Alle Artikel mit dem Schlagwort: Tayfun Korkut

You have a grandios Saison gespielt!

Nach dem phänomenalen Sieg beim FC Bayern München zum Saisonabschluss schweben wir noch eine Etage höher als Michael Reschke. Denn eine Saison wie diese hat der VfB Stuttgart schon lange nicht mehr hingelegt: Platz vier in der Heimtabelle, Platz zwei in der Rückrundentabelle. Zweitbeste Defensive der Liga und (abgesehen vom ersten Spieltag) nie auf einem Abstiegsplatz gestanden. Dazu die schwarzen Serien gegen Köln, Wolfsburg, Leverkusen und München beendet und ein phänomenaler Endspurt in der Rückrunde bis auf Rang 7. Von A wie Akolo bis Z wie Zieler, von B wie Benschamäh bis W wie Wolfgang sagen wir DANKE für diese Saison. Ron-Robert Zieler Danke für 12 zu Null-Spiele und für die Stabilität in der Abwehr. Und Danke, dass wir Mitch Langerak keine Sekunde vermissen mussten. Außer in den Spielen in Hamburg und Mainz vielleicht.   Jens Grahl Danke für die heroische Vertreibung des Schurken, die immer noch in bester Erinnerung ist. Und die Gastauftritte in Natalies Instagram-Storys. Alexander Meyer Mensch, was soll man denn über einen dritten Torhüter schreiben, dessen Frau keine Shopping Queen ist? …

Keiner träumt von Europa

Ein Punkt auf Platz 7, der VfB ist nicht mehr weit entfernt von Partizan Tirana, Pfiffpoff Plovdiv, Flora Tallin und Dinamo Tiflis. Schöne Reisen, keine Frage, gerade auch um seine Lücken in Geographie zu schließen, aber was eine Europa League-Teilnahme zum falschen Zeitpunkt anrichten kann, sehen wir gerade am 1. FC Köln. Den zweiten vor dem ersten Schritt zu machen, ist selten gut gewesen, eine sehr frühe Vorbereitung mit Qualifizierungsspielen und die dann folgende Doppelbelastung kommen für den VfB definitiv zu früh. Zumal nicht gewährleistet ist, dass der Faktor „Glück“ dem Verein für Bewegungsspielen weiter nicht von der Seite weicht. Das ging schnell, Herr Reschke, von der Arbeitsverweigerung unter Hannes Wolf zum Mentalitätsmonster? Nein, Tayfun Korkut hat seine Mannschaft zu seinem Abbild gemacht: Nüchtern, pragmatisch, unspektakulär. Aber das ist in dieser Bundesliga im Moment erfolgreich. Eine Stufe höher spielt Schalke 04 nach einem ähnlichen Muster und kommt damit in die Champions League. Der VfB jedenfalls ist eklig zu spielen, weil er die einfachen Dinge gut macht und vorne höxxt effizient ist. Eine Chance, ein Tor, …

Captain Kork und die Stunde der Erkenntnis

Jetzt mal ganz ehrlich: Wer hätte gedacht, dass diese erste Staffel nach dem Wiederaufstieg ein Happy End haben würde? Ja, Captain Kork hatte es schwer, beim Raumschiff VfB 1893 richtig anzukommen. Der neue Kommandant wurde von der Mannschaft zwar mit offenen Armen empfangen, musste sich den Respekt der restlichen 0711-Galaxie aber hart erarbeiten. Und Liebe ist es irgendwie immer noch nicht. Aber unendliche Dankbarkeit, dass der Klassenerhalt so früh und letztlich souverän eingetütet wurde bevor die Duelle gegen Leverkusen, Sinsheim und München anstehen. Dabei muss noch einmal klar gestellt werden, dass sich die Skepsis gegen Captain Kork in erster Linie auf seine wenig erfolgreichen Missionen auf der USS H96, USS K’lautern und USS Bayer bezog und ihm einfach nicht der nötige Entwicklungsschritt zugetraut wurde, um die gefährlich schlingernde VfB 1893 zu retten. Kritik und teilweise auch Wut richtete sich vor allem an die Führungscrew, bestehend aus Admiral Wolfgang Dietrich und Michael „Schrotty“ Reschke, die einen Trainer mit einem bisherigen Punkteschnitt von 1,0 als die einzig richtige Lösung verkauften, und Herkunft und Wohnort von Korkut allen …

Böser Fußball, gute Ergebnisse?

