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Wir sind wieder dort, wo wir hingehören!

Vor einer Woche, nach der Derby-Niederlage gegen den KSC war das Gefühl noch: Die Wärme ist gewichen, es ist kühl. Die Fassungslosigkeit, wie der VfB den Aufstieg wegwerfen kann, #ausgerechnet gegen den KSC. Die Enttäuschung führte zu der Frage, wie man sich mit dieser Mannschaft und dem Club weiter identifizieren kann. Zwei Spiele, sechs Punkte und elf Tore später ist der VfB so gut wie sicher aufgestiegen. Zwei Spiele, die absolut überragend waren, die aber nicht über die vielen Probleme hinwegtäuschen dürfen, die der VfB über nahezu die gesamte Saison hatte. Emiliano Insua schrieb in seiner Instagram-Story: „We return to where we belong“. Hört sich arrogant an und die Einstellung ist womöglich eines der Grundprobleme des VfB. Denn der Aufstieg ist eine Selbstverständlichkeit für den VfB. Leider wurde der Aufstieg für viele beim VfB auch als so selbstverständlich angesehen, dass man beim kleinsten Erfolg “dachte, das läuft von selbst“. Darüber können die beiden Hurra-Siege gegen Sandhausen und Nürnberg nicht hinwegtäuschen. Über viele Spiele fand der VfB keine Einstellung zur zweiten Liga. Und sind wir ehrlich: …

Donnerwetter!

Pellegrino Matarazzo wäre nicht der erste und vermutlich nicht der letzte Trainer, der mit einer verzweifelten Aufstellung versucht, das Ruder des vom Kurs abgekommenen VfB Stuttgart herumzureißen. Im American Football nennt man so einen Akt der Verzweiflung “Hail Mary”, in Cannstatt den “Bruun Larsen Move”, seit Hannes Wolf in seinem letzten Spiel als VfB-Trainer gegen Schalke 04 den ausgeliehenen Dänen völlig positionsfremd als Rechtsverteidiger einsetzte, und der arme Larsen sofort einen Elfmeter verursachte. Wilde Aufstellung, wildes Wetter, wilde Situation. 5:4 incoming. #VfBSVS — Vertikalpass (@vertikalpass) June 17, 2020 Ähnliche Horrorszenarien hatte man auch gestern im Kopf, als die Aufstellung publik wurde. Gleich auf sechs Positionen hatte der Trainer umgestellt. Nicht, dass wir uns falsch verstehen: Nach den letzten blutleeren Auftritten war frisches Personal unumgänglich. Aber dass Matarazzo neben Personal auch gleich Formation, Taktik und Spielweise über den Haufen warf, eine komplett neue Innenverteidigung an den Start brachte, und mit Mola und Badstuber die solidesten Spieler der letzten Partien auf die Bank setzte, mutete schon sehr aktionistisch an. Ich sag mal so. Mehr Flashback zu den …

CoronaGIF #VfBSVS: Nur noch 2!

Ja, Geisterspiele sind immer noch Mist. Nach dem sensationellen 3:2 gegen Hamburg nun also die nächste Partie, die mit Fans eher ein Party gewesen wäre. Andererseits wäre der Weg zum Stadion bei dem Wetter bestimmt (k)ein Spaß gewesen. Waterball statt Walterball. Matarazzo hatte der Derbyblamage in Karlsruhe gleich auf sechs Positionen gewechselt. Dreierkette, neue Innenverteidiger, neuer Sturm, alles neu. Und so reagierte vermutlich Marc-Oliver Kempf, als er erfuhr, dass er in der Startelf steht: Und wie reagierte Holger Badstuber, als er erfuhr, dass er nicht in der Startelf steht? Egal, woran oder an wem es lag: Der VfB trat gegen Sandhausen endlich mal so auf, wie man sich das wünscht: Zielstrebig, engagiert, mutig. Und belohnte sich dafür schnell. Denn schon nach zwölf Minuten stand es 1:0. Nach einer Ecke, die es nie hätte geben. Und wie reagierten die Fans, als Gonzalo Castro das 2:0 erzielte? Aus der Distanz! Volley!!! Und so stand es 32 Minuten 4:0. Nach einem Eckball, einem Distanzschuss, einer Aktion von Silas ohne Übersteiger und einem Lauf in die Tiefe von Philipp …

