Autor: @buzze

CoronaGIF #KSVVfB: Schiffbruch in Kiel

Nach dem desolaten Start aus der Coronapause war viel von Mentalität die Rede. Pellegrino Matarazzo wollte sich im Training ganz genau angucken, “wer bereit” sei und wer nicht. Wenig überraschend also, dass es reichlich Rotation in der Startelf gab. Überraschend, dass sich auch Kapitän Marc-Oliver Kempf auf der Bank wiederfand. Und tatsächlich präsentierte sich der VfB Stuttgart anders als in Wiesbaden. Denn hatte man dort noch eine gute Anfangsviertelstunde gezeigt, war das Stuttgarter Team in Kiel vom Anpfiff weg indisponiert. Das Resultat: das 1:0 nach nur dem ersten Angriff der Kieler in der siebten Minute. Vielleicht ein Hallo-Wach-Moment für das Team von Matarazzo? Leider nein. Die Stuttgarter Offensivbemühungen waren wie in der Vorwoche zu langsam, zu kompliziert, zu uninspiriert, zu inkonsequent und zu kraftlos. Wer vertrat eigentlich Marc-Oliver Kempf als Kapitän? Es war Daniel Didavi. Und der fiel durchaus auf. Leider jedoch nicht positiv. Nachdem er sich in der 41. Minute eine gelbe Karte wegen Meckerns abholte, flog er nur vier Minuten später nach einem Frust-Offensiv-Foul vom Platz. Welch’ ein Kapitän! Auch in der zweiten …

CoronaGIF #SVWWVfB: “Roooooobert, ich erkenn’ da nix!”

So here we go again. Das letzte VertikalGIF erschien am 10. März nach dem 1:1 im Spitzenspiel gegen Bielefeld. Und, wow, seitdem ist viel passiert. Das Coronavirus ist nach wie vor leider nicht Geschichte, Fußballspiele ohne Fans nach wie vor scheiße, aber: der Ball rollt wieder. Aus Stuttgarter Sicht heute in Wehen. Oder Wiesbaden. Oder irgendwo dazwischen. Aber natürlich waren wir uns einig, dass die unerklärliche Auswärtsschwäche des VfB eine Ende haben würde, wenn keine Heim-Fans im Stadion sind. Und jetzt mal ganz ehrlich: Wir waren auch der Meinung, dass uns VfB-Anhängern die “Corona-Krise” ganz gelegen kommt. Denn schließlich sollte sich ohne emotionalen Support der Fans immer die qualitativ bessere Mannschaft durchsetzen. Und deswegen ging ich auch von einem klaren Sieg gegen den Aufsteiger und Tabellen-Sechzehnten aus. Doch schon während der ersten Halbzeit wurde recht schnell deutlich, dass man sich auf den VfB einfach verlassen kann – zumindest auswärts. Zu langsam, zu pomadig, zu ineffizient. Daran konnte nichtmal eine Pandemie etwas ändern. Und natürlich war allen VfB-Fans klar: Je länger das Spiel torlos bleibt, desto …

Der Corona-Knigge

Besondere Zeiten brauchen besondere Maßnahmen. Nachdem sich schon Salomon Kalou und Birger Verstraete daneben benommen haben, nachdem Werder Bremen und Unions Neven Subotic doch allen Ernstes Kritik am schnellen Re-Start äußerten und auch nicht gerade wenige Fans sich ebenfalls nicht allzu begeistert zeigten, braucht es dringend einen Corona-Knigge für Spieler, Fans und Funktionäre. Wir müssen jetzt alle an einem Strang ziehen! Nicht, dass die Wiederaufnahme der Saison 2019/2020, dieses grandiose Projekt der DFL, durch Fehlverhalten in Misskredit gerät oder gar misslingt. Der Corona-Knigge oder die Kunst, das Produkt nicht zu schädigen. Hier sind die 11 goldenen Regeln: 1.) Mindestens 1,5 Klicks Abstand zu allen Medien, Blogs und Podcasts, die sich mit dem Produkt Fußball und dem Re-Start kritisch auseinander setzen. Fettes Like auf allen Plattformen hingegen für BILD, Sky und kicker, Armin Laschet und Markus Söder. Kurz: die Retter des Fußball-Produkts. 2.) Flüssig bleiben! Bitte vor Anpfiff mit reichlich dünnem Fernsehbier versorgen. Ausnahmsweise ist es auch erlaubt, auf den Trainer- und Ersatzbänken Bier des Sponsors zu trinken – aber bitte nur aus der Flasche! (Drosten-Voice) …

