Monate: September 2019

Hamadi Al(m) Ghaddioui: der Schrecken von Bielefeld

Na klar: auch wir waren skeptisch als wir die Stuttgarter Aufstellung kurz vor dem Bielefeld-Spiel sahen: Karazor, Ascacibar, Förster und Mangala? Das roch ein wenig nach Ochsenraute als Reaktion auf das Mimimimittelfeld aus dem Fürthspiel. Der VfB wollte augenscheinlich robust und kämpferisch auf der Alm antreten. Okay, das klang gut. Aber durch das Fehlen von Gonzalez und Wamangituka stand vorne sowohl auf dem Spielberichtsbogen wie später auch auf der Alm nur Hamadi Al Ghaddioui. Wie sollte das funktionieren? Und mal ganz ehrlich: über weite Strecken gar nicht. Al Ghaddioui, als Stürmer-Schnäppchen aus Regensburg gekommen, und in der internen Stürmerrangliste mittlerweile offenbar vor Mario Gomez positioniert, hing über weite Teile des Spiels in der Luft. Aber das schöne an einem klassischen Mittelstürmer: All das ist vergessen, wenn er trifft. Gerne zum 1:0 und noch besser: in der 91. Minute. Wenn du das schwerste Auswärtsspiel der Saison in der 91. Minute für dich entschieden hast. #DSCVfB pic.twitter.com/0j0wvZT6Fe — Vertikalpass (@vertikalpass) September 27, 2019 Wer gewinnt, hat Recht. Und am Ende hatte Trainer Tim Walter also mal wieder …

VertikalGIF #DSCVfB: Alm, Alu, Al Ghaddioui

Wann ist der VfB Stuttgart eigentlich zum letzten Mal zu einem Spitzenspiel gereist? Ein tolles Gefühl jedenfalls. Erster gegen Dritter: Auf dem Papier war das Spiel auf der Bielefelder Alm ein echter Gradmesser. Und das sollte auch auf dem Rasen so sein. Zur Aufstellung: Gregor Kobel hatte seine Blessur aus dem Spiel gegen Fürth auskurieren können, Castro und Wamangituka fielen hingegen aus. Die wichtigste Personalie natürlich: Santi Ascacibar war nicht nur zurück im Kader, sondern auch gleich in der Startelf, um die Alm umzupflügen. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Ein Duell, auf das man sich auch freuen durfte: Holger Badstuber gegen Fabian Klos. Ein Kampf der Giganten: Godzilla gegen King Kong, Rocky gegen Ivan Drago, Apple gegen Android. Dass beide bereits früh eine gelbe Karte sahen, machte die ganze Geschichte noch spannender. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Zum Spiel: Der VfB war in der ersten halben Stunde die bessere Mannschaft und hielt auch physisch gut gegen die engagierten Arminen …

Drecksspiel! Dreckssieg!

Arbeitssieg. Glück gehabt. Mund abputzen, weitermachen. Die Tabellenführung bekommst du nicht mit einem Schönheitspreis. Ein gutes Pferdle springt nicht höher als nötig. Wer solche Spiele gewinnt, steigt am Ende auf. Floskeln gibts genug für den unansehnlichen Sieg des VfB gegen Fürth. Oder „Typisch zweite Liga“, wie Kollege Christian Prechtl meinte, dem ich kurz nach Spielende über den Weg lief. Der VfB zählt am Ende drei Verletzte und ebenso viele Aluminiumtreffern gegen sich, gewinnt aber dank höherer individueller Klasse und den Treffern von Daniel Didavi und Philipp Förster. Spiel erzählt. Danke, tschau. Doch den vierten Heimsieg der Saison nur auf nackte Zahlen (zum Beispiel nur 50 Prozent Ballbesitz) zu reduzieren, wäre fahrlässig. Das Spiel gegen Fürth war nämlich das schlechteste in der Ära Walter. Aber woran lags? Zum Beispiel daran, dass sich der bisherige Spielaufbaukönig Pascal Stenzel unerklärlich viele Abspielfehler leistete. Daran, dass Marc-Oliver Kempf öfter unsicher wirkte, mehrfach überspielt und überlaufen wurde. Auch Orel Mangala – in der Vorwoche noch sehr überzeugend – fehlten Präsenz, Sicherheit und Dominanz. Daniel Didavi, eigentlich ein Supertechniker, schien mit …