Keine Mannschaft, keine Führung

Gegen den KSC zu verlieren, das ist für mich nicht schlimmer als gegen Wehen Wiesbaden oder Holstein Kiel, … obwohl … doch, ist es! Aber ich habe es schlicht satt, eine „Mannschaft” zu sehen, die Kampfgeist, Entschlossenheit und Siegeswillen lediglich auf dem Spielfeld simuliert, was ihnen aber ein ums andere Mal gründlich misslingt, denn sie sind zu schlechte Schauspieler. Dies ist keine Mannschaft. Diese Spieler sind keine würdigen Vertreter des VfB. Sie wissen nicht, was sie spielen sollen, manche können es nicht, viele wollen es nicht. Und das Schlimmste: Den meisten scheint es einfach egal zu sein, ob der VfB Stuttgart aufsteigt oder nicht. “Wir sind bereit für das Derby und wollen das Spiel mit Mut und Leidenschaft für uns entscheiden.“ “Wir fahren nach Karlsruhe, ziehen drei Punkte und fahren nach Hause“ VfB-Trainer Pellegrino Materazzo und Sport-Direktor Sven Mislintat sollten sich langsam überlegen, ob sie nicht eine Zweitkarriere als Comedy-Duo anstreben sollten. Denn ihre Aussagen vor den Spielen sind angesichts der folgenden Leistungen auf dem Platz ein Witz. Leider kann ich darüber nicht lachen. Das …

„Wir dachten, jetzt läuft es von selbst“.

Was für eine entlarvende Aussage von Pascal Stenzel nach dem furchtbaren 0:0 gegen den VfL Osnabrück. Doch natürlich gilt das nicht nur für ihn gilt, sondern für den VfB Stuttgart als Ganzes. Nicht nur auf dem Feld, sondern auch außerhalb. Stets dachte der VfB nach kleineren Erfolgen – oder auch größeren wie der Meisterschaft 2007 oder einer Champions League-Qualifikation – es liefe von selbst. Beispiele gefällig? Nachdem ausgegliedert wurde und über 41 Millionen in die VfB AG flossen, dachte man, der Erfolg kommt von selbst. Professionalisierung auf allen Ebenen. Top 5 in Deutschland. Geld schießt Tore. Aber nur wenn man damit umgehen kann. Nachdem der Perlentaucher Michael Reschke kam, meinte der VfB, der sportliche Erfolg kommt von selbst und man könne mit ganz Großen mitspielen. Vor allem, weil sich Reschke als ganz Großen sah. Nachdem der VfB in der ersten Saison 2017/2018 nach dem Aufstieg Siebter wurde, dachten alle, jetzt läuft es wie von selbst auf eine dauerhafte Platzierung im ersten Tabellendrittel hinaus.Klar:, wer den FC Bayern München im eigenen Stadion 4:1 schlägt, der gewinnt …

Torlos, weil leblos

Wenn VfB-Präsident Claus Vogt, der einsam aus der Kurve heraus das Spiel im Stadion verfolgt, der beste VfB’ler gegen Osnabrück ist, dann ist eigentlich alles zu diesem Spiel gesagt. Von mir bekommt Claus Vogt dioe Note 1, alle anderen das Prädikat „mangelhaft“. Das Gerede steht mir echt bis hier: „Wir müssen immer 100 Prozent geben“ „Wir nehmen die Herausforderung an!“ „Wir sind voll fokussiert auf unsere Aufgabe!“ „Wir wissen, dass wir unsere Leistung steigern müssen!” Womöglich glauben die Entscheidungsträger das wirklich selbst. Die Spieler scheinen es nicht ernst zu nehmen, denn auf dem Platz ist davon gar nichts zu sehen. Null. Dieses selbstgefällige Quergeschiebe, wie lustlos, spielen wir um Platz Zehn? #VfB — Seehas1893 (@Seehas1893) June 7, 2020 Der VfB hat gegen Osnabrück keine einzige echte Torchance. Er hat also Null Chance, das Spiel zu gewinnen. Es fehlt eine Spielidee, Tempo und Überraschungsmomente sind ebenfalls nicht auszumachen. Das Ganze ist leblos und unambitioniert, es scheint fast so, als ob es für den VfB um nichts mehr ginge in dieser Saison. Mit diesem abersolut lächerlichen 0:0 …

Mario Gomez: ein tragischer Held

Mario Gomez war Deutscher Meister, türkischer Meister, Pokalsieger, Champions League-Triumphator, Torschützenkönig in Deutschland und der Türkei, Fußballer des Jahres. Aber Mario Gomez war auch: ungeliebt in der Nationalmannschaft, ausgepfiffen, nach 113 Toren in 174 Spielen für Bayern vor Pep Guardiola geflüchtet, verpasster WM-Titel 2014, immer wieder Chancentod und schließlich Abstieg mit dem VfB Stuttgart. Geliebt und kritisiert – und das fast gleichzeitig: das war Mario Gomez. Und zwar innerhalb von wenigen Minuten. Gerade schoss er noch zwei Tore und musste sich danach Fragen gefallen lassen, warum er nicht drei geschossen hat. Sein Wert wurde immer an Toren gemessen. Traf Gomez nicht, traf ihn die Kritik. Schon zum Anfang seiner Karriere war er ein Baum von einem Mann, kräftige Statur, schön wie eine antike Statue. Aber vor allem zum Ende der Karriere auch so beweglich. Oft war er jedoch der Adonis im Strafraum – also der echte, nicht der Grieche, der 2017 zum VfB kam – ein Gott der Tore. Ein Mann, auf den man sich verlassen konnte, einer, der veredelte, was andere für ihn vorbereiteten. …

Wer übernimmt das Kommando?