Der Rumpel-Russe: Pavel Pogrebnyak

Wir schreiben den Sommer 2009: Mario Gomez ist für die Rekordsumme von ca. 30 Millionen nach München gewechselt und im VfB-Angriff klafft ein riesige Lücke. Manager Horst Heldt muss einen Stürmer ersetzen, der in 121 Spielen 63 Mal getroffen hatte. Und so begann es. Stuttgart suchte den Stürmerstar. Eine erste heiße Spur führte nach Sinsheim, wo der Aufsteiger als Herbstmeister für Furore gesorgt hatte. Allen voran Demba Ba. Dass er bei den Stuttgarter Verantwortlichen ganz oben auf dem Zettel stand, war kein Wunder. Beim 3:3 der Hoffenheimer in Stuttgart hatte Gomez zwar doppelt getroffen, der Franko-Senegalese aber gleich dreimal. Wochenlang wurde verhandelt, spekuliert, gestreikt (Demba Ba wollte nicht mit ins Trainingslager der Hoffenheimer reisen). Und als sich Demba Ba, Horst Heldt und die Verantwortlichen von Hoffenheim – Jan Schindelmeiser und Ralf Rangnick – endlich einig waren, scheiterte der 16-Millionen-Transfer doch noch: Demba Ba war im Mai ein 41 Zentimeter langer Titannagel aus dem linken Schienbein entfernt worden, der nach einem Beinbruch zwei Jahre zuvor eingesetzt werden musste. Die Heilung nach der OP verlief nicht wie …

Der Bodenständige: Silvio Meißner

Otto Baric und Bernd Förster haben wir euch schon ins Nest gelegt. Heute steigen wir in die Zeitmaschine und jetten zwei Jahrzehnte in die Zukunft, die aber auch schon wieder zwanzig Jahre in der Vergangenheit liegt. Aber egal! Reden wir über das Jahr 1999. Reden wir über Silvio Meißner. Und das nicht (nur), weil der ehemalige defensive Mittelfeldspieler des VfB Stuttgart aktuell in aller Munde ist. Kein Wunder, schließlich geht er einen ganz anderen Weg als viele seiner ehemaligen Kollegen: Meißner ist und beschäftigt mittlerweile “Alltagshelfer”: Menschen, die anderen Menschen helfen. Die Einkäufe erledigen, im Haushalt helfen, und schlicht und ergreifend andere im Alltag begleiten. Und das nicht erst seit der “Corona-Krise”. Geboren im Jahr 1973 in Halle an der Saale war Meißner ein so called “Kind der DDR”. Über den FC Halle landete er beim Chemnitzer FC und nach drei guten Spielzeiten in der zweiten Liga wechselte er 1996 schließlich zu Arminia Bielefeld. Und hier komme ich ins Spiel – irgendwie jedenfalls. Denn im Gegensatz zu @abiszet habe ich meine Jugend nicht im VfB-Umfeld …

Well, that escalated quickly …

Schon bemerkenswert: Vor nicht mal zwei Wochen hielt ich es für vertretbar, das VfB-Spiel gegen Bielefeld zu besuchen. Heute halte ich es für eine meiner dümmsten Entscheidungen der letzten Jahre. Es kommt einem vor, als sei das vorerst letzte Heimspiel des VfB Stuttgart schon eine Ewigkeit her. Unsere größte Sorge Anfang März war schließlich, dass das Spitzen- auch ein Geisterspiel wird. Elf Tage später hat die zweite Liga wie alle anderen auch längst ihren Betrieb eingestellt. Mannschaftssport findet – egal auf welcher Ebene – nicht mehr statt, Sport-, Spiel- und Bolzplätze sind deutschlandweit geschlossen. Und die anfänglichen Überlegungen, ob der VfB Stuttgart mit dem aktuell zweiten Platz eventuell bereits aufgestiegen ist, sind mittlerweile komplett irrelevant geworden. Denn während wir (und ihr hoffentlich auch) zuhause ausharren, damit nicht noch mehr Menschen an dem Coronavirus sterben, sorgen sich Arbeitnehmer um ihre Jobs und Unternehmen um ihre Existenz. Aktuell steht definitiv mehr auf dem Spiel als ein Aufstieg. Viel mehr. Denn, machen wir uns nichts vor, auch die Clubs mit ihren Multi-Millionen-Etats werden um ihr wirtschaftliches Überleben kämpfen …

VertikalGIF #VfBDSC: Bitte abpfeifen!

