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Der schlechteste VfB aller Zeiten

Low, lower, VfB: Die schlechteste Saison. Die schlechtesten Spieler. Der schlechteste Trainer. Der schlechteste Präsident. Ob direkt oder über den Umweg Relegation: Es wäre nur logisch, wenn der VfB erneut absteigen würde. Dass der VfB noch den 15. Platz erreicht, ist angesichts der Leistung gegen Nürnberg illusorisch. Kein Fanmarsch, keine coole Choreo, kein geiler Support – nichts hat etwas gebracht (auch mein Frottesana-Trikot nicht), denn von der Mannschaft kam nichts zurück und in diesem Entscheidungsspiel ingesamt viel zu wenig. Hätte der 1. FC Nürnberg ein bisschen mehr individuelle Klasse zu bieten als den wuseligen und technisch starken Matheus Pereira, dann hätten die Franken ihre Konterchancen so ausgespielt wie letzte Woche Eintracht Frankfurt und der VfB hätte fünf Kisten bekommen. Die schlechteste VfB-Mannschaft aller Zeiten? Statistisch gesehen: ja. Spieltaktisch: ja. Ein einziger guter Angriff, der zur Großchance von Mario Gomez in der 89. Minute führte, das ist einfach zu wenig. Es fehlt Geschwindigkeit, ein Spielaufbau existiert nicht, Mentalität musst Du in dieser Mannschaft mit der Lupe suchen. Der VfB ist da anderer Meinung und redet den …

Captain Kork im Anflug?

Natürlich gewinnt der VfB am Sonntag gegen Freiburg. Trotzdem sollte man sich auch fragen: „Und was, wenn nicht?“ Wir hätten da eine Theorie: Nachdem der VfB das erste seiner beiden Sieg-oder-Abstieg-Spiele gegen Freiburg mit 2:3 verloren hat, fliegt dem Club der ganze Laden um die Ohren: Nach dem Derbyle brüllt das gesamte Stadion in Wechselgesängen „Reschke raus!“, „Dietrich raus!“, „Weinzierl raus!“ und „Ausser Fritzle könnt ihr alle gehen!“. Ab Montag morgen steht eine Mahnwache vor dem Clubhaus der Mercedesstraße, um zu dokumentieren, dass die letzten Tage als Bundesligist angebrochen sind. Präsident Wolfgang Dietrich ist merklich angeschlagen und versteht die ganze Kritik nicht, schließlich tut er alles für den VfB Stuttgart und hat professionelle Strukturen geschaffen. Auch sein Versuch, die Fanseele zu beruhigen, geht voll in die Hose: „Fakt ist, dass noch niemand nach 20 Spieltagen abgestiegen ist!“ Fakt ist aber leider auch, dass der VfB noch nie eine solch schlechte Saison gespielt hat wie aktuell und noch nie einen solch erfolglosen Trainer hatte, der von 13 Spielen zehn verlor. Der Präsident und Aufsichtsratvorsitzende schmiedet einen …

Kein Erfolg unter dieser Nummer

Bei einem Trainerwechsel ist es nicht ungewöhnlich, wenn sich sich der Neue beim Alten meldet. Die zahlreichen Statements zur Entlassung von Tayfun Korkut haben gezeigt, dass die Solidarität unter Trainern nach wie vor ausgeprägt ist. Man kennt sich, man hilft sich gegenseitig. Um Stimmungen abzuchecken, sich Probleme schildern lassen und um nicht Fehler zu wiederholen, die der Vorgänger bereits gemacht hat. Markus Weinzierl hat Tayfun Korkut deswegen sicherlich angerufen. Oder hat gleich auf einen Kaffee und ein süßes Stückle bei Korkut in Cannstatt vorbeigeschaut. Wir haben das exklusive Protokoll des Gesprächs, dessen Inhalt wir nicht kennen. Servus Tayfun, hier ist der Markus Weinzierl. Schön, dass ich Dich erreiche! Hallo Markus, kein Problem: Ich habe aktuell viel Zeit. Na, schon von der Klatsche gestern erholt? Geht so. Ich hätte mir natürlich einen besseren Start gewünscht. War mir klar, dass Du gegen Dortmund keine Chance hast. Aber 0:4? Puh! Ich hätte mit Gomez und neun Defensiven gespielt, dann wäre es vielleicht beim 0:2 geblieben. Das hättest Du dann in Sinsheim veredeln können! Tja, und genau deshalb bin …

