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Nur noch ein bissle Santi im Getriebe …

Nur, um das gleich mal zu klären: Fast alles ist gut. Und das liegt weniger am ersten Auswärtssieg und an der Tabellenführung bis Montag. Das liegt an dem, was wir teilweise in Regensburg gesehen haben. Ist Euch der linke Fuß von Daniel Didavi aufgefallen? Er kann mit ihm womöglich Klavier spielen, so viel Gefühl hat er in ihm. Wie er vor dem 1:2 wie mit dem Zirkel gezogen die Flanke auf den Kopf von Holger Badstuber gezaubert hat – Weltklasse. Oder Gregor Kobel im Tor. In keinem Stuttgarter Kasten stand jemals ein Keeper, dem man bedenkenlos den Ball zuspielen konnte. Manchmal wirken die Situationen brenzlig, aber nur auf uns Zuschauer, weil wir uns erst einmal an das neue Aufbauspiel gewöhnen müssen bis wir das in Ruhe anschauen können. Apropos: Holger Badstuber ist auch so einer, der fast nie aus der Ruhe zu bringen ist. Mit der Mentalität und Selbstsicherheit eines Champions League-Spielers löst er so gut wie jede Situation souverän und spielerisch. Warum er beim VfB spielt und nicht in der Champions League? Weil er …

VertikalGIF #SSVVfB: Treter, Tore, Sensationen

Anpfiff am Samstag um 13 Uhr. Die zweite Liga ist eher was für Frühaufsteher. Und dann auch noch in Regensburg. Ein unangenehmer Gegner, der seinen Schuhkarton für 15.000 Zuschauer ernsthaft “Arena” nennt. Warum nicht gleich “Superdome” oder “Kolosseum”? Aber natürlich hat die Größe des Stadions nichts mit der Qualität des Teams zu tun, das darin spielt. Und Regensburg zeigte von Anfang an, dass sie sich ganz gewiss nicht hinten rein stellen möchten. Im Gegenteil: Zu Beginn des Spiels war “der Jahn” die aktivere Mannschaft. Doch die VfB-Defensive zeigte sich relativ unbeeindruckt von den Angriffsbemühungen der Regensburger. Und so wurde die erste Halbzeit vorerst zu einer relativ langweiligen Angelegenheit. Bis zur 24. Minute. Dann schlug der VfB eine Thomas Hitzlsperger Gedächtnis Ecke knapp hinter die Sechzehner-Grenze. Stenzels Schuss wurde geblockt, aber Nico Gonzalez rotzte den Ball trocken mit links in Tor. Erste Chance, erstes Tor. Halbzeit-Fazit: Ein klar überlegener VfB. Führung leider zu knapp. Und angeblich kann sich so etwas im Fußball rächen. Zum Beispiel in der 70. Minute als der Regensburger George im Stuttgarter Strafraum …

VfB Love Island: Klinsi & Guido <3

Jürgen Klinsmann, Guido Buchwald, Thomas Berthold, Matthias Klopfer, Claus Vogt, Britta Seeger, Alexander Wehrle, Erwin Staudt, Bernhard Heusler, Hans Zeisl – okay, es ist kein 29-Mann-Kader wie der, aus dem Trainer Tim Walter eine finale Auswahl treffen muss, aber dennoch ist es ein fast unübersichtliches Personalpuzzle, das sich um diverse Posten beim VfB bewirbt. Entweder offiziell oder über die reichweitenstarke Medien mit entsprechend schlagzeilenträchtigen Aussagen. Nicht eingerechnet dabei die Kandidaten, die sich bisher im Hintergrund halten. Uns sind mindesten zwei weitere Personen bekannt, die sich um die Präsidentschaft des VfB 1893 e.V. bewerben wollen. What a time to be alive! Wenn wir Trainer Walter fragen würden, dann sagt er, dass Konkurrenz das Geschäft belebt. Aber ist das auch bei der Besetzung der offenen Posten im Präsidium, Vorstand und Aufsichtsrat des VfB der Fall? Im Mittelpunkt stehen Guido & Klinsi. Die Frage ist: Handelt es sich um heiße Flirts oder um wahre Liebe? Geht es um verletzte Eitelkeiten oder um die Sache (also den VfB)? Erst sagt Klinsmann dem VfB mit nebulösen Begründungen ab, dann sagt …

