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Die Fehler des VfB-Trainers

Wenn wir die BILD-Zeitung nicht hätten: In einem knallhart recherchierten Artikel deckt das Qualitätsblatt mutig die Fehler auf, die Präsident Claus Vogt begangen hat. So hat er in seiner kurzen Amtszeit in Corona-Zeiten noch keinen zweiten Investor gefunden und reagierte auf den Datenskandal noch vor Veröffentlichung im kicker, indem er vor der AG ein Unternehmen beauftragte, Licht in die Vorgänge zu bringen. Mit der Esecon ist es auch noch eine Firma, die unabhängig ist und nicht aus dem üblichen Dunstkreis der Dienstleister kommt, mit dem der VfB sonst zusammen arbeitet. Skandal! Was die BILD anscheinend nicht weiß: Die Fehler des Trainers Pellegrino Matarazzo sind noch viel gravierender. Wir haben das für euch aufgearbeitet – ausnahmsweise ohne Bezahlschranke: Bei den Fans ist er beliebt, vereinsintern gibt es Wirbel um ihn. Genauer: Die Kritik an Trainer Pellegrino Matarazzo (43), der bei einem Großteil der Fans sehr beliebt ist, wird intern immer lauter. Es geht um die Entwicklung der Mannschaft, die Spielweise und einem Zwist mit einem Leistungsträger. Aber der Reihe nach: Das Team Gregor Kobel Beim Torhüter …

Keine Frage von Moral und Anstand

Das „Trödel-Tor“ von Silas Wamangituka zur Frage von Moral und Anstand im Profi-Fußball zu machen, ist deutlich übertrieben. Was ist passiert? Ein Tor entstand aus der Dummheit der Bremer Jiri Pavlenka und Ömer Toprak: Silas schnappte sich den Ball und hatte sich nach seinem Steal ein bisschen zu lange Zeit gelassen, den Ball über die Linie zu drücken. Es hat sich dabei keiner verletzt, aber die Bremer und viele Fans fühlen sich beleidigt. Soundtrack to the cleets!#SVWVfB #VfB #SVW @VfB pic.twitter.com/qM4DEdyevp — mcbruddaal (@mcbruddaal) December 7, 2020 Die Silas-Verteidiger berufen sich auf Karl-Heinz Rummenigge (siehe Video). Das ist allein wegen Rummenigge schon komplett daneben und auch die 80er Jahre waren nicht nur in Mode- und Musik-Themen speziell: Die Fußballer trugen Bärte und Frisuren, die gegen Moral und Anstand verstießen und brutalste Fouls nicht nur an Diego Maradona oder Bernd Schuster waren an der Tagesordnung. Es war eine andere Zeit, in jeder Hinsicht, da war vieles möglich, was heute undenkbar ist. Aber es gibt Schwalben, es gibt Zeitspiel, es gibt versteckte Fouls, es gibt Notbremsen, taktische …

VertikalGIF#SVWVfB: Haters gonna hate

Dass in diesem Jahr alles etwas anders ist, das ist nichts neues. Kein Wunder also, dass auch auf dem Fußballfeld Negativ- wie Positivserien reihenweise reißen: Die erste Heimniederlage seit Ewigkeiten gegen Freiburg, erster Sieg in Mainz seit vermutlich der Steinzeit. Die Chancen standen also gut wie nie, zum ersten Mal seit 2006(!) in Bremen zu gewinnen. Vor dem Spiel in Bremen war erstmals ein wenig Druck auf dem VfB-Kessel. Kein Wunder nach vier vermeidbaren Unentschieden und einer irgendwie unnötigen Niederlage gegen die Bayern. Im Gegensatz zum vorherigen Spieltag gab es auf Stuttgarter Seite nur eine einzige personelle Änderung: Statt Förster rückte wieder Kalajdzic in die Startelf, der die Bälle vorne festmachen und für die nötige Lufthoheit sorgen sollte. Leider ging der Plan erstmal nicht auf. Die Werderaner starteten aggressiver in die Partie und hätten nach fünf Minuten eigentlich schon führen müssen. Doch zum Glück verfehlte Osako mit seinem Schuss aus 12 Metern das Tor. Nach ziemlich beunruhigenden zehn Minuten fand das Matarazzo-Team allmählich besser ins Spiel und hatte Chancen durch Sosa und Silas. Doch dem …

