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VertikalGIF #FCBVfB: Halb so wild!

Das lief doch besser als erwartet! Viele VfB-Fans hatten in München mit einer derben Klatsche gerechnet, aber das Team von Pellegrino Matarazzo zog sich beim Champions League Sieger achtbar aus der Affäre. In der Startelf standen neben dem wieder genesenen Nico Gonzalez auch die Helden des Hinspiels: Philipp Förster und Tanguy Coulibaly. Matarazzo brachte überraschenderweise auch Klimowicz und verzichtete dafür erstaunlicherweise auf Sosa und Silas. Und tatsächlich hatte der Aufsteiger den Meister ganz gut im Griff und sogar mehr Ballbesitz. Okay, die ganz großen Chancen fehlten, aber auch die Bayern tauchten nur selten gefährlich vor dem Tor von Gregor Kobel auf. Sogar Robert Lewandowski vergab eine erstklassige Chance in der 63. Minute und wurde wenig später ausgewechselt. Dabei schien er nicht mal sauer zu sein! Man hätte fast meinen können, er hätte bereits drei Tore geschossen. Aber der VfB Stuttgart bestimmte weitestgehend die Partie, während es die Bayern erstaunlich ruhig angehen ließen. Der Ball zirkulierte in den Stuttgarter Reihen so gut, dass man stellenweise sogar das Gefühl hatte, der VfB hätte einen Spieler mehr auf …

Das Lernspiel

Wer dachte, es könnte ein gutes Konzept für die Zukunft sein, dass die Bayern aufgrund ihrer Überlegenheit immer mit einem Mann weniger antreten, um die Spiele spannender zu gestalten, muss nach dem 4:0 gegen den VfB zugeben: Auch das macht keinen Sinn, die Bayern werden auf Jahre hinweg unschlagbar sein (Franz Beckenbauer-Voice). Der Knackpunkt der Partie war die rote Karte von Alphonso Davies nach einem bösen Tritt gegen Wataru Endo in der 12. Minute: Nach einer hervorragenden Anfangsphase wurde der VfB euphorisch und übermütig und von den Bayern auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Drei Tore innerhalb von fünf Minuten und die VfB-Abwehr hatte ein Schleudertrauma, so schnell und flüssig kombinierte der Rekordmeister sogar im Strafraum. Da war so viel Platz, dass die Münchener Angreifer gemütlich Schafkopf hätten spielen können. Gregor Kobel sagte nach dem Spiel, dass der Platzverweis in der Zuordnung Unsicherheit brachte und dazu kam die furchtbare Qualität der Bayern und ihr Ehrgeiz, trotz Unterzahl zu gewinnen. Das muss man nicht gut finden, beeindruckend ist es durchaus. Kind eben: “Lewandowski ist polnisch und …

Der alte Mann und der Pass

Wir haben es vor dem Spiel als Ziel ausgerufen, der VfB hat es nach den 2:0-Sieg gegen Hoffenheim geschafft: Wir sind die stärkste Kraft in Baden Württemberg. Das Konzept der Expected Goals erschließt sich mir nicht. Aufgrund von aktuellen Spielsituationen und zurückliegenden statistischen Erkenntnissen errechnen irgendwelche Nerds die Torwahrscheinlichkeit. Dabei ist es ganz einfach: Wenn Robert Lewandowski mitspielt, ist die Torwahrscheinlichkeit mindestens 1,5 und bei Silas und Sasa Kalajdzic zusammen genommen um die 2, dazu muss ich kein Statistiker sein. Kalajdzic muss nur in der Nähe des Balls sein, schon ist er drin, wie beim Eigentor von Kasim Adams zum 1:0. Das 2:0 macht er dann nach einem Turboangriff über Silas selbst. Damit traf er sieben Spiele in Folge, das gelang zuletzt Fredi Bobic in der Saison 1995/96. Unser „Scheiss-mir-nix“-Spieler hat sich damit seinen Platz in der VfB-Geschichte gesichert. Und das nach nicht einmal einer ganzen Saison. Im Gästeblock heute genau so viele Fans wie sonst auch unter normalen Bedingungen #VfBTSG — VfBrille (@VfBrille) March 14, 2021 Aber wir müssen über Gonzalo Castro sprechen. Wir …

VertikalGIF #VfBTSG: Ja zum Erfolg!