Walterball: Krawall & Remmidemmi

Sind wir ehrlich: Mit einem weniger hibbeligen Stürmer als Silvère Ganvoula hätte der VfB gegen den VfL Bochum verloren. Diese Erkenntnis ist nichts neues. Es ist ein Muster, dass sich konsequent durch die bisherige Saison zieht: Der VfB ist überlegen, nutzt aber seine Torchancen nicht bzw. zu selten, macht zu wenig aus seinem Ballbesitz und ist hinten offen wie ein Scheunentor. In der Offensive sorgen zwei überragende, individuelle Momente von Philipp Klement/Daniel Didavi und Nicolas Gonzalez für Remmidemmi und entscheiden am Ende das Spiel. Aber die Krawall-Abwehr! Nathaniel Philips zeigt bei seinem ersten schlechteren Auftritt im VfB-Trikot extreme Schwierigkeiten im Spielaufbau, wenn er mal ein bisschen Druck bekommt, Holger Badstuber trotz 100 Prozent Passquote mit einigen Schildkrötenmomenten. Dazu Abspielfehler beim kleinsten Pressing. Andere Mannschaften – beispielsweise in der Bundesliga – nutzen das gnadenlos aus. Wir müssen also froh sein, dass die Entwicklung des Walter-Fußballs im Unterhaus stattfindet, wo Fehler nicht (immer) gnadenlos bestraft werden. Ohne Worte! 😍 #VfB #Silas #Wamangituka pic.twitter.com/YQ4jFUzOpA — MeanMachine1893 (@MeanMachine1893) September 2, 2019 Natürlich erwartet niemand, dass der VfB jeden Gegner …

VertikalGIF #VfBBOC: Traumtore und Alptraum-Abwehr

Man muss die Heimspiele feiern, wie sie fallen. Zur Not eben auch am Montag Abend gegen Bochum. Bei denen saß nicht mehr der ehemalige VfB-Sportdirektor Robin Dutt auf der Bank und auch noch(?) nicht der ehemalige VfB-Trainer Hannes Wolf, sondern, na klar, der ehemalige VfB-Spieler Heiko Butscher. Den ersten Aufreger gab es schon vor Anpfiff: Der anscheinend wechselwillige Santiago Ascacibar stand nicht im Kader. “Aus disziplinarischen Gründen.” Und das unmittelbar vor Ende der Transferperiode! So reagierten die meisten Stuttgarter Fans: Zur Aufstellung: Auch Tim Walter hatte das Offensivspiel in Aue offenbar nicht so gut gefallen. Die Konsequenz: mal wieder ein neues Sturmduo. Statt Klimowicz und Gonzalez stürmten Al Ghaddioui und überraschenderweise auch Neuzugang Wamangituka. Mutig! Mutig war auch das Stuttgarter Spiel nach vorne. Von Anfang an ließ der VfB keine Zweifel daran, wer Herr im Haus ist. Und nach einigen Torannäherungen war es bereits in der 19. Minute soweit: 1:0 durch Didavi, eingeleitet durch einen herrlichen Diagonalvertikalpass von Philipp Klement. Leider gab der VfB nach dem Führungstreffer das Heft aus der Hand und Bochum wurde …

Die Arschgeige nervt!

Während die mitgereisten VfB-Fans in Aue mal wieder ein Auswärtsspiel fast zum Heimspiel gemacht haben, verfolgten wir das traurige 0:0 im vertikalpass-Headquarter in der Stuttgarter City, Home of Straßenmusik. Als Ouvertüre geigten zwei zuckersüße Teenager Stücke von Vivaldi, niemand konnte ihnen böse sein, wenn sie nur nicht direkt unter unserem Büro gespielt hätten. Zur Einstimmung, gerade als die Aufstellungen durchgegeben wurden, spielte ein schleimiger Saxophonist so schnulzige Stehblues-Lieder, dass man sich Richard Claydermann als Hintergrundmusik wünschte. Als das Spiel ein wenig Fahrt aufnahm, so etwa als der VfB den Elfmeter nicht zugesprochen bekam, nervte die Arschgeige. Sorry, ich nenne den Geiger so, weil der immer bei uns spielt. Ich hatte ihn vor einiger Zeit schon einmal darauf angesprochen, wann er denn fertig sei, seine Geige zu stimmen. Da antwortete er mir, er würde improvisieren. Ja gut, ich habe keine Ahnung von klassischer Musik. Ich habe auch keine Ahnung, was Felix Zwayer im Spiel gegen Aue gepfiffen hat. Ich bin da voll der Meinung von Thomas Hitzlsperger (“Wer die Elfmeterszene für strittig hält, schaut zum ersten …

VertikalGIF #AUEVfB: Eine Schwa(l)be macht noch keinen Sommer

Freitag Abend, 18:30 Uhr. Auswärts in Aue. Gepfiffen von Felix Zwayer, kommentiert von Jörg Dahlmann. Mehr Zweitklassigkeit geht eigentlich nicht. Aber natürlich musst du auch solche Spiele gewinnen, wenn Du aufsteigen willst. Vor allem, wenn ein Zweitliga-Gigant gegen einen 17.000-Einwohner-Ort wie Aue antritt. Tim Walter setzte dafür statt des Doppel-Ochsen-Sturms auf das argentinische Wusel-Duo Gonzalez und Klimowicz. Leider zeigte der Auswärtsauftritt in Aue aber wieder die Probleme, die der VfB Stuttgart bisher gegen tiefstehende Gegner hatte: Viel Ballbesitz, wenig Chancen. Dementsprechend aufregend war die erste Halbzeit. Noch schlimmer als die Offensiv-Bemühungen des VfB Stuttgart waren allerdings die Anekdoten, die Sky-Kommentator Jörg Dahlmann zum besten gab. Ungeachtet dessen, was gerade auf dem Spielfeld passierte. Immerhin wissen wir jetzt auch, dass Tassos Donis bald nach Eindhoven geht. Einen Aufreger spielerischer Art gab es dann doch noch: Nicolas Gonzalez wurde im Auer Strafraum gefoult. Das sahen alle so. Alle bis auf Felix Zwayer und das Kellerpersonal in Köln. Wie sagte Thomas Hitzlsperger im Halbzeit-Interview sinngemäß: Wer in dieser Situation darüber diskutiert, ob es ein Strafstoß war, hat noch …

