Alle Artikel in: VfB

VertikalGIF #FCHVfB: Das Traditionsduell

Lust auf etwas Mathe zum Saisonstart? Die Chance, dass es in der ersten Runde zur Partie Hansa Rostock gegen VfB Stuttgart kommt, liegt bei 1:1024. Die Wahrscheinlichkeit, dass es gleich drei Mal in Folge zu dieser Partie kommt, liegt hingegen bei ca. eins zu einer Milliarde (1:1.073.741.824). Ein Lottogewinn ist ein Klacks dagegen.   Dass der VfB seine Saison in Rostock beginnt, hat mittlerweile also Tradition. Und mittlerweile wissen Spieler, Verantwortliche und Fans gleichermaßen: Drittligist hin oder her, das wird nicht einfach. Das Weiterkommen wird natürlich erwartet, aber niemand glaubt so wirklich daran, dass es einen souveränen Sieg gibt.   In der zweiten Liga hatte das Stuttgarter Team gegen vermeintlich unterlegene Gegner wie Wehen Wiesbaden oder Osnabrück oft pomadig gewirkt. Ähnliches stand auch in Rostock zu befürchten, schließlich traf ein Bundesligist auf einen Drittligist. Aber erstaunlicherweise war der VfB ab der ersten Minute konzentriert, präsent und ließ sich auch von der härteren Gangart von Hansa nicht schocken. Und die Fans so:   Ebenso irritierend wie das konsequente Auftreten der Spieler mit dem Brustring waren die …

Castro als Kapitän: Eine logische Wahl

Gonzalo Castro zum neuen Mannschaftskapitän des VfB zu machen, scheint eine logische Entscheidung von Trainer Pellegrino Matarazzo zu sein. Mit 33 Jahren ist er der Älteste im blutjungen Kader und verfügt mit 383 Bundesliga-Spielen mit Abstand über die meiste Erfahrung. Zusammen mit Sami Khedira, Mesut Özil, Mats Hummels, Manuel Neuer und Benedikt Höwedes wurde er 2009 zudem U21-Europameister. Gibt es in diesem Kader keinen geeigneteren Kapitän als Castro? Scheint so. Denn es ist auch deshalb eine logische Wahl, weil sich kein anderer aufgedrängt hat: Pascal Stenzel? Wataru Endo? Gregor Kobel? Marc-Oliver Kempf? Mal scheint es das Naturell, mal sind es die Sprachkenntnisse, mal die Position, mal die unsichere Situation, Stammspieler zu sein. Und beim zweiterfahrensten Spieler im Team, Daniel Didavi, entspricht dessen Standing im Verein wohl in etwa der Zuverlässigkeit seines Körpers. Als Lautsprecher ist Castro bisher nicht aufgefallen. “Ich halte mich lieber im Hin­ter­grund.“ sagte er einmal im Interview mit 11 Freunde. Er ist eher der Typ „stiller Techniker“, der auf dem Platz jedoch durchaus temperamentvoll sein kann. Allerdings in erster Linie bei Diskussionen …

Das Prinzip Hoffnung

„Das könnte sein Jahr werden!“ Sven Mislintat ist im „kicker“ optimistisch, dass Borna Sosa nach diversen Verletzungen und Formkrisen in seiner dritten Saison den Durchbruch beim VfB schafft. Der junge Kroate ist nicht der Einzige, bei dem der VfB hoffen muss, dass er den nächsten Entwicklungschritt macht. „Das könnte sein Jahr werden!“ Das könnte Mislintat auch über Silas Wamangituka sagen. Für den schnellen und manchmal überdrehten Übersteigerkönig könnte es durchaus mehr Raum geben für seine raumgreifenden Sprints und Soli. Wenn er dann noch an seinem ersten Kontakt arbeitet und öfter die richtige Entscheidung trifft, wann er ins 1:1 gehen und wann er abspielen sollte, ja dann könnte es zu seinem Jahr werden. Es könnte auch das Jahr des Sasa Kalajdzic werden. Das muss es fast. Der Österreicher, wie sein Sturmkollege Hamadi Al Ghaddoui bisher ohne eine einzige Bundesligaminute, sollte schon wissen, wo das Tor steht. Denn, wer sonst soll die Buden machen – vor allem dann, wenn Nicolas Gonzalez den VfB verlassen sollte? Selbst er wäre keine Garantie. Auch wenn sich Gonzalez nach der Corona-Spielpause …