Was für ein Sonntag! Erst Wahl in Baden-Württemberg und nach Schließung der Wahllokale das Derby Duell Württemberg gegen Baden. Für VfB-Fans war klar: Sie stimmen für den Heimsieg gegen die TSG Hoffenheim. Die Hoffenheimer reisten nach dem überraschenden 2:1 gegen den VfL Wolfsburg und vier ungeschlagenen Partien mit nur drei Punkten Rückstand auf den VfB und einer ordentlichen Portion Selbstvertrauen an. Aber das hatte auch der VfB nach ebenfalls vier Spielen ohne Niederlage zu bieten. In seinem Wahlkampf-Team nahm Pellegrino Matarazzo nur eine Änderung vor: Für Coulibaly rückte Kapitän Gonzalo Castro wieder in die Elf. Neben ihm natürlich im Fokus: Sasa Kalajdzic. Nach sieben Treffern in den vergangenen sechs Spielen hatte er gegen Hoffenheim die Chance, den Rekord von Fredi Bobic aus der Saison 96/97 zu knacken. Von Beginn an wählte der VfB eine offensive Herangehensweise und schnell wurde deutlich: Silas is back! Der Rookie of the month Rekordsieger, der in den letzten Wochen oft ein wenig fahrig wirkte, begeisterte auf dem rechten Flügel. Was er mit seinem Gegenspieler Chris Richards anstellte, war eigentlich schon …

Bussi Baby!

Wenn jemand fragt, wofür Sasa Kalajdzic steht, dann sag’ Amore! Er wird geliebt von den VfB-Fans. Er selbst liebt Flanken, ob von Borna Sosa, Marc-Oliver Kempf, Silas oder Erik Thommy. Er liebt es, wieder auf dem Platz zu stehen nach seinem 2019 erlittenen Totalschaden im Knie. Und er würde es lieben, in einem vollen Neckarstadion aufzulaufen: “Wenn Du Dir neun Monate den Arsch aufreißt, um wieder vor 60.000 Zuschauern zu spielen, dann ist die augenblickliche Situation ein bisschen komisch.” Sasa Kalajdzic hat also ein volles Neckarstadion noch nicht auf dem Rasen erlebt. Die VfB Fans haben ihn – außer bei den zwei Spielen mit ein paar Zuschauern im Herbst gegen Freiburg und Leverkusen – noch nicht live gesehen. Das ist ebenso tragisch, wie durch die Pandemie generell der Kontakt zu den Fans unterbunden ist. Mit seiner offenen Art, seinem sympathischen Auftreten und seinem Wiener Humor würden ihm weitere Herzen zufliegen. Alle 11 Minuten verliebt sich jemand in Sasa. Der VfB, ein Club für Fans und Mitglieder mit Niveau. Der 23-jährige ist in jeder Beziehung ein …

Die Büffel gezähmt

Bei den letzten Duellen gegen Eintracht Frankfurt in der Saison 2018/2019 wurde der VfB von der sogenannten Büffelherde überrannt. Unter der Wucht von Ante Rebic, Luka Jovic und Sebastian Haller sind die Stuttgarter regelrecht zusammen gebrochen. In der Saison 2020/2021 zeigt sich der VfB widerstandsfähiger: Im Hinspiel ein 2:2 nach 2:0-Führung, am 24. Spieltag ein 1:1 nach 1:0-Führung. Der VfB hat die Büffelherde 2.0 gezähmt. Zugegeben, die Frankfurter Büffel haben nicht mehr ganz die Wucht wie vor zwei Jahren. Aber mit dem zurückgekehrten Jovic, dem Portugiesen André Silva, dem wuseligen Amin Younes und einem gewissen Filip Kostic verfügt die Eintracht immer noch über eine furchterregende Offensive. Dieser Kostic: Über ihn schrieben wir einst, er sei der George Best des Balkans, bezeichneten ihn als serbische Rennmaus und meinten, er bräuchte lediglich eine Lücke so groß wie der Hintern von Kim Kardashian, um sich Platz für seine ausufernden Flügelläufe zu verschaffen. Gegen den VfB schaffte er es, zwei identische Tore zu schießen, was sonst in der Bundesliga nur Wataru Endo beherrscht. Ein Tor kassierte ein Glück der …

VertikalGIF #SGEVfB: Welcome to the Fight Club

Viel war im Vorfeld über die Partie des VfB Stuttgart bei Eintracht Frankfurt geschrieben worden. Und nicht wenige waren der Meinung, dass das ein absolutes Fußballspektakel geben würde. Aber natürlich kam es komplett anders.   Dabei hatte Pellegrino Matarazzo mit der Hereinnahme von Tanguy Coulibaly anstatt Gonzalo Castros schon vor dem Anpfiff ein deutliches Zeichen gesetzt: Der VfB Stuttgart wollte in Frankfurt mit einer offensiven Ausrichtung mutig nach vorne spielen. Und ist es nicht wunderbar, dass das mittlerweile nicht mehr die Ausnahme, sondern die Regel ist?   In der ersten Halbzeit ging allerdings offensiv nicht allzu viel. Weder auf der schwäbischen noch auf der hessischen Seite. Statt der Tornetze wurden stattdessen die Knochen poliert: Es ging ordentlich zur Sache.   Durch das Fehlen der Zuschauer im Stadion hat sich dem TV-Zuschauer mittlerweile eine ganz neue Welt geöffnet. Mit schönen Momenten wie dem motivierenden Gebrüll von Gregor Kobel oder unschönen Momenten wie dem Möwen-Geschrei mancher Trainer. Die neueste Entdeckung: Das Frankfurter Stadion liegt ganz offenbar in der Einflugschneise des Flughafens wie der andauernde Motorenlärm bewies. Meine …