Jetzt ist wieder die Zeit, in der über die Schönheit des Spiels diskutiert wird. Mourinhos 2:1 gegen Klopp. Juves 2:1 bei Tottenham. Schalke duselt sich im Minimalistenmodus auf Platz zwei. Pal Dardais Hertha ist seit Jahren extrem eklig zu bespielen. Die Erfolgsserie des VfB Stuttgart mit Anti-Fußball (wie es DIE ZEIT nennt). Weder in Turin, noch auf Schalke und in Berlin, noch in Augsburg, Freiburg, Hannover und Mainz, wo angeblich auch hässlicher Fußball gespielt wird, beklagt sich jemand darüber. Nur in Stuttgart, da wird vereinzelt gebruddelt. Nicht aus Gewohnheit, wie man es den Schwaben klischeehaft nachsagt, eher aus Nostalgie. Der VfB stand mal für Offensivfußball mit Klinsmann, Bobic, Elber, Balakov, Hleb und Kuranyi, mit dem frühen Gomez und Cacau, der VfB stand mal für jung und wild, und lief gegen Leipzig mit der ältesten Startelf seit 12 Jahren auf und ist dabei bieder, unansehnlich – aber erfolgreich. Tayfun Korkut ist mit seiner Herangehensweise an der Spitze einer Bewegung: „Der Zweck heiligt die Mittel“. Er ist ein Vertreter des „einfachen Fußballs“ – doch ist dieser auch …

Die neuen Abenteuer des Captain Kork

Die Bundesliga, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die neuen Abenteuer des Captain Kork, der mit dem VfB 1893 unterwegs ist, um fremde Bundesligastadien zu erforschen und neue Taktiken und Herausforderungen zu entdecken. Er ist den anderen Trainerkollegen dabei Lichtjahre voraus und übernimmt auch Missionen, die nie zuvor ein Bundesligatrainer angenommen hat. Captain Kork zeichnet sich durch großen Mut und edlen Charakter aus, er ist der Erfinder der außerirdischen Sternenflotte Gomez-Ginczek-Thommy. Er gilt als Anti-Guardiola, als der neue Trapattoni, sein Matchplan lässt die Gegner aussehen wie Flasche leer, zuletzt Köln. Nirgendwo lag so viel Leere als im Blick von Keeper Timo Horn. Captain Kork, den manche schon Korky nennen, hat die Teamdynamik und Hierarchie im Kader messerscharf analysiert und erkannt, dass er nur mit den Routiniers gewinnen kann. Sie sind es, die die Statik im Team verändern können, im Guten wie im Schlechten. Seine oberste Direktive: Keine Rotation. Das Ergebnis: 4 Siege, 1 Unentschieden, eine astronomische Bilanz. Nicht mal ein Weltklasse-Trainer hätte das geschafft. So wie er viel zu früh kritisiert wurde, …

Stuggi*. Ginni. Love.