Der Wamangitukolaus belohnt den VfB Stuttgart

Der VfB Stuttgart gewinnt das bislang vielleicht wichtigste Spiel der Saison auswärts mit 2:1. Der erste Auswärtssieg in Bremen seit 2006! Trotzdem diskutieren alle über die Art und Weise der Entstehung des zwischenzeitlichen 2:0 für den VfB. Aber klar: Darf man das? War das respektlos? So oder so: Silas wird gegen Bremen zum Matchwinner. Durch einen eiskalt verwandelten Elfer, den Endo gegen den defensiv naiven Chong zieht, und nach einer Balleroberung, die er sich selbst erarbeitet, und dann unkonventionell abschließt. Klar, als Fans des Gegners würde mich das auch ankotzen, aber what the fuck? Sorry. Aber wer einem Spieler wegen des 0:2 in der 91. Minute den Tod wünscht, sollte sich vermutlich löschen. https://t.co/FALCZWHvGG — Vertikalpass (@_vertikalpass) December 6, 2020 Das Spiel in Bremen ist eines, wie wir es in dieser Saison noch nicht erlebt haben. Wenig zwingende Torchancen, aber dafür viele Ungenauigkeiten auf Seiten des VfB. Aber nach der Monster-Gelegenheit von Osako in der 5. Minute kommt von Werder nicht mehr viel und nach 15 Minuten ist der VfB auch endlich in der Partie …

VertikalGIF #VfBFCB: Sieger der Herzen

Nachdem Werder Bremen in der Vorwoche mit einer sehr defensiven Ausrichtung einen Punkt aus München hatte entführen können, lautete die große Frage: Wie lässt Matarazzo sein Team gegen den Rekordmeister auflaufen? Mutig und offensiv, das Risiko in Kauf nehmend, ins offene Messer zu laufen oder doch eher gegen seine Prinzipien und defensiv. Die Antwort: beides. Der Trainer, der am Samstag seinen 43. Geburtstag feierte, hatte sich einiges überlegt: Für Pascal Stenzel rückte Dinos Mavropanos in die Verteidigung, in der er mit Kempf, Anton und Sosa oft in einer Viererkette agierte. Überraschender waren da schon die Veränderungen in der Offensive: Den Ausfall von Gonzalez sollte nicht wie erwartet Kalajdzic kompensieren, sondern Coulibaly agierte unterstützt von Silas als vorderste Kraft. Und für den angeschlagenen Didavi kam Philipp Förster zu seinem Bundesligastartdebüt. Gleich nach Anpfiff wurde deutlich: Das Stuttgarter Team hatte nicht vor, den Bus im Strafraum zu parken. Das Team ging mutig zu Werke und nervte den FC Bayern auf dem ganzen Platz. Dieser Plan wäre allerdings bereits nach drei Minuten schon überholt gewesen als Lewandowski den …

Förster on fire!

Zugegeben: Die Bayern spielen alle drei Tage, haben verletzte und angeschlagene Spieler zu beklagen, kommen auf dem Zahnfleisch daher, aber trotzdem: dass der VfB so ein tolles Spiel hinlegt, wer hätte das gedacht? Pellegrino Matarazzo überrascht mit seiner Aufstellung: Philipp Förster steht in der Anfangself, was nicht wenige direkt dazu verleitet, ein Bierchen zu verhaften. Wie soll man es sonst aushalten? Aber was soll man sagen: Förster macht das Spiel seines Lebens. Zumindest eine Halbzeit lang. Nach gutem Beginn der Mannschaft, nur ein Pfostenkopfball von Lewandowski lässt den Puls nach drei Minuten steigen, läuft ein Konter über eben diesen Förster. Er treibt den Ball in seiner unnachahmlichen Art und er verpasst diesmal nicht den richtigen Zeitpunkt für das Abspiel auf Silas. Der dribbelt nicht, der macht keinen Übersteiger oder sonstige Fisimatenten, womit sein Gegenspieler Lucas Hernandez vermutlich rechnet, sondern passt perfekt temperiert in die Mitte. Manuel Neuer fällt wie eine Bahnschranke und verpasst den Ball, so dass Tanguy Coulibaly den Ball ins Tor stecken kann. Sein Tordebüt! Überhaupt Coulibaly: Er ist überraschend nicht außen, sondern …

Jetzt fehlt nur noch ein Erfolg gegen die Bayern

Was ist bitte mit dem VfB los? Vorausschauend agieren und pro-aktiv kommuzieren, das waren in der Vergangenheit nicht unbedingt die Kernkompetenzen des Clubs aus Cannstatt. Aktionismus, Kurzfristigkeit und eine Prise Dilettantismus dominierten das Handeln der Verantwortlichen. Und jetzt? Zuerst melden sich AG-CEO Thomas Hitzlsperger und e. V.-Präsident Claus Vogt mit Videobotschaften. Auch wenn sie manchmal ein bisschen hölzern wirken, es ist zu erkennen, dass sie in diesen schwierigen Zeiten mit Fans und Mitgliedern kommunizieren und den Kontakt zur Basis nicht verlieren wollen. Tenor: Ihr fehlt uns, die Situation ist nicht einfach, aber wir wissen, was wir tun. Zur Abwechslung und im Gegensatz zu ihren Vorgängern wirkt das durchaus glaubhaft, ganz ohne Großspurigkeit, ganz ohne Selbstzufriedenheit anlässlich des respektablen Saisonstarts. Dann verlängert Sven Mislintat erst mit Nicolas Gonzalez und kurz danach mit Wataru Endo jeweils bis 2024. Einfach so, im Fußballersprech würde man sagen „aus dem Nichts“. Das ist ein Zeichen der Wertschätzung, dass sich Leistung lohnt. Das sieht fast nach einem Plan aus: Mit Weitblick zwei Leistungsträger zu binden – dem Vernehmen nach ohne Ausstiegsklausel …

Zwei Punkte verloren oder einen gewonnen?