Vor der Saison war der Kurs klar gesetzt: Aufstieg. Doch es wäre einfach nicht unser VfB, wenn man alle Klippen lässig umschiffen würde. Und während Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat spätestens mit der überraschenden Vertragsverlängerung von Pellegrino Matarazzo gezeigt haben – oder vielleicht auch nur zeigen wollen, dass sie abseits des Platzes das Ruder fest in der Hand haben, so fragt man sich doch, wer eigentlich auf dem Platz das Kommando übernehmen soll. Denn die Schräglage im Mannschaftsgefüge zeigt sich exemplarisch an der Kapitänsfrage. Captain Kirk, Captain Iglo, Captain Jack, Captain Sharky, Captain Planet, Captain Hook: Ein Kapitän geht immer als letzter von Bord. VfB-Captain a.D. Marc-Oliver Kempf hingegen wurde zwar nicht kielgeholt, fand sich aber gegen Kiel nur auf der Bank wieder, nachdem der Trainer in der Vorwoche die Mentalitätsfrage gestellt hatte. Ein klarer Fingerzeig von Matarazzo, dass er mehr in Sachen Einstellung erwartet. Und vielleicht auch ein Signal, dass er die Spielführerbinde anders vergeben hätte als sein Vorgänger Tim Walter. Die Amtszeit von Kempf als Brustring-Kapitän hat jeweils eine ordentliche Delle abbekommen. Ist …

CoronaGIF #KSVVfB: Schiffbruch in Kiel

Nach dem desolaten Start aus der Coronapause war viel von Mentalität die Rede. Pellegrino Matarazzo wollte sich im Training ganz genau angucken, “wer bereit” sei und wer nicht. Wenig überraschend also, dass es reichlich Rotation in der Startelf gab. Überraschend, dass sich auch Kapitän Marc-Oliver Kempf auf der Bank wiederfand. Und tatsächlich präsentierte sich der VfB Stuttgart anders als in Wiesbaden. Denn hatte man dort noch eine gute Anfangsviertelstunde gezeigt, war das Stuttgarter Team in Kiel vom Anpfiff weg indisponiert. Das Resultat: das 1:0 nach nur dem ersten Angriff der Kieler in der siebten Minute. Vielleicht ein Hallo-Wach-Moment für das Team von Matarazzo? Leider nein. Die Stuttgarter Offensivbemühungen waren wie in der Vorwoche zu langsam, zu kompliziert, zu uninspiriert, zu inkonsequent und zu kraftlos. Wer vertrat eigentlich Marc-Oliver Kempf als Kapitän? Es war Daniel Didavi. Und der fiel durchaus auf. Leider jedoch nicht positiv. Nachdem er sich in der 41. Minute eine gelbe Karte wegen Meckerns abholte, flog er nur vier Minuten später nach einem Frust-Offensiv-Foul vom Platz. Welch’ ein Kapitän! Auch in der zweiten …

Wir verlieren zusammen und wir gewinnen zusammen (Irgendwann wieder. Vielleicht.)

Mein Freund Ben sagt immer: „Zam nei, zam naus!“. Das heisst so viel wie „was wir gemeinsam beginnen, das beenden wir auch gemeinsam oder auf Fußball übertragen: „Man gewinnt als Team und man verliert als Team!“. An der 2:3-Niederlage in Kiel ist demnach also nicht Daniel Didavi schuld, obwohl seine gelb-rote Karte ähnlich intelligent war wie seine Instagram-Postings. Es war auch nicht Marcin Kaminskis Schuld, obwohl man beim Zuschauen dachte, Sky zeigte seinen Sprint vor dem 0:1 in Slo-Mo. Auch Mario Gomez ist nicht schuld, obwohl er wirklich nur noch die Karikatur eines Torjägers ist. Und auch Roberto Massimo ist nicht schuld, auch wenn ihm in weniger als 120 Sekunden zwei Fehler unterlaufen, die zu Gegentoren führen. Nein, alle tragen Verantwortung beim VfB: Zum Beispiel Sven Mislintat, der diesen Kader zusammen gestellt hat, und der sich mittlerweile ernsthaft fragen lassen muss, ob dessen Qualität, Homogenität und Krisenfestigkeit reichen, um damit aufzusteigen. Zum Beispiel Pellegrino Matarazzo. Der Trainer versprach nach der Wiesbaden-Niederlage, ein anderes Gesicht der Mannschaft zu präsentieren. Und das stimmte auch: mit Pascal Stenzel, …