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VertikalGIF #DSCVfB: Alm, Alu, Al Ghaddioui

Wann ist der VfB Stuttgart eigentlich zum letzten Mal zu einem Spitzenspiel gereist? Ein tolles Gefühl jedenfalls. Erster gegen Dritter: Auf dem Papier war das Spiel auf der Bielefelder Alm ein echter Gradmesser. Und das sollte auch auf dem Rasen so sein. Zur Aufstellung: Gregor Kobel hatte seine Blessur aus dem Spiel gegen Fürth auskurieren können, Castro und Wamangituka fielen hingegen aus. Die wichtigste Personalie natürlich: Santi Ascacibar war nicht nur zurück im Kader, sondern auch gleich in der Startelf, um die Alm umzupflügen. Ein Duell, auf das man sich auch freuen durfte: Holger Badstuber gegen Fabian Klos. Ein Kampf der Giganten: Godzilla gegen King Kong, Rocky gegen Ivan Drago, Apple gegen Android. Dass beide bereits früh eine gelbe Karte sahen, machte die ganze Geschichte noch spannender. Zum Spiel: Der VfB war in der ersten halben Stunde die bessere Mannschaft und hielt auch physisch gut gegen die engagierten Arminen mit. Die waren jedoch ihrerseits in der Lage, das Spiel zu machen. Und da beide Teams versuchten, das Tempo hochzuhalten, entwickelte sich eine richtig gute Partie, …

Drecksspiel! Dreckssieg!

Arbeitssieg. Glück gehabt. Mund abputzen, weitermachen. Die Tabellenführung bekommst du nicht mit einem Schönheitspreis. Ein gutes Pferdle springt nicht höher als nötig. Wer solche Spiele gewinnt, steigt am Ende auf. Floskeln gibts genug für den unansehnlichen Sieg des VfB gegen Fürth. Oder „Typisch zweite Liga“, wie Kollege Christian Prechtl meinte, dem ich kurz nach Spielende über den Weg lief. Der VfB zählt am Ende drei Verletzte und ebenso viele Aluminiumtreffern gegen sich, gewinnt aber dank höherer individueller Klasse und den Treffern von Daniel Didavi und Philipp Förster. Spiel erzählt. Danke, tschau. Doch den vierten Heimsieg der Saison nur auf nackte Zahlen (zum Beispiel nur 50 Prozent Ballbesitz) zu reduzieren, wäre fahrlässig. Das Spiel gegen Fürth war nämlich das schlechteste in der Ära Walter. Aber woran lags? Zum Beispiel daran, dass sich der bisherige Spielaufbaukönig Pascal Stenzel unerklärlich viele Abspielfehler leistete. Daran, dass Marc-Oliver Kempf öfter unsicher wirkte, mehrfach überspielt und überlaufen wurde. Auch Orel Mangala – in der Vorwoche noch sehr überzeugend – fehlten Präsenz, Sicherheit und Dominanz. Daniel Didavi, eigentlich ein Supertechniker, schien mit …

VertikalGIF #VfBSGF: Greuther Fight Club

Da führt dein Club nach zwei Minuten mit 1:0, aus beiden Fan-Lagern schallt “Scheiß DFB” und das Wetter könnte nicht besser sein. Klingt eigentlich nach einem perfekten Fußball(nach)mittag, oder? Aber leider ging es in den folgenden ca. 95 Minuten nicht so weiter. Aber das wäre ja auch zu einfach!   Um es mal ganz plastisch auszudrücken: Ich saß nicht in Block 47E wie sonst, sondern in 72B, Reihe 4. Familientag, dies das, ihr wisst schon. Das Problem: Das Spielgeschehen schien sich nach dem frühen Führungstreffer irgendwie weit weg von uns abzuspielen. So richtig Action vor der Untertürkheimer Kurve: Fehlanzeige. Stattdessen ging es auf der anderen Seite ab. Beziehungsweise ging leider Gregor Kobel ab, nachdem ihm Nielsen gleichermaßen unabsichtlich wie schmerzhaft auf den Oberschenkel getreten war.   Trotzdem wurde deutlich, dass das Konzept der Franken “körperliche Härte” hieß. Gefühlt jeder Zweikampf war ein Foul und Schiedsrichter Storks hatte anscheinend seine Karten daheim vergessen. Dementsprechend gestaltete sich das Spielgeschehen.   Höhepunkt nach dem Lattentreffer der Fürther war der Ausraster von Daniel Didavi kurz vor der Halbzeitpause. Unserem …