VertikalGIF #VfBSGF: Greuther Fight Club

Da führt dein Club nach zwei Minuten mit 1:0, aus beiden Fan-Lagern schallt „Scheiß DFB“ und das Wetter könnte nicht besser sein. Klingt eigentlich nach einem perfekten Fußball(nach)mittag, oder? Aber leider ging es in den folgenden ca. 95 Minuten nicht so weiter. Aber das wäre ja auch zu einfach! Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Um es mal ganz plastisch auszudrücken: Ich saß nicht in Block 47E wie sonst, sondern in 72B, Reihe 4. Familientag, dies das, ihr wisst schon. Das Problem: Das Spielgeschehen schien sich nach dem frühen Führungstreffer irgendwie weit weg von uns abzuspielen. So richtig Action vor der Untertürkheimer Kurve: Fehlanzeige. Stattdessen ging es auf der anderen Seite ab. Beziehungsweise ging leider Gregor Kobel ab, nachdem ihm Nielsen gleichermaßen unabsichtlich wie schmerzhaft auf den Oberschenkel getreten war. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content   Trotzdem wurde deutlich, dass das Konzept der Franken „körperliche Härte“ hieß. Gefühlt jeder Zweikampf war ein Foul und Schiedsrichter Storks hatte anscheinend seine …

Nur noch ein bissle Santi im Getriebe …

Nur, um das gleich mal zu klären: Fast alles ist gut. Und das liegt weniger am ersten Auswärtssieg und an der Tabellenführung bis Montag. Das liegt an dem, was wir teilweise in Regensburg gesehen haben. Ist Euch der linke Fuß von Daniel Didavi aufgefallen? Er kann mit ihm womöglich Klavier spielen, so viel Gefühl hat er in ihm. Wie er vor dem 1:2 wie mit dem Zirkel gezogen die Flanke auf den Kopf von Holger Badstuber gezaubert hat – Weltklasse. Oder Gregor Kobel im Tor. In keinem Stuttgarter Kasten stand jemals ein Keeper, dem man bedenkenlos den Ball zuspielen konnte. Manchmal wirken die Situationen brenzlig, aber nur auf uns Zuschauer, weil wir uns erst einmal an das neue Aufbauspiel gewöhnen müssen bis wir das in Ruhe anschauen können. Apropos: Holger Badstuber ist auch so einer, der fast nie aus der Ruhe zu bringen ist. Mit der Mentalität und Selbstsicherheit eines Champions League-Spielers löst er so gut wie jede Situation souverän und spielerisch. Warum er beim VfB spielt und nicht in der Champions League? Weil er …

VertikalGIF #SSVVfB: Treter, Tore, Sensationen

Anpfiff am Samstag um 13 Uhr. Die zweite Liga ist eher was für Frühaufsteher. Und dann auch noch in Regensburg. Ein unangenehmer Gegner, der seinen Schuhkarton für 15.000 Zuschauer ernsthaft „Arena“ nennt. Warum nicht gleich „Superdome“ oder „Kolosseum“? Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Aber natürlich hat die Größe des Stadions nichts mit der Qualität des Teams zu tun, das darin spielt. Und Regensburg zeigte von Anfang an, dass sie sich ganz gewiss nicht hinten rein stellen möchten. Im Gegenteil: Zu Beginn des Spiels war „der Jahn“ die aktivere Mannschaft. Doch die VfB-Defensive zeigte sich relativ unbeeindruckt von den Angriffsbemühungen der Regensburger. Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Und so wurde die erste Halbzeit vorerst zu einer relativ langweiligen Angelegenheit. Bis zur 24. Minute. Dann schlug der VfB eine Thomas Hitzlsperger Gedächtnis Ecke knapp hinter die Sechzehner-Grenze. Stenzels Schuss wurde geblockt, aber Nico Gonzalez rotzte den Ball trocken mit links in Tor. Erste Chance, erstes Tor. Click on the button below …