Remis gegen Köln, Schalke, Frankfurt, Hoffenheim. Die Frage nach jedem Spiel ist: Hat der VfB einen Punkt gewonnen oder zwei verloren? Bei einem Ausgleichstor in der 93. Minute muss man klar sagen: Punkt gewonnen. So, wie Hoffenheim dem VfB in der zweiten Halbzeit taktisch und spielerisch überlegen war: Punkt gewonnen. Aber liegt die Freude über den späten Ausgleich nicht eher daran, dass wir so etwas nicht mehr gewohnt sind? Späte, entscheidende Tore, die Punkte bringen: Nicht unbedingt die Trademark des VfB. Und gerade nach einem frühen Gegentor folgte nach dem Gesetz der VfB-Serie meist das nächste Gegentor (und das nächste). Nach dem 3:2 durch Andrej Kramaric hätte der VfB, wie wir ihn bisher kannten, nach einigen halbherzigen Alibi-Angriffen noch einen Konter zum 4:2 gefangen. Die Freude über den Ausgleich ist die Freude über das Auftreten der Mannschaft. Widerstände und Rückschläge scheinen sie nicht aus der Bahn zu werfen, sondern im Gegenteil: zu motivieren. Die Freude über den Ausgleich ist auch die Freude über das ungewohnte attraktive Spiel des VfB. Schnell, flüssig, mutig. Das sind wir …

Der deutsche Fußball ist mehr als Bayern München!

Zusammen mit seinem Dortmunder Kollegen Aki Watzke sprach Karl-Heinz Rummenigge in der tiefsten Corona-Krise im Frühjahr von Zusammenhalt und Solidarität. Heute erinnert er sich natürlich nicht mehr daran. Denn es geht um sein Geld. Es geht um eine alternative Verteilung der Fernsehgelder, um in der Bundesliga mehr Wettbewerb zu ermöglichen. Also keine zementierte Tabelle, die aus den immer gleichen fünf Clubs an der Spitze besteht. Der VfB Stuttgart mit seinem CEO Thomas Hitzlsperger hat sich erlaubt, zusammen mit drei Erst- und vielen Zweitligisten eine andere Idee der Verteilung vorzuschlagen. Dafür wurde der VfB bestraft, indem er nicht zur „Geheim“-Tagung in Frankfurt eingeladen wurde. Und Hitzlsperger muss sich auch noch belehrende Worte von Rummenigge gefallen lassen, die “erstaunlicherweise” brühwarm an die Presse durchgesteckt werden. Wenn der Bundesliga-CEO mit Vorstrafe seinem Kollegen mit Bundesverdienstkreuz erklären möchte, was Solidarität ist. Man muss es einfach lieben. pic.twitter.com/bzOXiQoYp4 — Vertikalpass (@_vertikalpass) November 11, 2020 Er halte es für möglich, dass aus einem Saulus ein Paulus werden kann, meinte er in Richtung Hitzlsperger nach einem Telefonat mit dem VfB-Boss. Was will …

Kann der VfB nicht mehr gewinnen?

Schon das dritte Spiel in Folge ohne Dreier. Bei allen drei Spielen wäre der Sieg drin gewesen. Und zwar ohne Probleme, Köln und Schalke waren am Boden, moralisch sowieso. Eintracht Frankfurt war nach einer 2:0-Halbzeitführung eigentlich schon besiegt. Woran liegt es, dass der VfB den Sack in den drei Spielen nicht zu gemacht hat? Zumindest in Frankfurt war es das In-Game-Coaching von Adi Hütter und die mangelnde Bereitschaft von Pellegrino Matarazzo darauf zu reagieren, dass über die Neubesetzung der Außenpositionen der Eintracht ein ganz anderes Spiel entstand. Silas, Stenzel und Sosa taten ihr Bestes, aber die Statik des Spiels hatte sich durch die Einwechslung von Amin Younes und Aymen Barkok komplett geändert. Okay das mit den Unentschieden haben wir jetzt geübt, dann auch gerne mal wieder ein Sieg. Aufgrund der zwei unterschiedlichen Halbzeiten geht das auch heute leider wieder in Ordnung. Wie auch die zwei Wochen davor ist's schade, dass es nicht zu drei Punkten gereicht hat. #VfB — twofourtwo (@two_four_two) November 7, 2020 Im Einzelfall kannst mit nem 2:2 gegen Frankfurt leben. Drei Unentschieden …