VertikalGIF #VfBFCSP: Mentalität vor Qualität

Nach Rostock nun also der FC Sankt Pauli. Ein sympathischerer Gegner, aber sicherlich kein leichterer. Dennoch waren die VfB-Fans fest überzeugt von einem Heimsieg. Kein Wunder, sie haben das Walter-Mantra schon verinnerlicht: Wir sind immer Favorit. Roarrr!   Holger Badstuber und Gregor Kobel hatten sich wieder einsatzfähig gemeldet und so sprach eigentlich nichts dagegen, wieder launige 90 Minuten im Neckarstadion zu verbringen. So wie beim 2:1 Auftaktsieg gegen Hannover 96.   Doch wie schon gegen Hannover kam der VfB etwas lahm aus den Startlöchern. Aber klar: von Null auf Walterball geht nicht, man muss sich erst etwas warm spielen. Blöd nur, dass es nach nur 18 Minuten 1:0 für den Gast stand.   Erst nicht wirklich clever verteidigt von Santi und Holgi und dann war Gregor Kobel nicht so schnell unten wie es nötig gewesen wäre, weil ihm die Sicht versperrt war. Der erste Rückstand in einem Pflichtspiel in dieser Saison. Wie würde der VfB reagieren?   Gute Frage. Die Antwort: sehr behäbig. Statt schnellem Passspiel gab es langsames Ballgeschleppe. Der Doppelochsensturm Al Ghaddioui und …

The Big Mislinbowski

Sven Mislintat ist kein cooler, dauerkiffender Althippie, wie Jeff Bridges in „The Big Lebowski“. Aber schlurfender Gang, Haare, Bart und Kleidungsstil erinnern definitiv ein bisschen an die Hauptfigur aus dem Kinofilm der Coen-Brüder. Und lässig wirkt das VfB-Diamantenauge auf jeden Fall. Mislintat ist ein nicer Dude, der im Moment abliefert like Hell. Zuletzt mit den Neuzugängen Nathaniel Philips, Wataru Endo und Silas Wamangituka. Mislinbowski hat den VfB-Kader ohne Kompromisse einmal auf links gedreht. Das Ergebnis ist eine Truppe, die dem Trainer Tim Walter große Möglichkeiten bietet. Ja, andere Protagonisten. Aber die Transferphasen vor drei Jahren und diese Saison ähneln sich sehr. Mehr junge Spieler mit Potential, mehr Konzept, ja auch mehr Leihen. Ich wünsche @ThomasHitz und Sven Mislintat den gleichen Erfolg. Ihre Arbeit beim #VfB hat das verdient. — twofourtwo (@two_four_two) August 14, 2019 31 Spieler umfasst die Gruppe, mitgezählt der vierte Keeper Sebastian Hornung, die Verletzten Marcin Kaminski und Sasa Kalajdzic, die Nachwuchskräfte Antonis Aidonis, David Grözinger und Luca Mack sowie den muffigen und abwanderungswilligen Tassos Donis. So ein nicer Dude ist Mislintat also …

VertikalGIF FCHVfB: Flaute an der Ostsee

Natürlich gibt es keinen Rostock-Fluch. Fakt ist, nein: war aber, dass der VfB im Pokal noch nie gegen Rostock gewinnen konnte – bei immerhin vier Versuchen. Eine Statistik, die dann doch für leichte Nervosität im Vorfeld sorgte. In Rostock kam Fabian Bredlow zu seinem ersten Pflichtspieleinsatz für den VfB und vorne stürmte wieder Mario Gomez. Leider verletzten sich sowohl Orel Mangala wie auch Holger Badstuber. Und in der VfB Defensive sieht es aktuell ungefähr so aus: Auch diesmal hatten sich die Rostocker Fans wieder ins Zeug gelegt, um eine tolle Choreo zu präsentieren. Und in der Tat war das optisch auch sehr beeindruckend. Inhaltlich eher nicht. “Außer Rand und Band für Verein und Vaterland” stand auf einem großen Banner. Hintergrund: Der Urheber ist anscheinend ein Fanclub, der sowohl Rostock wie auch die deutsche Nationalmannschaft supportet. Warum man dann Frakturschrift und einen Totenkopf verwendet, muss man nicht verstehen. Die meisten VfB-Fans fanden es jedenfalls eher … Doch zum Spiel: Der VfB tat sich traditionell schwer und war drauf und dran, sich ein Gegentor zu fangen. Alles …