“Schorschi, Schorschi noch einmal, …

… es war so wunderschön. Schorschi, Schorschi noch einmal, wir wollen Tore sehn!“ Leser unserer VfB-Fibel wissen: Wir sind Fans von Georg Volkert, dort schrieben wir unter anderem über ihn: Erst mit knapp 33 Jahren wechselte der gebürtige Franke zum VfB, nachdem er mit dem 1. FC Nürnberg Deutscher Meister und 1977 mit dem Hamburger SV Europapokalsieger geworden war und längst nicht mehr so flink auf den Beinen wie zu Anfang seiner Karriere. 75.000 Mark betrug 1978 die Ablösesumme für Volkert. Eine selbst für damalige Verhältnisse geradezu lächerliche Summe für einen, der lange Zeit als bester Linksaußen Deutschlands galt, den sogar Juventus Turin verpflichten wollte. Volkert hatte seine Launen, er war ein guter Orgelspieler und Sänger, aber am wichtigsten: an guten Tagen war er unwiderstehlich. Würde man einen Film über ihn drehen, so müsste er “Der Trixxer” heißen. Volkert hatte alles drauf, er war ein Fopper, ein Fummler, aber kein Ego-Shooter. Dribbeln bedeutete bei ihm nicht Eigensinn, sondern Raumgewinn. Er konnte Tricks im Stehen, im Laufen und wahrscheinlich auch im Sitzen, er schnickste mit dem …

vp weekly KW33

Noch gut vier Wochen bis zum Saisonauftakt des VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg. Allmählich geht die Saisonvorbereitung in die kritische Phase. Zum Beispiel mit Testspielen. Da erste fand am letzten Samstag gegen den SV Sandhausen statt. Nach mühsamen ersten 20 Minuten rollte der Cannstatt-Express mit 6:1 über den Zweitligisten hinweg. Tore: Förster, Castro, Didavi, Stenzel, Endo, Gonzalez. Dabei fielen vor allem Förster, Klement, Thommy und Leihgabe Nikolas Nartey auf der anderen Seite positiv auf. Auch die neue VfB-Innenverteidigung mit Anton und Mavropanos sah ganz ordentlich aus. Ganz im Gegensatz zum Robert-Schlienz-Stadion: Die Gärtner scheinen noch in Kurzarbeit zu sein. Apropos Kurzarbeit. Die scheint in der kommenden Saison auch auf Holger Badstuber zuzukommen – bei vollem Gehalt versteht sich. Denn am Montag berichtete der kicker, dass Pellegrino Matarazzo wohl nicht mehr mit ihm plant. Klingt fast so, als ob der Veteran um seinen Kaderplatz bangen müsste. Das dürfte vermutlich nicht nur sportliche Gründe haben. Am Dienstag trafen die die Gesundheitsminister der Länder, um zu beraten, wie man mit den DFL-Plänen umgeht. Die Liga und die …

vp weekly KW32

Die Woche begann mit etwas Erfreulichem: Der VfB stellte die Trikots der Saison 2020/2021 vor. Wer ein weißes Trikot mit einem roten Brustring erwartet hatte, der wurde nicht enttäuscht. We call it a Klassiker und zum Glück wurde von Jako auch im zweiten Jahr nicht verkrampft dran rumgespielt. Das Auswärtstrikot in rot bzw. schwarz ist recht kreativ geworden. Es ist inspiriert vom Auswärtsjersey der Saison 1997/1998. Der Stuttgarter Stadtplan ist das zentrale Gestaltungselement des Trikots, wobei sich das Herzstück (=Stadion) direkt unter dem Wappen befindet. Ganz neu ist die Idee zwar nicht, aber trotzdem ist es wieder ein unverwechselbares Trikot geworden. Well done, Jako! Wie beim Heimtrikot trägt die Innenseite am Nacken das Ortsschild „Bad Cannstatt“ und an der Außenseite befindet sich ein VfB Nackenprint. So bilden Heimat und Verein – mit allen Menschen, die dazugehören – den symbolischen „starken Rücken“ der VfB-Spieler. Wer sich ein Trikot holen will, hier gehts lang: 75,90 EUR für Mitglieder. Schnäppchen! Fit für die neue Saison! 💥 Unser Heim- und Auswärtstrikot 2020/2021 #auscannstatt. Zusammen mit der Mercedes-Benz-Bank und JAKO …

