfB: Bye bye Byerlorzer?

2020 scheint alles möglich: Saisonunterbrechung, Spiele ohne Zuschauer, ein grünes VfB-Trikot aus alten Flaschen, die erste Niederlage im eigenen Stadion gegen Freiburg seit 2012 und jetzt der erste Sieg in Mainz seit 2005. Am Ende waren es wieder 5 Tore und dazu noch zwei gelb-rote Karten. Im Gegensatz zum Saisonauftakt waren die Treffer aber diesmal besser verteilt. Zumindest aus VfB-Sicht. Dabei sah es danach lange nicht aus. Schon vor dem Spiel war klar, dass die erste Viertelstunde sehr wichtig sein würde: Würde das Mainzer Team wirklich gegen seinen ungeliebten Trainer spielen? Oder würde man dem Aufsteiger gleich mal zeigen, wer der Chef im Stadion ist? Auch Matarazzo hatte seinen Team anscheinend mit auf den Weg gegeben, von Anpiff an für Alarm zu sorgen. Und das tat der VfB in beeindruckender Art und Weise. Hier das Stuttgarter Mittelfeld: Die Mainzer bekamen kaum einen Fuß auf den Boden. Nach zehn Minuten hatte der VfB bereits 5 Ecken herausgespielt und über 75 % Ballbesitz. Das Problem: Drei Minuten später lag das Matarazzo-Team mal wieder zurück. Gut spielen, aber …