VfB Love Island: Klinsi & Guido <3

Jürgen Klinsmann, Guido Buchwald, Thomas Berthold, Matthias Klopfer, Claus Vogt, Britta Seeger, Alexander Wehrle, Erwin Staudt, Bernhard Heusler, Hans Zeisl – okay, es ist kein 29-Mann-Kader wie der, aus dem Trainer Tim Walter eine finale Auswahl treffen muss, aber dennoch ist es ein fast unübersichtliches Personalpuzzle, das sich um diverse Posten beim VfB bewirbt. Entweder offiziell oder über die reichweitenstarke Medien mit entsprechend schlagzeilenträchtigen Aussagen. Nicht eingerechnet dabei die Kandidaten, die sich bisher im Hintergrund halten. Uns sind mindesten zwei weitere Personen bekannt, die sich um die Präsidentschaft des VfB 1893 e.V. bewerben wollen. What a time to be alive! Wenn wir Trainer Walter fragen würden, dann sagt er, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Aber ist das auch bei der Besetzung der offenen Posten im Präsidium, Vorstand und Aufsichtsrat des VfB der Fall? Im Mittelpunkt stehen Guido & Klinsi. Die Frage ist: Handelt es sich um heiße Flirts oder um wahre Liebe? Geht es um verletzte Eitelkeiten oder um die Sache (also den VfB)? Erst sagt Klinsmann dem VfB mit nebulösen Begründungen ab, dann sagt …

Walterball: Krawall & Remmidemmi

Sind wir ehrlich: Mit einem weniger hibbeligen Stürmer als Silvère Ganvoula hätte der VfB gegen den VfL Bochum verloren. Diese Erkenntnis ist nichts neues. Es ist ein Muster, dass sich konsequent durch die bisherige Saison zieht: Der VfB ist überlegen, nutzt aber seine Torchancen nicht bzw. zu selten, macht zu wenig aus seinem Ballbesitz und ist hinten offen wie ein Scheunentor. In der Offensive sorgen zwei überragende, individuelle Momente von Philipp Klement/Daniel Didavi und Nicolas Gonzalez für Remmidemmi und entscheiden am Ende das Spiel. Aber die Krawall-Abwehr! Nathaniel Philips zeigt bei seinem ersten schlechteren Auftritt im VfB-Trikot extreme Schwierigkeiten im Spielaufbau, wenn er mal ein bisschen Druck bekommt, Holger Badstuber trotz 100 Prozent Passquote mit einigen Schildkrötenmomenten. Dazu Abspielfehler beim kleinsten Pressing. Andere Mannschaften – beispielsweise in der Bundesliga – nutzen das gnadenlos aus. Wir müssen also froh sein, dass die Entwicklung des Walter-Fußballs im Unterhaus stattfindet, wo Fehler nicht (immer) gnadenlos bestraft werden. Ohne Worte! 😍 #VfB #Silas #Wamangituka pic.twitter.com/YQ4jFUzOpA — MeanMachine1893 (@MeanMachine1893) September 2, 2019 Natürlich erwartet niemand, dass der VfB jeden Gegner …

VertikalGIF #VfBBOC: Traumtore und Alptraum-Abwehr

Man muss die Heimspiele feiern, wie sie fallen. Zur Not eben auch am Montag Abend gegen Bochum. Bei denen saß nicht mehr der ehemalige VfB-Sportdirektor Robin Dutt auf der Bank und auch noch(?) nicht der ehemalige VfB-Trainer Hannes Wolf, sondern, na klar, der ehemalige VfB-Spieler Heiko Butscher. Den ersten Aufreger gab es schon vor Anpfiff: Der anscheinend wechselwillige Santiago Ascacibar stand nicht im Kader. „Aus disziplinarischen Gründen.“ Und das unmittelbar vor Ende der Transferperiode! So reagierten die meisten Stuttgarter Fans: Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Zur Aufstellung: Auch Tim Walter hatte das Offensivspiel in Aue offenbar nicht so gut gefallen. Die Konsequenz: mal wieder ein neues Sturmduo. Statt Klimowicz und Gonzalez stürmten Al Ghaddioui und überraschenderweise auch Neuzugang Wamangituka. Mutig! Click on the button below to load the content of giphy.com. Load content Mutig war auch das Stuttgarter Spiel nach vorne. Von Anfang an ließ der VfB keine Zweifel daran, wer Herr im Haus ist. Und nach einigen Torannäherungen war es bereits in der 19. Minute soweit: …