Covid 19 und Stuttgart 20/21: Wie der Saisonstart aussehen wird

Noch‌ ‌gut‌ ‌vier‌ ‌Wochen‌ ‌bis‌ ‌zum‌ ‌Saisonauftakt‌ ‌und‌ ‌viele‌ ‌Fragezeichen‌ ‌rund‌ ‌um‌ ‌den‌ ‌VfB‌ ‌Stuttgart.‌ ‌Eins‌ ‌ist‌ ‌jedoch‌ ‌jetzt‌ ‌schon‌ ‌sicher:‌ ‌Auch‌ ‌die‌ ‌kommende‌ ‌Saison‌ ‌wird‌ ‌keine‌ ‌normale.‌ Ob‌ ‌und‌ ‌wie‌ ‌viele‌ ‌Fans‌ ‌in‌ ‌die‌ ‌Stadien‌ ‌dürfen,‌ ‌ist‌ ‌genauso‌ ‌offen‌ ‌wie‌ ‌die‌ ‌Frage,‌ ‌ob‌ ‌die‌ ‌Fans‌ ‌auf‌ ‌diese‌n ‌“Fußball”‌ ‌überhaupt‌ ‌Bock‌ ‌haben.‌ ‌Wir‌ ‌wagen‌ ‌trotzdem‌ ‌mal‌ ‌einen‌ ‌vorsichtigen‌ ‌Blick‌ ‌nach‌ ‌vorn auf den ersten Spieltag der Saison 20/21:‌ ‌ ‌ Spätestens durch‌ ‌den‌ ‌überraschenden‌ ‌Wechsel‌ ‌von‌ ‌Nicolas‌ ‌Gonzalez‌ ‌zu‌ ‌RB‌ ‌Leipzig‌ ‌(Ablöse‌ ‌12,5‌ Millionen)‌ ‌hat‌ ‌der‌ ‌VfB‌ ‌Stuttgart‌ ‌zu‌ ‌Saisonbeginn‌ ‌ein‌ ‌massives‌ ‌Problem‌ ‌in‌ ‌der‌ ‌Offensive.‌ ‌Vor‌ allem,‌ ‌weil‌ ‌sich‌ ‌zu‌ ‌allem‌ ‌Überfluss‌ ‌auch‌ ‌noch‌ ‌Hamadi‌ ‌Al-Ghaddioui‌ ‌im‌ ‌letzten‌ ‌Training‌ verletzte.‌ ‌Zum‌ ‌Glück‌ ‌lässt‌ ‌sich‌ ‌Fußball-Rentner‌ ‌Mario‌ ‌Gomez‌ ‌breitschlagen‌ ‌und‌ ‌unterschreibt‌ ‌einen‌ ‌stark‌ ‌leistungsbezogenen‌ ‌Halbjahresvertrag. Schließlich ist er ohnehin oft in Stuttgart, um den Baufortschritt seines neuen Hauses zu kontrollieren.‌ ‌Doch‌ ‌aufgrund‌ ‌seines‌ ‌ Trainingsrückstands‌ ‌reicht‌ ‌die‌ ‌Luft‌ ‌zu‌ ‌Beginn‌ ‌nur‌ ‌für‌ ‌13‌ ‌Minuten.‌ ‌“Mario‌ ‌ist‌ ‌immer‌ ‌für‌ ‌ein‌ Abseitstor‌ ‌gut”‌ ‌scherzt‌ ‌Matarazzo,‌ ‌wählt‌ ‌dann‌ ‌aber‌ ‌einen‌ ‌konventionellen‌ ‌Ansatz‌ ‌und‌ ‌stellt‌ ‌Marcin‌ ‌Kaminski‌ ‌als‌ ‌Mittelstürmer‌ …