Warum sich beim VfB Stuttgart nichts ändern wird …

Auch wenn die Trennung von Tayfun Korkut unumgänglich (oder wie man in Stuttgart gerne sagt: alternativlos) war, gibt es nicht wenige, denen der sich immer wiederholende Kreislauf Krise-Trainerwechsel-Euphorie-Krise-Trainerentlassung sauer aufstößt. Es sind die Vertreter von Kontinuität, zu denen sich auch Präsident Wolfgang Dietrich zählt („Ich stehe für Kontinuität und Glaubwürdigkeit“). Allein aus Gründen der Kontinuität allerdings an Personen festzuhalten, die offensichtlich keinen Erfolg bringen, macht aber auch keinen Sinn. Denn natürlich ist Tayfun Korkut das Gesicht der Krise. Mit geradezu absurden taktischen Ausrichtungen coachte er sich unbeirrt in Richtung bezahltem Urlaub. Klar ist aber auch: Er war von Anfang an der falsche Mann am falschen Ort. Jedenfalls für mehr als 14 Spieltage. Und er war der Mann von Michael Reschke („Korkut ist die beste Lösung!“). Im Rahmen des Stichworts Kontinuität fällt auch immer wieder der Name Christian Gentner. Ist er doch die einzige Konstante beim VfB, von den Second-Row-Führungskräften Stefan Heim und Jochen Röttgermann sowie Zeugwart Meuschi einmal abgesehen. Viele halten den Kapitän für den Grund allen Übels, was definitiv übertrieben ist, auch wenn er …

Captain Korks letzte Mission

Es kommt nicht unerwartet: Captain Kork ist nicht mehr Kommandant der VfB 1893 AG. Die Summe der personellen Fehlentscheidungen, die Ideenlosigkeit seiner Missionstaktik und die fehlende Entwicklung machten diesen Schritt unumgänglich. Michael „Schrotty“ Reschke wollte anscheinend noch eine Weile an seinem installierten Mann festhalten, doch Chef-Intendant Wolfgang Dietrich drängte offensichtlich auf eine sofortige Trennung und senkte den Daumen nach unten: Eingestellt. Abgesetzt! Er ist ungeduldig und es ist erstaunlich genug, dass er so lange gewartet hat. Schließlich macht es sich nicht gut, wenn man als Präsident des Tabellenletzten bei potenziellen Investoren durchklingelt. Beim Publikum war Captain Kork hingegen schon längst durchgefallen. Bereits bei seiner Verpflichtung brachte ein Großteil der Fans ihr Unverständnis – teils zu harsch und unter der Gürtellinie formuliert – gegenüber der Entscheidung zum Ausdruck, dass Korkut zum Nachfolger vom beliebten Commander Wolf wurde. Wohlgemerkt: Es war Kritik an der Entscheidung und nicht an Korkut selbst. Es war das Unbehagen, dass ein Mann, der bei allen anderen Kommandos früher oder später Schiffbruch erlitt, den VfB Stuttgart retten sollte. Was soll man sagen: Kork …

The Final Countdown

Die Stuttgarter Zeitung fragte vor dem Spiel: „Wer ersetzt den schnellen Donis?“ Tayfun Korkut antwortet: „Der langsame Castro.“ Wie lautete der Matchplan von Korkut: „Über die Außen offensiv Druck erzeugen“. Rechts außen spielte Andreas Beck. Keine Pointe. Noch kein gutes Spiel bislang, das heute komplett vercoacht. Das sind einfach die Fakten. #VfB #Korkut — Jens Nagler (@jens_nagler) October 6, 2018 Reschke: „In der 2. Halbzeit kam frischer Wind durch die Einwechslungen des Trainers rein.“ Als würde man den Brandstifter loben, die Feuerwehr gerufen zu haben.#VfB — Danny1893 (@DannyDan1893) October 6, 2018 Spätestens mit diesem Spiel wurde klar: Es war ein Fehler, Korkut als Nachfolger von Hannes Wolf zu holen. Es war ein Fehler, den Vertrag mit dem Trainer zu verlängern. Es war ein Fehler, ihm einen Kader hinzustellen, in dem zu viele Silberrücken wir Gentner, Gomez, Castro, Badstuber, Beck und Didavi Anspruch auf einen Startelfplatz haben. Korkut ist heillos überfordert und dokumentiert dies für alle sichtbar mit wechselnden, leider sinnfreien Aufstellungen. Als Korkut verpflichtet wurde, empfanden wir das so: Zuerst hatten wir Angst. Dann mussten …

Alles wieder gut?

Endlich der erste Heimsieg. Doch was sagt uns dieses Spiel? Ist das Spiel)glück der Rückrunde zurück? Und ist es ein kurzfristiges Glück, dass das große Unglück nur weiter hinauszögert? Hat die Mannschaft doch mehr Mentalität und Qualität als wir ihr zugetraut haben? Alleine wie der unglückliche Nic Gonzalez von Mitspielern und Kurve getröstet wurde, stimmt einen zuversichtlich. Immerhin der Teamspirit scheint zu stimmen. Alleine wie Mario Gomez – in meinen Augen der wahre Kapitän des VfB – auf der linken Seite zu Spielende geackert hat, von seinen Tor(schuss)-Vorlagen mal abgesehen, zeigt eine Einstellung, die wir schon lange nicht mehr gesehen haben. Auch wenn am Ende drei Punkte stehen. Ich habe immer noch keine Entwicklung gesehen, nichts. Bremen in Unterzahl viel besser und gefälliger mit zweimal Pfosten im Pech. Ich bleibe dabei, Korkut wird uns nicht mehr weiterbringen. #VfB — twofourtwo (@two_four_two) September 29, 2018 Und Tayfun Korkut? Er ist nicht mehr der Captain Kork, den wir aus der vergangenen Saison kennen. Er galt lange als ein Mann der Stabilität. Aufgeregtheiten und Personalrochaden waren seine Sache …

Ist der #Korkout wirklich die Lösung?