VfB Love Island: Klinsi & Guido <3

Jürgen Klinsmann, Guido Buchwald, Thomas Berthold, Matthias Klopfer, Claus Vogt, Britta Seeger, Alexander Wehrle, Erwin Staudt, Bernhard Heusler, Hans Zeisl – okay, es ist kein 29-Mann-Kader wie der, aus dem Trainer Tim Walter eine finale Auswahl treffen muss, aber dennoch ist es ein fast unübersichtliches Personalpuzzle, das sich um diverse Posten beim VfB bewirbt. Entweder offiziell oder über die reichweitenstarke Medien mit entsprechend schlagzeilenträchtigen Aussagen. Nicht eingerechnet dabei die Kandidaten, die sich bisher im Hintergrund halten. Uns sind mindesten zwei weitere Personen bekannt, die sich um die Präsidentschaft des VfB 1893 e.V. bewerben wollen. What a time to be alive! Wenn wir Trainer Walter fragen würden, dann sagt er, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Aber ist das auch bei der Besetzung der offenen Posten im Präsidium, Vorstand und Aufsichtsrat des VfB der Fall? Im Mittelpunkt stehen Guido & Klinsi. Die Frage ist: Handelt es sich um heiße Flirts oder um wahre Liebe? Geht es um verletzte Eitelkeiten oder um die Sache (also den VfB)? Erst sagt Klinsmann dem VfB mit nebulösen Begründungen ab, dann sagt …

The Big Mislinbowski

Sven Mislintat ist kein cooler, dauerkiffender Althippie, wie Jeff Bridges in „The Big Lebowski“. Aber schlurfender Gang, Haare, Bart und Kleidungsstil erinnern definitiv ein bisschen an die Hauptfigur aus dem Kinofilm der Coen-Brüder. Und lässig wirkt das VfB-Diamantenauge auf jeden Fall. Mislintat ist ein nicer Dude, der im Moment abliefert like Hell. Zuletzt mit den Neuzugängen Nathaniel Philips, Wataru Endo und Silas Wamangituka. Mislinbowski hat den VfB-Kader ohne Kompromisse einmal auf links gedreht. Das Ergebnis ist eine Truppe, die dem Trainer Tim Walter große Möglichkeiten bietet. Ja, andere Protagonisten. Aber die Transferphasen vor drei Jahren und diese Saison ähneln sich sehr. Mehr junge Spieler mit Potential, mehr Konzept, ja auch mehr Leihen. Ich wünsche @ThomasHitz und Sven Mislintat den gleichen Erfolg. Ihre Arbeit beim #VfB hat das verdient. — twofourtwo (@two_four_two) August 14, 2019 31 Spieler umfasst die Gruppe, mitgezählt der vierte Keeper Sebastian Hornung, die Verletzten Marcin Kaminski und Sasa Kalajdzic, die Nachwuchskräfte Antonis Aidonis, David Grözinger und Luca Mack sowie den muffigen und abwanderungswilligen Tassos Donis. So ein nicer Dude ist Mislintat also …

Pokal-Sensation in Rostock!

Man muss es so klar sagen: Der FC Hansa Rostock ist seiner Favoritenrollte in der ersten Runde des DFB-Pokals nicht gerecht geworden. Gegen den Außenseiter VfB Stuttgart mussten die Spieler aus der Hansestadt die Segel streichen. Obwohl der VfB gegen Rostock bisher jedes Pokalspiel verlor – 2018 (in der 1. Runde), 2005 und 1992 jeweils in der zweiten Runde und 2000 im Viertelfinale – scheiterte der Drittligist dieses Mal krachend an den Klippen des Pokalweiterkommens. Die Hansa-Kogge hatte Flaute, aber der VfB segelte keinesfalls hart am Wind. Behäbiges Aufbauspiel, kein Tempo in den Offensivaktionen, viele Ballverluste. Hier tat sich vor allem Santiago Ascacibar hervor, der zwar einen Flachpass mit der Brust stoppen kann, aber viel zu viele Abspielfehler einbaute. Verletzt von Bord gehen mussten Orel Mangala und Holger Badstuber. So konnte der eingewechselte Hamadi Al Ghaddioui – erneut untypisch für den Tim Walter-Fußball – nach einer kurz gespielten Ecke zum entscheidenden 1:0 einköpfen und der aus Liverpool ausgeliehene Nathaniel Philips kam zu seinem Pflichtspieldebüt. Zu einem recht ordentlichen, muss man sagen. Auch wenn er ein …

Heidenei!

Ich geb’s zu: Ich war relativ angetan davon, wie sich der VfB in Heidenheim präsentierte. Und ich rede hier nicht von den Torwart-Trikots, die das gesamte Team tragen musste, weil das stark gehypte Fanta-4-Ausweich-Trikot erst am Donnerstag präsentiert wird. I don’t mint. Mir gefiel es vielmehr, wie konzentriert und zielstrebig das umgebaute Team (Mangala und Badstuber für Gomez und Kaminski) von Anfang an zu Werke ging. Die Zeiten von “gegen xy muss man nicht gewinnen” scheinen endgültig vorbei zu sein. Tim Walter freut sich, in jedem Spiel Favorit zu sein und lässt seiner Mannschaft keine Chance, anders aufzutreten als dominant. 66 % Ballbesitz und 620 gespielte Pässe (Heidenheim: 302) belegen das deutlich. Gut so! Gegen Heidenheim klappte das allerdings nur 35 Minuten. Dann gab es einen unerklärlichen Bruch im Spiel und dass es zur Halbzeit nur 0:0 stand, war eigentlich nur der mangelnden individuellen Abschlussqualität der Heidenheimer Angreifer geschuldet. Willkommen in Liga zwei. VfB-Fans nach 30 Minuten: „Jetzt fehlt nur noch ein Tor.“ VfB-Fans nach 45 Minuten: „Zum Glück ist kein Tor gefallen!“ #FCHVfB — …

Love is in the air!