vp weekly KW30

Die Sommerpause wird nicht langweilig. Gleich am Anfang der Woche kommt schwer Verdauliches aus Bayern: Nachdem Karlheinz Rummenigge mit der Aussage “Wir sind jetzt leider angekommen an einem Punkt, an dem ich von den Ultras immer nur lese: Wir fordern dies, wir fordern das. Jetzt wollten sie Mitsprache bei der Debatte um die Verteilung der TV-Gelder“, vorgelegt hatte, Irgendwann ist auch mal Schluss, sagt Karl-Heinz #Rummenigge. Immer nur fordern. Wo kommen wir denn da hin … @FCPlayFair https://t.co/RP6jHE1mqB pic.twitter.com/hH76j4Y8i1 — rey bucanero (@ReyBucanero74) July 16, 2020 springt ihm sein Partner in crime (pun intended) Uli Hoeneß im Bayerischen Rundfunk bei: “Der Fußball gehört allen und es ist sehr wichtig, dass die Ultras begreifen, dass sie auch ein wichtiges Element sind, aber nicht alles alleine bestimmen dürfen. Ich bin immer für Kooperation, aber auch die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist.“ Was Hoeneß nochmal erläutern sollte: Wo und wann haben jemals im deutschen Fußball Ultras „alles alleine“ bestimmt? Mehr noch: Wo haben Ultras überhaupt jemals etwas bestimmt? pic.twitter.com/9z7P6aljqy — Philipp Köster …

So füllt der VfB seine klammen Kassen!

Spätestens seit 2019 wissen wir: Der VfB hat kein Mittelbeschaffungsproblem, sondern ein Mittelverwendungsproblem. Oder besser gesagt: hatte. Denn in Zeiten coronabedingt wegbrechender Einnahmen muss auch in der Mercedesstraße jeder Euro zwei Mal umgedreht werden, bevor man ihn ausgibt. Auch Sven Mislintats Transferschatulle ist nur spärlich gefüllt. Fünf lausige Milliönchen stehen nach eigenen Angaben zur Verfügung, um aus dem Zweiten der vergangenen Zweitligasaison einen Erstligisten zu machen, der die Klasse hält. Laut Mislintat besteht dafür nur auf der Torhüterposition Handlungsbedarf. Klar, was soll er auch anderes sagen, wenn er nur das Budget für einen einzigen Transfer hat? Langer Rede, kurzer Sinn: Der VfB braucht Geld. Es ist also höchste Zeit, kreativ zu werden und mal outside der Box zu thinken. Macht zum Beispiel auch Dortmund und hat für die kommende Saison gleich zwei Trikotsponsoren: einen für die Liga und einen für die Champions League. Aber dieses Modell kommt für den VfB Stuttgart wohl erst 2021/2022 in Frage. Deswegen kommt hier unsere Marketing-Sofort-Inspo zur Optimierung des Cash-flows: Die Zweitspielgenehmigung Vor drei Jahren brachte Michael Reschke das Konzept …

VertikalGIF #FCNVfB: Ganz großes Tennis!

Es ist gerade erst eine Woche her, da schlug der VfB im Derby zur Vorentscheidung im Aufstiegsrennen auf. Das Resultat ist bekannt: eine mehr als peinliche Niederlage.   Aber zum Glück kann man sich in dieser Zweitliga-Saison auf eines verlassen: Die Unzuverlässigkeit des Hamburger SV. Der kam am 32. Spieltag über ein Unentschieden nicht hinaus – genauso wenig wie der dritte Aufstiegskandidat, der FC Heidenheim. Also alles wieder drin für den VfB! Okay, zugegeben: Der VfB ist jetzt auch nicht gerade dafür bekannt, die Patzer der Konkurrenz zu nutzen, aber diesmal tat er es – und wie! Das komplett neu auf- und eingestellte Team fertigte den SV Sandhausen mit 5:1 ab.   Platz 2 zurück erkämpft und nur noch zwei Spiele Gelegenheit, ihn wieder zu verlieren. Die große Frage vor dem Spiel in Nürnberg: Wo ist Roberto Massimo? Hatten wir gegen Sandhausen den neuen VfB Stuttgart gesehen oder doch nur einen krassen Ausreißer nach oben?   Denn ähnlich wie das Team von Matarazzo hatte auch der Club reichlich Rückenwind nach dem 6:0 gegen Wiesbaden vom …