Viele sprechen vom #Korkout, weil sie im Trainer das wesentliche Problem sehen. Er würde zu wenig aus dem Kader machen, den ihm Michael Reschke schon so frühzeitig hingestellt hat, so der Vorwurf. Aber ist der Kader wirklich so gut und Korkut wirklich so schwach? Wir haben uns die von Michael Reschke verpflichteten Spieler angeschaut (in alphabetischer Reihenfolge) Dennis Aogo: Wir sind in der Gucci-Gang. Aber wir wollen mehr bling-bling auf dem Platz sehen! Santi Ascacibar: Die Grätsche in Menschenform und unser Lieblings-Picknicker. #SantiBeschde – wenn wir den nicht hätten. Andi Beck: Beck is nett und hat Erfahrung. Und er ist von hier. Aber sind das Qualitätsmerkmale? Gonzalo Castro: Michael Reschkes Liebling „Gonzo“ als echte Geschwindigkeitsbremse. Erfahrung: ja. Spielintelligenz: ja. Ballsicherheit: ja. Bringt er irgendwas davon bisher beim VfB ein? Nein. Halt! Die Erfahrung schon. Aber es fehlt ihm an Geschwindigkeit und an Mitspielern, die von seiner Spielintelligenz profitieren. Daniel Didavi: Die Gesundheit, der VfB und ich. Es war damit zu rechnen, dass Didavi immer wieder verletzt ausfällt. Er ist ein reiner Add-On-Spieler, mit dem Korkut …

Warten auf den #Korkout?

Ein Spiel des VfB teilnahmslos verfolgt, eine Niederlage emotionslos hingenommen, die selbstgefälligen Aussagen von Michael Reschke und Durchhalteparolen von Tayfun Korkut achselzuckend zur Kenntnis genommen, ja selbst das Tor von Timo Werner wäre mir am Arsch vorbei gegangen: So früh in der Saison habe ich die Lust am VfB verloren. Ich bin müde, Jahr für Jahr dasselbe zu erleben, denn der VfB befindet sich in einer Zeitschleife, jedes Jahr der gleiche Scheiss. Herbstlich grüßt das Krisen-Murmeltier. Ein gutes Gefühl zum Saisonstart wird Jahr für Jahr von Management, Trainer und Mannschaft kaputt gemacht. Dabei wurden in den letzten Jahren fast alle Personen ausgetauscht, außer eventuell dem Busfahrer und Christian Gentner. Und die sollen also Schuld sein? Ein bisschen vielleicht. VfB Saisonstarts (nach 5. Spieltagen). DANKE FÜR DIE INFO!!1!!1!! pic.twitter.com/ga7AAucug4 — Kessel.TV (@kesseltv) 27. September 2018 Der VfB Stuttgart befindet sich mal wieder in einer Abwärtsspirale und es deutet nichts darauf hin, dass der freie Fall gestoppt wird und dass sich für die Zukunft etwas nachhaltig ändern wird. Woran das liegt, will ich gar nicht analysieren. Ich …

Okay, ich bin schwierig.

Ja, ich gehöre ganz offensichtlich zu dem berüchtigten „schwierigen Umfeld“ des VfB Stuttgart. Weil ich mehr als zwei Punkte nach vier Bundesligaspielen gegen Mainz, Bayern, Freiburg und Düsseldorf erwartet habe in dieser Saison. Und mehr als planlosen Angsthasen-Fußball. Weil ich vom Trainer und dem Team eine Spielidee erwarte – mit einem Kader, der mit 30 Millionen aufgerüstet wurde und der mehr Möglichkeiten bietet als in der zurückliegenden Runde. Okay, ich bin schwierig. Weil ich mir mehr vorgestellt habe als in der Offensive auf das Prinzip Zufall zu setzen und auf mehr gehofft habe als auf lange, hohe Bälle in die Nähe von Mario Gomez . Wahrscheinlich bin ich sogar extrem schwierig, weil ich mir tatsächlich erhofft hatte, dass Tayfun Korkut seinen Underdog-Fußball nicht auch noch gegen Gegner auf Augenhöhe wie Mainz, Freiburg und Düsseldorf spielen lässt. Weil ich erwartet habe, dass er nicht immer  die gleichen Spieler aufstellt, sondern die Optionen nutzt, die ihm Michael Reschke mit den frühen Sommertransfers gegeben hat. Zumal in der Vorbereitung genug Zeit vorhanden war, mit dem nahezu kompletten Kader …