Der Endonator

Er ist der König im Mittelfeld des VfB Stuttgart, der Dominator der Defensive, der Initiator von Offensivaktionen, der Großmeister des Diagonal- und vor allem des Vertikalpasses und seit dem Schalke-Spiel auch noch Torschütze. Bitte erheben sie sich für den Endonator im VfB-Spiel: Wataru Endo. Der Mann, der immer wieder für die Ausschüttung von Glückshormonen bei den VfB-Fans sorgt, den sogenannten Endophinen (sorry, aber das ist noch lange nicht alles). Die defensiven Mittelfeldspieler, sie sind ein bisschen zum Hype geworden in den letzten Jahren. Angefangen mit Claude Makelele, dem Klavierträger bei Real Madrid, über den scheinbar unsichtbaren Sergio Busquets bei Barcelona bis hin zu Joshua Kimmich, weil er so schön brüllen und aus dem Halbfeld flanken kann. Wataru Endo war beim VfB ab seinem ersten Spiel gegen den KSC ein Spektakel. Er gewann jedes Kopfballduell gegen zwei Köpfe größere Gegenspieler und deutete dies seinen Mitspielern vorher mit weit ausgestreckten Armen an: „Überlasst ihn mir, ich kann das!“. Tatsächlich kann er eigentlich alles. Dieses Derby, wir schrieben damals nach dem 3:0-Sieg „Endo, der neue Soldo“, war der …

Kobel, du bist so ein Gott, Junge!

Erstaunlich: Der VfB am 23. Spieltag im Gleichschritt mit Bayern München. Beide mit einem 5:1, beide mit schwierigen Phasen, in denen der Gegner die Wende hätte schaffen können. Beide nur in der ersten Hälfte souverän, beide mit Joker-Toren, beide mit Siegen, die letztlich zu hoch ausfielen. Aber beide erledigten ihre Pflichtaufgabe, das war besonders beim VfB schon ganz anders, Stichwort „Aufbaugegner“. Schalke 04 kam mit einem Trainer ins Neckarstadion, der beim VfB durchaus Spuren hinterlassen hat: Als Nachfolger von Markus Babbel kam Christian Gross im Winter 2009, in 19 Spielen unter dem Schweizer gelangen 14 Siege und drei Unentschieden. Nur gegen Vizemeister FC Schalke 04 und den HSV gab es Niederlagen. Keine Mannschaft spielte in dieser Saison eine so erfolgreiche Rückrunde wie der VfB. Das Highlight war sicher das Champions League-Hinspiel gegen Barcelona, als der VfB die Katalanen am Rande einer Niederlage hatte. Gross forderte stets absoluten Einsatz: “Ich verlange von meinen Spielern immer volle Leidenschaft“. Er galt als hart, aber herzlich und legte großen Wert auf Disziplin. Es ist traurig anzusehen, wie der Schalker …

All you need is love

Abseits des Platzes ist es aufregend genug, so dass ein Spiel wie gegen den 1. FC Köln ganz wohltuend ist. Vor dem Fernseher dösen, nur bei zwei Aufregern aufwachen: Die Ruhrnachrichten berichteten davon, dass Sven Mislintat 2022 als Nachfolger von Michael Zorc bei Borussia Dortmund im Gespräch ist und dann das Tor des Tages von Sasa Kalajdzic nach einer wie immer bornösen Freistoß-Flanke von Sosa. Letzte Woche noch kassierte der VfB gegen Hertha BSC den späten Ausgleich, so hatte Köln lediglich zwei Torchancen durch Emmanuel Dennis und Salih Özcan. Wobei der Lerneffekt aus dem Berlin-Spiel nicht allzu groß war: Auch wenn die Kölner sich insgesamt ziemlich harmlos präsentierten, wurde es gegen Ende doch noch knapp, auch weil Umschaltmomente nicht konsequent genug ausgespielt wurden und die Abwehr ein bisschen zu tief und sorglos stand. So eine Gurke wie von Berlin letzte Woche bekamen die Geißböcke aber zum Glück nicht hin. Aber einem schwachen Gegner wie Köln, auf den man mit einem Sieg den Vorsprung auf acht Punkte ausbauen kann, sollte man keine Gelegenheit für einen Glückstreffer …