Er ist ein mächtiger Mann. Über 1,90 Meter groß, Litfasssäule für flächendeckende Tattoos, und doch umweht ihn immer ein Hauch von Melancholie. Denn Daniel Ginczek ist der Don Quijote des VfB. Sein Kampf gegen die Windmühlen seiner Verletzungen ist Symbol dafür, nie aufzugeben, und trotz vieler Rückschläge immer positiv zu bleiben. Nach zwei Kreuzbandrissen, einem Bandscheibenvorfall und unzähligen Muskelverletzungen hat der Schmerzensmann des VfB nun drei Spiele am Stück absolviert (insgesamt 269 Minuten), er hat sieben von 13 Torschüssen beim Spiel gegen Frankfurt abgegeben, ein Tor vorbereitet (Frankfurt), eines selbst geschossen (Gladbach). Er ist zu einem absoluten ErfolgsfakTOR unter Tayfun Korkut geworden. Ginczek: „Das klappt gerade sehr gut. Mario legt für mich auf. Dann Erik für Mario. Und jetzt ich für Erik. Nun müssen wir schauen, dass wir mal noch ein paar Tore nachlegen“ #VfBSGE #VfB — Markus Merz (@merzerrama) February 24, 2018 Daniel Ginczek ist jemand, der Menschen mitnimmt und für sich einnimmt. Die VfB-Fans leiden stets mit dem bulligen Stürmer mit, sie haben ihn ins Herz geschlossen wegen seines entscheidenden Tores gegen Paderborn …

Korkuts Super-G

Ein kölsches Sprichwort sagt: „Mer muss och jünne künne!“. Der VfB hat einen 1:0 Arbeitssieg gegen Gladbach geholt und dieser Sieg in seinem Heimdebüt ist Tayfun Korkut zu gönnen. Er wurde seit seiner Verpflichtung mit reichlich Shit beworfen, wofür er absolut nichts konnte. Er muss sich nicht rechtfertigen, warum er den Job beim VfB angenommen hat. Das muss die Abteilung direkt über ihm machen. Er muss ihn nur bestmöglich erledigen. Und danach sieht es nach vier Punkten aus zwei Spielen aus. Korkut lässt von Beginn mit Doppel-G spielen: Mario Gomez und Daniel Ginczek. Die beiden machen dann auch den Unterschied aus, nachdem im besten Spielzug der Saison fast sowas wie One-touch-Fußball gespielt wird: Ballgewinn Emiliano Insua, Direktspiel von Christian Gentner auf Gomez, der durchsteckt auf Ginczek. Ein goldverdächtiger Spielzug. Gentner. Gomez. Ginczek. 1:0. Das ist für Korkut Poesie, für Gegner Dieter Hecking wohl eher ein Schüttelreim. Bei aller Freude über das Tor und den Sieg ist unübersehbar: Der Fußball, den der VfB spielt, ist derselbe wie unter Hannes Wolf. Nur dass statt den As und …

Schrotty und Captain Kork

„Schrotty und Captain Kork“ ist eine deutsche Komödie – manche sprechen von einer Tragikkomödie – die unter der Regie von Wolfgang Dietrich entstand. Die Premiere fand am 29. Januar 2018 in der Stuttgarter Mercedes Straße statt – deutschlandweit startet die Klamotte am 3. Februar 2018. Die Handlung in kurzen Worten: Wie kann man den Traditions-Club VfB Stuttgart komplett in Schutt und Asche legen? Wie kann man die Euphorie eines Aufstiegs in Rekordzeit ersticken? Wie kann man den schier grenzenlosen Rückhalt von Mitgliedern, Fans und Zuschauern komplett eliminieren? Wobei: Auf die Handlung kommt es in „Schrotty und Captain Kork“ gar nicht an, denn sie bildet nur den Rahmen für eine pausenlose Folge von albernen Episoden, unterirdischen Gags und flachen Kalauern. „Unser absoluter Wunschtrainer“ „Wir haben eine intakte Mannschaft“ „Eine längerfristige Planung ist im heutigen Fußballgeschäft nicht notwendig“ „Wir haben Vertrauen in die Qualität der Mannschaft“ „Der Coach wurde von der Mannschaft herzlich willkommen geheißen“ „Wir stehen für Kontinuität und Glaubwürdigkeit“ „Jeder Weiß-Rote steht in der Pflicht, alles zu geben!“ „Schrotty“ heisst in Wirklichkeit Michael Reschke und …