Ich weiß nicht, ob ihr das kennt, spontan verliebt zu sein. Bei mir passiert am Freitag Abend bei Tim Walter, Ata Karazor, Philipp Klement, Maxime Awoudja und Orel Mangala. Ok, bei ihm war es zuletzt eher so eine Fernbeziehung, die ich am Freitag aufgefrischt habe. Spontan verliebt heißt Falling in Love Knall auf Fall, das Spiel und viele seiner Akteure hatten eine Naturgewalt, gegen die ich nichts ausrichten konnte. Der VfB hat in letzter Zeit viel kaputt gemacht, aber eins konnte er nicht zerstören: Die Liebe der Fans zum VfB. Da ist die Hütte mit 50.000 richtig voll und das nach einer unterirdischen Saison und agierenden Führungspersonal, das ganz offensichtlich an Fans, Supportern und Mitgliedern keinerlei Interesse hatte. Das hindert alle im Neckarstadion nicht, so richtig Stimmung zu machen. Mit zwei Höhepunkten: Dem Eigentor von Awoudja und seiner (völlig unberechtigte) gelb-roten Karte. Nach seinem Missgeschick mit seiner ersten Ballberührung wurde er nicht nur von Mitspielern aufgerichtet, auch aus der Kurve kam sofort Support. Und als der unglückliche Awoudja vom Feld musste, wurde er gar mit …

Das Ende von Big D.

„Als ob Sie sich an Regeln halten würden, Herr Dietrich!“ Diese Antwort von Rainer Adrion auf Wolfgang Dietrichs Hinweis, er möge sich bei der Redezeit an die Vorgaben halten, ist so etwas wie die Zusammenfassung der Ereignisse der letzten zwei Tage. Und es war eventuell der Anfang vom Ende Dietrichs als Präsident des VfB Stuttgart. Denn wäre das WLAN nicht ausgefallen, wäre über den Abbruch der Aussprache abgestimmt worden und Adrion wohl nicht mehr zu Wort gekommen. Adrions Worte sollten sich 16 Stunden später erneut bewahrheiten. Denn auch bei seinem Rücktritt hielt sich Wolfgang Dietrich nicht an die Regeln. Den VfB e.V. und die VfB 1893 AG über seinen überraschenden Rückzug zu informieren,  hielt er nicht für notwendig. So gesehen ist sein egozentrischer Abgang nur das logische letzte Kapitel seiner knapp dreijährigen Amtszeit. Für seine Art der Führung des Vereins und der AG wurde der Präsident mit der Aufrichtigkeits-Allergie auf der Mitgliederversammlung mit unverblümter Kritik konfrontiert. Die Redebeiträge waren immer sachlich, oft emotional, aber nie unter der Gürtellinie. Unter der Last der vielen Argumente ist …

It’s a kind of Mittelfinger

Es muss schon einiges gegeben haben, was Christian Gentner beim VfB Stuttgart auf den Sack gegangen ist. Natürlich, dass sein Vertrag nicht verlängert wurde. Aber es muss noch mehr sein. Denn was Andreas Beck und Dennis Aogo geschafft haben, gelang Gentner nicht: Sich ordentlich zu verabschieden. Ein paar Worte, die seine Verbundenheit mit dem VfB unterstreichen, schließlich war er ja auch ein paar Jahre hier, schließlich ist der VfB „sein Verein”– oder war es. Denn stattdessen: Schweigen. Beleidigtes Schweigen. Dass Gentner jetzt zu Union Berlin wechselt, gegen die der VfB die Relegation versemmelt hat, empfinden viele als Verrat. Ein „ausgerechnet“-Move. Aber ganz klar: Nachdem die Zeit beim VfB für den ehemaligen Kapitän zu Ende ging, kann er überall hin wechseln. Okay, vielleicht nicht zum KSC, das wäre dann doch etwas zu viel. Trotzdem wirkt es ein bisschen wie Nachtreten und wie den Mittelfinger zeigen gegenüber dem VfB und den Entscheidern Thomas Hitzlsperger und Sven Mislintat. Darüber hinaus ist es schon paradox, dass Gentner, der so etwas wie das Gesicht der Dauerkrise des VfB und auch …