Was für ein seltsames Heimspiel. Dabei sollte es doch etwas besonderes werden: Zweiter gegen Erster, die stärkste Heimmannschaft gegen das beste Auswärtsteam. Mehr Spitzenspiel geht nicht, oder? Doch ging es in der Vorwoche noch um Schmähplakate, Drei-Stufen-Pläne und drohende Spielabbrüche, so stand die Partie des VfB gegen Arminia Bielefeld bereits vor Anpfiff auf der Kippe. Der Grund? Corona, na klar. Und da sich die Stadt, das zuständige Ministerium und die Teams mit verbindlichen Informationen zurückhielten, wussten die Fans auch am Montag Mittag noch nicht, ob die Partie überhaupt mit Zuschauern angepfiffen werden würde. Erst wenige Stunden vor Anpfiff war dann klar, dass es ein Spiel vor Zuschauern geben würde. Begründung unter anderem: Es seien schon viele Gästefans unterwegs. Kein Wunder, wenn man so lange braucht, um eine Entscheidung zu treffen. Und so musste jeder für sich entscheiden, ob er ein Bad in der Menge nehmen wollte oder das Spiel lieber im TV verfolgen wollte. Spoiler: Über 50.000 fanden ihren Weg ins Neckarstadion, in dem mit leicht modifizierten Sicherheitskontrollen für mehr Hygiene gesorgt werden sollte. Es …

VertikalGIF #VfBSSV: Urlaubsedition

Es ist wie verhext: Nach dem Heimspiel gegen Erzgebirge Aue hat der Verfasser dieser Zeilen auch die nächste Partie im Neckarstadion verpasst. Sowohl live im Stadion wie auch vor dem Fernseher. Aber seit Jürgen Kramny und und Robin Dutt wissen wir ja, wie wichtig so ein Kurztrip auf eine spanische Insel ist. Deswegen ist dieses VertikalGIF kürzer als gewohnt, und basiert zum Großteil auf den Pushnachrichten diverser Fußball-Apps und teilweise der Übertragung auf Amazon Music. Mehr war leider nicht drin. Aber auch so war wieder einiges geboten. Hier z.B. meine Reaktion, als Orel Mangala das 1:0 erzielte. Und dies war meine Reaktion, als das Tor zurückgenommen wurde: Harm Osmers hat damit vermutlich mehr VfB-Tore anulliert als die meisten Spieler in dieser Saison erzielt haben. Trotzdem lag er in dieser Situation wohl richtig. Ob man das von der Entscheidung in der 50. Minute auch so sagen kann? Gregor Kobel sah im Luftzweikampf gegen Grüttner nicht gut aus, Stenzel holte den Neuer-Reklamier-Arm raus und es stand 0:1. Aber auch hier schaute sich Osmers die Szene nochmals im …

VertikalGIF #BOCVfB: Das Warten hat ein Ende!

Die Älteren unter uns können sich noch erinnern. An den letzten Auswärtssieg des VfB Stuttgart. Es war im September 2019 in Bielefeld. Der Trainer hieß noch Tim Walter und Santi Ascabibar und Emiliano Insua trugen noch das Trikot mit dem Brustring. Das waren noch Zeiten! Seitdem hatte sich der VfB zwar an die Spitze der Heimtabelle gespielt, auswärts aber so gut wie gar nichts gerissen. Die Konsequenz: Platz 11 in der Auswärtstabelle. Wenn Du mich fragst, wer Meister … nee, ob man so aufsteigt, dann sage ich zu dir: Das Problem bei den meisten der vergangenen Auftritte in fremden Stadien: Alle wussten, dass es für den Gegner das Spiel des Jahres ist. Alle, bis auf die Stuttgarter Spieler. Denn die begannen viel zu oft erst dann Fußball zu spielen, wenn sie bereits hinten lagen. Die Anfangsphase hingegen sah meist so aus: Nun also der zweite Versuch von Pellegrino Matarazzo, dem VfB diesen unsäglichen Auswärtsfluch auszutreiben. 143 Tage ohne Sieg in einem fremden Stadion. Zum Kotzen! Zumindest das Problem mit der verschlafenen Anfangsphase hatte das Stuttgarter …

VertikalGIF #VfBAUE: Die Zahlen stimmen!

Steigen wir ausnahmsweise mal mit einem kleinen Quiz ein: Wie viele Tore hatte Erzgebirge Aue vor der Partie am Samstag gegen den VfB Stuttgart jemals erzielt? Genau: Und wie viele Tore waren es nach der Partie? Genau: So weit, so gut. Aber es gibt noch viel mehr tolle Zahlen. Denn das 3:0 gegen Aue war nicht nur der fünfte Heimsieg in Folge für den VfB, sondern auch der fünfte in Folge, bei dem der VfB drei Tore erzielte. Nicht so schlecht, oder? Sagt auch das Torverhältnis, das sich so langsam aber sicher wieder sehen lassen kann. Alles gut also? Eigentlich schon, am Ende kann man wohl von einer erfüllten Pflichtaufgabe sprechen. Nicht unerwähnt soll aber bleiben, dass sich der VfB in der ersten halben Stunde etwas schwer tat. Erstaunlicherweise nicht, weil sich die Auer am eigenen Strafraum verschanzten, sondern, weil sie munter nach vorne mitspielten. Das Ergebnis war eine sehr kurzweilige Partie und ein tiptop Stadionerlebnis bei bestem Wetter. Fehlten nur noch die Tore auf der richtigen Seite. Für die sorgte dann aber Daniel Didavi! …